Clickertagebuch


30. Juli 2003
So, da sind wir wieder !
Gestern war ich mit Bine noch einmal beim TA.  Zum einen stört es mich, dass sie sich
dauernd juckt. Flöhe sind aber kein Thema mehr in diesem Haushalt, dem Himmel sei Dank.
Trotzdem hat das Kratzen aber nicht nachgelassen. Nachdem die meisten Ursachen ausge-
schlossen werden konnten, hatte ich keine Lust auf weiteres Raten und wilde Thesen, sondern habe meine Tierheilpraktikerin gefragt und das war gut so (danke Bärbel). 5 Globulis und der Hund hatte endlich eine ruhige Nacht. Das Kratzen ist um 80% besser geworden. Sicherheitshalber und damit mein TA auch was verdient, habe ich aber von Bine eine Urinprobe dagelassen oder sagen wir mal so, Bine hat freiwillig eine ziemlich Große dagelassen :) !

Nur zur Sicherheit, dass hat nix damit zu tun, dass ich zu faul bin zum wischen (okay, ja, manchmal denke ich darüber nach wie es wäre wenn Bine "dicht" hielte).
Ich möchte nur nicht, dass der Hund nachher doch eine Blasenentzündung hat und wir denken sie ist nur zu dusselig um draußen zu pieseln. Also Bine, wenn das Ergebnis kommt tun wir Butter bei die Fische *ggg*

Aber, es gibt auch gute Nachrichten.  Bine wächst eine neue Kralle. Wir haben also doch einen kompletten Hund erworben *staun*. Und heute habe ich mit dem TA in Northeim telefoniert bei dem wir wegen Lena waren. Zur Erinnerung, Lena wird langsam rot-braun, dabei ist sie eigentlich mal ein lackschwarzer Hund gewesen (im Gesicht ist sie es immer noch). Die Haare auf dem Rücken wachsen nicht mehr nach, am Bauch schon und das sieht ziemlich seltsam aus. Hier wollte ich nur abchecken, dass sie keinerlei Veränderung an den inneren Organen hat, weil manchmal eine Rotfärbung des Hundes auf einen Leberschaden hinweist.
Aber alles okay. Blutwerte sind prima für ihr Alter, Schilddrüse ist auch okay. Cushing Syndrom kann zum Glück auch ausgeschlossen werden. Wir müssen zwar noch einmal hin, weil der TA gerne eine Haar-Biopsie machen möchte, aber zumindest tut meiner Süßen nichts weh und ein Nebennierentumor ist definitiv nicht da.
Also an der Stelle: HURRA !

Leider bin ich nicht dazu gekommen Fotos zu schießen, irgendwie war keine Zeit oder ich hatte die Kamera nicht dabei, so z.B. als Bine in der TA-Praxis auch noch eine Kotprobe dagelassen hat, ohne dass die jemand angefordert hatte und zur Krönung hat sie den Haufen dann auch noch geräuschvoll und lange (unter staunenden Blicken des Praxisteams) zugescharrt. Saubere Bine, sag ich ja !

Übrigens hat Bine heute Geburtstag und wird 12 Wochen alt. Seit 3 Wochen wohnt sie bei uns und ist schon nicht mehr wegzudenken. Geschenke und Glückwunschkarten bitte an unsere Hausanschrift unter "Kontakt" :).

Vorhin habe ich von Karin und Volker (Bines Züchter) erfahren, dass die letzte verbleibende Hündin des B-Wurfes abgeholt wurde. Hoffentlich bekommt die kleine Beeke auch ein schönes Zuhause mit netten, liebevollen Menschen und vielen Zewatüchern. Falls hier einer der Besitzer vom B-Wurf mitliest, bitte sagen Sie mir NICHT, wenn eine(r) von Bines Geschwistern schon stubenrein ist. ICH WILL ES GAR NICHT W I S S E N *g*.

Wir haben uns nämlich gerade daran gewöhnt, nicht länger als 3 Stunden am Stück zu schlafen, auf allen Vieren schrubbend durch die Wohnung zu rutschen und ununterbrochen den Hund zu beobachten, um doch noch hinter den nicht vorhandene Rhythmus zu kommen. 
Heute morgen ist mir was witziges passiert. Ich war schon fertig angezogen und gewaschen (natürlich in umgedrehter Reihenfolge) und stand auf dem Hof als Jörg mit den Hunden im Auto vom Spaziergang wiederkam. Bine hat sich doll über mich gefreut und ich hab mein süßes Karlchen noch mal durchgeknuddelt bevor ich zur Arbeit musste (einer muss ja für Tierarzt und Hundefutter arbeiten). Klar ist sie dabei an mir hochgesprungen, mehr hab ich aber nicht gemerkt.
Auf der Arbeit angekommen hab ich erst mal wieder etwas durchgehangen, weil sich die kurzen Nächte doch hin und wieder rächen. Wir standen auf dem Flur und haben eine "was-mag-der-tag-bringen-zigarette" geraucht, als meine Kollegen sagen: " Dagmar, wie siehst Du eigentlich aus ?"  Ich habe natürlich sofort ein Referat gehalten über Hunde, Hundepipi, Hundehaufen, kurze Nächte, mein fortgeschrittenes Alter, nächtliche Juckattacken und generellen Welpenstress. Ich fand nämlich dass ich rein äußerlich noch ein ziemlich unzerknittertes Gesicht habe TROTZ der letzten 3 Wochen.....

Hm. Die Kollegen meinten dann aber doch meine Bluse, die am unteren Rand aussah, als wäre ich in einen Reißwolf geraten :). So was ähnliches war es ja auch.....
Hinten war es übrigens genauso zerfranst. Keine Ahnung wie sie das geschafft hat !

Ach ja und zum Schluss noch das aktuelle Gewicht: Wir schleppen derzeit ca. 30 Mal am Tag 9 kg die Treppen rauf und runter. Puh. Wenn das so weiter geht, habe ich in 2 Monaten Oberarme wie Arnold Schwarzenegger.

Bis die Tage,
Dagmar

27.Juli 2003

Es ist jetzt 21:13 Uhr und endlich ist RUHE.

Eigentlich müsste ich Karlchen noch mal wecken, damit die Nachtruhe wenigstens bis 5 Uhr dauert (obwohl wir um 24 Uhr noch mal in den Garten gehen), aber ich bin soooo froh dass das Monsterchen schläft, ich will nicht!  

Dabei hat der Tag so gut angefangen J.

Heute morgen habe ich Hundedienst geschoben, damit Jörg in seinem Urlaub auch einmal ausschlafen kann. Bine hat sich ganz doll darüber gefreut, die Ohren fest an den Kopf gedrückt, hat sie mir mehrere Küsschen gegeben und brav ihre Geschäfte erledigt.

Dann gab es Frühstück, aber nur für Bine, es wahr schließlich erst halb sechs. Dann haben wir gespielt, sie mehr, ich weniger, war doch noch ein bisschen müde.

Um viertel vor sieben war es dann endlich Zeit für ein Verdauungsschläfchen. Ich habe mich gleich noch mal mit hingehauen und bis viertel vor neun geschlafen (herrlich). Dann sind wir zur ersten Spazierfahrt aufgebrochen mit allen Hunden.  

Bine mag keine Sonderbehandlung mehr, d.h. sie will unbedingt im Kofferraum einsteigen, wo die Großen sitzen, meinetwegen.

Auf dem Spaziergang gab es eine besonderen Vorkommnisse. Anschließend beim Bäcker vorgefahren und Brötchen geholt. Warten im Wagen mit den anderen Hunden klappt problemlos. Damit meine ich sie zerlegt nicht den Innenraum.

Zuhause angekommen war sie von erträglichem Temperament. Ich hab sie zum wecken Jörg ins Bett gesetzt. Komisch, fand er nur halb so lustig, wie anders herum. Heute hat sie ihn ausschließlich an den Haaren gezogen und hie und da in die Speckrollen gekniffen. Das Biest beißt einfach überall rein, da kann man die Hände und Füße ruhig verstecken. Jörg war wie erwartet in Rekordzeit wach und am Frühstückstisch.

Danach noch mal in den Garten und dann war Bine endlich hundemüde. Da Sonntag ist, die Wohnung sauber und keine allzu dringenden Arbeiten anstanden, habe ich mich einfach noch mal ins Bett gelegt und gelesen. Bine kam dazu, ich hab sie mit ins Bett genommen und sie war total verschmust. Erst hat sie noch ein wenig mit meinen Händen gerangelt, aber sehr sanft und dann ist sie in meiner Halsbeuge eingeschlafen. Total niedlich. Endlich mal schmusen. Ab und an hat sie leise gegrunzt und Jörg war ganz neidisch wie fein wir kuscheln.

Mittags bin ich mit Lena und Banja alleine gegangen und Bine war mit Jörg erst oben und dann im Garten.

Anschließend gab es eine kurze Clickersession mit Fliegenklatsche. Ich habe zum ersten Mal den herkömmlichen Clicker genommen und zu Anfang war sie ein wenig verunsichert, weil es viel lauter ist als mein Zungenclick. Eine erneute Konditionierung war überhaupt nicht notwendig, Bine wusste sofort worum es geht. Ich hatte mir fest vorgenommen allerkleinste Schritte zu clicken, also das Anschauen des Gegenstandes bzw. das Kopf abwenden in die Richtung in der der Gegenstand sich befindet. Völlig unnötig. Zu Beginn hat sie aus Neugier an der Klatsche geschnuppert, weil ich die bisher extra nicht habe rumliegen lassen. Danach kamen die Nasenstüber total zielsicher an die immer wieder neu dargebotene Fliegenklatsche. Ich habe 1 min. geclickert und Jörg hat 17 Clicks gezählt, toll oder ?

Anschließend gab es ein Spiel mit dem Teddy, dem wir es gemeinsam richtig besorgt haben J !

Nachmittags war Jörgs Schwester Andrea mit uns im Garten (sie kuckt nicht immer so *g*).  

Bine war brav, schon fast langweilig, hat ein bisschen mit den Wassernäpfen gespielt (sie buddelt mit den Vorderfüßen darin herum) und viel das Grundstück untersucht.  

Am späten Nachmittag gab es noch einen Spaziergang mit allen dreien und Andrea. Keine besonderen Vorkommnisse. Nach einer Fütterung im Garten sind wir dann nach ca. 1 Stunde hoch in die Wohnung und da vollzog sich wieder die Wandlung. Arrrggghhh.

Ich bin an den PC und habe versucht, dass Scheppern und Gefluche von Jörg zu ignorieren. Schwer sage ich euch. Dann immer mal wieder Gekläffe, Radauz und wüste Selbstgespräche.

Ich hab extra eine Stunde hier oben gewartet, bevor ich wieder runter bin, im festen Glauben die Lage hat sich beruhigt. Nix da. Jörg ist raus um seine Tiere zu füttern und ich wollte endlich mal wieder was kochen.

Die nächsten 1 ½ Stunde war die Hölle los. Erst Katzenattacke, wobei ich Mimi immer zur Hilfe eile, schließlich ist sie schon eine Oma.

Dann hat sie schon unter Jörgs Aufsicht unter die Treppe gepinkelt. Da man(n) dort schlecht hinkommt, hat er erst mal mehrere Lagen Zewa ausgebreitet. Als er weg war, ist natürlich Bine sofort hin und mit den bepissten Tüchern durch die ganze Wohnung galoppiert. Es war dann mal wieder Zeit mehrere Räume zu wischen L.

Derweil hat Bine ins Badezimmer gekackt. Schön, dass mein Hund eine so gute Verdauung hat. Als ich den Wischeimer ausleeren wollte, habe ich natürlich die Bescherung gesehen. Ich also hingekniet und Knödel aufgelesen. Bine war zwischenzeitlich im Wohnzimmer und hat die aktuelle Geflügelzeitschrift von Jörg gelocht. Woher soll sie denn auch wissen, dass wir die nicht abheften.

Da ich ja noch im Badezimmer war, muss ihr eingefallen sein, dass wir doch gestern dort etwas geübt haben. Jedenfalls knie ich noch da, und höre schon wie sie in einem Affenzahn den Flur entlang kommt. Ich drehe mich um und denke noch, sie wird doch nicht.....

Doch ! Planmäßiger Abflug bei der Badezimmertür und mit angelegten Ohren (wegen des Luftwiderstandes vermute ich) in die Dusche gekracht.

Das waren mindestens 1 ½ Meter. Dort hat sie brav sitz gemacht und auf Würstchen gewartet. Ich war mir nicht ganz sicher ob ich DEN Einstieg zum duschen clickern soll ?!

Das Spiel hat sie dann in der nächsten halben Stunde beschäftigt und ich war einfach nicht fies genug um die Duschtüren zu schließen. Ehrlich gesagt hatte ich auch Angst um meine Türen. Den Sprung durch den Reifen (REIFEN NICHT TÜREN) wollte ich mir eigentlich für später aufheben.

Dann habe ich begonnen zu kochen. Bine im Wohnzimmer bellt. Ich rufe sie, sie kommt im Tiefflug angeschossen (ein solches Tempo wie heute hatte sie in der Wohnung noch nie drauf) und C & B (Click und Belohnung). So geht das aber nicht mit Holländern J.

Bine ist auf dem Absatz herum, ins Wohnzimmer und wieder gebellt und dann verharrt ob ich sie wieder rufe und da das nicht geschah, im Galopp in die Küche um zu kucken ob ich vielleicht eingeschlafen bin. Wenn ich jetzt Anfänger gewesen wäre, hätten wir sicher in Rekordzeit eine Fehlverknüpfung zaubern können, nämlich, bellen damit es ein Leckerchen gibt.

Nachdem das nicht funktionierte, hat sie in der Wohnung mit den Füßen wieder den Wassernapf um etliche Liter erleichtert. Während ich aufwischte (grrr) ist mir das Fleisch angebrannt (grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr).

Anschließend hat sie laut aber harmlos mit dem leeren Wischeimer gekämpft, in der Palme gebuddelt, eine nicht unspannende Seite meines Buches zerhäckselt, die Dusche besprungen, mit Banja an meinen Badehandtuch gezerrt und ins Wohnzimmer gepieselt.

Das war dann aber auch schon alles und Jörg war baff erstaunt, dass das Essen nach sooooo langer Zeit immer noch nicht fertig war.

Die arme Banja die oben die ganze Zeit mit mir und Bine herum hantiert hat, war schlussendlich fix und fertig (siehe Foto).  

Dabei habe ich sie so gegen halb sieben, als ich mit Petra telefonierte (am Samstag geht die Bine mit Jörg in die Welpengruppe) NOCH GELOBT. Wie brav und wie gescheit und wie verschmust und schon so erwachsen obwohl sie doch erst 11 Wochen alt ist und Bla Bla Bla........HA !

Ich freue mich dass ich morgen früh zur Arbeit gehen darf J !

So long und bis die Tage,

Dagmar

26.Juli 2003

Heute ist mir aufgefallen, dass unser Bine-Karl ganz viele Gemeinsamkeiten mit berühmten Leuten hat. Ja, in echt.

Ich schrieb ja schon, dass sie wenn sie einen Anfall hat aussieht wie Graf Dracula während der Verwandlung in eine Feldermaus. Also spitze, weiße Zähne, riesige Ohren und so ein glitzern in den Augen......

Da fällt mir ein, gibt es jemanden da draußen der Probleme hat mit dem aufstehen ? Also wir nicht mehr. Einer von uns ist am Wochenende immer dran mit Hunde ausführen, Futter machen und anschließend das Frühstück auftischen, während der andere weiter schnarchen darf. Früher hieße es dann immer irgendwann „Frühstück ist fertig“. Die Zeiten sind vorbei !

Heute bekommt derjenige der noch im Bett liegt einfach das Karlchen hineingesetzt. Das ist ungefähr so, als wäre man mit 20 Schnappschildkröten in einem Aquarium eingesperrt ist. Sagte ich schon dass unser Pflasterverbrauch drastisch gestiegen ist ? Grausam. Also, sagt bescheid, wenn’s mit dem Aufstehen hapert und ich schicke unsere Bine per UPS Express-Sendung J ! 

Wo waren wir ? Ach ja berühmte Leute. Na ja, die Lütte hat auch was von Claudia Schiffer. Unendlich lange Beine. Wahnsinn. Nur mach ich mir langsam Sorgen, weil der Kopp nicht richtig mitwächst J ! Eben wie bei der Claudia, hihi. 

Und letztendlich ist sie natürlich noch immer unser Paolo Pinkel. Nee, sie kokst nicht, aber Nomen est Omen, sie pinkelt. Mittlerweile werden die niedlichen Pfützen kleine Stauseen.

Heute habe ich erst mal von oben bis unten das Hundeklo geputzt (unsere Wohnung), sonst traut man sich ja bald nicht mehr barfuss zu gehen. 

Gestern war ich wie verabredet bei meiner Arbeitskollegin Birgit mit Settermädchen Kira. Als uns Kira so an der Leine entgegen getapst kam dachte ich schon „auweia, was hab ich nur für ein Augenmaß, die Kira ist nicht doppelt so groß sondern irgendwie mindestens das dreifache“. Das dachte Bine wohl auch, denn sie hat erst mal den Rückwärtsgang eingeschaltet und zwischen meinen Füssen geknurrt und gebellt.

Kira ist doch schon 4 ½  Monate alt und somit eher zu den Junghunden zu rechnen. Eigentlich nicht der richtige Partner für Bine, aber wir sind dann zu Birgit auf das Grundstück und Kira kam erst mal an die Laufleine, damit Bine noch eine Rückzugsmöglichkeit hatte.

Die arme Kira kann ja nichts dafür, sie ist groß und dabei schlank aber immer noch viel schwerer als Bine. Das muss so sein, als wenn ein 2m Mann der 93 kg wiegt und das Gemüt eines 2jährigen hat, mit mir spielen will.

Äußerst beunruhigender Gedanke J

Bine hat sich dann doch vorgetraut und wurde bespielt. Mal lag sie oben, aber die meiste Zeit eher unten und im Nullkommanix, war sie vollgesabbert. Lecker.

Zum Kaffeetrinken kamen wir kaum, weil wir beide immer ein Auge auf die Tobenden hatten. Na ja, ich denke in vier bis sechs Wochen wird der Unterschied zwischen den Beiden nicht mehr ins Gewicht fallen, aber dato ist Bine dafür noch zu klein.

Nach einer halben Stunde wurde Kira kurz ausgeführt und Bine hatte Zeit sich das Grundstück anzuschauen.

Nach einer Stunde habe ich gemerkt, dass es eigentlich kein Spiel mehr war, sondern nur noch ein Reagieren und Parieren. Kira war selber ganz fertig, aber bei so jungen Hunden läuft das Programm eben weiter, wenn man nicht eingreift.

Ein paar Mal habe ich gesehen, dass Bine der armen Kira ordentlich die Ohren lang gezogen hat. Aber wie.

Oder die Lefzen.

Gut, bei einem Setter gibt es genügend Möglichkeiten zum festhalten. Ich hab Birgit gesagt, wenn am nächsten Tag ein Ohr länger ist als das andere, dann kommt unsere Versicherung selbstverständlich für den Schaden auf.

Zurück im Auto konnte ich selbiges noch starten, bevor Bine auf meine Handbremse fiel und im Tiefschlaf war.

Zuhause hat sie sich dann riesig über Lena und Banja gefreut, dass war total niedlich. Zur Belohung gab es einen riesigen Gelenksknochen an dem sie noch gut 2 Stunden gearbeitet hat und gestern Abend war sie drinnen total lieb. Komisch, gell ? :-P

  Heute war ich mit allen drei Hunden spazieren. Dazu fahre ich immer mit dem Auto. Elbingerode ist so dörflich, da laufen 100 Hunde frei. Ich möchte einfach verhindern, dass einer vom Hof geschossen kommt und Klein-Bine anfällt. Außerdem brauche ich gut 5 min. bis in die Feldmark. Bei Bines Alter ist der Hund da schon fertig wenn’s eigentlich los gehen soll.

Also alle Hunde in den Kofferraum (ich habe die Rückbank immer umgeklappt, daher fahre ich einen 2 Sitzer) und raus ins Feld.

Bine war super gut drauf und ich habe eine Strecke gewählt die strammen Schrittes höchstens 5 min dauert. Wir sind geschlendert und haben oft angehalten und waren so 15 min. unterwegs. Absolutes Limit momentan.

Zwischendurch ist Banja auf den Feldern durchgestartet und unsere Kleine hinterher. Siehe da, es war das erste Rennspiel zwischen den Beiden.

Aber als sie zurück kamen dachte ich, ich traue meinen Augen nicht. Bines goldene Stromung war unter einem Acker-Mist Gemisch verschwunden. Sehr, sehr schön. Erwähnte ich schon, dass es hier gestern und heute morgen geregnet hat ? Meine Hunden waren von tiefbrauner Farbe. Während des Tages redete ich mir noch ein, dass man das abends ausbürsten kann. HAR, HAR.

Heute Abend war dann klar, es wird Zeit für einen ersten Duschtermin.

Also den Jörg mit Würstchen bewaffnet und das Badezimmer mit Handtücher gepflastert.  Bine in die Dusche geclickert und Wasser auf warm gestellt.

Jörg hatte den Auftrag kleinste Stücke zu füttern, aber viele, viele, viele.

Hat super geklappt, besser als wir wollten.

Als das Karlchen nämlich abgeduscht und sauber UND trocken vor mir auf der Badezimmermatte saß, hat sie den Rüssel gleich wieder in die Dusche gesteckt.

„Hey Frauchen, dass ist ein super Platz, ein Würstchen Schlaraffenland....ich will da wieder rein....ICH WILL DA WIEDER REIN....!“

Pah, und ich dachte ich jag ihr einen Schrecken ein. Verfressene Hunde sind etwas wunderbares J.

  Mimi ist irgendwie masochistisch veranlagt. Sie mag nämlich die Bine. Anders kann ich mir nicht erklären warum sie immer wieder zu der Lütten hinmarschiert und Nasenküsschen verteilt. Gut, zu günstigen Tageszeiten ist die Bine voll müde und verschmust, erwidert das Nasenküsschen und leckt der Katze kurz ein Ohr.

ABER wehe, Mimi bietet einen Kuss an, wenn Paolo Pinkel in Killerlaune ist. Dann hagelt es Bisse und quietschendes Gebelle lässt einem die Haare zu Berge stehen. Trotzdem geht Mimi immer wieder hin. Sie MUSS masochistisch sein.

  Lena ist immer noch die Ruhe in Person. Bine kriegt alles von ihr, darf an diversen Körperstellen ziehen und wird beschützt wenn’s irgendwie brenzlig wird.

Mehr gibt’s zu den Beiden wirklich nicht zu erzählen, Lena ist eine super Aufziehtante. Und das obwohl ich weiß, dass ihr an bestimmten Tagen die Knochen weh tun oder die schwüle Hitze ihr Herz belastet.  Ich liebe meinen Hund dafür noch mal soviel, wenn das überhaupt noch möglich ist.

Ich hoffe sehr, das Bine, wenn sie selber erwachsen ist und mal einen Welpen dazu gesetzt bekommt, geprägt wird durch die geduldige, liebe Lena.

NOCH MAL EINEN WELPEN ??? BIN ICH BESCHEUERT ??? J

Noch eine kurze Geschichte von heute morgen. Jörg hat mir klammheimlich Bine ins Bett gesetzt und es war ungefähr so, als hätte sie 200 Zähne und 8 Arme und Sprungfedern unter jedem Fuß. Um es kurz zu sagen. A U A.

Als sie sich gerade an einer besonders empfindlichen Stelle festgebissen hatte (die Innenseite der Oberarme, da wo man unmöglich ignorieren kann weil es sooooo weh tut), habe ich ihr ins Gesicht gebrüllt: „ Bine Du doofe....XXX (unflätiges Wort) ..... AUA !

Kurzes Innehalten auf ihrer Seite, wobei sie mich immer ansieht, als sei ich ein ekeliges Insekt unter dem Mikroskop (doch wirklich so kuckt sie) und dann hat sie mich in die Nase gebissen J !

Und dann.....ja, dann hab ich mich gefreut ! Nein, ich bin NICHT masochistisch oder devot aber mir wurde folgendes klar:

Bine hat bis heute noch keine einzige schlechte Erfahrung mit uns Menschen gemacht. Lena in der damaligen Situation hätte von mir eine auf den Hintern bekommen, ich hätte ihr die Schnauze zugehalten oder sie auf den Rücken gedreht. Das alles hätte zu noch mehr Kampf und Schmerz auf beiden Seiten geführt und letztendlich hätte ich gewonnen indem ich ihr (Lena) am allermeisten weg getan hätte.

Und wie diese Gewaltspirale weiter geht, weiß ich aus eigener Erfahrung ganz genau. Immer härterer Mittel muss man einsetzen und dass soll eine vertrauensvolle Bindung fördern ?

Ich höre schon die Zweifler vor dem PC schimpfen: die Tante lässt sich einem Welpen alles gefallen, wieder so ein Softie, eine Grüne, eine Weichei. Aber ich weiß es dieses Mal besser. Und allen Zweiflern zum Trotz habe ich später den Hund, den ich ERZOGEN bzw. AUFGEZOGEN habe.

Zum einen ist mir klar, dass diese Phase so oder so vorbei geht, unwiederbringlich und mein Hund ist ein Stück erwachsener.

Andererseits, lernt Bine gerade jeden Tag, dass zu heftiges Spiel zur Folge hat, dass ich gehe (okay, ich gebe zu dass ich im Bett ziemlich ausgeliefert war, aber aufstehen und weggehen war möglich und das hab ich nach dem Nasebiss ja auch gemacht) und sie möchte nichts anderes als in meiner Nähe sein. Ich kontrolliere doch ihr ganzes Leben, ich bestimmte wann wir vor die Tür gehen, wann es Wasser im Napf gibt (natürlich immer), wann Futter kommt, welches Spielzeug zur Verfügung steht und was wir spielen.

Ich danke Gott, dass ich in den letzten Jahren soviel über Hunde lernen durfte und auf Gewalt verzichten kann. Mein völlig unbedarfter, fröhlicher, offener Welpe dankt es mir indem sie eben nicht zuckt wenn man den Arm hebt oder klein wird, wenn man sie anbrüllt.

Mit diesen Gedanken lass ich euch jetzt alleine und sage gute Nacht !

Bis die Tage

Dagmar
24.Juli 2003

Unserem Karlchen geht es gut ! Jörg hat immer noch Urlaub und so vertrödelnd die Beiden den Tag in Haus und Garten. Allerdings hält sich Jörg an die Vorgaben und Bine wird täglich eine Weile mit den großen Hunden alleine gelassen.

Man darf nicht unterschätzen, wie wichtig das warten als Übung ist. Ich arbeite seit meinem 17. Lebensjahr im Tierschutzverein und jeder 2. Hund wird abgegeben weil er jault, bellt oder die Einrichtung zertrümmert.

Natürlich tun die Vierbeiner dass weil sie unter schrecklichem Stress stehen und alleine sein, in freier Wildbahn, den sicheren Tod bedeuten würde. Aber wenn erst der Vermieter an die Tür klopft oder die Nachbarn das Ordnungsamt einschalten, ist es meist vorbei mit dem Verständnis für den Hund und seine Verlassensängste.

Soweit wollen wir es gar nicht kommen lassen und Bine macht das prima. Wir sind mittlerweile bei einer halben Stunde warten angekommen, die sie ruhig mit Lena und Banja verbringt.

Nach der Heimkehr werden Pfützen kommentar- und regungslos aufgewischt (ich kann mich ja hier ausheulen *g*) und Schäden begutachtet. Großen Zirkus veranstalten wir nicht, wenn wir „heim“ kommen. Ein „wir sind wieder da“ und gut ist es gewesen. Aber wie gesagt, damit gibt es keine Probleme.

Bines Kiste in der Küche, die ja eigentlich nur ein Notbehelf ist, damit der kleine Hund einen festen Platz zum warten hat, wird immer beliebter.

Heute fand Banja es an der Zeit, endlich mal auszuprobieren, wie es sich darin so liegt. Nun ja, beim ausprobieren ist sie eingeschlafen. Unser Schäfchen....

Jörg hat sich für Bine etwas neues einfallen lassen, weil ihr ja so schrecklich schnell langweilig wird. Er hat einen Behälter mit Regenwasser aufgestellt und darin schwimmen Äpfel. Der ein oder andere wird das noch vom Kindergeburtstag kennen J !

Zu Beginn hat es ewig gedauert bis sie einen Apfel draußen hatte. Doch im Laufe des Nachmittags hat sie eine Taktik entwickelt (den Stiel erwischen) und nun fischt sie Äpfel wie ein Profi. War das ein Spaß.

Heute bin ich mit allen 3 Hunden zusammen spazieren gegangen, was sehr schön war. Einige Felder sind schon abgemäht und Lena hat eifrig Mäuse „vorgestanden“.

Das war Bine zu langweilig. Entweder ist sie auf das Mäuseloch gesprungen, was Lena entsetzlich finden oder sie hat Banja gejagt, die wiederum ihrem Quitschie hinterher rannte. Ich habe die Hunde machen lassen wozu sie Lust hatten und hab nur 2x meinen „Rückzugspfiff“ losgelassen. Das ist ein Pfiff der meinen Hunden nichts anderes sagt als :“ Egal was Du machst, Frauchen befindet sich grade im Eiltempo auf der Flucht, nämlich weg von Dir“. Die großen haben das total verinnerlicht und dieser Pfiff war schon mehr als einmal unsere Lebensversicherung. Sie werfen sich dann herum und kommen angestürmt.

Bine lernt gerade dasselbe. Dafür warte ich auf Momente in denen sie arg abgelenkt ist und sehr weit voraus.

Mir hinterher zu hetzen macht ihr einen riesen Spaß und die Stimmen die aus dem Karlchen kommen sind zum totlachen. Wie ein gefährlicher, tollwütiger Hund der eine ordentliche Dosis aus einem Heliumballon genommen hat.....;) Wie Mickey Mouse.

Abends kam dann Petra zu Besuch. Da war Bine aber schon müde und ein mustergültiger Welpe (klar der Vorführeffekt).

Tja, und eigentlich war das schon der Tag. Klar gab es ein paar Pfützen und morgens hat sie als echte „Haushaltshilfe“ Jörg seine Diensttasche ausgeräumt.

Heute Abend durfte sie dann zum Abschluss Lena die Ohren lecken. Okay, es sah aus, als wenn sie ein Stück Ohr abbeißen wollte, aber da Lena sich nicht gemuckt hat, durfte sie weitermachen.

Banja hat heute zum ersten Mal Bine die Spielsachen abgenommen ohne zu knurren. Sie ist einfach hin und hat sie der Kleinen aus der Schnute gezogen.  Wie ich finde, eine Verbesserung. Sie merkt langsam, dass Bine ihr eh noch nicht das Wasser reichen kann und jede unnötige Energieverschwendung sich bei dem kleinen Hund gar nicht lohnt.

Ach , ich hab noch was vergessen. Ich hab mich ja kringelig gelacht. Jörg hat heute vor mir, die Bine die Treppe runtergetragen. Dabei hat sie wieder alle Welpenzähne gnadenlos in seinen Arm gehauen. Da mein Freund Hundeerziehung aus dem Bauch heraus betreibt, hat er spielerisch ihr Ohr in den Mund genommen (lecker) und drauf gekaut.

0,2 sek. war sie verdutzt (total süß weil ihr dann der Mund offen steht) und dann hat sie ihn volles Brot in den Hals gehackt. Was genau Bine dadurch gelernt hat, weiß ich nicht, aber Jörg macht das NIE wieder....

Morgen gibt es wieder eine spannenden Tag. Ich treffe mich mit einer Arbeitskollegin, die einen 4 Monate alten Irish Setter hat. Da bin ich aber gespannt wie die Bine reagiert. Schließlich spielen Lena und Banja ja nicht wirklich mit ihr und langsam wird es Zeit, dass sie mal wieder richtig tobt und mit anderen Hunden schnäbelt.

Kira, so heißt das Settermädchen ist zwar schon riesen groß und mehr als einen Monat älter, aber ich habe die Zeit beschränkt, also nach einer halben Stunde ist Schluss. Es sei denn die beiden spielen friedlich und lieb, was ich mir heute noch nicht vorstellen kann. Ich bin schon gespannt und werde Fotos machen.

Also bis morgen,

Dagmar

PS: Ihr Schnarchnasen, dass Forum ist eröffnet und lebt von reger Beteiligung !

23.Juli 2003

Oh, ihr Welpen und Junghundebesitzer da draußen, meine Gedanken und mein Mitgefühl sind bei Euch !

Ich bin definitiv zu alt um einen Welpen groß zu ziehen. Ja, so muss es sein. Oder es hat mit meiner gleichzeitigen Berufstätigkeit zu tun.

Ich denke schon über künstliche Blasenausgänge nach (nein, nicht bei mir) da bräuchte ich nur alle paar Stunden den Beutel abklemmen.....

Bine ist ein sauberer Hund ! Oh ja. Heute hat sie eine Hundezeitschrift auseinander gerissen, die Blätter verstreut und drauf gepinkelt.

Braver Hund. Jörg ist ja der festen Ansicht, dass sie die Zeitung vorher gelesen hat (Artikel über Stubenreinheit), Beweise hat er aber keine.

Schließlich gibt es genug Züchter die Hunde extra auf die Zeitung trainieren. Hat unser Holländer gar nicht nötig *seufz*.

Nein, beschäftigen wir uns mit was anderem, ich träume schon von Haufen und Pfützen und ohne Zewa-Tuch sehen meine Hände so leer aus.

Es ist ja nicht so, dass der Hund nicht nach draußen kommt. Beileibe nicht. Sie ist alle 2 Stunden im Garten. Da macht sie brav ihre Geschäfte. Dann trage ich sie hoch und da macht sie dann wieder brav ihre Geschäfte.

Bei Lena hat das mit der Wecker Methode wunderbar funktioniert. Um 24 Uhr das letzte Mal mit dem Hund raus. Dann Wecker auf 4 Uhr. Schlief sie noch, trug ich sie nach draußen und stellte dann den Wecker in der nächsten Woche einige Minuten weiter. Hielt sie nicht durch bis zum Weckerklingeln wurde der einfach wieder, back to Kindergarden, zurück gestellt. In der Rassebeschreibung des Hollandse Herder steht glaube ich „anspruchslos“ oder „genügsam“, so was ähnliches auf alle Fälle. Was soll ich sagen, STIMMT !

Der Hund braucht keinen Rhythmus, weil er selber keinen hat. So ist das. Den einen Tag muss sie morgens um vier Uhr. Heute morgen waren wir 1 Stunde im Garten, haben gespielt und getobt. Alles super. Kam auch eine Pfütze. Die 2. kam dann wieder oben....aber kein Haufen. Ich kann euch sagen, da kriegt man kein Auge mehr zu, weil man jeden Moment aufs Eierlegen wartet.

Madam hat aber fröhlich gespielt und wieder ein bisschen geschlafen und nach Jörgs Aussage das 1. Mal um 9.30 Uhr gekackt.

Ja, wer soll denn da noch mitkommen ??? Dabei füttere ich zu festen Zeiten.

ABER die Natur lässt sich nicht kontrollieren, dazu gehört wohl auch ein Welpendarm.

Genug gejammert. Bei Bine wird jetzt die Goldstromung schön sichtbar. Am besten sieht es aus, wenn sie tagsüber im Garten ist und von der Sonne beschienen wird.

Heute hat Lena sie dass erste Mal zum Spiel aufgefordert. Nicht im Vollkontakt sondern sie hat Bine mit einer Quitschekrake im Maul besucht und die attraktiv hin und her baumeln lassen. Das muss unserer Bine keiner 2x sagen. Sie hing sofort am anderen Ende, hat gezogen und geruckt und dabei Stimmen gemacht wie eine Große.

Lena hat gewedelt und ein bisschen gelacht und einfach nur still dagestanden.

Nach einiger Zeit hat ihr Lena dann die Beute überlassen.

Banja hingegen ist schrecklich genervt (bäh diese Kinder). Bine darf nicht in ihrer Nähe spielen (wobei dass allerdings auch immer bedeutet, dass sie Bisse von der Kleinen kassiert). Überhaupt ist sie sogar noch ein wenig mehr anhänglich mir gegenüber geworden, falls das überhaupt noch geht.

Sie bewacht eifersüchtig alle ihre Spielzeuge und klaut Bine alles weg. Seltsamerweise lässt sie sie dann wieder mit aus ihrem Topf fressen.

Versteh einer die Welt.

Mimi, die Katze hat heute den Aufstand geprobt. Nachdem sie sich nun vermehrt auf dem Dachboden aufhält, da kommt Bine nicht hin, wanderte sie heute durch die Wohnung um sich letztendlich in Bines Korb niederzulassen. Ätsch.

Das ist die Rache dafür, dass Bine immer den Katzenkorb vom Sessel zieht (natürlich nur dann wenn keine Mimi drin sitzt). Ich lege diesen Katzenkorb bestimmt 200x am Tag wieder auf den Sessel.....warum eigentlich J ? Den Wäschekorb mit der Bügelwäsche auf dem Foto bitte ignorieren, ich tu’ das ja auch.

Heute haben wir im Garten geclickert. Ich habe Bines Halsband in die Hand genommen (keine Sorge sie wird am Brustgeschirr geführt. Da sie aber noch keinen Schritt an der Leine tun musste, trägt sie derzeit nur ein Leuchthalsband) und jede Annäherung ans Halsband geclickert. Uuuii, staunende Augen und nachdenklich gerunzelte Stirn bei unserem Gouda. Erste Übung war das berühren des Bandes. Toll fand ich, dass sie kein einziges Mal hineingebissen hat, dass erleichtert die Sache. Ziel ist, dass Bine den Kopf durch das Halsband steckt und somit das umlegen zum Kinderspiel wird. Dafür habe ich das Band besonders groß gestellt, so dass sie locker mit dem Kopf hinein kann.

Soweit sind wir allerdings noch nicht, wir haben ja auch grade erst begonnen.

Aber immerhin steckt sie die Schnauze schon „durch“ den Kreis. Nach ca. 2 min. war Schluss. Seit diesem Moment hat sie ihr Halsband gaaaannnzzz lieb und trägt es ,wie einen goldenen Löffel, durch die Gegend !

Heute gegen Abend haben wir wieder eine getrennte Ausfahrt mit den Hunden gemacht. Diesmal kamen Banja und Lena mit mir (hab ich drauf bestanden) und Bine fuhr mit Jörg. Meinen Beiden tat es gut, dem Alltagstrott mit Welpen zu entfliehen. Wir haben unterwegs „alte“ Sachen geübt und Beide waren mit Feuereifer bei der Arbeit. 

Lena lief auf das Signal „guck mal“, wirklich grinsend neben mir her (sie zieht dann immer die Lefzen ganz hoch und wedelt) und hielt ewig lange Blickkontakt. Aber einen freundlichen, entspannten und sehr angenehmen Blickkontakt für uns Beide.

Banja hat heute prachtvoll „Platz“ und „Down“ auch auf weiteste Entfernung via Handzeichen gemacht. Das war sonst immer unser Zitterstück, weil für Banja „platz“ machen irgendwie bedeutet, ganz dicht vor mir liegen. Nachdem ich aufgehört habe es zu üben, klappt es plötzlich von ganz alleine.

Das zeigt wie wichtig auch Clickerpausen sind. Es vergehen manchmal Wochen, in denen ich einfach keine Zeit oder Ruhe finde um die Hunde zu beschäftigen. Fangen wir dann aber wieder an, hat sich das geübte gesetzt und die Hunde sind mit Feuereifer bei der Sache.

Drängen tut uns zum Glück ja nie jemand, da wir weder hundesportlich noch prüfungsmäßig ambitioniert sind. Das heißt aber nicht, dass wir es nicht könnten.

So, ich geh dann mal wieder nach unten in die Höhle des Löwen (höre gerade wie Bine die Sofakissen fertig macht – neues Hobby -).

Heute werde ich noch zum Hundestern Sirius beten, dass über Nacht nicht nur wieder die Beine von Bine wachsen sondern zur Abwechslung auch mal die Blase.

Amen.

Bis die Tage

Dagmar

22.Juli 2003

So, da sind wir wieder. Durch den Tag der offenen Tür ein wenig im Rückstand, aber wir arbeiten ja daran.

Neues von Bine gefällig ?

Dieser Hund wächst und wächst und wächst. Dabei soll doch gerade die Rohfütterung verhindern, dass der Welpe zu schnell groß wird und Probleme mit den Knochen und Sehen und Muskeln bekommt J !

Ich schicke als Beweis 2 Fotos von Karl in der Kiste mit. Es liegt genau 1 Woche dazwischen.

Ich schwöre, als ich heute von der Arbeit kam, war sie größer als heute morgen als ich das Haus verlassen habe.

DOCH WIRKLICH !!!!

Ich geh jetzt einfach nicht mehr arbeiten, ehrlich, ich verpasse sonst zuviel....

Aber dieser Hund hat einfach immer Hunger. Immer. Absolut zu jeder Tages- und Nachtzeit.

Momentan liegen wir bei 4 Mahlzeiten am Tag. Die ersten beiden sind Milchmahlzeiten mit Flocken, Obst oder Gemüse. Die mampft sie weg wie nix.

Am Nachmittag und Abend gibt es eine reine Fleischmahlzeit mit Zusätzen und eine Fleisch/Knochenmahlzeit.

Als ich vorhin nach Hause kam, hab ich erst mal den Hunden das Futter fertig gemacht. Es gab Lamm und Knoblauch und einen Schuss Öl und geriebene Gurke.

Nicht lachen, aber das hat so lecker gerochen, wie Zaziki, dass ich mich kaum beherrschen konnte. Alleine das rohe Lamm hat mich abgehalten *schmacht*.

Bine macht riesige Fortschritte. Damit mein ich nicht nur das Wachstum, sondern eben auch unsere Clickereinheiten.

Wir haben bisher kaum feste Zeiten an denen wir clickern, sondern sie bekommt im ganz normalen Tagesablauf ihre „clicks“ für ganz verschiedenen Dinge.

Was sie aus dem FF kann, ist das „sitz“. Immer und überall. Sitzt bombig und macht Eindruck ! Heute war sie ganz schlau. Wir sind alleine (also nur sie und ich) mit dem Auto in die Feldmark gefahren.

Beim Autofahren clickere ich das ruhige Liegen auf ihrem Platz. Kein Problem für Super-Bine. Da hat sie allerdings spitz gekriegt, dass ich gute Leckerchen dabei habe. Dann sind wir ausgestiegen und losgegangen.

Einmal läuft sie zur Kontrolle immer zum Kofferraum, ob die Großen nicht dabei sind.  Wenn sie sich mit eigenen Augen überzeugt hat, spazieren wir gemütlich los.

Da fiel ihr dann auch wieder ein, dass ich ja LECKERCHEN dabei hab. Nun ist ihr Repertoire noch nicht so groß dass sie viele Dinge anbieten könnte. Was macht meine Rakete ?

Rennt 10m voraus. Dreht sich um und erwartet mich im „sitz“.  Bravo. Dafür hat es einfach einen click gegeben, allerdings danach nicht mehr.

Dann ging sie minutenlang hinter mir. Nicht vor Erschöpfung oder Müdigkeit sonder mit hellwach aufgestellten Ohren und aufmerksamen Blickes.

Kein Click. Mist was nun.

Ich wechselte auf dem Weg die Spur und Bine folgte, aber immer noch hintendran. Kein Click (ich finde Hunde die hinterherlaufen äußerst lästig, weil man nicht sieht was sie machen).

Dann endlich kam sie an meine Seite (links) und click und Jackpot. Was haben wir uns gefreut, gut dass keiner in der Nähe war. War nämlich eine korrekte Fußposition und so was sollte man ruhig einfangen wenn es sich anbietet.

Okay, wenn Bine sich doll freut bedeutet das für mich.......autsch. Aber ich hab lässig drüber weggesehen. Auf diesem Spaziergang der eh nur 5 min. dauerte hat sie dann noch mehrere clicks für die korrekte Position bekommen. Sowohl an meiner linken als auch an meiner rechten Seite. Das schöne Hochsehen, war dann sogar noch ein Gratisgeschenk.

Zuhause angekommen muss dann auch mal die arme Katze gefüttert werden. Dafür gehen ich die steile Wendeltreppe hinauf, die für die Hunde verboten ist. Bine hat zwischenzeitlich gelernt, unten am Fuß der Treppe (okay, eine Stufe darf man betreten) LEISE zu warten. Das klappt ganz super toll ! In der Zwischenzeit kann ich mich hier oben auch länger aufhalten und unten ist es Mucksmäuschen still. Bine hat gelernt, bei dem Frauchen weiß man nie, manchmal erscheint die wie der heilige Geist oben an der Treppe und schmeißt Leckerchen runter. Das will man ja auf keinen Fall verpassen. Logisch dass Banja als verfressene Raupe mit von der Partie ist.  Nur Lena ist das wieder viel zu albern....so ein Aufstand für ein paar Leckerchen....pah !

Trotz dieser Fortschritte haben wir natürlich täglich auch noch grosse Freude an der Monsterphase. Ja, es ist nur eine Phase aber sie dauert inzwischen zwischen 2 und 4 Stunden. Aaaaaannnnstrengend ! Die gutgemeinten Ratschläge von wegen kleine Kinder wären auch nicht leicht, sind bestimm lieb gemeint aber irgendwie passt das nicht.  Gut, ich meine ich hab keine Kinder, aber verbeißen sich Kleinkinder wirklich im Schritt ihres Vaters ? Verschleppen sie Schuhe so dass man sie NIE wieder findet ? Spielen sie mit Töpfen in denen noch Pflanzen baumeln oder gar Essen liegt ? Sammeln sie jeden Fuchs-Schiß ein den sie finden ? Beißen sie ihre Geschwister in Hals, Nase, Ohren, Füße, Beine, Bauch ? Fallen sie ihre Mutter an und baumeln am Oberschenkel, Po oder Busen ???

Wenn Sie jetzt mehr als 3 Fragen mit „ja“ beantwortet haben....ich kenn da eine ziemlich fähige Kinderpsychologin J !

Ich beschwer mich ja nicht wirklich, aber ist es wirklich klug von Mutter Natur diese Monsterphasen morgens um 5 Uhr stattfinden zu lassen ? Vor 7 Uhr bin ich eigentlich nicht ansprechbar, momentan allerdings sogar regelrecht verquasselt,  weil ich schon dutzendfach Zuhause gesagt habe:

AAAHHHHHHHHHHRRRRGGGGG

BINE

AUA

LASS DIE KATZE

AUA

FERKEL

AUA

WAS SOLL DENN DAS

AUA

HÖRST DU WOHL AUF

AUA

LASS DIE LENA

AUA

NEIN, NICHT DEN BH.....GIB DEN SOFORT....B I N E

D A S KANN MAN NICHT ESSEN

AUA

LASS DIE BANJA

Und kurz bevor ich gehe.....

 ....komm mal her süßes Karlchen, wo ist denn meine Kleine, meine Püppi, süße Schnecke, heißer Feger, bist doch schon meine Große, du kleines Osterhäschen, mein Streifenferkel.....

 AUA !

 Bis die Tage

Dagmar

19.Juli 2003

Herrje, was für eine Hitze. Jeden Tag denke ich, wir haben nun bald den Höchststand des Erträglichen erreicht, dann klettert die  Temperatur doch noch ein paar Grad. Von gefühlten Werten brauchen wir gar nicht so sprechen.

So lagen die Hunde dann auch die meiste Zeit einfach nur herum. Wer kann es ihnen verdenken, schließlich haben sie ja ihre Wintermäntel an.

Während ich noch die letzten Vorbereitungen für den morgigen „Tag der offenen Tür“ erledigte, hat Jörg die Zeit genutzt um den Garten ausbruchsicher zu machen. Zwischenzeitlich mag Bine nämlich am liebsten dort sein, wo ich bin....und ich bin nicht immer im Garten. Erst hatte ich Bedenken, dass sich Lena furchtbar eingeschlossen vorkommt. Sie ist es gewohnt sich frei im Garten und auf dem Hof zu bewegen (der Hof führt direkt zur Straße ohne Tor). Aber erstaunlicherweise ist genau der gegenteilige Effekt eingetreten. Lena als Chefin ist ja auch unser Sicherheitspersonal, d.h. sie achtet streng darauf wer kommt und meldet zuverlässig. Daher kann sie nie ganz abschalten. Nachdem sie das Provisorium begutachtet hat (das geschmiedete Tor kommt nächste Woche), fiel sie auf die Seite und schnarchte.

Da sieht man mal wieder, dass sich Hunde oft Stress machen, den sie womöglich lieber nicht hätten.

Auch Bine war in der Hitze ziemlich schlapp. Sie lag die meiste Zeit im Schatten, spielte halbherzig mit ihrem Handfeger und war sehr verschmust. Ich hab das gnadenlos ausgekostet. J

Nur nach den Fütterungen (die Hunde haben trotz der Hitze einen bären Hunger) drehte unsere Kleine für eine halbe Stunde richtig auf. Da war dann auch wieder Tunnel rollen angesagt. Dass auf der anderen Seite der Wassernapf stand, in dem sie Sekunden später mit dem Kopf voran landete, fand sie nicht tragisch, war wohl eine willkommene Abwechslung.

So gegen 19.30 Uhr sind wir dann alle aufgebrochen nach Willershausen. Jörg hat in dieser Woche noch schnell eine neue Wippe gebaut und zu erledigen und zu besprechen gab es auch noch einiges. Natürlich stand gerade die Wippe (und die ist wirklich nicht niedrig) als Bine sich schon an den Aufstieg machte. Ich habe es aus den Augenwinkeln gesehen und bin sofort hingestürmt um die Mitte zuhalten, damit sie nicht auf die andere Seite kracht. Ein unerschrockenes kleines Mädchen haben wir da !

Der Clou ist, finde ich, dass Gisela (Grundstückseigentümerin) einen Hunde Pool aufgebaut hat. Auf dem Foto sieht man es nicht so genau (es dämmerte schon), aber der ist gar nicht mal klein. So ist morgen für die Besuchshunde auch eine Erfrischung vor Ort.

Ich hoffe ich finde morgen die Zeit, viele Fotos zu schießen, es soll ja wieder Hammer heiß werden L !

Heute war Lena zum ersten Mal mit in Willershausen. Normalerweise legt sie keinen Wert auf Ausflüge dieser Art. Da aber Zuhause niemand war zum aufpassen, steckte ich alle Hunde ins Auto.

Dort angekommen und nach der vorsichtigen Begrüßung mit Leni (weiße Schäferhündin) war ich von meiner Großen wieder total begeistert.

Leni ist selber noch ein halbes Baby (also grade über ein Jahr alt) und trotzdem sehr vorsichtig mit Bine. Das funktioniert aber nicht immer, denn ein 10 Wochen alter Welpe hat nicht viel entgegen zu setzen.

Bine, Leni und Banja haben dann herumgetobt (Lena ist für so einen Unfug viel zu wichtig) und Bine quietschte auf. Lena ging zur Kleinen um nachzusehen ob alles in Ordnung ist. Das finde ich schon immer total toll.

Beim 2. quietschen sah Lena dass Leni zu grob war. Sie ging gemäßigten Schrittes zu Leni und wurde auf dem Weg dahin immer langsamer und immer GRÖSSER. Leni stand die Verunsicherung im Gesicht: „meint die MICH ?“. Als Lena angekommen war hat sie weder die Lefze gehoben, noch geknurrt, einfach nur dagestanden und imponiert. Leni hat begriffen und sich sofort hingelegt um zu beschwichtigen.

Bine hat die Chance ergriffen (ihre Beschützerin war ja da) und hat der Leni ordentlich ins Gesicht gebellt. Unsere kleine Ziege J !

Ich fand es mächtig interessant was da ablief, ganz ohne Gekeife, große Gesten oder gar Streiterei. Und ich war mal wieder stolz auf mein altes Mädchen, dass anscheinend Bine jetzt als vollwertiges Familienmitglied ansieht.

Banja hingegen ist es völlig egal ob Bine um Hilfe ruft, Kopfstand macht oder pfeift, Hauptsache sie hält den Schnauzermindestabstand ein.

Banja und Leni hingegen verstehen sich blendend. Sie geben sich dauernd Nasenküssen, liegen dicht beieinander und spielen gemeinsame Rennspiele.

So, jetzt werde ich noch mal (wahrscheinlich vergeblich) versuchen etwas Luft in unsere Dachwohnung zu bekommen und dann in die Kiste fallen.

Apropros Schlaf. Bine hat heute morgen bis 6.12 Uhr geschlafen (herrlich), kurz ihre Geschäfte erledigt (im Garten), ein erstes Frühstück eingenommen und dann noch mal bis 9.15 weiter gepennt.

 Morgen Abend bin ich wahrscheinlich zu erledigt zum schreiben, aber ich hole das natürlich am Montagabend (ich muss wieder zur Arbeit *schluchz*) nach.

Mit hoffentlich ganz vielen Fotos....

Bis die Tage

Dagmar
18.Juli 2003

Heute war es mal nicht so schlimm früh aufzustehen, weil wir einen Tierarzttermin in Northeim hatten. Lena hat in den letzten Wochen arge Probleme mit dem Fell (abgebrochene Haare und Rotstich samt Schuppen).

Bine durfte mit, weil es

a)     was zu lernen gibt

b)    sich der kleine Hund dauernd kratzt und ich definitiv keine Flöhe gefunden habe.

Also brachen wir gegen 7.30 Uhr auf und waren um 8.00 in Northeim. Auf dem Vorplatz haben wir die Hunde noch einmal laufen lassen und Bine hat ein Mega-Ei auf den Rasen gelegt. Also schnell weggekuckt und mit dem Finger auf die anderen Leute mit Dobermann gezeigt, hihi.

Der Termin für Lena war recht langwierig und ziemlich anstrengend. Durchschlagende Ergebnisse bzw. Neuigkeiten waren auch nicht wirklich drin. Doch wir wollen nicht undankbar sein, die Maus hat gerade ganz gute Blutwerte und zur Abwechslung mal keine Entzündung im Körper, dass ist immerhin schon etwas.

Jörg ist dann mit Lena nach draußen, weil sie doch sehr aufgeregt war und es war so heiß, dass ich mir Sorgen um ihr angegriffenes Herz gemacht habe.

Bine wurde auf den Tisch gesetzt und erst mal vom gesamten Personal bestaunt.

Was das denn für eine sei.........Hyäne oder Schakal......HAR HAR....war für uns nicht neu. Nachdem ich eine kurze viertelstündige Einführung in die Rasse des Holländers gegeben hatte (ich hätte noch länger frei und am Stück sprechen können *g*) war Bine für alle nur noch: Der kleine Gouda !

Lange Rede kurzer Sinn, wir haben mit Bine nicht nur EIN hervorragendes Haustier erworben sondern ganz viele J.

Also doch Flöhe...........buäh !

Während der Hund davon nicht stirbt, wusste ich sofort was das bedeutet:

Waschmaschine im Dauerdurchgang

Saugen

Putzen

Neu beziehen bis es einem zu den Ohren heraus kommt.

Na ja, ich muss wohl nicht extra ausführen was ich heute den ganzen Tag gemacht habe.

Der kleine Gouda wurde dann eingesprayt. Okay, nicht optimal für einen Welpen, ist schon eine Chemiekeule, aber Flöhe....da hört der Spaß auf. Und heute Nachmittag hat dann endlich nix mehr gejuckt.

Wieder Zuhause angekommen, sind wir in den Garten und es zeigte sich, dass Bine ein ausgezeichnetes Gedächtnis hat. Gestern gab es riesige Gelenksknochen für die Hunde. Weil sie die mehrere Tage kauen, habe ich sie abends im Schuppen in Sicherheit gebracht. Heute Mittag ist sie dann gezielt sofort zum Schuppen gelaufen und hat vor der Tür gejammert. Da erst sind mir die Knochen wieder eingefallen.

Heute Morgen ganz in der Frühe hat Bine sich schon als prima Haushaltshilfe herausgestellt. Ich war unter der Dusche und hatte vergessen den Wecker auszustellen, als er anfing zu piepen.  Gerade in dem Moment in dem ich einshamponiert war und keinesfalls zum Wecker gehen konnte. So nach 2 min. war Ruhe und ich dachte „aha, endlich höre ich mal wie lange der Wecker klingelt bevor er von alleine ausgeht“.

Bei meiner Schrubb-Aktion heute Nachmittag, fand ich dann den Wecker unter einer Decke......

Also lieber Chef, sollte ich zukünftig verschlafen, ist das wirklich nicht meine Schuld.

Der Nachmittag war, bis auf kurze Nickerchen, vom ausgiebigen Spielen mit Jörg geprägt. Erst mimte Bine den Hasen und Jörg rannte hinterher, dann drehte sie den Spieß um und jagte den quickenden (das sollte ich auf keinen Fall schreiben) Jörg um die Obstbäume. Bine hat dabei Stimmen gemacht, dass man ohne hinzusehen meinte, Jörg würde von einem Rudel wilder Wölfe gehetzt. J

Als ich vom Putzen geschafft in den Garten kam und mich ins Gras setzte, startete unser Karlchen gleich wieder eine Attacke auf mich. ABER die gestrigen Auszeiten (vor die Tür setzen wenn es zu wild wird) haben erste Erfolge eingebracht. Ich jaulte laut „ A U A“ und das nicht mal gespielt, weil es einfach Hölle weh tut, wenn einem jemand mit einem Mund voller nadelspitzer Zähne in den großen Zeh beißt. Bine ließ sofort los, schaute mich an als wäre ich eine total verweichlichte Tante und rannte los um den Teddy zu holen. Was hab ich mich gefreut !!!!!!

Mit dem Teddy haben wir dann eine wilde Rauferei veranstaltet und man konnte während des ganzen restlichen Tages beobachten, dass sie Anstalten macht, sich auf mich zu stürzen, dann kurz überlegt und ein Spielzeug bringt. Super gut !

Geclickert habe ich heute weiterhin das „sitz“, auch in der Tierarztpraxis. Ging sehr gut und alle Leute sind immer total erstaunt, dass ein 10 Wochen alter Welpe schon was lernen kann. Pah.

Nachmittags haben wir dann noch ein wenig am Signal „platz“ geübt.

Zur Beziehung zwischen den Hunden:

Es ist total rührend wie lieb und geduldig Lena zu Bine ist. Selbst wenn sie ein wirklich gutes Futter oder einen Knochen hat, darf Bine mit der Nase bis an den Gegenstand der Begierde vordringen. Oftmals überlässt sie der Kleinen auch vorzeitig ihr Fressen. Bei Lena hatte ich eigentlich mit viel größeren Schwierigkeiten gerechnet, dabei weiß ich doch, was ich für einen tollen Hund habe (ich Dummerjahn). Banja leidet momentan (nicht still sondern laut) vor sich hin, seit sie nicht mehr der Nabel der Welt ist. Ich versuche soviel Zeit wie möglich mit ihr zu verbringen, es gelingt nicht immer L.

Abends wenn Ruhe einkehrt, kommen sich Bine und Lena nun langsam näher. Die Kleine robbt nach und nach immer dichter an Lena heran, bis sie zwischen ihren Vorderbeinen liegt. Von dort beginnt sie dann erst Lenas Lefzen zu lecken, die Augen und schließlich die Ohren. Ohren lecken ist für Lena das GRÖSSTE !

Sie fängt dann an zu schielen und sieht aus wie Clarence der schielende Löwe aus Daktari. Diese Dienstleistung von Bine bringt ihr bei Lena dicke Pluspunkte ein, sobald die Lütte tagsüber quiekt ist Lena sofort zur Stelle und schaut nach, was denn fehlt und ob alles in Ordnung ist. Bine orientiert sich ausschließlich an Lena und nimmt Banja überhaupt nicht für voll.

Heute morgen wollte ich der Natur mal wieder ins Handwerk pfuschen. Banja lag links neben mir und Bine saß auf meinem Schoß und schnüffelte an Banjas Kopf herum. Da habe ich Banjas Ohr hochgehoben, weil ich dachte (ja, ja ich weiß das Denken sollte ich Anderen überlassen) Bine leckt vielleicht auch dem Schnauzi die Ohren. Tja. Sie hat herzhaft rein gebissen...

Dann müssen wir halt noch ein wenig warten. Wenn Bine erst mal groß genug ist um wilde Rennspiele mitzumachen, wird Banja schon Gefallen an ihr finden.

Anbei gibt es heute Fotos von meinen Latschen, die einen weiteren Tag überlebt haben. Sollte zufällig ein Birkenstock Vertreter mitlesen, ich habe im August Geburtstag und ich brauche die Gr. 41. Blau wäre schön J !

So, ich überarbeite jetzt noch mal die grammatisch total versauten Texte von Lena, Banja und Bine *räusper*. Musste halt schnell gehen mit der HP.........

Bis die Tage

Dagmar

PS: Bine war heute auf der Waage. Am 9. Juli ist sie mit 5.2 kg eingezogen. Heute zeigte die Waage 6.7 kg. Treppen steigen wird also immer schwerer mit Gouda !

17.Juli 2003

Zusammenfassung 16. und 17. Juli 2003

Ja, da bin ich wieder !

Darf ich mich vorstellen ? Mein Name ist Dagmar. Dagmar Schlaflos und ich hab die Lizenz zum Pippi wegwischen.....*gähn*

Jetzt will ich aber mal von der gestrigen Hundetaufe berichten. Glücklicherweise musste ich Bine nicht in die Regentonne werfen, dass hat sie schon selbst besorgt. Na ja, das Wetter war zum baden und es war auch nicht die Regentonne sondern der Wassernapf. Momentan findet sie es schick mit den Vorderfüssen im Wasser zu planschen, okay, ich gebe zu ich hatte noch keine Zeit ein Planschbecken zu besorgen. Bei eben diesem Planschen hat sie mit der Pfote auf den Rand gedrückt, sich die Schüssel vor den Kopf gehauen und war zumindest im Gesicht „getauft“.

Auf den Namen >Bine-Karl< !

Es kamen nette Leute und genauso viele nette Leute kamen nicht, wegen dem Wetter, der Fahrt, dem Mittwoch undundund....aber, wir geben nicht auf, die Geschenke kriegen wir trotzdem noch J !

Ja, Geschenke gab’s dann auch für Bine. Quietschies und alles was das Herz begehrt inkl. einem eigenen Handfeger. Es war zumindest soviel, dass Banja nicht alles einkassieren konnte und für Bine immer noch was übrig blieb. Heute habe ich aber erkennen müssen, dass meine Latschen als Spielzeug nicht zu toppen sind. Die Frage ist nur wie lange die das noch mitmachen. Manchmal schaffe ich es schon, meine Füße vorher in Sicherheit zu bringen *gg*.

Da Gisela ihren Hund Leni mitgebracht hat, ist Bine schätzungsweise 300 Mal um den Tisch gallopiert. Kurzzeitig hatten wir dadurch die Hoffnung auf eine lange, störungsfreie Nacht *seufz*

Die letzten Gäste kamen nach 21 Uhr, hatten ein Geschenk dabei und waren somit willkommen J ! Gegen halb elf, sind wir dann aber endgültig rein und Klein-Bine war todmüde. Leider nur bis 3 Uhr, dann drückte die Blase und Jörg war wieder am drannsten.

Um 6 Uhr noch mal eine Runde und endlich die 1. Mahlzeit. Wenn ich ehrlich bin, haben wir das mit dem Gekläffe wenn es Futter geben soll, dem Anschein nach doch noch nicht im Griff, aber wir arbeiten daran.

Heute morgen nun, hat Bine es geschafft. Zum ersten Mal im Bett ! Jawohl und sofort gab die Nervensäge Ruhe und schlief tief und fest und total knuffig.

Der Vormittag ist ähnlich verlaufen wie die vorangegangenen. Auf Schritt und Tritt hat man einen kleinen Holländer an der Seite. Ich habe dann erst mal die Kühltruhe mit Hundefutter aufgefüllt, weil nicht zu unterschätzen ist, was 3 Hunde so wegmampfen.

Nachmittags habe ich dann alle vor die Tür gesetzt, sowohl Jörg als auch vierbeinigen Nervensägen, weil endlich mal wieder eine Grundreinigung angesagt war. Und das bei der Hitze L.

Leider gestaltete sich das Ganze etwas schwierig, weil Bine zwischenzeitlich erkannt hat, dass ich nicht nur Futtermeister, Lieblings-Sparingspartner sondern auch die Tante mit dem Clicker bin und doch ziemlich cool. Zumindest ist in meiner Nähe was los. Jörg hingegen hat gemerkt, dass seine Anwesenheit im Garten mit den Grossen samt Oma Minna nicht ausreicht um einen arbeitstriebigen Holländer adäquat zu beschäftigen. Nachdem die junge Dame mehrfach alleine auf den Hof lief und den Treppenaufstieg begann, während Jörg sie suchte, hab ich dann Abwechslung VERORDNET.

Als ich staubsaugend aus dem Fenster sah, bin ich fast umgefallen vor lachen.

Jörg der sich durch den <für Welpen gedachten> Tunnel quetscht, mit einer Bine die mit will aber keinen Platz mehr hat und einer Lena, die ihren Jörg am Tunnelende mit Begeisterung empfängt. Das war ganz nach Bines Geschmack.

Weitere Leibesertüchtigungen waren dann z.B.:

  • Bine hängt sich mit ihren Vorderbeinen (die in einer Woche bestimmt 5 cm gewachsen sind, die Hinterbeine natürlich auch, wie sähe das sonst aus ?) ÜBER den Tunnel und Jörg dreht ihn langsam weiter so, dass sie unbeschadet auf der anderen Seite wieder auf allen Vieren landet.
  • Bine und Jörg buddeln im Wassernapf
  • Bine findet eine total vertrocknete, alte Maus und Jörg muss sie ihr abjagen
  • Jörg muss sich anstrengen Bine davon zu überzeugen warum man NICHT die Sonneblumen ausgräbt
  • Nicht die Oma anfällt
  • Nicht die Lena an der Rute zieht wenn sie vorne einen Knochen frisst
  • Nicht die aufgesammelten Äpfel wieder im Garten verteilt
  • Nicht den Fußball frisst usw.

 Die Erleichterung war auf allen Seiten groß, als ich fertig war mit Wohnungsputz und mit Futternäpfen in den Garten kam J.

 Bei mir hat sie dann ganz lieb geschlafen, hihi !

Allerdings nicht lange. Wir sind so gehen 19 Uhr rein, weil es Zeit war für eine weitere Fütterung und nach dem Fressen beginnt bekanntlich wieder die Monsterphase. Mimi hat heute wirklich arg leiden müssen und als Bine erkannte, dass sie definitiv nicht an die Katze kommt, wenn die ganz oben auf dem Sessel sitzt, hat sie ihren Frust an meinen Füssen und Händen ausgelassen.

Allerdings nicht lange, denn sie hat heute eine wirklich wichtige Aktion gelernt. Wer den Stress bzw. das Spiel übertreibt, der fliegt. Nicht hoch, sondern raus. Also Klein-Bine gegriffen (okay, dabei noch ein paar üble Bisse ins Ohrläppchen kassiert, aber ich wollte schon immer mehrere Ohrlöcher, allerdings nicht soweit oben) und vor die Stubentür gesetzt. Tür zu und Ruhe war.

Nach 1 Minute durfte sie wieder rein. Dummes Gesicht (sie nicht ICH) und die Begrüßungsfreude war riesig und Bine ganz lieb. Ca. 30 Sekunden lang.

Dann gab es den nächsten Ausflug vor die Tür mit einer Menge Protestgezeter von ihrer Seite. Das Ganze haben wir so 5x exerziert und dann haben wir plötzlich super toll mit dem vorhandenen Spielzeug gespielt (nein, nicht meine Hände und Füße).

Tja, so hätte der Tag enden können, aber dann hat es >gedonnert<. Uii, wie furchtbar angsteinflößend. Sie hat schnell wieder geschaut wie Lena und Banja reagieren, die glücklicherweise überhaupt keine Angst vor Gewitter haben. Ich habe völlig ungerührt vor mich hingegähnt und sinnloses Zeug gebrabbelt und trotzdem schwankte sie zwischen Verunsicherung und Angst bei jedem neuen Knall. Das Gewitter war jedoch nur leicht und dauerte auch nicht lange genug um Bines Angst zu verstärken. Ich hoffe, sie merkt auch beim nächsten Mal, dass alle außer ihr ganz gelassen sind.

Apropros Gelassenheit. Wir züchten ja Hauskaninchen (Riesenschecken und Thüringer) für den Eigenbedarf. Lena hat die leider kennen gelernt als sie schon 9 Monate alt war, viel zu spät, sie hat sie nicht dran gewöhnt und findet die Hasen einfach nur lecker (besonders in Weißweinsoße). Aber auch frisch und putzmunter schreckt sie vor einer Hinrichtung nicht zurück.

Banja sind andere Tiere grundsätzlich egal, solange die Tiere nicht wegfliegen. Bei Geflatter wird die Schnauzerin albern. Bei Bine wollten wir es nun besser machen und haben sie gleich am Tag nach ihrer Ankunft mit zum Füttern in den Stall genommen. Keine Reaktion. Erleichterung auf allen Seiten.

Einen Tag ausgesetzt und am 3. Tag unser Karlchen wieder mit in den Stall  genommen (ohne die Grossen), was soll ich sagen, Riesentheater. Ich hab noch nie einen so giftigen kleinen Hund gesehen J.

Mit ihren Fledermausohren, dem dunklen Gesicht und den schneeweißen, nadelspitzen Zähnen sieht sie aus wie Graf Zahl. Sie war wirklich richtig wütend und schnappte mit der Schnauze durch die Gitterstäbe. Zum Glück sitzt da unser alter Rammler „Prickel“ der genauso groß ist wie Bine und bei uns sein Gnadenbrot bekommt. Den schreckt wirklich nichts und wir nennen ihn immer scherzhaft unseren 4. Hund. Er ist total unerschrocken und außerdem mit den spitzen Krallen an den Vorderfüßen ganz gut bewaffnet. Er hat zwar keinen Gebrauch davon gemacht (warum Energie verschwenden wenn doch das Gitter dazwischen ist?) aber Bine war doch erstaunlich heftig. Prickel ist jedoch keinen Meter zurück gewichen und somit war schon mal klar, dass sie mit diesem Theater keinen Eindruck schindet. Ab morgen werde ich beginnen, Bine im Hasenstall mit Leckereien zu füttern. Der Aufenthalt dort, soll künftig für ein paar besonders gute Happen stehen. Und verfressen ist sie wie keine Zweite J.

So, nun rüsten wir uns mal für das anstehende Fußbad (och nö, ich will nicht schon wieder das Eichenrindenextrakt om Spiegel, den Fliesen, der Badewanne und vom Boden aufwischen) und eine weitere Garten-Pippi-Runde.

Ach und bevor ich es vergessen, Bine hat heute KEINEN EINZIGEN Haufen in die Wohnung gesetzt, aber 7x reingepieselt. Ich glaube den Rekord können wir morgen unterbieten J.

Bis die Tage,

Dagmar 

15.Juli 2003

Puuuh, heute war ein anstrengender Tag. Das lag zum einen an der Hitze, zum anderen daran, dass ich heute mit Bine und Banja nach Willershausen zu unserem „Platz“ gefahren bin, weil wir einen Pressetermin hatten. Jawohl, wir werden berühmt oder zumindest berüchtigt.

Keiner der Hunde hat den Reporter der örtlichen Presse gefressen, war ich stolz J ! Jetzt kommt hoffentlich ein ganz netter Artikel über unseren Tag der offenen Tür in die Zeitung !

Als der Herr weg war haben wir die Hunde noch ein bisschen geclickert und dabei ein paar Fotos geschossen. Bine hatte gar keine Angst vor Leni (dem weißen Schäferhundmädchen) sie hat sich aber auch mustergültig verhalten.

Gisela hat dann vorgeführt, was sie für die nächste Dogdancing Stunde schon geübt hat und ich muss sagen, BRAVO !!!

Die Fahrt nach Hause hat Bine dann verschlafen, Gott sei Dank hab ich eine Klimaanlage. Zuhause angekommen, sind wir alle gemeinsam ins Koma gefallen.

Obwohl Bine in der letzten Nacht 5 (!) Stunden durchgeschlafen hat. Der Witz an der Geschichte ist, dass WIR wach lagen und uns fragten, wann sie aufwacht um zu müssen......blöd oder ?

Nach der Siesta, habe ich mir Bines Fuß noch mal angesehen. Eigentlich (Achtung Unwort) war es dort wo die Kralle vom TA entfernt wurde, schön verschorft. Aber irgendwas hat mich bewogen, nachmittags doch mal unseren TA aufzusuchen. Ich dachte es schadet ja nicht, den neuen Hund vorzustellen und mal abchecken zu lassen warum sie sich doch häufig kratzt (Flöhe sind’s nicht, da hab ich sie schon eingehend untersucht). Also eine Pippirunde durch den Garten und wieder ins Auto, was diesmal auch mit Gemaule kommentiert wurde. Ich konnte es ihr gar nicht verdenken.

Gut dass ich das gemacht habe, unter dem Schorf saß nämlich doch Eiter. Der TA hat alles abgepullt unter lauten Protestgeschrei und ich hätte ihm am liebsten auf die Finger gehauen....aber was sein muss, muss sein L.

Dann gab es ein desinfizierendes Fußbad, was wir wieder klasse fanden, war schön kalt (na ja, ich hab keins bekommen, aber mich mit Bine mitgefreut. Obwohl ich es hätte gebrauchen können *g*) und abschließend ein Wundspray drauf. Fieber hat sie zum Glück nicht. Aber es ist unklar ob da jetzt wieder eine Kralle rauswächst, zu sehen ist vom Nagelbett nix. Uns ist das wurscht, Hauptsache die Lütte ist gesund und munter !

Tja, dann kamen wir dem Gekratze auf den Grund. Volle Analdrüsen sag ich nur und der Profi weiß, was das für ein Geschrei zur Folge hatte.........

DIE ARME BINE. Moment, dann hat der TA eine Paste ausgepackt (erwähnte ich schon den enormen Appetit von Bine ?) und die Welt war wieder in Ordnung. Sie hat sich praktisch an der Tube festgesaugt (kennt man ja noch von Mamas Milchbar) und geschlürft. Wir haben es ihr alle gegönnt J !

Nach dem TA Besuch wieder Zuhause angekommen, ist sie nach dem Fressen sofort eingeschlafen. Als sie aufwachte war sie ganz die Alte, ein MONSTER !!!

Täglich gibt es nun ein Fußbad und anschließend ein Wundspray und dann bin ich guter Dinge, dass der olle Fuß bald gar nicht mehr weh tut. Das häufige Kratzen hat heute Nachmittag schon deutlich nachgelassen.

Da wir ja heute Morgen schon geclickert hatten (man siehe das Bild auf dem sie sogar auf einem Steg „sitz“ macht) stand heute nur das Üben vom alleine bleiben auf dem Programm. Ich wartete also bis sie schläfrig wurde, schlich mich mit den Großen hinaus, wartete eine kurze Weile und raste die Treppe wieder rauf.

Es war alles leise..........und kein Wunder.....unser Karlchen in der Kiste (so nennen wir sie immer weil man nur die Ohren sieht) war fest eingepooft und hat gar nicht gemerkt was wir geübt haben. Hm. Also war der Lerneffekt gleich null und wir müssen das ganze doch noch mal im wachen Zustand probieren. Aber den Tag fand ich ansonsten heute aufregend genug, so dass sie nicht auch noch von Verlassensängsten geplagt werden musste.

Morgen ist übrigens Hundstaufe ! Jaha. Die Bine hat nämlich von mir ausgewählt 5 Patentanten und 1 Patenonkel, die morgen hoffentlich jede Menge Spielzeug mitbringen. Außerdem kommen noch ein paar enge Freunde um den Neuzugang gebührend zu bewundern. Der Wetterbericht sagt Sonne pur und so werden wir es uns bei Kaffee und Kuchen gut gehen lassen.

Da ich noch nie eine Hundstaufe gefeiert habe (vielleicht bin ich ja sogar die Erfinderin der selben) werde ich mich jetzt ins Bett legen und meditieren, WIE man einen solchen Hund tauft.

Soll ich sie in die Regentonne werfen oder reicht es wenn Banja ihr über die Denkerstirn leckt ? Muss ich die Paten mit Hundepippi besprenkeln um eine enge Bindung herzustellen oder genügt eine Predigt von meiner Seite ? Ihr seht, Fragen über Fragen, die bis morgen Abend geklärt sind und die ihr dann exklusiv hier findet.

Gehabt Euch wohl ! Bis die Tage,

Dagmar

 

14.Juli 2003

Ich weiß es nicht. Soll ich die Mitleserinnen und Mitleser schonungslos aufklären ? Ich meine darüber, wie es tatsächlich ist mit einem Welpen...unabhängig von der Rasse ?

JA !

Mein Tag beginnt so:

Morgens (manche würden mitten in der Nacht sagen) werde ich gegen halb drei, halb vier oder halb fünf von einem verschlafenen, total süßen, weichen, warmen Welpen geweckt. Ich trage sie in den Garten wo sie brav ihr Geschäft verrichtet. Und ich bin soooo stolz auf unsere Kleine. Auf dem Weg zurück beginnt dann die Verwandlung. Ich weiß nicht, liegt es an unserer Treppe ? An meinem Deo ? An der Jahreszeit ?

Es beginnt mit doch schon recht schmerzhaften Bissen in Nase und Brille. Dabei kann ich rein gar nix dafür, dass sie noch zu klein ist um die Treppe zu steigen und getragen werden muss L !

Oben angekommen verrichtet Bine dann noch mal ihr Geschäft, schließlich haben wir nun endlich viel Küchenpapier eingekauft und es wäre schade, wenn das einfach so hier herumliegt ! Nachher wird’s noch schlecht.....

Nach dem Aufwischen der Hinterlassenschaften geht es los. Der warme, weiche, verschmuste, babyhaft duftende Hund verwandelt sich in ein Monster !

Es kann daran liegen, dass ich jetzt seit fast einer Woche chronisch unter Schlafmangel leide aber um diese Uhrzeit bin ich FÜR DIE ALLEINIGE ZWINGERHALTUNG J ! Möglichst weit ab vom Haus damit ich die diversen Schandtaten nicht höre die da wären:

Bett anfressen

Katze jagen

Schrank anfressen

Banja in die Nase beißen

Sich unter der Bettdecke bewegende Zehen angreifen

Ins Badezimmer kacken

Den Handfeger fertig machen

Küche anfressen

Ins Wohnzimmer kacken

Zehen angreifen (mehrfach Nennungen sind möglich)

Lena vom Kissen vertreiben

In die Küche kacken

um nur einige wenige Dinge aufzuzählen.

Grundsätzlich werden nur Dinge angefressen, die man NICHT hochstellen kann. Es werde nur Dinge angriffen die sich NICHT wehren können und es werden nur Dinge gefressen die man NICHT essen sollte. ARRRGGGGHHHHHH

Das Programm läuft so ca. bis halb zehn Uhr vormittags. Dann gehe ich auf dem Zahnfleisch, finde die Schatten unter meinen Augen langsam attraktiv und denke intensiv über Zwingerhaltung, Rückgabe an die Züchter, Tierheime und verlassene Parkplätze nach J. Und so plötzlich wie es geschah ist es vorbei.

 Bestes Beispiel heute Nachmittag. Klein Bine war satt und fröhlich aber nicht müde und plötzlich war ich der Hauptdarsteller in dem Thriller „ Schutzhund V – Angriff der Killerwelpen“. Unglaublich, mein Schwiegervater hat sich totgelacht, während ich um mein Haupthaar kämpfte.

Spaß beiseite, solche Anfälle und das austesten von Grenzen sind völlig normal. Am einfachsten entschärft man die Situation in dem man entweder verharrt, sich entfernt oder die Aufmerksamkeit auf einen anderen Gegenstand lenkt. Trotz allem ist es erstaunlich wie von Tag zu Tag die Motorik besser funktioniert, wie schnell Bine werden kann und wie sie sich Stück für Stück weiter vorwagt, sowohl am Menschen, als auch bei den anderen Hunden.

Sobald diese, nennen wir es mal Anfälle (für wilde 5 Minuten dauert es wirklich zu lange) vorbei sind, ist eine ideale Zeit für spielerisches Üben. Eigentlich sollte man meinen, dass Bine dann fix und fertig ist. Aber sobald sie ruhiger wird, hat man eine kleine Zeitspanne in der sie sich toll konzentriert, motiviert mitmacht ohne in eine Überaktivität zu verfallen. Es macht großen Spaß.

Wir haben heute das „sitz“ machen weiter bestärkt an verschiedenen Orten im Haus und Garten. Das klappt wunderbar, so dass ich angefangen habe ein Sicht- und Hörzeichen hinzuzufügen. Ich halte die Übungseinheiten wirklich kurz so dass sie ca. 5x „sitz“ gemacht hat und dann spielen wir weiter.

 Innerhalb des Hauses haben wir eine steile Wendeltreppe die kein Hund hinauf darf. Das Obergeschoss gehört Mimi alleine und dort wird sie auch gefüttert und das Katzenklo steht dort. Wenn ich zum füttern hinauf gehe, wartet Banja erwartungsvoll unten, denn kurze Zeit später komme ich mit der leeren Katzenfutterdose hinunter die sie auslecken darf. Da Bine sehr genau beobachtet, stand sie heute auch bei allen 3 Fütterungen neben Banja. Schon auf meinem Weg nach unten bekommt sie einen Zungenclick und darf NACH Banja die Schale auslecken. Ich bin selber ganz platt wie brav und manierlich sie neben Banja auf dem Flur sitzt und geduldig wartet bis sie an der Reihe ist. Großartig.

Heute Abend habe ich einen Tunnel im Garten aufgebaut. Ich weiß dass Karin und Volker den Welpen ebenfalls einen zum spielen hingestellt hatten. Er war noch nicht ganz fertig da war Bine schon drin und durch. Pah, zu einfach. Also hat sie sich meinen Latschen geschnappt und ist damit durch geflitzt. Sowohl von links nach rechts als auch anders herum. Ich habe das Gefühl dass ihr Dinge die zu einfach sind oder nicht abenteuerlich genug, schnell langweilig werden. So bin ich dann zur Abwechslung neben ihr hergerannt. Sie mit Latschen durch den Tunnel und ich draußen neben her. War das ein Gaudi, sie hat richtig gegrunzt vor Jux.

Überhaupt bringt sie Dinge schon ganz klasse zurück. Favoriten dabei sind der Ball, eine gelbe Gummiente und meine Latschen.

Ich werfe, sie sprintet los und auf dem Weg zurück zu mir, gehe ich schnell gebückt rückwärts. Sie kommt im Affenzahn an und freut sich zwischen meinen Füßen wie verrückt. Ihre Beute lasse ich ihr solange bis sie sie freiwillig hinlegt, damit ich wieder werfen kann. So haben wir heute schon eine richtig schöne Zeit verspielt.

Heute habe ich auch begonnen, in Momenten in denen sie nicht wirklich abgelenkt war, sondern einfach so durch den Garten streifte zu sagen „Bine“. Zuerst dauerte es einige Sekunden bis sie mich ansah, dann gab es einen click und schon kam der kleine Hund angeflogen. Über den Tag verteilt habe ich sie so ca. 5 bis 7 mal angesprochen und bei den letzten 3 versuchen war kein Unterschied mehr zwischen ankucken und kommen, sie kam wie ein Kugelblitz und warf sich vor mir ins „sitz“. Ist mir selber schon fast unheimlich J !

Da sie ja erst 9 Wochen alt ist kann ich mich bei diesen Übungen kaum zurück halten....so süß sieht das aus. Sie spürt wie doll wir uns darüber freuen, ich z.B. breche in albernes Indianergeheul aus und sie zieht selber die Lefzen bis ganz hinten, sozusagen im Kreis durchs Gesicht. Allerdings habe ich auch gemerkt und wen wundert das, dass andere Familienmitglieder recht häufig ihren Namen sagen und sie bereits anfängt das zu ignorieren. Sie mag halt nicht immer „nur“ gestreichelt werden. Das lohnt sich wirklich nur, wenn gar keine andere Ablenkung vorhanden ist.

Glücklicherweise haben sich bis jetzt alle daran gehalten den Hund nicht vom Tisch zu füttern. So kann man ganz ungestört essen, weil sie aus dieser Richtung gar nichts erwartet. Das ist so was von angenehm, das kann ich nur weiterempfehlen.

Überhaupt bin ich von morgens bis abends im Garten und denke mir neue Spiele aus, dass mein Haushalt aussieht, als wenn eine Bombe eingeschlagen hat....ich meine, wen stört das schon ? J

Leider hatte ich heute mal wieder niemanden der fotografiert was wir so alles fabriziert haben. Ihr müsst euch also auf mein Wort verlassen *gg*

So und nun ab in die Kiste, jetzt weiß ich auch warum es hundemüde heißt *gähn*.

 Bis die Tage

Dagmar

13.Juli 2003

An dieser Stelle möchte ich mich erst mal für die lieben Willkommensgrüße für Bine bedanken und die netten Gästebucheinträge. Meine Zeit zum mailen ist momentan etwas knapp.

Heute war für Bine wieder ein aufregender Tag und sie hat unheimlich viel gelernt.

Nachdem die nächtlichen Abstände auf 3 Stunden gesunken sind und Jörg die Nacht auswärts verbracht hat, war ich heute morgen um fünf Uhr völlig fertig. Mein Hund überhaupt nicht.

Zuerst gab es Joghurt mit Banane und Haferflocken (die ersten beiden Mahlezeiten des Tages bestehen noch aus Milchprodukten), danach eine wilde Katzenhatz. Die arme Mimi, sonst gar nicht zimperlich mit ihren Krallen, hat leider hinten keine Augen. Seitdem Bine von vorne ein paar Backpfeifen kassiert hat, nähert sie sich, dank dieser Erfahrung nur noch von hinten.

Wenn Mimi dann den Schrecken der Wohnung doch mal von vorne vermöbeln könnte, bricht diese in ein kläffendes Gebell aus und die Katze verlässt kampflos den Raum.....irgendwie verstehe ich sie, es ist wirklich ohrenbetäubend.

Irgendwann gegen halb sieben, hab ich der Bine die Wohnung überlassen und bin wieder hernieder gesunken. Ich wollte noch darüber nachdenken, wie lange 9 Wochen alte Hunde Terror machen können und muss wohl dabei eingeschlafen sein. Geweckt wurde ich ca. 15 min. später durch einen Handfeger in meinen Gesicht >seufz<.

Okay, ich bin dann aufgestanden und weitere 10 min. später fiel unser Fellnase in den Tiefschlaf. Wenn sie denn erst mal schläft, dann aber richtig. Sie liegt dann in dem von ihr gewählten Raum und es kümmert sie kein bisschen wenn ich Hausarbeiten erledige oder mal wieder dusche oder alleine zur Toilette gehe (welch Luxus). Deswegen anbei ein Foto aus dem Schlafzimmer wo sie sich zum schlafen auf ein Kissen gelegt hat und sich nicht die Bohne darum gekümmert hat wo ich bin und was ich mache.

Um acht Uhr war Bine wieder wach. Morgens ist sie ganz besonders Heavy drauf habe ich festgestellt. Deshalb nehme ich sie am Morgen auch immer im Auto mit wenn ich mit Lena und Banja zum spazieren gehen fahre.  Sie rollt sich während der Fahrt auf dem Beifahrersitz zusammen und macht noch ein kurzes Nickerchen. Autofahren an sich findet sie toll !

Auf diesem ersten Gang am Tag, dreht sie dann voll auf. Besonders erstaunlich finde ich dabei, wie sehr sie die Grossen beobachtet und deren Verhalten imitiert. Hört sie ein unbekanntes Geräusch oder sieht etwas fremdes, dann schaut sie zuerst wie sich Lena und Banja verhalten. Sind die beiden locker, bleibt sie ebenfalls total cool und ist selbstsicher und voller Neugier. Das ist mir eine riesen Hilfe. Voller Verwunderung habe ich gesehen, dass Bine heute angefangen hat wie Lena, ihre Pfützen und Haufen zuzuscharren. Das war so witzig, ich hab mich kringelig gelacht. Sie nimmt dazu alle vier Füße gleichzeitig, so dass es  aussieht wie bei einem Ziegenbock.

 Nach diesem kurzen Gang von ca. 10 min., mit Pausen und stehen bleiben, war es dann endlich Zeit für ein Nickerchen von 2 ½ Stunden. Hurra!

Dann kam Jörg wieder nach Hause und es war Zeit für ein herzerweichendes Wiedersehen. Alles in allem haben ihr aber die  1 ½ Tage mit mir alleine gut getan. Vorher war sie sehr auf Jörg fixiert, weil er sich zuerst Urlaub genommen hat. Nun folgt sie mir ebenso interessiert weil sie gemerkt hat, dass ich ebenfalls ihren Napf füllen kann.

Da wir gerade beim Thema fressen sind, der Fortschritt den wir heute gemacht haben, ist enorm. Ich habe in der Küche eine kleine Kiste mit einer Decke stehen in der sie wahnsinnig gerne liegt. Gestern Abend habe ich sie für das „sitzen“ in der Kiste bestärkt (mit Himbeeren).

Heute hat sie immer wenn sie Hunger bekam schwungvoll in ihrer Kiste platz genommen. Sah irrsinnig niedlich aus. Jedes Mal gab es einen Click und ein Leckerchen und seitdem sitzt sie mit ihren riesigen Ohren in der Kiste und schaut erwartungsvoll, während ich das Futter zubreite. Dabei ist sie hochkonzentriert und total leise. Wenn sie mit ihrem rosa Bauch so angestrengt sitzend in der Kiste hockt und mich von oben bis unten ansieht, KÖNNTE ICH SIE AUFFRESSEN !!!!

Zum Mittag kam viel Besuch, ein Onkel von Jörg feierte seinen Geburtstag. Bine begrüßte alle freundlich aber nicht übertrieben. Man merkte schnell, welche Personen sie schon kennt, dann liegen die Ohren flach am Kopf und der ganze Hund wedelt durch den Garten.

Den ganzen Nachmittag hat sie bei Sonnenschein unter meinem Stuhl geschlafen. Auf dem Schoß sitzen kann sie ÜBERHAUPT nicht leiden. Auch hier schaut sie sich viel von den Großen ab. Genauso wie Abends. Sie springt auf das Sofa mit der Decke, schaut die anderen an, seufzt, hüpft wieder zu Boden und legt sich zwischen die großen Hunde. Komisch, Lena sollte früher „eigentlich“ nicht aufs Sofa und war immer dort. Bine soll und mag nicht J !

Gegen Abend wurde sie heute wieder munter. Als Abschluss gab es heute den ersten Ochsenschwanzknochen, der ja eigentlich kein Knochen sondern nur Knorpel mit Fleisch daran ist. Das war eine ganz neue Erfahrung für unsere verfressene Raupe. Ein Futter das man nicht einfach so herunterwürgen kann, sondern ganz viel kauen muss. Dass hat sie dann auch ausgiebig getan: 2 Stunden lang ! Ich wette morgen hat sie Muskelkater im Kiefer, hihi.

Danach war wildes Toben angesagt. Lena und Banja finden Klein-Bine mehr als unheimlich. Sie gibt Töne von sich (knurren und bellen) die die Großen dazu veranlasst der kleinen Terroristin sofort alles zu überlassen. Daher hat sie erst den Ball gejagt, dann am Tau gezerrgelt, meinen Schuh verschleppt, die Banja in die Nase gebissen und den Männern die Knöpfe vom Hemd gerissen J ! Sie hat eine unheimliche Ausdauer und wenn sie zwischen meinen Füßen steht, ist sie soooo mutig.

Nun endlich um 23.27 Uhr liegt sie auf dem Sofa und pennt. Banja und Lena sind völlig fertig (obwohl sie doch gar nicht mitspielen wollten, aber mussten) und verlieren wohl langsam die Hoffnung, dass es sich nur um einen Besuchshund handelt. Von der Katze ganz zu schweigen.....

Morgen werde ich mit Bine beginnen dass alleine sein zu trainieren. Wir fangen mit einer Minute aus dem Zimmer gehen an. Eine Übung die mir überhaupt nicht behagt, sie ist ja noch ein Baby, die aber enorm wichtig ist für die Zeit wenn wir wieder zur Arbeit müssen (so in 5 Wochen). Außerdem werde ich morgen damit beginnen sie zu bestärken wenn sie NICHT ohne Aufforderung alles vom Boden aufklaubt. Momentan ist sie dabei noch unheimlich schnell und so konnte ich eben einen heruntergefallen Kirschkern nicht retten. Na ja, ich denke den sehe ich morgen auch so wieder. Der Spaß hört allerdings auf, wenn es sich mal um eine Tablette handelt die zu Boden kullert.

Unterschlagen habe ich jetzt doch wieder, dass wir heute 2 x 1 Minute geclickert haben und zwar jedes Mal das „sitz“. Natürlich habe ich dabei noch kein Signal eingeführt, obwohl ich denke dass es jetzt langsam Zeit wird. Unheimlich, wie gut das geht. Madam ist schon so gerissen, dass sie, obwohl ich mich entferne, akkurat sitzen bleibt, obwohl ich sie zum aufstehen veranlassen wollte, damit sie es anschließend wieder richtig machen kann. Aber der Hund überrascht mit sowieso jeden Tag mit fast ungehöriger Auffassungsgabe und einen sehr, sehr erwachsenen Gebaren ( okay, außer morgens um fünf Uhr, da verhält sie sich voll ihrem Alter entsprechend).

So liebe Leute, bevor ich vor dem PC einschlafe, schalte ich lieber ab.....

Bis die Tage

Dagmar

12.Juli 2003

So, da wären wir wieder !

Welpen sind ein Wunder der Natur !!!!!

Durchlauferhitzer sozusagen. Vorne füllt man kühles Wasser hinein und umgehend kommt hinten warmes Wasser wieder raus. Falls eine Herstellerfirma von Küchenpapier dies liest, bitte helfen Sie uns J !

Bine macht sich großartig. Lena und Banja sind begnadetet Babysitter, obwohl sie sich dessen gar nicht bewusst sind. Wenn eine der großen irgendwo schläft legt sich Bine daneben und als Mensch kann man sich wieder frei bewegen (duschen, zur Toilette gehen u.a. unwichtige Dinge). Das Beste ist, wenn wir im Garten sind, ist Bine schon stubenrein. Jawohl. Jörg ist eine wunderbare Hundemama und steht des nächtens tapfer aus. Heute Nacht hat Bine schon 4 Stunden durchgeschlafen und nur der Wecker hat daran erinnert, dass sie jetzt mal wieder in den Garten müsste.....

Gestern Abend habe ich es nicht mehr ausgehalten und mit Banja geclickert. Wir hatten sofort einen interessierten holländischen Zuschauer. Lange Rede kurzer Sinn, während ich mit Banja alt bekanntes wieder aufgefrischt habe, hat Bine so ganz nebenbei gelernt, dass „sitz“ machen unheimlich lohnend sein kann. Welpen lernen wirklich unglaublich schnell und heute in der Küche hat sie dann auch zum ersten Mal das „sitz“ gezeigt als ich Futter zubreitet habe. Sehr angenehm weil sie mich bei dieser Tätigkeit bisher immer angesprungen und angekläfft hat. Seitdem sie gestern mit mir eine 1 minütige Clickersession hatte, konzentriert sie sich wunderbar auf mich und folgt jetzt gezielter und aufmerksamer meinen Rufen.

Sitz-Fotos folgen morgen ! Jetzt ist erst mal der nächste Spaziergang fällig. 

Bis die Tage,

Dagmar
10. Juli 2003

In einer kurzen Zusammenfassung möchte ich gerne noch mal Bines ersten Tag bei uns aufzeichnen.

Wir waren wie verabredet pünktlich um 15Uhr bei Karin und Volker Pinn. Die Aufregung auf den letzte Metern war ziemlich groß, denn endlich war der langersehnte Tag da.

Bine hatte sich während oder kurz vor unserer Ankunft an der rechten Hinterpfote eine Kralle halb gezogen. Schlecht, denn nun hing die Kralle von der Zehe, saß zu fest um sie schmerzfrei zu ziehen und war zu locker um sie dran zu lassen. Also blieb nur der Besuch beim TA. Der hatte aber Mittwochnachmittag nur eine Notsprechstunde und die begann um 17 Uhr ! Mist, dass hat meinen Zeitplan total durcheinander geworfen und wieder vielfältige Ängste hervorgerufen. Wann sind wir dann daheim ? Ich wollte Banja und Lena den Welpen an einem neutralen Treffpunkt vorstellen, ist es dann noch hell ? Tausend Sorgen auf einmal.

Die Tierärztin war sehr nett und wir hatten Glück waren früh genug und kamen als Erste dran. Wie befürchtet war sie nicht mehr zu retten (die Kralle), also Eisspray drauf und die Bitte an alle Anwesenden sich die Ohren zuzuhalten. Jörg wechselte schlagartig die Gesichtsfarbe. Dann folgte ein Ruck, ein Schrei (von Bine nicht von Jörg) und die elendige Kralle war ab. Sie war super tapfer unsere Kleine. Ich hätte ich gerne einen solchen Start erspart, war aber heilfroh, dass wir alles gleich vor Ort uns Stelle in Ordnung bringen konnten und niemand von uns Bine bei der Aktion halten musste. So hat sie nichts negatives mit uns in Verbindung gebracht.

Unser Aufbruch war dann entsprechend spät, nach 18 Uhr. Noch schnell ein Foto von neuen Besitzern und Bine und ab ging die Fahrt.

Schon in der 3. Kurve war Bine im sitzen eingeschlafen, genau wie Karin immer prophezeit hat „ Holländer schlafen im sitzen“. J

Nach 1 ½ Stunden dann die erste Pause. Hund geweckt und während ich tankte, ging Jörg mit ihr am Seitenstreifen spazieren. Ein vorbildliches Pfützchen und Häufchen waren schnell erledigt und Jörgs Brust schwoll vor Besitzerstolz, weil doch SEIN Hund schon fast stubenrein ist. Hihi.

Ach ja, zu trinken hat die Bine natürlich auch noch was bekommen.

Dann weiter und Tempo denn es wurde langsam dämmerig. Leider gerieten wir noch in eine Stau und hatten mehrere Mal stockenden Verkehr. Um halb zehn waren wir endlich Zuhause bzw. ich fuhr mit Bine zum verabredeten Treffpunkt und Jörg holte unsere Großen. Die waren noch nicht ganz aus dem Auto ausgestiegen, da brach die kleine Bine auch schon in panisches Geschrei aus was sich anhörte wie „HILFE sind die GROSS. NEIN, ich bin nicht ESSBAR oder ICH WILL ZU MEINER MAMA !“ Natürlich alles rein vorsorglich, man kann ja nie wissen und meine beiden Mädels waren ja auch noch gut 20m entfernt. Banja verstand sofort und wollte mit der kleinen Sirene nichts zu tun haben. Lena hingegen, wäre gerne dem Geschrei auf den Grund gegangen, war ziemlich steif und aufgeregt und die Situation war mir allgemein zu riskant. Lena blieb angeleint. Nach 5 min. hin und her gehen fuhren wir nach Hause, denn zwischenzeitlich war es halb zehn und schon ordentlich dämmerig. Im Hof angekommen packte ich die Hunde aus, macht die Näpfe fertig und ging mit allen drei in den Garten. Bine war dabei sehr vorsichtig, den Großen nicht zu Nahe zu kommen und suchte entweder Schutz bei mir oder bei Jörg. Das hielt aber nur solange, bis ich den Napf bzw. die Näpfe an die Erde stellte. Mein Gott hatte dieses Hundchen einen Hunger. Karin hatte mir gesagt, dass sie gerne frisst, darunter hatte ich mir irgendwie ganz was andere vorgestellt. J

Es gab frischen Blättermagen und Bine war als Erste fertig (okay, sie hatte natürlich auch eine kleinere Portion) und versuchte verschiedene (erfolglose) Taktiken um an die Näpfe der Großen zu gelangen die da wären:

Lena am Po riechen

Lena am Bauch riechen (wieso hat die kein Gesäuge?)

Banja am Po riechen

Banja am Bauch riechen und

schnell rennen, vielleicht kann ich DIE so von den Näpfen weg locken ?

Abschließend blieben wir noch eine viertel Stunde im Garten, was sich als gut erwies. Die Hunde hatten genügend Ausweichmöglichkeiten und zusätzliche Deckung hinter Bäumen und Sträuchern.

Dann wagten wir den Aufstieg in die oberen Regionen unseres Hauses wo immerhin noch Mimi als letztes unbekanntes Objekt auf Bine wartet. Ich hatte tatsächlich unterschätzt, dass meine Hunde bisher alle schlappohrig sind. Bine dagegen wurde von Mimi eiskalt als Katze abgestempelt und das konnte man sich auf keinen Fall bieten lassen. Also pumpte sich die Katze auf doppelte Größe auf und fauchte. Ich nahm Bine auf den Arm und hielt Mimi den Welpenpo zum schnüffeln hin. So war es okay, roch nach Hund und war genehm. Die Luft entwich wieder aus der Katze (Gott sei Dank geruchlos). Zeigte sich jedoch Bines Kopf mit den Fledermausohren, wurde sie wieder für eine Katze gehalten. Bine, zwischenzeitlich viel freier und gelöster (sie war ja bis dato nicht gefressen worden) näherte sich Mimi und endlich dem kleinsten Hausbewohner „Hallo“ zu sagen. Na ja, sie bekam eine ziemliche Backpfeife, schrie und ist seitdem geheilt, soll heißen....mit Katzen spielt man nicht. Ich vermute diese Erkenntnis wird noch 7 bis 29 in den weiteren Monaten auf Richtigkeit getestet.

Zwischenzeitlich war es 23 Uhr und meine Schwiegereltern kamen nach Hause und nach oben um den neuen Hausbewohner zu begrüßen. Noch mal ein großes Hallo, dieses Mal rein positiver Art weil Bine schon weiß, 2 Beiner sind nettJ

Danach wurde sicherheitshalber, es sei uns verziehen, die putzmuntere Bine noch mal in den Garten geführt wo sie sich brav löste und dann ging es endlich gegen halb eins ins Bett bzw. Bine in ihre Schlafkiste neben Jörgs Hälfte. Es dauerte ca. 30 sec. bevor Bine sozusagen ins Koma fiel, nämlich wohlig ausgestreckt das Schnaufen begann. Endlich Ruhe, Frieden und Dunkelheit. Alle Tiere schliefen, während Jörg und ich uns schlaflos im Bett herumwälzten weil wir viel zu aufgeregt zum schlafen waren.

Um halb drei machte Bine dann „piep“ und eher ich es richtig wahr genommen hatte, war Jörg schon angezogen und mit dem Hund auf dem Arm auf dem Weg nach unten. Ein Pfützchen wurde gemacht. Weiterschlafen war angesagt. Um halb fünf machte Bine zum zweiten Mal „piep“ und wieder reagierte Jörg leicht über. Vielleicht hab ich doch mit meinen Erzählungen über Welpen etwas übertrieben ?

Als sie von diesem Gartenausflug wiederkamen, hatte ich Buttermilch mit Haferflocken und etwas püriertem Pfirsich fertig gemacht. Lena bekam ebenfalls eine Portion und störte sich kaum an der Uhrzeit. Wieder beobachtet ich einen kleinen Hund mit der Befürchtung dass sie den Edelstahlnapf zum Nachtisch mit verschlingt. Der Napf war definitiv alle, doch Bine ging immer wieder hin um noch mal genüsslich zu lecken. Ich werde die ausgerechnete Ration sanft erhöhen, da sie mitten im Wachstum steckt, sehr schlank ist und den ganzen Tag umherhüpft. Das braucht Energie ! Ein gutes Zeichen ist, dass sie nach dem Fressen zu spielen und toben beginnt. Das bedeutet sie ist nicht überfüttert. Es spielt sich in freilebenden Rudeln genauso ab. Nach der erfolgreichen Nahrungssuche kann man endlich entspannen, spielen oder Körperpflege betreiben.

In unserem Fall kam Bine wieder in die Schlafkiste gemeinsam mit einer Quitscheente, die sehr leiden musste J.

Irgendwann war jedoch Ruhe. Um sechs Uhr klingelte mein Wecker, nein eigentlich schon vorher, aber ich hab 3x draufgehauen weil ich so müde war.

Und als ich mich aufrichtetet, wer saß da wie Karl in der Kiste und wedelte mit allen zur Verfügung stehenden Körperteilen ? Klar, oder ?

Also den Schatz aus der Kiste gehoben und frei in der Wohnung laufen lassen. Ab und an kam sie ins Badezimmer gesprungen um mit mir zu spielen, die übrige Zeit erkundete sie die Wohnung. Ich nahm sie gegen 7 Uhr noch einmal mit in den Garten und sie erledigte alles was kleine Damen so erledigen müssen. Dann fuhr ich zur Arbeit und überließ alle Tiere, alle Verantwortung und Arbeit Jörg J !

Ich bin mir bewusst dass Bines 1. Tag sehr anstrengend und aufregend für die Kleine war. Allerdings macht sie einen fröhlichen, gesunden und HUNGRIGEN Eindruck und sie wird die neuen Erlebnisse gut verarbeiten, da bin ich sicher.

Die künftigen Einträge werden sicher nach und nach kürzer, ich schätze spätestens ab dem 4. Lebensjahr !

Bis die Tage,

Dagmar

09. Juli 2003
ERÖFFNUNG VON BINES TAGEBUCH:

Heute ist es endlich, endlich, endlich soweit. Bine von Pinn's Hof zieht bei uns ein. Das elendige Warten auf das kleine Holländische Schäferhundmädchen hat ein Ende. Wer mehr über die Rasse erfahren möchte sollte sich unbedingt die Seiten von Karin und Volker Pinn ansehen. Ihr findet den Link in der Linksammlung. Bine feiert heute ihren Geburtstag (9 Wochen) und wird von der rauen Nordsee in den wilden Harz umsiedeln. Bei meinem ungebremsten Mitteilungsdrang wird sich das Tagebuch nicht ausschließlich um Bine drehen. Lena, Banja und Mimi werden gebührend erwähnt, da bin ich sicher. Ich würde mich freuen wenn ihr hin und wieder mitlest.

Bis die Tage,
Dagmar