Clickertagebuch
| 30. Juli 2003 | ||||||||||
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So, da sind wir
wieder ! Gestern war ich mit Bine noch einmal beim TA. Zum einen stört es mich, dass sie sich dauernd juckt. Flöhe sind aber kein Thema mehr in diesem Haushalt, dem Himmel sei Dank. Trotzdem hat das Kratzen aber nicht nachgelassen. Nachdem die meisten Ursachen ausge- schlossen werden konnten, hatte ich keine Lust auf weiteres Raten und wilde Thesen, sondern habe meine Tierheilpraktikerin gefragt und das war gut so (danke Bärbel). 5 Globulis und der Hund hatte endlich eine ruhige Nacht. Das Kratzen ist um 80% besser geworden. Sicherheitshalber und damit mein TA auch was verdient, habe ich aber von Bine eine Urinprobe dagelassen oder sagen wir mal so, Bine hat freiwillig eine ziemlich Große dagelassen :) ! Nur zur
Sicherheit, dass hat nix damit zu tun, dass ich zu faul bin zum wischen
(okay, ja, manchmal denke ich darüber nach wie es wäre wenn Bine
"dicht" hielte). Aber, es gibt
auch gute Nachrichten. Bine wächst eine neue Kralle. Wir haben
also doch einen kompletten Hund erworben *staun*. Und heute habe ich mit
dem TA in Northeim telefoniert bei dem wir wegen Lena waren. Zur
Erinnerung, Lena wird langsam rot-braun, dabei ist sie eigentlich mal
ein lackschwarzer Hund gewesen (im Gesicht ist sie es immer noch). Die
Haare auf dem Rücken wachsen nicht mehr nach, am Bauch schon und das
sieht ziemlich seltsam aus. Hier wollte ich nur abchecken, dass sie
keinerlei Veränderung an den inneren Organen hat, weil manchmal eine
Rotfärbung des Hundes auf einen Leberschaden hinweist. Leider bin ich nicht dazu gekommen Fotos zu schießen, irgendwie war keine Zeit oder ich hatte die Kamera nicht dabei, so z.B. als Bine in der TA-Praxis auch noch eine Kotprobe dagelassen hat, ohne dass die jemand angefordert hatte und zur Krönung hat sie den Haufen dann auch noch geräuschvoll und lange (unter staunenden Blicken des Praxisteams) zugescharrt. Saubere Bine, sag ich ja ! Übrigens hat Bine heute Geburtstag und wird 12 Wochen alt. Seit 3 Wochen wohnt sie bei uns und ist schon nicht mehr wegzudenken. Geschenke und Glückwunschkarten bitte an unsere Hausanschrift unter "Kontakt" :). Vorhin habe ich von Karin und Volker (Bines Züchter) erfahren, dass die letzte verbleibende Hündin des B-Wurfes abgeholt wurde. Hoffentlich bekommt die kleine Beeke auch ein schönes Zuhause mit netten, liebevollen Menschen und vielen Zewatüchern. Falls hier einer der Besitzer vom B-Wurf mitliest, bitte sagen Sie mir NICHT, wenn eine(r) von Bines Geschwistern schon stubenrein ist. ICH WILL ES GAR NICHT W I S S E N *g*. Wir haben uns
nämlich gerade daran gewöhnt, nicht länger als 3 Stunden am Stück zu
schlafen, auf allen Vieren schrubbend durch die Wohnung zu rutschen und
ununterbrochen den Hund zu beobachten, um doch noch hinter den nicht
vorhandene Rhythmus zu kommen. Hm. Die
Kollegen meinten dann aber doch meine Bluse, die am unteren Rand aussah,
als wäre ich in einen Reißwolf geraten :). So was ähnliches war es ja
auch..... Ach ja und zum Schluss noch das aktuelle Gewicht: Wir schleppen derzeit ca. 30 Mal am Tag 9 kg die Treppen rauf und runter. Puh. Wenn das so weiter geht, habe ich in 2 Monaten Oberarme wie Arnold Schwarzenegger. Bis die Tage, |
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| 27.Juli 2003 | ||||||||||
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Es
ist jetzt 21:13 Uhr und endlich ist RUHE. Eigentlich
müsste ich Karlchen noch mal wecken, damit die Nachtruhe wenigstens bis
5 Uhr dauert (obwohl wir um 24 Uhr noch mal in den Garten gehen), aber
ich bin soooo froh dass das Monsterchen schläft, ich will nicht!
Dabei
hat der Tag so gut angefangen J. Heute
morgen habe ich Hundedienst geschoben, damit Jörg in seinem Urlaub auch
einmal ausschlafen kann. Bine hat sich ganz doll darüber gefreut, die
Ohren fest an den Kopf gedrückt, hat sie mir mehrere Küsschen gegeben
und brav ihre Geschäfte erledigt. Dann
gab es Frühstück, aber nur für Bine, es wahr schließlich erst halb
sechs. Dann haben wir gespielt, sie mehr, ich weniger, war doch noch ein
bisschen müde. Um
viertel vor sieben war es dann endlich Zeit für ein Verdauungsschläfchen.
Ich habe mich gleich noch mal mit hingehauen und bis viertel vor neun
geschlafen (herrlich). Dann sind wir zur ersten Spazierfahrt
aufgebrochen mit allen Hunden.
Bine
mag keine Sonderbehandlung mehr, d.h. sie will unbedingt im Kofferraum
einsteigen, wo die Großen sitzen, meinetwegen. Auf
dem Spaziergang gab es eine besonderen Vorkommnisse. Anschließend beim
Bäcker vorgefahren und Brötchen geholt. Warten im Wagen mit den
anderen Hunden klappt problemlos. Damit meine ich sie zerlegt nicht den
Innenraum. Zuhause
angekommen war sie von erträglichem Temperament. Ich hab sie zum wecken
Jörg ins Bett gesetzt. Komisch, fand er nur halb so lustig, wie anders
herum. Heute hat sie ihn ausschließlich an den Haaren gezogen und hie
und da in die Speckrollen gekniffen. Das Biest beißt einfach überall
rein, da kann man die Hände und Füße ruhig verstecken. Jörg war wie
erwartet in Rekordzeit wach und am Frühstückstisch. Danach
noch mal in den Garten und dann war Bine endlich hundemüde. Da Sonntag
ist, die Wohnung sauber und keine allzu dringenden Arbeiten anstanden,
habe ich mich einfach noch mal ins Bett gelegt und gelesen. Bine kam
dazu, ich hab sie mit ins Bett genommen und sie war total verschmust.
Erst hat sie noch ein wenig mit meinen Händen gerangelt, aber sehr
sanft und dann ist sie in meiner Halsbeuge eingeschlafen. Total
niedlich. Endlich mal schmusen. Ab und an hat sie leise gegrunzt und Jörg
war ganz neidisch wie fein wir kuscheln. Mittags
bin ich mit Lena und Banja alleine gegangen und Bine war mit Jörg erst
oben und dann im Garten. Anschließend
gab es eine kurze Clickersession mit Fliegenklatsche. Ich habe zum
ersten Mal den herkömmlichen Clicker genommen und zu Anfang war sie ein
wenig verunsichert, weil es viel lauter ist als mein Zungenclick. Eine
erneute Konditionierung war überhaupt nicht notwendig, Bine wusste
sofort worum es geht. Ich hatte mir fest vorgenommen allerkleinste
Schritte zu clicken, also das Anschauen des Gegenstandes bzw. das Kopf
abwenden in die Richtung in der der Gegenstand sich befindet. Völlig
unnötig. Zu Beginn hat sie aus Neugier an der Klatsche geschnuppert,
weil ich die bisher extra nicht habe rumliegen lassen. Danach kamen die
Nasenstüber total zielsicher an die immer wieder neu dargebotene
Fliegenklatsche. Ich habe 1 min. geclickert und Jörg hat 17 Clicks gezählt,
toll oder ? Anschließend
gab es ein Spiel mit dem Teddy, dem wir es gemeinsam richtig besorgt
haben J
! Nachmittags
war Jörgs Schwester Andrea mit uns im Garten (sie kuckt nicht immer so
*g*).
Bine
war brav, schon fast langweilig, hat ein bisschen mit den Wassernäpfen
gespielt (sie buddelt mit den Vorderfüßen darin herum) und viel das
Grundstück untersucht.
Am
späten Nachmittag gab es noch einen Spaziergang mit allen dreien und
Andrea. Keine besonderen Vorkommnisse. Nach einer Fütterung im Garten
sind wir dann nach ca. 1 Stunde hoch in die Wohnung und da vollzog sich
wieder die Wandlung. Arrrggghhh. Ich
bin an den PC und habe versucht, dass Scheppern und Gefluche von Jörg
zu ignorieren. Schwer sage ich euch. Dann immer mal wieder Gekläffe,
Radauz und wüste Selbstgespräche. Ich
hab extra eine Stunde hier oben gewartet, bevor ich wieder runter bin,
im festen Glauben die Lage hat sich beruhigt. Nix da. Jörg ist raus um
seine Tiere zu füttern und ich wollte endlich mal wieder was kochen. Die
nächsten 1 ½ Stunde war die Hölle los. Erst Katzenattacke, wobei ich
Mimi immer zur Hilfe eile, schließlich ist sie schon eine Oma. Dann
hat sie schon unter Jörgs Aufsicht unter die Treppe gepinkelt. Da man(n)
dort schlecht hinkommt, hat er erst mal mehrere Lagen Zewa
ausgebreitet. Als er weg war, ist natürlich Bine sofort hin und mit den
bepissten Tüchern durch die ganze Wohnung galoppiert. Es war dann mal
wieder Zeit mehrere Räume zu wischen L. Derweil
hat Bine ins Badezimmer gekackt. Schön, dass mein Hund eine so gute
Verdauung hat. Als ich den Wischeimer ausleeren wollte, habe ich natürlich
die Bescherung gesehen. Ich also hingekniet und Knödel aufgelesen. Bine
war zwischenzeitlich im Wohnzimmer und hat die aktuelle Geflügelzeitschrift
von Jörg gelocht. Woher soll sie denn auch wissen, dass wir die nicht
abheften. Da
ich ja noch im Badezimmer war, muss ihr eingefallen sein, dass wir doch
gestern dort etwas geübt haben. Jedenfalls knie ich noch da, und höre
schon wie sie in einem Affenzahn den Flur entlang kommt. Ich drehe mich
um und denke noch, sie wird doch nicht..... Doch
! Planmäßiger Abflug bei der Badezimmertür und mit angelegten Ohren
(wegen des Luftwiderstandes vermute ich) in die Dusche gekracht. Das
waren mindestens 1 ½ Meter. Dort hat sie brav sitz gemacht und auf Würstchen
gewartet. Ich war mir nicht ganz sicher ob ich DEN Einstieg zum duschen
clickern soll ?! Das
Spiel hat sie dann in der nächsten halben Stunde beschäftigt und ich
war einfach nicht fies genug um die Duschtüren zu schließen. Ehrlich
gesagt hatte ich auch Angst um meine Türen. Den Sprung durch den Reifen
(REIFEN NICHT TÜREN) wollte ich mir eigentlich für später aufheben. Dann
habe ich begonnen zu kochen. Bine im Wohnzimmer bellt. Ich rufe sie, sie
kommt im Tiefflug angeschossen (ein solches Tempo wie heute hatte sie in
der Wohnung noch nie drauf) und C & B (Click und Belohnung). So geht
das aber nicht mit Holländern J. Bine
ist auf dem Absatz herum, ins Wohnzimmer und wieder gebellt und dann
verharrt ob ich sie wieder rufe und da das nicht geschah, im Galopp in
die Küche um zu kucken ob ich vielleicht eingeschlafen bin. Wenn ich
jetzt Anfänger gewesen wäre, hätten wir sicher in Rekordzeit eine
Fehlverknüpfung zaubern können, nämlich, bellen damit es ein
Leckerchen gibt. Nachdem
das nicht funktionierte, hat sie in der Wohnung mit den Füßen wieder
den Wassernapf um etliche Liter erleichtert. Während ich aufwischte (grrr)
ist mir das Fleisch angebrannt (grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr). Anschließend
hat sie laut aber harmlos mit dem leeren Wischeimer gekämpft, in der
Palme gebuddelt, eine nicht unspannende Seite meines Buches zerhäckselt,
die Dusche besprungen, mit Banja an meinen Badehandtuch gezerrt und ins
Wohnzimmer gepieselt. Das
war dann aber auch schon alles und Jörg war baff erstaunt, dass das
Essen nach sooooo langer Zeit immer noch nicht fertig war. Die
arme Banja die oben die ganze Zeit mit mir und Bine herum hantiert hat,
war schlussendlich fix und fertig (siehe Foto).
Dabei
habe ich sie so gegen halb sieben, als ich mit Petra telefonierte (am
Samstag geht die Bine mit Jörg in die Welpengruppe) NOCH GELOBT. Wie
brav und wie gescheit und wie verschmust und schon so erwachsen obwohl
sie doch erst 11 Wochen alt ist und Bla Bla Bla........HA ! Ich
freue mich dass ich morgen früh zur Arbeit gehen darf J ! So
long und bis die Tage, Dagmar |
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| 26.Juli 2003 | ||||||||||
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Heute
ist mir aufgefallen, dass unser Bine-Karl ganz viele Gemeinsamkeiten mit
berühmten Leuten hat. Ja, in echt. Ich
schrieb ja schon, dass sie wenn sie einen Anfall hat aussieht wie Graf
Dracula während der Verwandlung in eine Feldermaus. Also spitze, weiße
Zähne, riesige Ohren und so ein glitzern in den Augen...... Da
fällt mir ein, gibt es jemanden da draußen der Probleme hat mit dem
aufstehen ? Also wir nicht mehr. Einer von uns ist am Wochenende immer
dran mit Hunde ausführen, Futter machen und anschließend das Frühstück
auftischen, während der andere weiter schnarchen darf. Früher hieße
es dann immer irgendwann „Frühstück ist fertig“. Die Zeiten sind
vorbei ! Heute bekommt derjenige der noch im Bett liegt einfach das Karlchen hineingesetzt. Das ist ungefähr so, als wäre man mit 20 Schnappschildkröten in einem Aquarium eingesperrt ist. Sagte ich schon dass unser Pflasterverbrauch drastisch gestiegen ist ? Grausam. Also, sagt bescheid, wenn’s mit dem Aufstehen hapert und ich schicke unsere Bine per UPS Express-Sendung J !
Wo
waren wir ? Ach ja berühmte Leute. Na ja, die Lütte hat auch was von
Claudia Schiffer. Unendlich lange Beine. Wahnsinn. Nur mach ich mir
langsam Sorgen, weil der Kopp nicht richtig mitwächst J
! Eben wie bei der Claudia, hihi. Und
letztendlich ist sie natürlich noch immer unser Paolo Pinkel. Nee, sie
kokst nicht, aber Nomen est Omen, sie pinkelt. Mittlerweile werden die
niedlichen Pfützen kleine Stauseen. Heute
habe ich erst mal von oben bis unten das Hundeklo geputzt (unsere
Wohnung), sonst traut man sich ja bald nicht mehr barfuss zu gehen. Gestern
war ich wie verabredet bei meiner Arbeitskollegin Birgit mit Settermädchen
Kira. Als uns Kira so an der Leine entgegen getapst kam dachte ich schon
„auweia, was hab ich nur für ein Augenmaß, die Kira ist nicht
doppelt so groß sondern irgendwie mindestens das dreifache“. Das
dachte Bine wohl auch, denn sie hat erst mal den Rückwärtsgang
eingeschaltet und zwischen meinen Füssen geknurrt und gebellt. Kira
ist doch schon 4 ½ Monate
alt und somit eher zu den Junghunden zu rechnen. Eigentlich nicht der
richtige Partner für Bine, aber wir sind dann zu Birgit auf das Grundstück
und Kira kam erst mal an die Laufleine, damit Bine noch eine Rückzugsmöglichkeit
hatte. Die
arme Kira kann ja nichts dafür, sie ist groß und dabei schlank aber
immer noch viel schwerer als Bine. Das muss so sein, als wenn ein 2m
Mann der 93 kg wiegt und das Gemüt eines 2jährigen hat, mit mir
spielen will. Äußerst
beunruhigender Gedanke J Bine hat sich dann doch vorgetraut und wurde bespielt. Mal lag sie oben, aber die meiste Zeit eher unten und im Nullkommanix, war sie vollgesabbert. Lecker.
Zum
Kaffeetrinken kamen wir kaum, weil wir beide immer ein Auge auf die
Tobenden hatten. Na ja, ich denke in vier bis sechs Wochen wird der
Unterschied zwischen den Beiden nicht mehr ins Gewicht fallen, aber dato
ist Bine dafür noch zu klein. Nach
einer halben Stunde wurde Kira kurz ausgeführt und Bine hatte Zeit sich
das Grundstück anzuschauen. Nach
einer Stunde habe ich gemerkt, dass es eigentlich kein Spiel mehr war,
sondern nur noch ein Reagieren und Parieren. Kira war selber ganz
fertig, aber bei so jungen Hunden läuft das Programm eben weiter, wenn
man nicht eingreift. Ein
paar Mal habe ich gesehen, dass Bine der armen Kira ordentlich die Ohren
lang gezogen hat. Aber wie. Oder
die Lefzen. Gut,
bei einem Setter gibt es genügend Möglichkeiten zum festhalten. Ich
hab Birgit gesagt, wenn am nächsten Tag ein Ohr länger ist als das
andere, dann kommt unsere Versicherung selbstverständlich für den
Schaden auf. Zurück
im Auto konnte ich selbiges noch starten, bevor Bine auf meine
Handbremse fiel und im Tiefschlaf war. Zuhause
hat sie sich dann riesig über Lena und Banja gefreut, dass war total
niedlich. Zur Belohung gab es einen riesigen Gelenksknochen an dem sie
noch gut 2 Stunden gearbeitet hat und gestern Abend war sie drinnen
total lieb. Komisch, gell ? :-P Also
alle Hunde in den Kofferraum (ich habe die Rückbank immer umgeklappt,
daher fahre ich einen 2 Sitzer) und raus ins Feld. Bine
war super gut drauf und ich habe eine Strecke gewählt die strammen
Schrittes höchstens 5 min dauert. Wir sind geschlendert und haben oft
angehalten und waren so 15 min. unterwegs. Absolutes Limit momentan. Zwischendurch
ist Banja auf den Feldern durchgestartet und unsere Kleine hinterher.
Siehe da, es war das erste Rennspiel zwischen den Beiden. Aber
als sie zurück kamen dachte ich, ich traue meinen Augen nicht. Bines
goldene Stromung war unter einem Acker-Mist Gemisch verschwunden. Sehr,
sehr schön. Erwähnte ich schon, dass es hier gestern und heute morgen
geregnet hat ? Meine Hunden waren von tiefbrauner Farbe. Während des
Tages redete ich mir noch ein, dass man das abends ausbürsten kann.
HAR, HAR. Heute
Abend war dann klar, es wird Zeit für einen ersten Duschtermin. Also
den Jörg mit Würstchen bewaffnet und das Badezimmer mit Handtücher
gepflastert. Bine in die
Dusche geclickert und Wasser auf warm gestellt. Jörg
hatte den Auftrag kleinste Stücke zu füttern, aber viele, viele,
viele. Hat
super geklappt, besser als wir wollten. Als
das Karlchen nämlich abgeduscht und sauber UND trocken vor mir auf der
Badezimmermatte saß, hat sie den Rüssel gleich wieder in die Dusche
gesteckt. „Hey
Frauchen, dass ist ein super Platz, ein Würstchen
Schlaraffenland....ich will da wieder rein....ICH WILL DA WIEDER
REIN....!“ Pah,
und ich dachte ich jag ihr einen Schrecken ein. Verfressene Hunde sind
etwas wunderbares J. ABER
wehe, Mimi bietet einen Kuss an, wenn Paolo Pinkel in Killerlaune ist.
Dann hagelt es Bisse und quietschendes Gebelle lässt einem die Haare zu
Berge stehen. Trotzdem geht Mimi immer wieder hin. Sie MUSS
masochistisch sein. Mehr
gibt’s zu den Beiden wirklich nicht zu erzählen, Lena ist eine super
Aufziehtante. Und das obwohl ich weiß, dass ihr an bestimmten Tagen die
Knochen weh tun oder die schwüle Hitze ihr Herz belastet.
Ich liebe meinen Hund dafür noch mal soviel, wenn das überhaupt
noch möglich ist. Ich
hoffe sehr, das Bine, wenn sie selber erwachsen ist und mal einen Welpen
dazu gesetzt bekommt, geprägt wird durch die geduldige, liebe Lena. NOCH
MAL EINEN WELPEN ??? BIN ICH BESCHEUERT ??? J Noch eine kurze Geschichte von heute morgen. Jörg hat mir klammheimlich Bine ins Bett gesetzt und es war ungefähr so, als hätte sie 200 Zähne und 8 Arme und Sprungfedern unter jedem Fuß. Um es kurz zu sagen. A U A.
Als
sie sich gerade an einer besonders empfindlichen Stelle festgebissen
hatte (die Innenseite der Oberarme, da wo man unmöglich ignorieren kann
weil es sooooo weh tut), habe ich ihr ins Gesicht gebrüllt: „ Bine Du
doofe....XXX (unflätiges Wort) ..... AUA ! Kurzes
Innehalten auf ihrer Seite, wobei sie mich immer ansieht, als sei ich
ein ekeliges Insekt unter dem Mikroskop (doch wirklich so kuckt sie) und
dann hat sie mich in die Nase gebissen J
! Und
dann.....ja, dann hab ich mich gefreut ! Nein, ich bin NICHT
masochistisch oder devot aber mir wurde folgendes klar: Bine
hat bis heute noch keine einzige schlechte Erfahrung mit uns Menschen
gemacht. Lena in der damaligen Situation hätte von mir eine auf den
Hintern bekommen, ich hätte ihr die Schnauze zugehalten oder sie auf
den Rücken gedreht. Das alles hätte zu noch mehr Kampf und Schmerz auf
beiden Seiten geführt und letztendlich hätte ich gewonnen indem ich
ihr (Lena) am allermeisten weg getan hätte. Und
wie diese Gewaltspirale weiter geht, weiß ich aus eigener Erfahrung
ganz genau. Immer härterer Mittel muss man einsetzen und dass soll eine
vertrauensvolle Bindung fördern ? Ich
höre schon die Zweifler vor dem PC schimpfen: die Tante lässt sich
einem Welpen alles gefallen, wieder so ein Softie, eine Grüne, eine
Weichei. Aber ich weiß es dieses Mal besser. Und allen Zweiflern zum
Trotz habe ich später den Hund, den ich ERZOGEN bzw. AUFGEZOGEN habe. Zum
einen ist mir klar, dass diese Phase so oder so vorbei geht,
unwiederbringlich und mein Hund ist ein Stück erwachsener. Andererseits,
lernt Bine gerade jeden Tag, dass zu heftiges Spiel zur Folge hat, dass
ich gehe (okay, ich gebe zu dass ich im Bett ziemlich ausgeliefert war,
aber aufstehen und weggehen war möglich und das hab ich nach dem
Nasebiss ja auch gemacht) und sie möchte nichts anderes als in meiner Nähe
sein. Ich kontrolliere doch ihr ganzes Leben, ich bestimmte wann wir vor
die Tür gehen, wann es Wasser im Napf gibt (natürlich immer), wann
Futter kommt, welches Spielzeug zur Verfügung steht und was wir
spielen. Ich
danke Gott, dass ich in den letzten Jahren soviel über Hunde lernen
durfte und auf Gewalt verzichten kann. Mein völlig unbedarfter, fröhlicher,
offener Welpe dankt es mir indem sie eben nicht zuckt wenn man den Arm
hebt oder klein wird, wenn man sie anbrüllt. Mit
diesen Gedanken lass ich euch jetzt alleine und sage gute Nacht ! Bis
die Tage |
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| 24.Juli 2003 | ||||||||||
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Unserem
Karlchen geht es gut ! Jörg hat immer noch Urlaub und so vertrödelnd
die Beiden den Tag in Haus und Garten. Man
darf nicht unterschätzen, wie wichtig das warten als Übung ist. Ich
arbeite seit meinem 17. Lebensjahr im Tierschutzverein und jeder 2. Hund
wird abgegeben weil er jault, bellt oder die Einrichtung zertrümmert. Natürlich
tun die Vierbeiner dass weil sie unter schrecklichem Stress stehen und
alleine sein, in freier Wildbahn, den sicheren Tod bedeuten würde. Aber
wenn erst der Vermieter an die Tür klopft oder die Nachbarn das
Ordnungsamt einschalten, ist es meist vorbei mit dem Verständnis für
den Hund und seine Verlassensängste. Soweit
wollen wir es gar nicht kommen lassen und Bine macht das prima. Wir sind
mittlerweile bei einer halben Stunde warten angekommen, die sie ruhig
mit Lena und Banja verbringt. Nach
der Heimkehr werden Pfützen kommentar- und regungslos aufgewischt (ich
kann mich ja hier ausheulen *g*) und Schäden begutachtet. Großen
Zirkus veranstalten wir nicht, wenn wir „heim“ kommen. Ein „wir
sind wieder da“ und gut ist es gewesen. Aber wie gesagt, damit gibt es
keine Probleme. Bines Kiste in der Küche, die ja eigentlich nur ein Notbehelf ist, damit der kleine Hund einen festen Platz zum warten hat, wird immer beliebter.
Heute
fand Banja es an der Zeit, endlich mal auszuprobieren, wie es sich darin
so liegt. Nun ja, beim ausprobieren ist sie eingeschlafen. Unser Schäfchen.... Jörg hat sich für Bine etwas neues einfallen lassen, weil ihr ja so schrecklich schnell langweilig wird. Er hat einen Behälter mit Regenwasser aufgestellt und darin schwimmen Äpfel. Der ein oder andere wird das noch vom Kindergeburtstag kennen J ! Zu Beginn hat es ewig gedauert bis sie einen Apfel draußen hatte. Doch im Laufe des Nachmittags hat sie eine Taktik entwickelt (den Stiel erwischen) und nun fischt sie Äpfel wie ein Profi. War das ein Spaß.
Heute
bin ich mit allen 3 Hunden zusammen spazieren gegangen, was sehr schön
war. Einige Felder sind schon abgemäht und Lena hat eifrig Mäuse
„vorgestanden“. Das
war Bine zu langweilig. Entweder ist sie auf das Mäuseloch gesprungen,
was Lena entsetzlich finden oder sie hat Banja gejagt, die wiederum
ihrem Quitschie hinterher rannte. Ich habe die Hunde machen lassen wozu
sie Lust hatten und hab nur 2x meinen „Rückzugspfiff“ losgelassen.
Das ist ein Pfiff der meinen Hunden nichts anderes sagt als :“ Egal
was Du machst, Frauchen befindet sich grade im Eiltempo auf der Flucht,
nämlich weg von Dir“. Die großen haben das total verinnerlicht und
dieser Pfiff war schon mehr als einmal unsere Lebensversicherung. Sie
werfen sich dann herum und kommen angestürmt. Bine
lernt gerade dasselbe. Dafür warte ich auf Momente in denen sie arg
abgelenkt ist und sehr weit voraus. Mir
hinterher zu hetzen macht ihr einen riesen Spaß und die Stimmen die aus
dem Karlchen kommen sind zum totlachen. Wie ein gefährlicher, tollwütiger
Hund der eine ordentliche Dosis aus einem Heliumballon genommen
hat.....;) Abends
kam dann Petra zu Besuch. Da war Bine aber schon müde und ein mustergültiger
Welpe (klar der Vorführeffekt). Tja,
und eigentlich war das schon der Tag. Klar gab es ein paar Pfützen und
morgens hat sie als echte „Haushaltshilfe“ Jörg seine Diensttasche
ausgeräumt. Heute
Abend durfte sie dann zum Abschluss Lena die Ohren lecken. Okay, es sah
aus, als wenn sie ein Stück Ohr abbeißen wollte, aber da Lena sich
nicht gemuckt hat, durfte sie weitermachen. Banja
hat heute zum ersten Mal Bine die Spielsachen abgenommen ohne zu
knurren. Sie ist einfach hin und hat sie der Kleinen aus der Schnute
gezogen. Wie ich finde, eine Verbesserung. Sie merkt langsam, dass
Bine ihr eh noch nicht das Wasser reichen kann und jede unnötige
Energieverschwendung sich bei dem kleinen Hund gar nicht lohnt. Ach
, ich hab noch was vergessen. Ich hab mich ja kringelig gelacht. Jörg
hat heute vor mir, die Bine die Treppe runtergetragen. Dabei hat sie
wieder alle Welpenzähne gnadenlos in seinen Arm gehauen. Da mein Freund
Hundeerziehung aus dem Bauch heraus betreibt, hat er spielerisch ihr Ohr
in den Mund genommen (lecker) und drauf gekaut. 0,2
sek. war sie verdutzt (total süß weil ihr dann der Mund offen steht)
und dann hat sie ihn volles Brot in den Hals gehackt. Was genau Bine
dadurch gelernt hat, weiß ich nicht, aber Jörg macht das NIE
wieder.... Morgen
gibt es wieder eine spannenden Tag. Ich treffe mich mit einer
Arbeitskollegin, die einen 4 Monate alten Irish Setter hat. Da bin ich
aber gespannt wie die Bine reagiert. Schließlich spielen Lena und Banja
ja nicht wirklich mit ihr und langsam wird es Zeit, dass sie mal wieder
richtig tobt und Kira,
so heißt das Settermädchen ist zwar schon riesen groß und mehr als
einen Monat älter, aber ich habe die Zeit beschränkt, also nach einer
halben Stunde ist Schluss. Es sei denn die beiden spielen friedlich und
lieb, was ich mir heute noch nicht vorstellen kann. Ich bin schon
gespannt und werde Fotos machen. Also
bis morgen, Dagmar PS:
Ihr Schnarchnasen, dass Forum ist eröffnet und lebt von reger
Beteiligung ! |
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| 23.Juli 2003 | ||||||||||
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Oh,
ihr Welpen und Junghundebesitzer da draußen, meine Gedanken und mein
Mitgefühl sind bei Euch ! Ich
bin definitiv zu alt um einen Welpen groß zu ziehen. Ja, so muss es
sein. Oder es hat mit meiner gleichzeitigen Berufstätigkeit zu tun. Ich denke schon über künstliche Blasenausgänge nach (nein, nicht bei mir) da bräuchte ich nur alle paar Stunden den Beutel abklemmen.....
Bine
ist ein sauberer Hund ! Oh ja. Heute hat sie eine Hundezeitschrift
auseinander gerissen, die Blätter verstreut und drauf gepinkelt. Braver
Hund. Jörg ist ja der festen Ansicht, dass sie die Zeitung vorher gelesen
hat (Artikel über Stubenreinheit), Beweise hat er aber keine. Schließlich
gibt es genug Züchter die Hunde extra auf die Zeitung trainieren. Hat
unser Holländer gar nicht nötig *seufz*. Nein,
beschäftigen wir uns mit was anderem, ich träume schon von Haufen und Pfützen
und ohne Zewa-Tuch sehen meine Hände so leer aus. Es
ist ja nicht so, dass der Hund nicht nach draußen kommt. Beileibe nicht.
Sie ist alle 2 Stunden im Garten. Da macht sie brav ihre Geschäfte. Dann
trage ich sie hoch und da macht sie dann wieder brav ihre Geschäfte. Bei
Lena hat das mit der Wecker Methode wunderbar funktioniert. Um 24 Uhr das
letzte Mal mit dem Hund raus. Dann Wecker auf 4 Uhr. Schlief sie noch,
trug ich sie nach draußen und stellte dann den Wecker in der nächsten
Woche einige Minuten weiter. Hielt sie nicht durch bis zum Weckerklingeln
wurde der einfach wieder, back to Kindergarden, zurück gestellt. In der
Rassebeschreibung des Hollandse Herder steht glaube ich „anspruchslos“
oder „genügsam“, so was ähnliches auf alle Fälle. Was soll ich
sagen, STIMMT ! Der
Hund braucht keinen Rhythmus, weil er selber keinen hat. So ist das. Den
einen Tag muss sie morgens um vier Uhr. Heute morgen waren wir 1 Stunde im
Garten, haben gespielt und getobt. Alles super. Kam auch eine Pfütze. Die
2. kam dann wieder oben....aber kein Haufen. Ich kann euch sagen, da
kriegt man kein Auge mehr zu, weil man jeden Moment aufs Eierlegen wartet. Madam
hat aber fröhlich gespielt und wieder ein bisschen geschlafen und nach Jörgs
Aussage das 1. Mal um 9.30 Uhr gekackt. Ja,
wer soll denn da noch mitkommen ??? Dabei füttere ich zu festen Zeiten. ABER
die Natur lässt sich nicht kontrollieren, dazu gehört wohl auch ein
Welpendarm. Genug
gejammert. Bei Bine wird jetzt die Goldstromung schön sichtbar. Am besten
sieht es aus, wenn sie tagsüber im Garten ist und von der Sonne
beschienen wird. Heute
hat Lena sie dass erste Mal zum Spiel aufgefordert. Nicht im Vollkontakt
sondern sie hat Bine mit einer Quitschekrake im Maul besucht und die
attraktiv hin und her baumeln lassen. Das muss unserer Bine keiner 2x
sagen. Sie hing sofort am anderen Ende, hat gezogen und geruckt und dabei
Stimmen gemacht wie eine Große. Lena
hat gewedelt und ein bisschen gelacht und einfach nur still dagestanden. Nach
einiger Zeit hat ihr Lena dann die Beute überlassen. Banja
hingegen ist schrecklich genervt (bäh diese Kinder). Bine darf nicht in
ihrer Nähe spielen (wobei dass allerdings auch immer bedeutet, dass sie
Bisse von der Kleinen kassiert). Überhaupt ist sie sogar noch ein wenig
mehr anhänglich mir gegenüber geworden, falls das überhaupt noch geht. Sie
bewacht eifersüchtig alle ihre Spielzeuge und klaut Bine alles weg.
Seltsamerweise lässt sie sie dann wieder mit aus ihrem Topf fressen. Versteh
einer die Welt. Mimi,
die Katze hat heute den Aufstand geprobt. Nachdem sie sich nun vermehrt
auf dem Dachboden aufhält, da kommt Bine nicht hin, wanderte sie heute
durch die Wohnung um sich letztendlich in Bines Korb niederzulassen. Ätsch. Das
ist die Rache dafür, dass Bine immer den Katzenkorb vom Sessel zieht (natürlich
nur dann wenn keine Mimi drin sitzt). Ich lege diesen Katzenkorb bestimmt
200x am Tag wieder auf den Sessel.....warum eigentlich J ? Den Wäschekorb mit der Bügelwäsche auf dem Foto
bitte ignorieren, ich tu’ das ja auch. Heute
haben wir im Garten geclickert. Ich habe Bines Halsband in die Hand
genommen (keine Sorge sie wird am Brustgeschirr geführt. Da sie aber noch
keinen Schritt an der Leine tun musste, trägt sie derzeit nur ein
Leuchthalsband) und jede Annäherung ans Halsband geclickert. Uuuii,
staunende Augen und nachdenklich gerunzelte Stirn bei unserem Gouda. Erste
Übung war das berühren des Bandes. Toll fand ich, dass sie kein einziges
Mal hineingebissen hat, dass erleichtert die Sache. Ziel ist, dass Bine
den Kopf durch das Halsband steckt und somit das umlegen zum Kinderspiel
wird. Dafür habe ich das Band besonders groß gestellt, so dass sie
locker mit dem Kopf hinein kann. Soweit sind wir allerdings noch nicht, wir haben ja auch grade erst begonnen.
Aber
immerhin steckt sie die Schnauze schon „durch“ den Kreis. Nach ca. 2
min. war Schluss. Seit diesem Moment hat sie ihr Halsband gaaaannnzzz lieb
und trägt es ,wie einen goldenen Löffel, durch die Gegend ! Heute gegen Abend haben wir wieder eine getrennte Ausfahrt mit den Hunden gemacht. Diesmal kamen Banja und Lena mit mir (hab ich drauf bestanden) und Bine fuhr mit Jörg. Meinen Beiden tat es gut, dem Alltagstrott mit Welpen zu entfliehen. Wir haben unterwegs „alte“ Sachen geübt und Beide waren mit Feuereifer bei der Arbeit.
Lena
lief auf das Signal „guck mal“, wirklich grinsend neben mir her (sie
zieht dann immer die Lefzen ganz hoch und wedelt) und hielt ewig lange
Blickkontakt. Aber einen freundlichen, entspannten und sehr angenehmen
Blickkontakt für uns Beide. Banja
hat heute prachtvoll „Platz“ und „Down“ auch auf weiteste
Entfernung via Handzeichen gemacht. Das war sonst immer unser Zitterstück,
weil für Banja „platz“ machen irgendwie bedeutet, ganz dicht vor mir
liegen. Nachdem ich aufgehört habe es zu üben, klappt es plötzlich von
ganz alleine. Das
zeigt wie wichtig auch Clickerpausen sind. Es vergehen manchmal Wochen, in
denen ich einfach keine Zeit oder Ruhe finde um die Hunde zu beschäftigen.
Fangen wir dann aber wieder an, hat sich das geübte gesetzt und die Hunde
sind mit Feuereifer bei der Sache. Drängen
tut uns zum Glück ja nie jemand, da wir weder hundesportlich noch prüfungsmäßig
ambitioniert sind. Das heißt aber nicht, dass wir es nicht könnten. So,
ich geh dann mal wieder nach unten in die Höhle des Löwen (höre gerade
wie Bine die Sofakissen fertig macht – neues Hobby -). Heute
werde ich noch zum Hundestern Sirius beten, dass über Nacht nicht nur
wieder die Beine von Bine wachsen sondern zur Abwechslung auch mal die
Blase. Amen. Bis die Tage
Dagmar |
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| 22.Juli 2003 | ||||||||||
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So,
da sind wir wieder. Durch den Tag der offenen Tür ein wenig im Rückstand,
Neues
von Bine gefällig ? Dieser
Hund wächst und wächst und wächst. Dabei soll doch gerade die Rohfütterung
verhindern, dass der Welpe zu schnell groß wird und Probleme mit den
Knochen und Sehen und Muskeln bekommt J
! Ich
schicke als Beweis 2 Fotos von Karl in der Kiste mit. Es liegt genau 1
Woche dazwischen. Ich
schwöre, als ich heute von der Arbeit kam, war sie größer als heute
morgen als ich das Haus verlassen habe. DOCH
WIRKLICH !!!! Ich
geh jetzt einfach nicht mehr arbeiten, ehrlich, ich verpasse sonst
zuviel.... Aber
dieser Hund hat einfach immer Hunger. Immer. Absolut zu jeder Tages- und
Nachtzeit. Momentan
liegen wir bei 4 Mahlzeiten am Tag. Die ersten beiden sind
Milchmahlzeiten mit Flocken, Obst oder Gemüse. Die mampft sie weg wie
nix. Am
Nachmittag und Abend gibt es eine reine Fleischmahlzeit mit Zusätzen
und eine Fleisch/Knochenmahlzeit. Als
ich vorhin nach Hause kam, hab ich erst mal den Hunden das Futter fertig
gemacht. Es gab Lamm und Knoblauch und einen Schuss Öl und geriebene
Gurke. Nicht lachen, aber das hat so lecker gerochen, wie Zaziki, dass ich mich kaum beherrschen konnte. Alleine das rohe Lamm hat mich abgehalten *schmacht*.
Bine
macht riesige Fortschritte. Damit mein ich nicht nur das Wachstum, sondern
eben auch unsere Clickereinheiten. Wir
haben bisher kaum feste Zeiten an denen wir clickern, sondern sie bekommt
im ganz normalen Tagesablauf ihre „clicks“ für ganz verschiedenen
Dinge. Was
sie aus dem FF kann, ist das „sitz“. Immer und überall. Sitzt bombig
und macht Eindruck ! Heute war sie ganz schlau. Wir sind alleine (also nur
sie und ich) mit dem Auto in die Feldmark gefahren. Beim
Autofahren clickere ich das ruhige Liegen auf ihrem Platz. Kein Problem für
Super-Bine. Da hat sie allerdings spitz gekriegt, dass ich gute Leckerchen
dabei habe. Dann sind wir ausgestiegen und losgegangen. Einmal
läuft sie zur Kontrolle immer zum Kofferraum, ob die Großen nicht dabei
sind. Wenn sie sich mit
eigenen Augen überzeugt hat, spazieren wir gemütlich los. Da
fiel ihr dann auch wieder ein, dass ich ja LECKERCHEN dabei hab. Nun ist
ihr Repertoire noch nicht so groß dass sie viele Dinge anbieten könnte.
Was macht meine Rakete ? Rennt
10m voraus. Dreht sich um und erwartet mich im „sitz“.
Bravo. Dafür hat es einfach einen click gegeben, allerdings danach
nicht mehr. Dann
ging sie minutenlang hinter mir. Nicht vor Erschöpfung oder Müdigkeit
sonder mit hellwach aufgestellten Ohren und aufmerksamen Blickes. Kein
Click. Mist was nun. Ich
wechselte auf dem Weg die Spur und Bine folgte, aber immer noch
hintendran. Kein Click (ich finde Hunde die hinterherlaufen äußerst lästig,
weil man nicht sieht was sie machen). Dann endlich kam sie an meine Seite (links) und click und Jackpot. Was haben wir uns gefreut, gut dass keiner in der Nähe war. War nämlich eine korrekte Fußposition und so was sollte man ruhig einfangen wenn es sich anbietet. Okay,
wenn Bine sich doll freut bedeutet das für mich.......autsch. Aber ich
hab lässig drüber weggesehen. Auf diesem Spaziergang der eh nur 5 min.
dauerte hat sie dann noch mehrere clicks für die korrekte Position
bekommen. Sowohl an meiner linken als auch an meiner rechten Seite. Das
schöne Hochsehen, war dann sogar noch ein Gratisgeschenk. Zuhause
angekommen muss dann auch mal die arme Katze gefüttert werden. Dafür
gehen ich die steile Wendeltreppe hinauf, die für die Hunde verboten ist.
Bine hat zwischenzeitlich gelernt, unten am Fuß der Treppe (okay, eine
Stufe darf man betreten) LEISE zu warten. Das klappt ganz super toll ! In
der Zwischenzeit kann ich mich hier oben auch länger aufhalten und unten
ist es Mucksmäuschen still. Bine hat gelernt, bei dem Frauchen weiß man
nie, manchmal erscheint die wie der heilige Geist oben an der Treppe und
schmeißt Leckerchen runter. Das will man ja auf keinen Fall verpassen.
Logisch dass Banja als verfressene Raupe mit von der Partie ist.
Nur Lena ist das wieder viel zu albern....so ein Aufstand für ein
paar Leckerchen....pah ! Trotz
dieser Fortschritte haben wir natürlich täglich auch noch grosse Freude
an der Monsterphase. Ja, es ist nur eine Phase aber sie dauert inzwischen
zwischen 2 und 4 Stunden. Aaaaaannnnstrengend ! Die gutgemeinten Ratschläge
von wegen kleine Kinder wären auch nicht leicht, sind bestimm lieb
gemeint aber irgendwie passt das nicht.
Gut, ich meine ich hab keine Kinder, aber verbeißen sich
Kleinkinder wirklich im Schritt ihres Vaters ? Verschleppen sie Schuhe so
dass man sie NIE wieder findet ? Spielen sie mit Töpfen in denen noch
Pflanzen baumeln oder gar Essen liegt ? Sammeln sie jeden Fuchs-Schiß ein
den sie finden ? Beißen sie ihre Geschwister in Hals, Nase, Ohren, Füße,
Beine, Bauch ? Fallen sie ihre Mutter an und baumeln am Oberschenkel, Po
oder Busen ??? Wenn
Sie jetzt mehr als 3 Fragen mit „ja“ beantwortet haben....ich kenn da
eine ziemlich fähige Kinderpsychologin J
! Ich
beschwer mich ja nicht wirklich, aber ist es wirklich klug von Mutter
Natur diese Monsterphasen morgens um 5 Uhr stattfinden zu lassen ? Vor 7
Uhr bin ich eigentlich nicht ansprechbar, momentan allerdings sogar
regelrecht verquasselt, weil
ich schon dutzendfach Zuhause gesagt habe: AAAHHHHHHHHHHRRRRGGGGG BINE AUA LASS
DIE KATZE AUA FERKEL AUA WAS
SOLL DENN DAS AUA HÖRST
DU WOHL AUF AUA LASS
DIE LENA AUA NEIN,
NICHT DEN BH.....GIB DEN SOFORT....B I N E D
A S KANN MAN NICHT ESSEN AUA LASS
DIE BANJA Und
kurz bevor ich gehe..... ....komm
mal her süßes Karlchen, wo ist denn meine Kleine, meine Püppi, süße
Schnecke, heißer Feger, bist doch schon meine Große, du kleines Osterhäschen,
mein Streifenferkel..... AUA
! Bis
die Tage Dagmar |
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| 19.Juli 2003 | ||||||||||
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Herrje,
was für eine Hitze. Jeden Tag denke ich, wir haben nun bald den Höchststand
des Erträglichen erreicht, dann klettert die
Temperatur doch noch ein paar Grad. Von gefühlten Werten
brauchen wir gar nicht so sprechen. So
lagen die Hunde dann auch die meiste Zeit einfach nur herum. Wer kann es
ihnen verdenken, schließlich haben sie ja ihre Wintermäntel an. Während
ich noch die letzten Vorbereitungen für den morgigen „Tag der offenen
Tür“ erledigte, hat Jörg die Zeit genutzt um den Garten
ausbruchsicher zu machen. Zwischenzeitlich mag Bine nämlich am liebsten
dort sein, wo ich bin....und ich bin nicht immer im Garten. Erst hatte
ich Bedenken, dass sich Lena furchtbar eingeschlossen vorkommt. Sie ist
es gewohnt sich frei im Garten und auf dem Hof zu bewegen (der Hof führt
direkt zur Straße ohne Tor). Aber erstaunlicherweise ist genau der
gegenteilige Effekt eingetreten. Lena als Chefin ist ja auch unser
Sicherheitspersonal, d.h. sie achtet streng darauf wer kommt und meldet
zuverlässig. Daher kann sie nie ganz abschalten. Nachdem sie das
Provisorium begutachtet hat (das geschmiedete Tor kommt nächste Woche),
fiel sie auf die Seite und schnarchte. Da sieht man mal wieder, dass sich Hunde oft Stress machen, den sie womöglich lieber nicht hätten.
Auch
Bine war in der Hitze ziemlich schlapp. Sie lag die meiste Zeit im
Schatten, spielte halbherzig mit ihrem Handfeger und war sehr
verschmust. Ich hab das gnadenlos ausgekostet. J
Nur
nach den Fütterungen (die Hunde haben trotz der Hitze einen bären
Hunger) drehte unsere Kleine für eine halbe Stunde richtig auf. Da war
dann auch wieder Tunnel rollen angesagt. Dass auf der anderen Seite der
Wassernapf stand, in dem sie Sekunden später mit dem Kopf voran
landete, fand sie nicht tragisch, war wohl eine willkommene Abwechslung. So gegen 19.30 Uhr sind wir dann alle aufgebrochen nach Willershausen. Jörg hat in dieser Woche noch schnell eine neue Wippe gebaut und zu erledigen und zu besprechen gab es auch noch einiges. Natürlich stand gerade die Wippe (und die ist wirklich nicht niedrig) als Bine sich schon an den Aufstieg machte. Ich habe es aus den Augenwinkeln gesehen und bin sofort hingestürmt um die Mitte zuhalten, damit sie nicht auf die andere Seite kracht. Ein unerschrockenes kleines Mädchen haben wir da !
Der
Clou ist, finde ich, dass Gisela (Grundstückseigentümerin) einen Hunde
Pool aufgebaut hat. Auf dem Foto sieht man es nicht so genau (es dämmerte
schon), aber der ist gar nicht mal klein. So ist morgen für die
Besuchshunde auch eine Erfrischung vor Ort. Ich
hoffe ich finde morgen die Zeit, viele Fotos zu schießen, es soll ja
wieder Hammer heiß werden L
! Heute
war Lena zum ersten Mal mit in Willershausen. Normalerweise legt sie
keinen Wert auf Ausflüge dieser Art. Da aber Zuhause niemand war zum
aufpassen, steckte ich alle Hunde ins Auto. Dort
angekommen und nach der vorsichtigen Begrüßung mit Leni (weiße Schäferhündin)
war ich von meiner Großen wieder total begeistert. Leni
ist selber noch ein halbes Baby (also grade über ein Jahr alt) und
trotzdem sehr vorsichtig mit Bine. Das funktioniert aber nicht immer,
denn ein 10 Wochen alter Welpe hat nicht viel entgegen zu setzen. Bine,
Leni und Banja haben dann herumgetobt (Lena ist für so einen Unfug viel
zu wichtig) und Bine quietschte auf. Lena ging zur Kleinen um
nachzusehen ob alles in Ordnung ist. Das finde ich schon immer total
toll. Beim
2. quietschen sah Lena dass Leni zu grob war. Sie ging gemäßigten
Schrittes zu Leni und wurde auf dem Weg dahin immer langsamer und immer
GRÖSSER. Leni stand die Verunsicherung im Gesicht: „meint die MICH
?“. Als Lena angekommen war hat sie weder die Lefze gehoben, noch
geknurrt, einfach nur dagestanden und imponiert. Leni hat begriffen und
sich sofort hingelegt um zu beschwichtigen. Bine
hat die Chance ergriffen (ihre Beschützerin war ja da) und hat der Leni
ordentlich ins Gesicht gebellt. Unsere kleine Ziege J ! Ich
fand es mächtig interessant was da ablief, ganz ohne Gekeife, große
Gesten oder gar Streiterei. Und ich war mal wieder stolz auf mein altes
Mädchen, dass anscheinend Bine jetzt als vollwertiges Familienmitglied
ansieht. Banja hingegen ist es völlig egal ob Bine um Hilfe ruft, Kopfstand macht oder pfeift, Hauptsache sie hält den Schnauzermindestabstand ein.
Banja
und Leni hingegen verstehen sich blendend. Sie geben sich dauernd Nasenküssen,
liegen dicht beieinander und spielen gemeinsame Rennspiele. So,
jetzt werde ich noch mal (wahrscheinlich vergeblich) versuchen etwas
Luft in unsere Dachwohnung zu bekommen und dann in die Kiste fallen. Apropros
Schlaf. Bine hat heute morgen bis 6.12 Uhr geschlafen (herrlich), kurz
ihre Geschäfte erledigt (im Garten), ein erstes Frühstück eingenommen
und dann noch mal bis 9.15 weiter gepennt. Morgen
Abend bin ich wahrscheinlich zu erledigt zum schreiben, aber ich hole
das natürlich am Montagabend (ich muss wieder zur Arbeit *schluchz*)
nach. Mit
hoffentlich ganz vielen Fotos.... Bis
die Tage |
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| 18.Juli 2003 | ||||||||||
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Heute
war es mal nicht so schlimm früh aufzustehen, weil wir einen
Tierarzttermin in Northeim hatten. Lena hat in den letzten Wochen arge
Probleme mit dem Fell (abgebrochene Haare und Rotstich samt Schuppen). Bine
durfte mit, weil es a)
was zu lernen gibt b)
sich der kleine Hund dauernd kratzt und ich definitiv keine Flöhe
gefunden habe. Also
brachen wir gegen 7.30 Uhr auf und waren um 8.00 in Northeim. Auf dem
Vorplatz haben wir die Hunde noch einmal laufen lassen und Bine hat ein
Mega-Ei auf den Rasen gelegt. Also schnell weggekuckt und mit dem Finger
auf die anderen Leute mit Dobermann gezeigt, hihi. Der
Termin für Lena war recht langwierig und ziemlich anstrengend.
Durchschlagende Ergebnisse bzw. Neuigkeiten waren auch nicht wirklich
drin. Doch wir wollen nicht undankbar sein, die Maus hat gerade ganz
gute Blutwerte und zur Abwechslung mal keine Entzündung im Körper,
dass ist immerhin schon etwas. Jörg
ist dann mit Lena nach draußen, weil sie doch sehr aufgeregt war und es
war so heiß, dass ich mir Sorgen um ihr angegriffenes Herz gemacht
habe. Bine
wurde auf den Tisch gesetzt und erst mal vom gesamten Personal bestaunt. Was
das denn für eine sei.........Hyäne oder Schakal......HAR HAR....war für
uns nicht neu. Nachdem ich eine kurze viertelstündige Einführung in
die Rasse des Holländers gegeben hatte (ich hätte noch länger frei
und am Stück sprechen können *g*) war Bine für alle nur noch: Der
kleine Gouda ! Lange
Rede kurzer Sinn, wir haben mit Bine nicht nur EIN hervorragendes
Haustier erworben sondern ganz viele J. Also
doch Flöhe...........buäh ! Während
der Hund davon nicht stirbt, wusste ich sofort was das bedeutet: Waschmaschine
im Dauerdurchgang Saugen Putzen Neu
beziehen bis es einem zu den Ohren heraus kommt. Na
ja, ich muss wohl nicht extra ausführen was ich heute den ganzen Tag
gemacht habe. Der
kleine Gouda wurde dann eingesprayt. Okay, nicht optimal für einen
Welpen, ist schon eine Chemiekeule, aber Flöhe....da hört der Spaß
auf. Und heute Nachmittag hat dann endlich nix mehr gejuckt. Wieder
Zuhause angekommen, sind wir in den Garten und es zeigte sich, dass Bine
ein ausgezeichnetes Gedächtnis hat. Gestern gab es riesige
Gelenksknochen für die Hunde. Weil sie die mehrere Tage kauen, habe ich
sie abends im Schuppen in Sicherheit gebracht. Heute Mittag ist sie dann
gezielt sofort zum Schuppen gelaufen und hat vor der Tür gejammert. Da
erst sind mir die Knochen wieder eingefallen. Heute
Morgen ganz in der Frühe hat Bine sich schon als prima Haushaltshilfe
herausgestellt. Ich war unter der Dusche und hatte vergessen den Wecker
auszustellen, als er anfing zu piepen.
Gerade in dem Moment in dem ich einshamponiert war und
keinesfalls zum Wecker gehen konnte. So nach 2 min. war Ruhe und ich
dachte „aha, endlich höre ich mal wie lange der Wecker klingelt bevor
er von alleine ausgeht“. Bei
meiner Schrubb-Aktion heute Nachmittag, fand ich dann den Wecker unter
einer Decke...... Also
lieber Chef, sollte ich zukünftig verschlafen, ist das wirklich nicht
meine Schuld. Der
Nachmittag war, bis auf kurze Nickerchen, vom ausgiebigen Spielen mit Jörg
geprägt. Erst mimte Bine den Hasen und Jörg rannte hinterher, dann
drehte sie den Spieß um und jagte den quickenden (das sollte ich auf
keinen Fall schreiben) Jörg um die Obstbäume. Bine hat dabei Stimmen
gemacht, dass man ohne hinzusehen meinte, Jörg würde von einem Rudel
wilder Wölfe gehetzt. J Als
ich vom Putzen geschafft in den Garten kam und mich ins Gras setzte,
startete unser Karlchen gleich wieder eine Attacke auf mich. ABER die
gestrigen Auszeiten (vor die Tür setzen wenn es zu wild wird) haben
erste Erfolge eingebracht. Ich jaulte laut „ A U A“ und das nicht
mal gespielt, weil es einfach Hölle weh tut, wenn einem jemand mit
einem Mund voller nadelspitzer Zähne in den großen Zeh beißt. Bine
ließ sofort los, schaute mich an als wäre ich eine total
verweichlichte Tante und rannte los um den Teddy zu holen. Was hab ich
mich gefreut !!!!!! Mit dem Teddy haben wir dann eine wilde Rauferei veranstaltet und man konnte während des ganzen restlichen Tages beobachten, dass sie Anstalten macht, sich auf mich zu stürzen, dann kurz überlegt und ein Spielzeug bringt. Super gut !
Geclickert
habe ich heute weiterhin das „sitz“, auch in der Tierarztpraxis.
Ging sehr gut und alle Leute sind immer total erstaunt, dass ein 10
Wochen alter Welpe schon was lernen kann. Pah. Nachmittags
haben wir dann noch ein wenig am Signal „platz“ geübt. Zur
Beziehung zwischen den Hunden: Es
ist total rührend wie lieb und geduldig Lena zu Bine ist. Selbst wenn
sie ein wirklich gutes Futter oder einen Knochen hat, darf Bine mit der
Nase bis an den Gegenstand der Begierde vordringen. Oftmals überlässt
sie der Kleinen auch vorzeitig ihr Fressen. Bei Lena hatte ich
eigentlich mit viel größeren Schwierigkeiten gerechnet, dabei weiß
ich doch, was ich für einen tollen Hund habe (ich Dummerjahn). Banja
leidet momentan (nicht still sondern laut) vor sich hin, seit sie nicht
mehr der Nabel der Welt ist. Ich versuche soviel Zeit wie möglich mit
ihr zu verbringen, es gelingt nicht immer L. Abends wenn Ruhe einkehrt, kommen sich Bine und Lena nun langsam näher. Die Kleine robbt nach und nach immer dichter an Lena heran, bis sie zwischen ihren Vorderbeinen liegt. Von dort beginnt sie dann erst Lenas Lefzen zu lecken, die Augen und schließlich die Ohren. Ohren lecken ist für Lena das GRÖSSTE !
Sie
fängt dann an zu schielen und sieht aus wie Clarence der schielende Löwe
aus Daktari. Diese Dienstleistung von Bine bringt ihr bei Lena dicke
Pluspunkte ein, sobald die Lütte tagsüber quiekt ist Lena sofort zur
Stelle und schaut nach, was denn fehlt und ob alles in Ordnung ist. Bine
orientiert sich ausschließlich an Lena und nimmt Banja überhaupt nicht
für voll. Heute
morgen wollte ich der Natur mal wieder ins Handwerk pfuschen. Banja lag
links neben mir und Bine saß auf meinem Schoß und schnüffelte an
Banjas Kopf herum. Da habe ich Banjas Ohr hochgehoben, weil ich dachte
(ja, ja ich weiß das Denken sollte ich Anderen überlassen) Bine leckt
vielleicht auch dem Schnauzi die Ohren. Tja. Sie hat herzhaft rein
gebissen... Dann
müssen wir halt noch ein wenig warten. Wenn Bine erst mal groß genug
ist um wilde Rennspiele mitzumachen, wird Banja schon Gefallen an ihr
finden. Anbei gibt es heute Fotos von meinen Latschen, die einen weiteren Tag überlebt haben. Sollte zufällig ein Birkenstock Vertreter mitlesen, ich habe im August Geburtstag und ich brauche die Gr. 41. Blau wäre schön J !
So,
ich überarbeite jetzt noch mal die grammatisch total versauten Texte
von Lena, Banja und Bine *räusper*. Musste halt schnell gehen mit der
HP......... Bis
die Tage Dagmar PS:
Bine war heute auf der Waage. Am 9. Juli ist sie mit 5.2 kg eingezogen.
Heute zeigte die Waage 6.7 kg. Treppen steigen wird also immer schwerer
mit Gouda ! |
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| 17.Juli 2003 | ||||||||||
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Zusammenfassung
16. und 17. Juli 2003 Ja,
da bin ich wieder ! Darf
ich mich vorstellen ? Mein Name ist Dagmar. Dagmar Schlaflos und ich hab
die Lizenz zum Pippi wegwischen.....*gähn* Jetzt
will ich aber mal von der gestrigen Hundetaufe berichten. Glücklicherweise
musste ich Bine nicht in die Regentonne werfen, dass hat sie schon
selbst besorgt. Na ja, das Wetter war zum baden und es war auch nicht
die Regentonne sondern der Wassernapf. Momentan findet sie es schick mit
den Vorderfüssen im Wasser zu planschen, okay, ich gebe zu ich hatte
noch keine Zeit ein Planschbecken zu besorgen. Bei eben diesem Planschen
hat sie mit der Pfote auf den Rand gedrückt, sich die Schüssel vor den
Kopf gehauen und war zumindest im Gesicht „getauft“. Auf
den Namen >Bine-Karl< ! Es
kamen nette Leute und genauso viele nette Leute kamen nicht, wegen dem
Wetter, der Fahrt, dem Mittwoch undundund....aber, wir geben nicht auf,
die Geschenke kriegen wir trotzdem noch J
! Ja,
Geschenke gab’s dann auch für Bine. Quietschies und alles was das
Herz begehrt inkl. einem eigenen Handfeger. Es war zumindest soviel,
dass Banja nicht alles einkassieren konnte und für Bine immer noch was
übrig blieb. Heute habe ich aber erkennen müssen, dass meine Latschen
als Spielzeug nicht zu toppen sind. Die Frage ist nur wie lange die das
noch mitmachen. Manchmal schaffe ich es schon, meine Füße vorher in
Sicherheit zu bringen *gg*. Da
Gisela ihren Hund Leni mitgebracht hat, ist Bine schätzungsweise 300
Mal um den Tisch gallopiert. Kurzzeitig hatten wir dadurch die Hoffnung
auf eine lange, störungsfreie Nacht *seufz* Die
letzten Gäste kamen nach 21 Uhr, hatten ein Geschenk dabei und waren
somit willkommen J
! Gegen halb elf, sind wir dann aber endgültig rein und Klein-Bine war
todmüde. Leider nur bis 3 Uhr, dann drückte die Blase und Jörg war
wieder am drannsten. Um
6 Uhr noch mal eine Runde und endlich die 1. Mahlzeit. Wenn ich ehrlich
bin, haben wir das mit dem Gekläffe wenn es Futter geben soll, dem
Anschein nach doch noch nicht im Griff, aber wir arbeiten daran. Heute
morgen nun, hat Bine es geschafft. Zum ersten Mal im Bett ! Jawohl und
sofort gab die Nervensäge Ruhe und schlief tief und fest und total
knuffig. Der
Vormittag ist ähnlich verlaufen wie die vorangegangenen. Auf Schritt
und Tritt hat man einen kleinen Holländer an der Seite. Ich habe dann
erst mal die Kühltruhe mit Hundefutter aufgefüllt, weil nicht zu
unterschätzen ist, was 3 Hunde so wegmampfen. Nachmittags
habe ich dann alle vor die Tür gesetzt, sowohl Jörg als auch
vierbeinigen Nervensägen, weil endlich mal wieder eine Grundreinigung
angesagt war. Und das bei der Hitze L. Leider
gestaltete sich das Ganze etwas schwierig, weil Bine zwischenzeitlich
erkannt hat, dass ich nicht nur Futtermeister, Lieblings-Sparingspartner
sondern auch die Tante mit dem Clicker bin und doch ziemlich cool.
Zumindest ist in meiner Nähe was los. Jörg hingegen hat gemerkt, dass
seine Anwesenheit im Garten mit den Grossen samt Oma Minna nicht
ausreicht um einen arbeitstriebigen Holländer adäquat zu beschäftigen.
Nachdem die junge Dame mehrfach alleine auf den Hof lief und den
Treppenaufstieg begann, während Jörg sie suchte, hab ich dann
Abwechslung VERORDNET. Als
ich staubsaugend aus dem Fenster sah, bin ich fast umgefallen vor
lachen. Jörg
der sich durch den <für Welpen gedachten> Tunnel quetscht, mit
einer Bine die mit will aber keinen Platz mehr hat und einer Lena, die
ihren Jörg am Tunnelende mit Begeisterung empfängt. Das war ganz nach
Bines Geschmack. Weitere
Leibesertüchtigungen waren dann z.B.:
Die
Erleichterung war auf allen Seiten groß, als ich fertig war mit
Wohnungsputz und mit Futternäpfen in den Garten kam J. Bei
mir hat sie dann ganz lieb geschlafen, hihi ! Allerdings nicht lange. Wir sind so gehen 19 Uhr rein, weil es Zeit war für eine weitere Fütterung und nach dem Fressen beginnt bekanntlich wieder die Monsterphase. Mimi hat heute wirklich arg leiden müssen und als Bine erkannte, dass sie definitiv nicht an die Katze kommt, wenn die ganz oben auf dem Sessel sitzt, hat sie ihren Frust an meinen Füssen und Händen ausgelassen.
Allerdings
nicht lange, denn sie hat heute eine wirklich wichtige Aktion gelernt.
Wer den Stress bzw. das Spiel übertreibt, der fliegt. Nicht hoch,
sondern raus. Also Klein-Bine gegriffen (okay, dabei noch ein paar üble
Bisse ins Ohrläppchen kassiert, aber ich wollte schon immer mehrere
Ohrlöcher, allerdings nicht soweit oben) und vor die Stubentür
gesetzt. Tür zu und Ruhe war. Nach
1 Minute durfte sie wieder rein. Dummes Gesicht (sie nicht ICH) und die
Begrüßungsfreude war riesig und Bine ganz lieb. Ca. 30 Sekunden lang. Dann
gab es den nächsten Ausflug vor die Tür mit einer Menge Protestgezeter
von ihrer Seite. Das Ganze haben wir so 5x exerziert und dann haben wir
plötzlich super toll mit dem vorhandenen Spielzeug gespielt (nein,
nicht meine Hände und Füße). Tja, so hätte der Tag enden können, aber dann hat es >gedonnert<. Uii, wie furchtbar angsteinflößend. Sie hat schnell wieder geschaut wie Lena und Banja reagieren, die glücklicherweise überhaupt keine Angst vor Gewitter haben. Ich habe völlig ungerührt vor mich hingegähnt und sinnloses Zeug gebrabbelt und trotzdem schwankte sie zwischen Verunsicherung und Angst bei jedem neuen Knall. Das Gewitter war jedoch nur leicht und dauerte auch nicht lange genug um Bines Angst zu verstärken. Ich hoffe, sie merkt auch beim nächsten Mal, dass alle außer ihr ganz gelassen sind.
Apropros
Gelassenheit. Wir züchten ja Hauskaninchen (Riesenschecken und Thüringer)
für den Eigenbedarf. Lena hat die leider kennen gelernt als sie schon 9
Monate alt war, viel zu spät, sie hat sie nicht dran gewöhnt und
findet die Hasen einfach nur lecker (besonders in Weißweinsoße). Aber
auch frisch und putzmunter schreckt sie vor einer Hinrichtung nicht zurück. Banja
sind andere Tiere grundsätzlich egal, solange die Tiere nicht
wegfliegen. Bei Geflatter wird die Schnauzerin albern. Bei Bine wollten
wir es nun besser machen und haben sie gleich am Tag nach ihrer Ankunft
mit zum Füttern in den Stall genommen. Keine Reaktion. Erleichterung
auf allen Seiten. Einen
Tag ausgesetzt und am 3. Tag unser Karlchen wieder mit in den Stall
genommen (ohne die Grossen), was soll ich sagen, Riesentheater.
Ich hab noch nie einen so giftigen kleinen Hund gesehen J. Mit ihren Fledermausohren, dem dunklen Gesicht und den schneeweißen, nadelspitzen Zähnen sieht sie aus wie Graf Zahl. Sie war wirklich richtig wütend und schnappte mit der Schnauze durch die Gitterstäbe. Zum Glück sitzt da unser alter Rammler „Prickel“ der genauso groß ist wie Bine und bei uns sein Gnadenbrot bekommt. Den schreckt wirklich nichts und wir nennen ihn immer scherzhaft unseren 4. Hund. Er ist total unerschrocken und außerdem mit den spitzen Krallen an den Vorderfüßen ganz gut bewaffnet. Er hat zwar keinen Gebrauch davon gemacht (warum Energie verschwenden wenn doch das Gitter dazwischen ist?) aber Bine war doch erstaunlich heftig. Prickel ist jedoch keinen Meter zurück gewichen und somit war schon mal klar, dass sie mit diesem Theater keinen Eindruck schindet. Ab morgen werde ich beginnen, Bine im Hasenstall mit Leckereien zu füttern. Der Aufenthalt dort, soll künftig für ein paar besonders gute Happen stehen. Und verfressen ist sie wie keine Zweite J.
So,
nun rüsten wir uns mal für das anstehende Fußbad (och nö, ich will
nicht schon wieder das Eichenrindenextrakt om Spiegel, den Fliesen, der
Badewanne und vom Boden aufwischen) und eine weitere Garten-Pippi-Runde. Ach
und bevor ich es vergessen, Bine hat heute KEINEN EINZIGEN Haufen in die
Wohnung gesetzt, aber 7x reingepieselt. Ich glaube den Rekord können
wir morgen unterbieten J. Bis
die Tage, Dagmar |
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| 15.Juli 2003 | ||||||||||
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Puuuh,
heute war ein anstrengender Tag. Das lag zum einen an der Hitze, zum
anderen daran, dass ich heute mit Bine und Banja nach Willershausen zu
unserem „Platz“ gefahren bin, weil wir einen Pressetermin hatten.
Jawohl, wir werden berühmt oder zumindest berüchtigt. Keiner
der Hunde hat den Reporter der örtlichen Presse gefressen, war ich
stolz J
! Jetzt kommt hoffentlich ein ganz netter Artikel über unseren Tag der
offenen Tür in die Zeitung ! Als
der Herr weg war haben wir die Hunde noch ein bisschen geclickert und
dabei ein paar Fotos geschossen. Bine hatte gar keine Angst vor Leni
(dem weißen Schäferhundmädchen) sie hat sich aber auch mustergültig
verhalten. Gisela hat dann vorgeführt, was sie für die nächste Dogdancing Stunde schon geübt hat und ich muss sagen, BRAVO !!!
Die
Fahrt nach Hause hat Bine dann verschlafen, Gott sei Dank hab ich eine
Klimaanlage. Zuhause angekommen, sind wir alle gemeinsam ins Koma
gefallen. Obwohl
Bine in der letzten Nacht 5 (!) Stunden durchgeschlafen hat. Der Witz an
der Geschichte ist, dass WIR wach lagen und uns fragten, wann sie
aufwacht um zu müssen......blöd oder ? Nach
der Siesta, habe ich mir Bines Fuß noch mal angesehen. Eigentlich
(Achtung Unwort) war es dort wo die Kralle vom TA entfernt wurde, schön
verschorft. Aber irgendwas hat mich bewogen, nachmittags doch mal
unseren TA aufzusuchen. Ich dachte es schadet ja nicht, den neuen Hund
vorzustellen und mal abchecken zu lassen warum sie sich doch häufig
kratzt (Flöhe sind’s nicht, da hab ich sie schon eingehend
untersucht). Also eine Pippirunde durch den Garten und wieder ins Auto,
was diesmal auch mit Gemaule kommentiert wurde. Ich konnte es ihr gar
nicht verdenken. Gut dass ich das gemacht habe, unter dem Schorf saß nämlich doch Eiter. Der TA hat alles abgepullt unter lauten Protestgeschrei und ich hätte ihm am liebsten auf die Finger gehauen....aber was sein muss, muss sein L.
Dann
gab es ein desinfizierendes Fußbad, was wir wieder klasse fanden, war
schön kalt (na ja, ich hab keins bekommen, aber mich mit Bine
mitgefreut. Obwohl ich es hätte gebrauchen können *g*) und abschließend
ein Wundspray drauf. Fieber hat sie zum Glück nicht. Aber es ist unklar
ob da jetzt wieder eine Kralle rauswächst, zu sehen ist vom Nagelbett
nix. Uns ist das wurscht, Hauptsache die Lütte ist gesund und munter ! Tja,
dann kamen wir dem Gekratze auf den Grund. Volle Analdrüsen sag ich nur
und der Profi weiß, was das für ein Geschrei zur Folge hatte......... DIE
ARME BINE. Moment, dann hat der TA eine Paste ausgepackt (erwähnte ich
schon den enormen Appetit von Bine ?) und die Welt war wieder in
Ordnung. Sie hat sich praktisch an der Tube festgesaugt (kennt man ja
noch von Mamas Milchbar) und geschlürft. Wir haben es ihr alle gegönnt
J ! Nach
dem TA Besuch wieder Zuhause angekommen, ist sie nach dem Fressen sofort
eingeschlafen. Als sie aufwachte war sie ganz die Alte, ein MONSTER !!! Täglich gibt es nun ein Fußbad und anschließend ein Wundspray und dann bin ich guter Dinge, dass der olle Fuß bald gar nicht mehr weh tut. Das häufige Kratzen hat heute Nachmittag schon deutlich nachgelassen.
Da
wir ja heute Morgen schon geclickert hatten (man siehe das Bild auf dem
sie sogar auf einem Steg „sitz“ macht) stand heute nur das Üben vom
alleine bleiben auf dem Programm. Ich wartete also bis sie schläfrig
wurde, schlich mich mit den Großen hinaus, wartete eine kurze Weile und
raste die Treppe wieder rauf. Es
war alles leise..........und kein Wunder.....unser Karlchen in der Kiste
(so nennen wir sie immer weil man nur die Ohren sieht) war fest
eingepooft und hat gar nicht gemerkt was wir geübt haben. Hm. Also war
der Lerneffekt gleich null und wir müssen das ganze doch noch mal im
wachen Zustand probieren. Aber den Tag fand ich ansonsten heute
aufregend genug, so dass sie nicht auch noch von Verlassensängsten
geplagt werden musste. Morgen
ist übrigens Hundstaufe ! Jaha. Die Bine hat nämlich von mir ausgewählt
5 Patentanten und 1 Patenonkel, die morgen hoffentlich jede Menge
Spielzeug mitbringen. Außerdem kommen noch ein paar enge Freunde um den
Neuzugang gebührend zu bewundern. Der Wetterbericht sagt Sonne pur und
so werden wir es uns bei Kaffee und Kuchen gut gehen lassen. Da
ich noch nie eine Hundstaufe gefeiert habe (vielleicht bin ich ja sogar
die Erfinderin der selben) werde ich mich jetzt ins Bett legen und
meditieren, WIE man einen solchen Hund tauft. Soll
ich sie in die Regentonne werfen oder reicht es wenn Banja ihr über die
Denkerstirn leckt ? Muss ich die Paten mit Hundepippi besprenkeln um
eine enge Bindung herzustellen oder genügt eine Predigt von meiner
Seite ? Ihr seht, Fragen über Fragen, die bis morgen Abend geklärt
sind und die ihr dann exklusiv hier findet. Gehabt
Euch wohl ! Bis die Tage, Dagmar
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| 14.Juli 2003 | ||||||||||
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Ich
weiß es nicht. Soll ich die Mitleserinnen und Mitleser schonungslos
aufklären ? Ich meine darüber, wie es tatsächlich ist mit einem
Welpen...unabhängig von der Rasse ? JA
! Mein
Tag beginnt so: Morgens
(manche würden mitten in der Nacht sagen) werde ich gegen halb drei,
halb vier oder halb fünf von einem verschlafenen, total süßen,
weichen, warmen Welpen geweckt. Ich trage sie in den Garten wo sie brav
ihr Geschäft verrichtet. Und ich bin soooo stolz auf unsere Kleine. Auf
dem Weg zurück beginnt dann die Verwandlung. Ich weiß nicht, liegt es
an unserer Treppe ? An meinem Deo ? An der Jahreszeit ? Es
beginnt mit doch schon recht schmerzhaften Bissen in Nase und Brille.
Dabei kann ich rein gar nix dafür, dass sie noch zu klein ist um die
Treppe zu steigen und getragen werden muss L
! Oben
angekommen verrichtet Bine dann noch mal ihr Geschäft, schließlich
haben wir nun endlich viel Küchenpapier eingekauft und es wäre schade,
wenn das einfach so hier herumliegt ! Nachher wird’s noch
schlecht..... Nach dem Aufwischen der Hinterlassenschaften geht es los. Der warme, weiche, verschmuste, babyhaft duftende Hund verwandelt sich in ein Monster !
Es
kann daran liegen, dass ich jetzt seit fast einer Woche chronisch unter
Schlafmangel leide aber um diese Uhrzeit bin ich FÜR DIE ALLEINIGE
ZWINGERHALTUNG J
! Möglichst weit ab vom Haus damit ich die diversen Schandtaten nicht höre
die da wären: Bett
anfressen Katze
jagen Schrank
anfressen Banja
in die Nase beißen Sich
unter der Bettdecke bewegende Zehen angreifen Ins
Badezimmer kacken Den
Handfeger fertig machen Küche
anfressen Ins
Wohnzimmer kacken Zehen
angreifen (mehrfach Nennungen sind möglich) Lena
vom Kissen vertreiben In
die Küche kacken um
nur einige wenige Dinge aufzuzählen. Grundsätzlich
werden nur Dinge angefressen, die man NICHT hochstellen kann. Es werde
nur Dinge angriffen die sich NICHT wehren können und es werden nur
Dinge gefressen die man NICHT essen sollte. ARRRGGGGHHHHHH Das
Programm läuft so ca. bis halb zehn Uhr vormittags. Dann gehe ich auf
dem Zahnfleisch, finde die Schatten unter meinen Augen langsam attraktiv
und denke intensiv über Zwingerhaltung, Rückgabe an die Züchter,
Tierheime und verlassene Parkplätze nach J.
Und so plötzlich wie es geschah ist es vorbei. Bestes Beispiel heute Nachmittag. Klein Bine war satt und fröhlich aber nicht müde und plötzlich war ich der Hauptdarsteller in dem Thriller „ Schutzhund V – Angriff der Killerwelpen“. Unglaublich, mein Schwiegervater hat sich totgelacht, während ich um mein Haupthaar kämpfte.
Spaß
beiseite, solche Anfälle und das austesten von Grenzen sind völlig
normal. Am einfachsten entschärft man die Situation in dem man entweder
verharrt, sich entfernt oder die Aufmerksamkeit auf einen anderen
Gegenstand lenkt. Trotz allem ist es erstaunlich wie von Tag zu Tag die
Motorik besser funktioniert, wie schnell Bine werden kann und wie sie
sich Stück für Stück weiter vorwagt, sowohl am Menschen, als auch bei
den anderen Hunden. Sobald
diese, nennen wir es mal Anfälle (für wilde 5 Minuten dauert es
wirklich zu lange) vorbei sind, ist eine ideale Zeit für spielerisches
Üben. Eigentlich sollte man meinen, dass Bine dann fix und fertig ist.
Aber sobald sie ruhiger wird, hat man eine kleine Zeitspanne in der sie
sich toll konzentriert, motiviert mitmacht ohne in eine Überaktivität
zu verfallen. Es macht großen Spaß. Wir
haben heute das „sitz“ machen weiter bestärkt an verschiedenen
Orten im Haus und Garten. Das klappt wunderbar, so dass ich angefangen
habe ein Sicht- und Hörzeichen hinzuzufügen. Ich halte die Übungseinheiten
wirklich kurz so dass sie ca. 5x „sitz“ gemacht hat und dann spielen
wir weiter. Innerhalb
des Hauses haben wir eine steile Wendeltreppe die kein Hund hinauf darf.
Das Obergeschoss gehört Mimi alleine und dort wird sie auch gefüttert
und das Katzenklo steht dort. Wenn ich zum füttern hinauf gehe, wartet
Banja erwartungsvoll unten, denn kurze Zeit später komme ich mit der
leeren Katzenfutterdose hinunter die sie auslecken darf. Da Bine sehr
genau beobachtet, stand sie heute auch bei allen 3 Fütterungen neben
Banja. Schon auf meinem Weg nach unten bekommt sie einen Zungenclick und
darf NACH Banja die Schale auslecken. Ich bin selber ganz platt wie brav
und manierlich sie neben Banja auf dem Flur sitzt und geduldig wartet
bis sie an der Reihe ist. Großartig. Heute Abend habe ich einen Tunnel im Garten aufgebaut. Ich weiß dass Karin und Volker den Welpen ebenfalls einen zum spielen hingestellt hatten. Er war noch nicht ganz fertig da war Bine schon drin und durch. Pah, zu einfach. Also hat sie sich meinen Latschen geschnappt und ist damit durch geflitzt. Sowohl von links nach rechts als auch anders herum. Ich habe das Gefühl dass ihr Dinge die zu einfach sind oder nicht abenteuerlich genug, schnell langweilig werden. So bin ich dann zur Abwechslung neben ihr hergerannt. Sie mit Latschen durch den Tunnel und ich draußen neben her. War das ein Gaudi, sie hat richtig gegrunzt vor Jux.
Überhaupt
bringt sie Dinge schon ganz klasse zurück. Favoriten dabei sind der
Ball, eine gelbe Gummiente und meine Latschen. Ich
werfe, sie sprintet los und auf dem Weg zurück zu mir, gehe ich schnell
gebückt rückwärts. Sie kommt im Affenzahn an und freut sich zwischen
meinen Füßen wie verrückt. Ihre Beute lasse ich ihr solange bis sie
sie freiwillig hinlegt, damit ich wieder werfen kann. So haben wir heute
schon eine richtig schöne Zeit verspielt. Heute
habe ich auch begonnen, in Momenten in denen sie nicht wirklich
abgelenkt war, sondern einfach so durch den Garten streifte zu sagen „Bine“.
Zuerst dauerte es einige Sekunden bis sie mich ansah, dann gab es einen
click und schon kam der kleine Hund angeflogen. Über den Tag verteilt
habe ich sie so ca. 5 bis 7 mal angesprochen und bei den letzten 3
versuchen war kein Unterschied mehr zwischen ankucken und kommen, sie
kam wie ein Kugelblitz und warf sich vor mir ins „sitz“. Ist mir
selber schon fast unheimlich J ! Da
sie ja erst 9 Wochen alt ist kann ich mich bei diesen Übungen kaum zurück
halten....so süß sieht das aus. Sie spürt wie doll wir uns darüber
freuen, ich z.B. breche in albernes Indianergeheul aus und sie zieht
selber die Lefzen bis ganz hinten, sozusagen im Kreis durchs Gesicht.
Allerdings habe ich auch gemerkt und wen wundert das, dass andere
Familienmitglieder recht häufig ihren Namen sagen und sie bereits anfängt
das zu ignorieren. Sie mag halt nicht immer „nur“ gestreichelt
werden. Das lohnt sich wirklich nur, wenn gar keine andere Ablenkung
vorhanden ist. Glücklicherweise
haben sich bis jetzt alle daran gehalten den Hund nicht vom Tisch zu füttern.
So kann man ganz ungestört essen, weil sie aus dieser Richtung gar
nichts erwartet. Das ist so was von angenehm, das kann ich nur
weiterempfehlen. Überhaupt
bin ich von morgens bis abends im Garten und denke mir neue Spiele aus,
dass mein Haushalt aussieht, als wenn eine Bombe eingeschlagen
hat....ich meine, wen stört das schon ? J Leider
hatte ich heute mal wieder niemanden der fotografiert was wir so alles
fabriziert haben. Ihr müsst euch also auf mein Wort verlassen *gg* So
und nun ab in die Kiste, jetzt weiß ich auch warum es hundemüde heißt
*gähn*. Bis
die Tage Dagmar |
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| 13.Juli 2003 | ||||||||||
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An dieser Stelle möchte ich mich erst mal für die lieben Willkommensgrüße für Bine bedanken und die netten Gästebucheinträge. Meine Zeit zum mailen ist momentan etwas knapp. Heute war für Bine wieder ein aufregender Tag und sie hat unheimlich viel gelernt. Nachdem die nächtlichen Abstände auf 3 Stunden gesunken sind und Jörg die Nacht auswärts verbracht hat, war ich heute morgen um fünf Uhr völlig fertig. Mein Hund überhaupt nicht. Zuerst gab es Joghurt mit Banane und Haferflocken (die ersten beiden Mahlezeiten des Tages bestehen noch aus Milchprodukten), danach eine wilde Katzenhatz. Die arme Mimi, sonst gar nicht zimperlich mit ihren Krallen, hat leider hinten keine Augen. Seitdem Bine von vorne ein paar Backpfeifen kassiert hat, nähert sie sich, dank dieser Erfahrung nur noch von hinten. Wenn Mimi dann den Schrecken der Wohnung doch mal von vorne vermöbeln könnte, bricht diese in ein kläffendes Gebell aus und die Katze verlässt kampflos den Raum.....irgendwie verstehe ich sie, es ist wirklich ohrenbetäubend. Irgendwann gegen halb sieben, hab ich der Bine die
Wohnung überlassen und bin wieder hernieder gesunken. Ich wollte noch
darüber nachdenken, wie lange 9 Wochen alte Hunde Terror machen können
und muss wohl dabei eingeschlafen sein. Geweckt wurde ich ca. 15 min. später
durch einen Handfeger in meinen Gesicht >seufz<. Okay, ich bin dann aufgestanden und weitere 10 min. später fiel unser Fellnase in den Tiefschlaf. Wenn sie denn erst mal schläft, dann aber richtig. Sie liegt dann in dem von ihr gewählten Raum und es kümmert sie kein bisschen wenn ich Hausarbeiten erledige oder mal wieder dusche oder alleine zur Toilette gehe (welch Luxus). Deswegen anbei ein Foto aus dem Schlafzimmer wo sie sich zum schlafen auf ein Kissen gelegt hat und sich nicht die Bohne darum gekümmert hat wo ich bin und was ich mache. Um acht Uhr war Bine wieder wach. Morgens ist sie ganz besonders Heavy drauf habe ich festgestellt. Deshalb nehme ich sie am Morgen auch immer im Auto mit wenn ich mit Lena und Banja zum spazieren gehen fahre. Sie rollt sich während der Fahrt auf dem Beifahrersitz zusammen und macht noch ein kurzes Nickerchen. Autofahren an sich findet sie toll ! Auf diesem ersten Gang am Tag, dreht sie dann voll auf. Besonders erstaunlich finde ich dabei, wie sehr sie die Grossen beobachtet und deren Verhalten imitiert. Hört sie ein unbekanntes Geräusch oder sieht etwas fremdes, dann schaut sie zuerst wie sich Lena und Banja verhalten. Sind die beiden locker, bleibt sie ebenfalls total cool und ist selbstsicher und voller Neugier. Das ist mir eine riesen Hilfe. Voller Verwunderung habe ich gesehen, dass Bine heute angefangen hat wie Lena, ihre Pfützen und Haufen zuzuscharren. Das war so witzig, ich hab mich kringelig gelacht. Sie nimmt dazu alle vier Füße gleichzeitig, so dass es aussieht wie bei einem Ziegenbock. Nach diesem kurzen Gang von ca. 10 min., mit Pausen und stehen bleiben, war es dann endlich Zeit für ein Nickerchen von 2 ½ Stunden. Hurra! Dann kam Jörg wieder nach Hause und es war Zeit für ein herzerweichendes Wiedersehen. Alles in allem haben ihr aber die 1 ½ Tage mit mir alleine gut getan. Vorher war sie sehr auf Jörg fixiert, weil er sich zuerst Urlaub genommen hat. Nun folgt sie mir ebenso interessiert weil sie gemerkt hat, dass ich ebenfalls ihren Napf füllen kann. Da wir gerade beim Thema fressen sind, der Fortschritt den wir heute gemacht haben, ist enorm. Ich habe in der Küche eine kleine Kiste mit einer Decke stehen in der sie wahnsinnig gerne liegt. Gestern Abend habe ich sie für das „sitzen“ in der Kiste bestärkt (mit Himbeeren). Heute hat sie immer wenn sie Hunger bekam schwungvoll in ihrer Kiste platz genommen. Sah irrsinnig niedlich aus. Jedes Mal gab es einen Click und ein Leckerchen und seitdem sitzt sie mit ihren riesigen Ohren in der Kiste und schaut erwartungsvoll, während ich das Futter zubreite. Dabei ist sie hochkonzentriert und total leise. Wenn sie mit ihrem rosa Bauch so angestrengt sitzend in der Kiste hockt und mich von oben bis unten ansieht, KÖNNTE ICH SIE AUFFRESSEN !!!! Zum Mittag kam viel Besuch, ein Onkel von Jörg feierte seinen Geburtstag. Bine begrüßte alle freundlich aber nicht übertrieben. Man merkte schnell, welche Personen sie schon kennt, dann liegen die Ohren flach am Kopf und der ganze Hund wedelt durch den Garten. Den ganzen Nachmittag hat sie bei Sonnenschein unter meinem Stuhl geschlafen. Auf dem Schoß sitzen kann sie ÜBERHAUPT nicht leiden. Auch hier schaut sie sich viel von den Großen ab. Genauso wie Abends. Sie springt auf das Sofa mit der Decke, schaut die anderen an, seufzt, hüpft wieder zu Boden und legt sich zwischen die großen Hunde. Komisch, Lena sollte früher „eigentlich“ nicht aufs Sofa und war immer dort. Bine soll und mag nicht J !
Gegen Abend wurde sie heute wieder munter. Als Abschluss gab es heute den ersten Ochsenschwanzknochen, der ja eigentlich kein Knochen sondern nur Knorpel mit Fleisch daran ist. Das war eine ganz neue Erfahrung für unsere verfressene Raupe. Ein Futter das man nicht einfach so herunterwürgen kann, sondern ganz viel kauen muss. Dass hat sie dann auch ausgiebig getan: 2 Stunden lang ! Ich wette morgen hat sie Muskelkater im Kiefer, hihi. Danach war wildes Toben angesagt. Lena und Banja finden Klein-Bine mehr als unheimlich. Sie gibt Töne von sich (knurren und bellen) die die Großen dazu veranlasst der kleinen Terroristin sofort alles zu überlassen. Daher hat sie erst den Ball gejagt, dann am Tau gezerrgelt, meinen Schuh verschleppt, die Banja in die Nase gebissen und den Männern die Knöpfe vom Hemd gerissen J ! Sie hat eine unheimliche Ausdauer und wenn sie zwischen meinen Füßen steht, ist sie soooo mutig. Nun endlich um 23.27 Uhr liegt sie auf dem Sofa und pennt. Banja und Lena sind völlig fertig (obwohl sie doch gar nicht mitspielen wollten, aber mussten) und verlieren wohl langsam die Hoffnung, dass es sich nur um einen Besuchshund handelt. Von der Katze ganz zu schweigen.....
Morgen werde ich mit Bine beginnen dass alleine sein zu trainieren. Wir fangen mit einer Minute aus dem Zimmer gehen an. Eine Übung die mir überhaupt nicht behagt, sie ist ja noch ein Baby, die aber enorm wichtig ist für die Zeit wenn wir wieder zur Arbeit müssen (so in 5 Wochen). Außerdem werde ich morgen damit beginnen sie zu bestärken wenn sie NICHT ohne Aufforderung alles vom Boden aufklaubt. Momentan ist sie dabei noch unheimlich schnell und so konnte ich eben einen heruntergefallen Kirschkern nicht retten. Na ja, ich denke den sehe ich morgen auch so wieder. Der Spaß hört allerdings auf, wenn es sich mal um eine Tablette handelt die zu Boden kullert. Unterschlagen habe ich jetzt doch wieder, dass wir heute 2 x 1 Minute geclickert haben und zwar jedes Mal das „sitz“. Natürlich habe ich dabei noch kein Signal eingeführt, obwohl ich denke dass es jetzt langsam Zeit wird. Unheimlich, wie gut das geht. Madam ist schon so gerissen, dass sie, obwohl ich mich entferne, akkurat sitzen bleibt, obwohl ich sie zum aufstehen veranlassen wollte, damit sie es anschließend wieder richtig machen kann. Aber der Hund überrascht mit sowieso jeden Tag mit fast ungehöriger Auffassungsgabe und einen sehr, sehr erwachsenen Gebaren ( okay, außer morgens um fünf Uhr, da verhält sie sich voll ihrem Alter entsprechend). So liebe Leute, bevor ich vor dem PC einschlafe, schalte ich lieber ab..... Bis die Tage Dagmar |
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| 12.Juli 2003 | ||||||||||
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So, da wären wir wieder ! Welpen
sind ein Wunder der Natur !!!!! Durchlauferhitzer
sozusagen. Vorne füllt man kühles Wasser Bine macht sich großartig. Lena und Banja sind begnadetet Babysitter, obwohl sie sich dessen gar nicht bewusst sind. Wenn eine der großen irgendwo schläft legt sich Bine daneben und als Mensch kann man sich wieder frei bewegen (duschen, zur Toilette gehen u.a. unwichtige Dinge). Das Beste ist, wenn wir im Garten sind, ist Bine schon stubenrein. Jawohl. Jörg ist eine wunderbare Hundemama und steht des nächtens tapfer aus. Heute Nacht hat Bine schon 4 Stunden durchgeschlafen und nur der Wecker hat daran erinnert, dass sie jetzt mal wieder in den Garten müsste..... Gestern
Abend habe ich es nicht mehr ausgehalten und mit Banja geclickert. Wir
hatten sofort einen interessierten holländischen Zuschauer. Lange Rede
kurzer Sinn, während ich mit Banja alt bekanntes wieder aufgefrischt
habe, hat Bine so ganz nebenbei gelernt, dass „sitz“ machen
unheimlich lohnend sein kann. Welpen lernen wirklich unglaublich schnell
und heute in der Küche hat sie dann auch zum ersten Mal das „sitz“
gezeigt als ich Futter zubreitet habe. Sehr angenehm weil sie mich bei
dieser Tätigkeit bisher immer angesprungen und angekläfft hat. Seitdem
sie gestern mit mir eine 1 minütige Clickersession hatte, konzentriert
sie sich wunderbar auf mich und folgt jetzt gezielter und aufmerksamer
meinen Rufen. Sitz-Fotos
folgen morgen ! Jetzt ist erst mal der nächste Spaziergang fällig. Bis
die Tage, |
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| 10. Juli 2003 | ||||||||||
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In
einer kurzen Zusammenfassung möchte ich gerne noch mal Bines ersten Tag
bei uns aufzeichnen. Wir
waren wie verabredet pünktlich um 15Uhr bei Karin und Volker Pinn. Die
Aufregung auf den letzte Metern war ziemlich groß, denn endlich war der
langersehnte Tag da. Bine
hatte sich während oder kurz vor unserer Ankunft an der rechten
Hinterpfote eine Kralle halb gezogen. Schlecht, denn nun hing die Kralle
von der Zehe, saß zu fest um sie schmerzfrei zu ziehen und war zu
locker um sie dran zu lassen. Also blieb nur der Besuch beim TA. Der
hatte aber Mittwochnachmittag nur eine Notsprechstunde und die begann um
17 Uhr ! Mist, dass hat meinen Zeitplan total durcheinander geworfen und
wieder vielfältige Ängste hervorgerufen. Wann sind wir dann daheim ?
Ich wollte Banja und Lena den Welpen an einem neutralen Treffpunkt
vorstellen, ist es dann noch hell ? Tausend Sorgen auf einmal. Die
Tierärztin war sehr nett und wir hatten Glück waren früh genug und
kamen als Erste dran. Wie befürchtet war sie nicht mehr zu retten (die
Kralle), also Eisspray drauf und die Bitte an alle Anwesenden sich die
Ohren zuzuhalten. Jörg wechselte schlagartig die Gesichtsfarbe. Dann
folgte ein Ruck, ein Schrei (von Bine nicht von Jörg) und die elendige
Kralle war ab. Sie war super tapfer unsere Kleine. Ich hätte ich gerne
einen solchen Start erspart, war aber heilfroh, dass wir alles gleich
vor Ort uns Stelle in Ordnung bringen konnten und niemand von uns Bine
bei der Aktion halten musste. So hat sie nichts negatives mit uns in
Verbindung gebracht. Unser
Aufbruch war dann entsprechend spät, nach 18 Uhr. Noch schnell ein Foto
von neuen Besitzern und Bine und ab ging die Fahrt. Schon
in der 3. Kurve war Bine im sitzen eingeschlafen, genau wie Karin immer
prophezeit hat „ Holländer schlafen im sitzen“. J Nach
1 ½ Stunden dann die erste Pause. Hund geweckt und während ich tankte,
ging Jörg mit ihr am Seitenstreifen spazieren. Ein vorbildliches Pfützchen
und Häufchen waren schnell erledigt und Jörgs Brust schwoll vor
Besitzerstolz, weil doch SEIN Hund schon fast stubenrein ist. Hihi. Ach
ja, zu trinken hat die Bine natürlich auch noch was bekommen. Dann
weiter und Tempo denn es wurde langsam dämmerig. Leider gerieten wir
noch in eine Stau und hatten mehrere Mal stockenden Verkehr. Um halb
zehn waren wir endlich Zuhause bzw. ich fuhr mit Bine zum verabredeten
Treffpunkt und Jörg holte unsere Großen. Die waren noch nicht ganz aus
dem Auto ausgestiegen, da brach die kleine Bine auch schon in panisches
Geschrei aus was sich anhörte wie „HILFE sind die GROSS. NEIN, ich
bin nicht ESSBAR oder ICH WILL ZU MEINER MAMA !“ Natürlich alles rein
vorsorglich, man kann ja nie wissen und meine beiden Mädels waren ja
auch noch gut 20m entfernt. Banja verstand sofort und wollte mit der
kleinen Sirene nichts zu tun haben. Lena hingegen, wäre gerne dem
Geschrei auf den Grund gegangen, war ziemlich steif und aufgeregt und
die Situation war mir allgemein zu riskant. Lena blieb angeleint. Nach 5
min. hin und her gehen fuhren wir nach Hause, denn zwischenzeitlich war
es halb zehn und schon ordentlich dämmerig. Im Hof angekommen packte
ich die Hunde aus, macht die Näpfe fertig und ging mit allen drei in
den Garten. Bine war dabei sehr vorsichtig, den Großen nicht zu Nahe zu
kommen und suchte entweder Schutz bei mir oder bei Jörg. Das hielt aber
nur solange, bis ich den Napf bzw. die Näpfe an die Erde stellte. Mein
Gott hatte dieses Hundchen einen Hunger. Karin hatte mir gesagt, dass
sie gerne frisst, darunter hatte ich mir irgendwie ganz was andere
vorgestellt. J Es
gab frischen Blättermagen und Bine war als Erste fertig (okay, sie
hatte natürlich auch eine kleinere Portion) und versuchte verschiedene
(erfolglose) Taktiken um an die Näpfe der Großen zu gelangen die da wären: Lena
am Po riechen Lena
am Bauch riechen (wieso hat die kein Gesäuge?) Banja
am Po riechen Banja
am Bauch riechen und schnell
rennen, vielleicht kann ich DIE so von den Näpfen weg locken ? Abschließend
blieben wir noch eine viertel Stunde im Garten, was sich als gut erwies.
Die Hunde hatten genügend Ausweichmöglichkeiten und zusätzliche
Deckung hinter Bäumen und Sträuchern. Dann
wagten wir den Aufstieg in die oberen Regionen unseres Hauses wo
immerhin noch Mimi als letztes unbekanntes Objekt auf Bine wartet. Ich
hatte tatsächlich unterschätzt, dass meine Hunde bisher alle
schlappohrig sind. Bine dagegen wurde von Mimi eiskalt als Katze
abgestempelt und das konnte man sich auf keinen Fall bieten lassen. Also
pumpte sich die Katze auf doppelte Größe auf und fauchte. Ich nahm
Bine auf den Arm und hielt Mimi den Welpenpo zum schnüffeln hin. So war
es okay, roch nach Hund und war genehm. Die Luft entwich wieder aus der
Katze (Gott sei Dank geruchlos). Zeigte sich jedoch Bines Kopf mit den
Fledermausohren, wurde sie wieder für eine Katze gehalten. Bine,
zwischenzeitlich viel freier und gelöster (sie war ja bis dato nicht
gefressen worden) näherte sich Mimi und endlich dem kleinsten
Hausbewohner „Hallo“ zu sagen. Na ja, sie bekam eine ziemliche
Backpfeife, schrie und ist seitdem geheilt, soll heißen....mit Katzen
spielt man nicht. Ich vermute diese Erkenntnis wird noch 7 bis 29 in den
weiteren Monaten auf Richtigkeit getestet. Zwischenzeitlich
war es 23 Uhr und meine Schwiegereltern kamen nach Hause und nach oben
um den neuen Hausbewohner zu begrüßen. Noch mal ein großes Hallo,
dieses Mal rein positiver Art weil Bine schon weiß, 2 Beiner sind nettJ Danach
wurde sicherheitshalber, es sei uns verziehen, die putzmuntere Bine noch
mal in den Garten geführt wo sie sich brav löste und dann ging es
endlich gegen halb eins ins Bett bzw. Bine in ihre Schlafkiste neben Jörgs
Hälfte. Es dauerte ca. 30 sec. bevor Bine sozusagen ins Koma fiel, nämlich
wohlig ausgestreckt das Schnaufen begann. Endlich Ruhe, Frieden und
Dunkelheit. Alle Tiere schliefen, während Jörg und ich uns schlaflos
im Bett herumwälzten weil wir viel zu aufgeregt zum schlafen waren. Um
halb drei machte Bine dann „piep“ und eher ich es richtig wahr
genommen hatte, war Jörg schon angezogen und mit dem Hund auf dem Arm
auf dem Weg nach unten. Ein Pfützchen wurde gemacht. Weiterschlafen war
angesagt. Um halb fünf machte Bine zum zweiten Mal „piep“ und
wieder reagierte Jörg leicht über. Vielleicht hab ich doch mit meinen
Erzählungen über Welpen etwas übertrieben ? Als
sie von diesem Gartenausflug wiederkamen, hatte ich Buttermilch mit
Haferflocken und etwas püriertem Pfirsich fertig gemacht. Lena bekam
ebenfalls eine Portion und störte sich kaum an der Uhrzeit. Wieder
beobachtet ich einen kleinen Hund mit der Befürchtung dass sie den
Edelstahlnapf zum Nachtisch mit verschlingt. Der Napf war definitiv
alle, doch Bine ging immer wieder hin um noch mal genüsslich zu lecken.
Ich werde die ausgerechnete Ration sanft erhöhen, da sie mitten im
Wachstum steckt, sehr schlank ist und den ganzen Tag umherhüpft. Das
braucht Energie ! Ein gutes Zeichen ist, dass sie nach dem Fressen zu
spielen und toben beginnt. Das bedeutet sie ist nicht überfüttert. Es
spielt sich in freilebenden Rudeln genauso ab. Nach der erfolgreichen
Nahrungssuche kann man endlich entspannen, spielen oder Körperpflege
betreiben. In
unserem Fall kam Bine wieder in die Schlafkiste gemeinsam mit einer
Quitscheente, die sehr leiden musste J. Irgendwann
war jedoch Ruhe. Um sechs Uhr klingelte mein Wecker, nein eigentlich
schon vorher, aber ich hab 3x draufgehauen weil ich so müde war. Und
als ich mich aufrichtetet, wer saß da wie Karl in der Kiste und wedelte
mit allen zur Verfügung stehenden Körperteilen ? Klar, oder ? Also
den Schatz aus der Kiste gehoben und frei in der Wohnung laufen lassen.
Ab und an kam sie ins Badezimmer gesprungen um mit mir zu spielen, die
übrige Zeit erkundete sie die Wohnung. Ich nahm sie gegen 7 Uhr noch
einmal mit in den Garten und sie erledigte alles was kleine Damen so
erledigen müssen. Dann fuhr ich zur Arbeit und überließ alle Tiere,
alle Verantwortung und Arbeit Jörg J
! Ich
bin mir bewusst dass Bines 1. Tag sehr anstrengend und aufregend für
die Kleine war. Allerdings macht sie einen fröhlichen, gesunden und
HUNGRIGEN Eindruck und sie wird die neuen Erlebnisse gut verarbeiten, da
bin ich sicher. Die
künftigen Einträge werden sicher nach und nach kürzer, ich schätze
spätestens ab dem 4. Lebensjahr ! Bis
die Tage, Dagmar |
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| 09. Juli 2003 | ||||||||||
| ERÖFFNUNG VON BINES TAGEBUCH:
Heute ist es endlich, endlich, endlich soweit. Bine von Pinn's Hof zieht bei uns ein. Das elendige Warten auf das kleine Holländische Schäferhundmädchen hat ein Ende. Wer mehr über die Rasse erfahren möchte sollte sich unbedingt die Seiten von Karin und Volker Pinn ansehen. Ihr findet den Link in der Linksammlung. Bine feiert heute ihren Geburtstag (9 Wochen) und wird von der rauen Nordsee in den wilden Harz umsiedeln. Bei meinem ungebremsten Mitteilungsdrang wird sich das Tagebuch nicht ausschließlich um Bine drehen. Lena, Banja und Mimi werden gebührend erwähnt, da bin ich sicher. Ich würde mich freuen wenn ihr hin und wieder mitlest.
Bis die Tage, |