Clickertagebuch
| 25. Januar 2005 |
| Teil 3. unseres
Aufenthaltes in Forst !
Wir erinnern uns, ich lag auf meiner steinharten Matratze und konnte nicht schlafen, weil die Nerven total überreizt und das Zwerchfell gesprungen war. Beruhigend wirkte auf mich, dass Bine sich penetrant an mich drängelte, auf typisch holländisch grunzte und einschlief. Kuscheln bin ich von ihr gewohnt, aber in dieser Nacht hat sie schon arg gedrängelt muss ich sagen. Irgendwann hörte ich dann an meinen Kopfende noch einen Hund schnaufen. Auf meine Nachfrage bei Kathrin ob der Beaven bei ihr wäre bekam ich die leicht verächtliche Antwort "selbstverständlich". Deles war bei Ines unter der Bettdecke und so müssen mich wohl meine Sinne getäuscht haben. Die Kinderplanschbeckenschüssel mit Wasser stand im Zimmer und so hatte ich partout keinen Grund die Kathrin noch mal hoch zu jagen. Gegen Morgen, es dämmerte leicht, wachte ich auf und staunte nicht schlecht, dass die Bine immer noch recht fett auf meiner Matzratze herum lümmelte. Sie gehört eher zu den Hunden die nachts mehrmals die Schlafplätze wechseln. Ich begann die gewohnte morgendliche Massage und erntete wohliges brummen. Da ich durch die anstrengenden Tage vorher total übernächtigt und mittelschwer erschöpft war, kam mir mein Hund viel flauschiger vor als normalerweise. Bine hat total drahtiges, glänzendes Fell. Das hier war so.... weich gespült. Flauschig eben. Beim durchkneten der Ohren bekam ich einen Schreck ! Wenig bis keine Spannung in einem Ohr. Ich HAB ES JA GEWUSST. Die Tage waren für meinen Hund zu anstrengend und nun hat sie ein Schlappohr, vielleicht für immer. Meine Brille lag noch in unerreichbarer Ferne auf einem der Tische und wenn ich ehrlich bin, ich wollte das Elend gar nicht sehen. Langsam tastete ich mich an Bines
Lieblingsstelle (zwischen den Vorderbeinen an der Brust) und ließ die
Hand über den Bauch wandern. WAS WAR DAS DENN ? Spätestens als meine
Hände das Körperteil als "Pistole" outeten kam auch das
Gehirn mit dem denken nach.... das war gar nicht Bine, das war Beaven
:)) Aus Kathrins Ecke kam ein rythmisches piepen und auf meine Nachfrage ob IHRE Hunde wohl raus müssen, hat sie mir erklärt, dass das die Aufforderung zum streicheln ist, während unsere ja herum rennen und wohl mal aus der Hose müssten. Haaa, kann ich da nur sagen, den Pipi-Einhalte-Wettstreit hätten wir gewonnen, aber wir wollten ja gar nicht gewinnen. Also haben wir die Tür nach draussen geöffnet und alle Hunde (auch Kathrins) haben schnell ein Pipi auf dem Rasen gemacht.
Dann haben auch schon die Aufräumarbeiten begonnen. Ines und ich waren schwer am packen und Katja und Kathrin haben sauber gemacht. Ich persönlich fand ja, es war hinter sauberer als vorher :))))))
Zwischendurch hat der Ponsch sein Herz für Ines Matratze entdeckt. Ganz zum Schrecken von der Deles, Sie war hin und her gerissen. Sollten sie den alten Platzhirsch nun gut finden oder fürchten ?? Wobei der Ponsch geguckt hat, als könnte er kein Wässerchen trüben, oder lief da grade irgendwo die Bine rum ?Aber guckt selber:
Dann haben wir uns alle gemütlich zum Frühstück hingesetzt und ich hab die Mädchen gebeten doch zur Erinnerung mal zu winken. Kathrin und Ines haben brav gehorcht. Katja, wir beide müssen uns noch mal unterhalten *g* ! An dieser Stelle sei ausgespart in welchen Zustand sich die Aufbackbrötchen befunden haben. Nur soviel, ich suche immer noch einen kleinen Hammer fürs Auto, falls ich mal eine Scheibe einschlagen muss. Bei den Brötchen war ich in Versuchung eins mitgehen zu lassen *kreisch*. Getröstet haben uns Kathrins Worte: "Ich mag die so !"
Da beim Frühstück haben wir dann auch erfahren, wie es weiter gehen sollte. Ein abschließender Spaziergang im Schlichower (schreibt man das so) Tagebau. Na großartig. Bilder davon hatte ich schon bei Kathrin im Tagebuch gesehen. Aber nach dem satanischen Fotoanfall der Kathrin, den abfälligen Äußerungen über den Standart meines Hundes, dem Versuch Luft aus meiner Matratze abzulassen, dem herum schleichen ums Haus mit dem Fotoapparat während ich auf dem Klo saß und anderen Gemeinheiten, war ich auf alles gefasst ! Nachdem alles eingepackt war und wir dort angekommen waren muss ich schon sagen, der Ausblick war grandios. Ich kam mir vor wie in einem billigen Western. Die Hunde sind sofort los getobt und als ich oben am Rand stand, war mir gar nicht so gut. Ich leide extrem unter Höhenangst. Das beschränkt sich leider nicht auf Sessellifte, Flugzeuge und hohe Brücken sondern eben auch auf Abhänge dieser Art.
Den ersten Abhang nahmen wir easy, der war nur klein und danach wäre ein schöner Spazierweg gekommen. Aber nein, die Kathrin wollte noch einen tiefer.
Tja und irgendwann war es dann soweit. Kathrin deutete auf den Hang und meinte da geht es hoch. Wo ? Welchen Weg meinst Du ? Weg... hahahahahaha.....! Da war keiner. Nur Sandhang. Ganz großartig Frau Goldmann. Mal abgesehen davon, dass meine Kondition wirklich nicht die Beste ist, fand ich das 1. Drittel des Aufstiegs noch okay. Hätte ich mich nur nicht umgedreht. Hab ich aber. Und schon hatte ich Schwindelgefühle, Herzklopfen und Übelkeit. Das Kathrin dabei eine Fotosession nach der anderen gemacht hat, war mir zwischenzeitlich total egal. Ich wollte nur noch irgendwie da hoch. Da wir etwas seitlich gegangen sind und ich links immer schön den Abhang sehen konnte musste ich zeitweise wirklich gegen Panikattacken ankämpfen. Ja Frau Goldmann, und Du bist schuld. Apropro Panikattacken. Habt ihr schon mal eine ausgewachsene Frau ein Vereinsheim zusammen kreischen hören, weil an der Wand eine harmlose Spinne saß.....ich SCHON *gg* Irgendwann waren wir oben, ich völlig am Ende, wobei ich bis heute glaube, dass Kathrin das auf die Steigung und nicht auf meine Panik bezogen hat. Ich kämpfte den Schwindel nieder, weil ich mir die Blöße ersparen wollte, mein erbrochenes Frühstück als Großaufnahme in Beavens Tagebuch wieder zu finden. Noch schnell ein Gruppenfoto von den Hunden und dann ging es auch schon zurück zu den Autos.
Anschließend hat
Katja uns noch in Cottbus an eine Tankstelle gelotst und uns den Weg zur
Autobahn gezeigt. Auch die Rückfahrt verlief völlig komplikationslos. Sprechen wir über das Wetter ! Wie sieht es aus bei Euch ? Also hier schneit es, schneit es, schneit es und natürlich ist das Hundewetter. Die Stimmung bei meinen Dreien ist prächtig bis ausgelassen. Mittlerweile haben wir so ordentlich viel Schnee, dass ich mit meinen knöchelhohen Meindl auf normalen Wegen versinke. Hunde, diese übersinnlichen Wunder der Erde, wittern Erdbeben und Gewitter weit im voraus, kündigen epileptische Anfälle bei Menschen an und spüren Drogen und Sprengstoff auf. Meine Deppen gehören nicht dazu. Die sind nämlich heute gesammelt in Richtung Feld gesemmelt. Dazwischen ein Graben. Den man aber nicht sieht, weil ja eine dicke Schneedeck drauf liegt. Und weg waren sie. Was hab ich gelacht. Aufgetaucht ist dann eine empörte eingestäubte Lena, eine verdutze verzuckerte Banja und eine schneeweiße feucht-fröhliche Bine. Herrlich. In diesem Sinne, |
| 23. Januar 2005 |
| Weiter geht es mit
dem 2. Teil und 2. Tag in Cottbus.
Das Frühstück hätte meinetwegen Stunden dauernd können. Gib mir Kaffee, Hundeleute und ein Zimmer in dem man rauchen kann und ich bin glücklich :) ! Dann haben wir uns aber an die
Arbeit gemacht. CD-Player, Leckerchen, Ball, Hunde mehr braucht es gar
nichts fürs Dogdancing. Ein bisschen aufwärmen und einen Überblick
verschaffen was das Repertoire so her gibt. Bine wartete derweil in
ihrem Auto und durfte in jeder Pause hinaus. Aidan und Beaven haben gut
mitgearbeitet und die Zeit war viel zu kurz. Irgendwie bin ich davon
ausgegangen, dass wir Nachmittags und am nächsten Tag weiter arbeiten,
aber wir hatten ja noch soviel vor. Ines und Deles waren unterdessen das
Revier erkunden. Zum Mittagessen und das hat
Kathrin uns schon am Vortag angekündigt, sollte es ein Cottbusser
Nationalgericht geben. Da ich sie beim Pizza machen beobachtet habe, war
ich gespannt *lach*. Wir luden also wieder alle Hunde ins Auto und ab
ging es nach Cottbus. Katja und Ines zusammen und Kathrin und ich. Bine
war ziemlich aufgeregt im Auto, das Jammern von Ponsch hat sie
verunsichert und der fremden Wagen, nehme ich mal an. In Cottbus
angekommen konnten wir uns dann endlich überzeugen, wie der Beaven so
im Alltag lebt und ich muss schon sagen, schön hat es der Bub. Nachdem geklärt war, wer Bine ist, meine Kathrins Mutter recht schnell: "Die ist ja viel größer ! Unserer ist zurück geblieben !". Hoho, da konntest Du aber mal Gesichtszüge entgleisen sehen *kreisch*. Kathrin hat dann schnell richtig gestellt, dass Bine nicht größer sondern DICKER ist und Aidan sowieso VIEL zu GROSS für den STANDART. Gut dass wir das geklärt haben *prust*. An der Spree erwartet uns ein wunderschöner Spazierweg und ein eisiger Wind. Wobei ich sagen muss, zu dem Zeitpunkt waren meine Füße eh schon seit 1 Tag taub, da kam es nicht mehr drauf an. Ines und ich haben uns richtig über das platte Land gefreut. Endlich mal keine Berge. Hurra. Die Boxermädchen waren total lieb, aber Bine nicht geheuer. Am Anfang lief sie mit einer Ridgebackmäßigen Angstbürste umher und versuchte eine Boxerin von hinten zu erwischen um mal nachzuschnüffeln mit wem sie es überhaupt zu tun hat. Zumindest Ounuk (etwa in Bines Alter) hatte auch eine Bürste und war zu Beginn ganz aufgeregt. Deles war viel cooler, ab ins Getümmel und den Hasen gespielt. Sobald wir unterwegs waren, tobten 7 Hunde durch die Wiesen und es hat Spaß gemacht zu zu sehen. Ich konnte mich davon überzeugen, dass wirklich in einem der riesigen Bäume ein Beavenbällchen hängt und ich glaube nie und nimmer, dass ihr denn da jemals wieder runter kriegt ohne den Baum zu fällen. Ich konnte mich außerdem davon überzeugen, dass Kathrin nicht werfen kann, denn beinah wäre wieder ein Ball verloren gewesen. *hihi* Meinen Fotoapparat hatte ich sogar beim Spaziergang dabei, nur waren die Batterien alle, großartig. Eine einmalige Situation verpasst. Nach ca. 1 1/2 Stunden waren wir wieder an den Autos und es konnte zurück gehen nach Forst in unser "Vereinsheim". Wir haben noch kurz angehalten um einzukaufen. Ähh, Katja und Ines waren einkaufen und Kathrin und ich haben im Wagen gequasselt. Die anderen waren viel zu schnell fertig, ich hätte noch sitzen bleiben können...... Als wieder wieder "Zuhause" waren, hab ich als erstes Batterien in meinen Apparat gelegt, damit das Elend ein Ende hat und ich wenigstens am Ende des 2. Tages ein paar Fotos schießen konnte. Mein erstes Opfer war dann Katja, sozusagen zum probieren:
Durchgefroren und ausgehungert
haben wir uns erst mal über die kalte Pizza vom Vortag hergemacht.
Serviert von Kathrin persönlich: Wir haben alle angefangen zu
quatschen und Rotwein gab es meiner Meinung nach auch schon aus
Wassergläsern, wobei ich mich da nicht mehr festlegen mag, meine
Erinnerung sind getrübt oder ich habe es verdrängt.
Ich hab mich dann ebenfalls auf die Matratze gelegt und wäre um ein Haar eingepennt, bevor es soweit kam, waren aber die Cottbusen *g* wieder da und wir konnten lecker chinesisch essen. Damit die Hunde nicht darben müssen, hatte ich einen großen Beutel Hirschknochen mitgebracht und es begann ein friedliches nagen.
Schon während des
Essen stieg die Stimmung erheblich. Besonders Frau Goldmann war kaum zu
bremsen und ein unangenehmer Charakterzug kam ans Tageslicht.
Fotofetischistin. Davon dass ich die Wahrheit spreche kann man sich auch
unter www.beavens-welt.de
überzeugen.
Im übrigen hab ich ja vorher schon lauthals darauf hingewiesen, dass mein Socken ein Loch hat. Wo mir Lena ja jeden Abend die Strümpfe auszieht und schon nach kurzer Zeit fast alle meine Socken gelöchert sind. ABER, so groß wie auf Kathrins Bilder war des nie. Erst als die Verrückte unter den Tisch gekrochen ist und mit 2 Händen dran herum gerissen hat, ist dieser wohl nicht zu reparierende Schaden entstanden. Jaaa, das hat sie wirklich gemacht, guckst Du hier:
Mit zunehmendem fortschreiten des Abends, fielen uns so manch lustige Geschichten ein, die noch nicht annähernd in den Lach- und Sachgeschichten nieder geschrieben sind und ich habe mich völlig verausgabt. Ich hab gegrunzt und gehechelt, gelacht, gerotzt und gekeucht. Gejammer, geschnauft, geprustet und aus dem letzten Loch gepfiffen. An diesem Abend hab ich mich praktisch tot gelacht (seither nicht wieder). Endlich war auch Katja auf dem Höhepunkt der Fröhlichkeit und nicht mehr zu bremsen. Davon zeugen die nachfolgenden Bilder:
Seit meiner frühstens
Jugend hatte ich an diesem Abend den schlimmsten Lachflash. Die Nerven
waren total überreizt und die Knipserei ging weiter. Kathrin beim Versuch
unter der Toilettentür durch zu knipsen, auf der Ines saß.....
Selbst als wir im Bett lagen, konnte ich nicht aufhören zu lachen. Meine Nerven lagen blank. Immer wenn ich gerade dachte, ich komme zur Ruhe, musste ich mir vorstellen, wie ich Ines und Katja eine Tasse schenke mit ihren Zahnputzbildern drauf. Oder mir fiel noch eine Lachgeschichte ein oder Kathrin begann wieder zu japsen. Es war ein Fluch...... Fortsetzung folgt. |
| 21. Januar 2005 |
| Wir sind wieder daaaa.....
und ich bin immer noch völlig fertig !
Zurück aus dem wilden Osten und ich sage euch.... Hammer ! Morgens um halb acht bin ich mit der Ines und Deles aufgebrochen Richtung Cottbus. Wo das ungefähr liegt wusste ich, irgendwo hinter Braunschweig. Nun ja, was soll ich sagen, wir haben es gefunden ohne uns nur ein einziges Mal zu verfahren. Astrid, haste das gelesen :) ?? Es hat alles perfekt geklappt.
Kathrin war zur rechten Zeit am rechten Ort und wir sind gleich zum
Vereinsheim gebrummt. Hunde ausgeladen und Ponsch, Beaven, Deles und
Bine konnten sich "Hallo" sagen. Erwartungsgemäß gab es
keinerlei Komplikationen. Wir sind dann erst mal zu einem Spaziergang
aufgebrochen und für unsere Hunde war das bitter nötig. 4 1/2 Std.
Autofahrt sind doch ganz schön lange und das Laufen in kalter Luft tat
gut. Es war sonnig und kalt, ideal. Total genial fanden wir, dass die
Hunde dort überall frei herum springen konnten und weit und breit
niemanden den es stört. Als echte Kettenraucherin so dicht an der polnischen Grenze hat mir dann die Kathrin ein verlockendes Angebot gemacht. Wir machen rüber nach Polen und kaufen mal eben eine Stange oder zwei. Hurra. Wir wollten nur noch auf Katja warten (die noch arbeiten musste oder zumindest so tat *g*) und los gings. Aidan, Deles und Bine mussten in den entsprechenden Autos warten und Kathrin, Katja, Ines und ich samt Ponsch und Beaven sind los gedüst. Unterwegs haben wir 2 Dinge festgestellt: a) die EU Pässe für die Hunde
sind bei Kathrin daheim....aber bei einem Auto an dem an jeder freien
Stelle "RETTUNGSHUNDESTAFFEL" steht wird schon nichts
passieren und Kurz vor dem Grenzübergang hörte man dann die ersten gezischelten Kommandos in Richtung der Hunde: "Beaven plaaatz" und "Ponsch (dem war es im Auto übel) plaaaatz". Und siehe da, sie lagen hernieder. Dann hatten wir eine weibliche Grenzschutzbeamtin. Ich hatte grade die Ausweise der anderen eingesammelt und stand noch unter Schock wegen der Bilder, da hatte ich auch schon meinen 1. Lachflash. Ja, mein Gott, ich kann es nicht ändern. Beaven war wieder aufgestanden um zu gucken was los ist und die Ausweisfotos waren so Hammer schrecklich, ich konnte es mir nicht verkneifen. Die arme Frau dachte sicher wir lachen über sie, oder wir sind breit, vielleicht aber auch, dass wir gerade jemanden erfolgreich gerettet haben und uns freuen. Nach kurzem drauf schauen hat sie uns die Ausweise zurück gegeben und uns jedenfalls durchgewunken. Prima. Das Zigarettengeschäft war
schnell getätigt und zurück ging's. Die Kathrin hat noch auf die Kacke
gehauen, sie sei ja auch nicht angeschnallt und Hauptsache die würden
nicht nach den Hunden sehen. Kurz vor dem Übergang ging es dann wieder
los mit dem "pllllaaaatzzzzz" Gezischel von uns allen. Dieses
Mal wollten die Hunde aber partou nicht liegen. Eigentlich hatte ich
mich bis dato noch gut im Griff, als ich aber meinen Ausweis aus der
Tasche nehmen wollte, hab ich mich wirklich voll erschreckt. Da sprang
mir ein Foto entgegen, mit dem ich mich so gar nicht identifizieren
konnte. Aus Versehen, hatte ich bei der Hinfahrt alle Ausweise
eingesteckt. Nun gut, es war zum zweiten Mal vorbei mit meiner Fassung
und ehrlich Leute, meine Blase ist auch schon 34 Jahre alt, also
keineswegs mehr neu und unverbraucht. Sagen wir es mal so, der ganze
Wagen lachte als wir anhielten, die Hunde saßen und wir hatten einen
(ausgesprochen attraktiven Grenzbeamten) an der Seite. Wieder beim Vereinsheim
angekommen, war es noch immer schweinekalt, aber wärmer als draußen.
Kathrin hatte zwischenzeitlich 3 statt 2 Knöpfe an der Heizung
betätigt und das war gut so. Dann ging es ans fröhliche Luftmatratzen
aufpumpen. Ines hat eine mit einer integrierten Fußpumpe, Kathrin eine
selbstaufblasende, Katja gar keine sondern ein Schaumstoffteil und ich
armes Schwein so eine wo man einen Hebel hoch zieht und wieder rein
schiebt. Hoch zieht und wieder rein schiebt, hoch zieht und wieder rein
schiebt *keuch*. Des nachts bin ich aufgewacht und hab erbärmlich gefroren. Bine herbei gerufen aber es brachte keine echte Erleichterung, weil ich ja wie eine Presswurst im Schlafsack lag und da konnte sie nicht mit rein. Als echtes Alphatier hab ich mir dann einfach ihre Wolldecke genommen. Frau muss sich auch mal durchsetzen, oder ? Dann muss ich eingedöst sein. Als ich aufwachte, war der Himmel bereits dämmerig und mir heiß, wie in der Sahara. Mann, die Heizung war wieder angesprungen und wollte es uns so richtig zeigen. Ich war so durstig und müde und da dachte ich, projiziere ich doch mal meine Gefühlslage auf die Hunde. Mir war gleich noch mal so heiß und ich sprach laut und anklagend in den Raum: "Ich glaube, die Hunde haben großen Durst". Das sich Kathrin gleich anbiedert, aufspringt und eine Schüssel so groß wie ein Kinderplanschbecken füllt, konnte ich ja nicht ahnen. War aber gut so, die Hunde haben nämlich woll' getrunken. Ätsch. Kurze Zeit später sind wir aufgestanden, Tür auf und die Hunde konnten erst mal sausen. Aidan und Katja haben in einem anderen Raum geschlafen, haben aber unser Morgengetöse wohl auch gehört. Es folgte ein gemütliches Frühstück und dann die Vorbereitungen für die Dogdancestunde. Natürlich waren wir mit den Hunden vorher noch eine kleine Runde Gassi... Fortsetzung und Bilder vom 2. Tag folgen...... Bis die Tage,
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| 15. Januar 2005 |
| Bine ist weiterhin
auf dem Weg der Besserung. Soll heißen, sie baut Scheiße :)
Vorgestern, gleich nach dem aussteigen aus dem Auto sprang ein Reh aus dem hohen Gras auf. Viel zu schnell und unvorbereitet für mich, Lena und Banja. Nicht aber für Turbo-Bine. Attacke und hinterher. Einmal hab ich gerufen und eine Sekunde lang hat sie gezögert, dass hat man deutlich sehen können. Dann hat sie sich entschieden, fürs Reh. Irgendwie versteh ich es ja, die Blume (nennt man nicht so die Schwänzchen oder war das bei Hasen ?) hat so fröhlich und schneeweiß gewippt beim rennen. Da ich in der Regel spazieren gehen in Gebieten in denen vorwiegend Wiesen und Felder sind, hat Bine eine ziemlich weite Verfolgungsstrecke aufgenommen und sie war mucksmäuschen leise dabei. Lena und Banja hat das überhaupt nicht interessiert, dass der Nesthaken fehlt, sie haben sogleich die Arbeit an den Mauselöchern aufgenommen. Mir persönlich blieb auch nicht viel übrig als stumm hinter zu schauen. Sobald das Reh an einem Waldgürtel angekommen war, drehte Bine ab und kam pfeilschnell zurück zu uns. Über das ganze Gesicht hat sie gelacht, die Mistbine. Danach haben wir wortlos und tatenlos unsere Spaziergang fortgesetzt. Stolz bin ich nicht unbedingt aber eine Tragödie ist es auch nicht. Die anstehende Zeit des Leinenzwang im April werden wir aktiv nutzen und Anti-Jagd-Training betreiben. Da ich noch etliche Interessenten habe die unter den gleichen Symptomen leiden, kann ich mir vorstellen, dass es sogar ganz lustig wird. Gemeinsam lernt es sich besser. Gestern durfte dann als letzte aus dem Trio auch Lena Bines Freundin Deles kennen lernen. Ich war etwas im Stress, wie immer zu spät und hab im Hau-Ruck verfahren die Hunde ins Auto geladen. Das Deles schon am Treffpunkt stand, hat die Sache für meine Hunde noch zusätzlich gepuscht. Lena blieb die ersten Minuten an der Leine und war nicht das eigentlich Problem. Eher Bine. Sie ist ausgestiegen, war am Stresslevel ganz oben angekommen und hat der Deles versucht klar zu machen, dass man nicht einfach so an "unserem" Spazierweg herum steht. Ein übliches Problem wenn man häufig gut bekannt Strecken geht, dass die Hunde denken, es sei irgendwie "ihre". Deles fand Lena überhaupt nicht spannend oder aufregend. Ist sie ja auch nicht. Sie kam zu uns und das anleinen hätte ich mir sparen können. Wir sind aber trotzdem noch ein paar Meter an der Leine marschiert und wenn die Hunde erst in Bewegung sind, ist es sowieso viel einfacher. Die Zeiten wo Lena als Bines Pflegemama jeden anderen Hund verdreschen musste, sind lange vorbei. Soll der Holländer doch sehen wie er klar kommt :). Auch die abgeleinte Lena war friedlich und Deles hat sogleich mit Spielaufforderungen geantwortet. Wenn Lena dann mal an Deles dran war, hoch aufgerichtete Rute und stilles Verhaaren, kam Bine sofort von hinten um zu splitten. Das hat sie ganz gut gemacht. Wenn Bine mit Deles alleine auf dem Feld zugange war, kam sofort wieder die Kontrollfetischistin heraus. Es war erstaunlich zu sehen, wie sie mit Lena und Banja im Rücken als Verstärkung so richtig aufdreht und einen auf dicke Hose macht. Zum Glück nimmt sie keiner ernst. *gg* Heute kam dann Bines Herrchen endlich aus Frankfurt wieder. Die Familienzusammenführung konnte ich nicht live erleben, weil ich nicht daheim war, aber Herrchen hat gesagt es war rührend. Ähnlich aufgeführt hat sie sich dann, als ich heim kam, dabei war ich bloß ca. 7 Stunden weg. Ich fühle mich geschmeichelt. In der kommenden Woche nun steht
der Besuch bei Bines Bruder Beaven und ihrem Onkel Aidan an. Damit die
Herren sich nicht streiten müssen wird uns Deles begleiten. Ich bin
schon sehr gespannt und freue mich auf 3 Tage Hunde pur. Vorausgesetzt
wir finden den Ort Forst in der Nähe von Cottbus :)) Gespannte Grüße und bis die
Tage, |
| 08. Januar 2005 |
| Ich hab ja ehrlich
gesagt überlegt, ob ich das Tagebuch nicht anders herum sortiere. Also,
die neuen Einträge immer unten.... Ach was, alles bleibt wie es ist :) Nach dem Abklingen von Bines
Läufigkeit war sie ein paar Tage der langweiligste Hund der Welt.
Ehrlich. Stinklangweilig, brav, gehorsam und irgendwie depressiv. Ich
meine, wer will denn so was ? Ich war kurz davor mein Geld vom Züchter
zurück zu verlangen *g* aber langsam geht es wieder aufwärts. Das es bergauf geht hab ich am Dienstag gemerkt, als ich von der Arbeit kam und eine leere Tüte (in der vorher harte, alte Körnerbrötchen für die Kaninchen waren) auf Bines Platz fand. Von den Brötchen weit und breit nix zu sehen. Abends beim Fernsehen dann Pfurzattacken, die EINDEUTIG darauf hinweisen, dass der Hund Getreide zu sich genommen hat *pfuideifel* ! Das nächste Merkmal war, dass ich zwar abends ohne die Bine einschlafen musste, sie aber morgens wie gewohnt in der Ritze lag. Heute Morgen war sie dann endlich wieder sie selber. Nachdem Jörg mit ihr aus dem Garten hoch kam (jaaa, sie schläft einfach nicht länger als bis halb sieben, in der Hinsicht hab ich versagt), stürmte sie meine Betthälfte, qualmte sich quer über meine "volle" Blase und hat mir die Nase zu gehalten. DAS IST MEIN HUND :))) Wie ihr sicher auf der Startseite gesehen habt, steht auch der neue Link zur Hundeschule. Normalerweise wäre ich ja noch gar nicht soweit, denn wir haben heute erst mit dem Zaunbau begonnen (immer wenn ich "wir" schreibe im Bezug auf Arbeit, meine ich meinen braven Pa *hüstel*), aber die vielen Neulinge wollten einfach nicht warten. Meine schwachen Einwände von wegen "WETTER" und "ZAUN" verhallten ungehört und so haben wir gestern und heute den Ernstfall geprobt und morgen geht's weiter. Ich glaube es kann da wirklich sehr nett werden, wenn ich die restlichen 100.000 Dinge die ich noch brauche beschafft habe. Aber, Rom wurde ja auch nicht an einem Tag erbaut. Bine hat dann heute den Platz so richtig eingeweiht. Sie ist aus dem Auto gestiegen und hat sofort mitten drauf geschissen. Wie gesagt, wir sind auf dem Wege der Besserung. Dann noch ein Wort zu Lena.
Dieser Hund ist einfach unglaublich und wenn man es nicht selber sieht,
glaubt man es kaum. Ich saß vorhin völlige abgeschlafft auf dem Sofa
und aß ein Stück Kohlrabi (zuviel zu meinen guten Vorsätzen fürs
neue Jahr). Bine saß daneben und dass sie Kohlrabi mag, weiß ich.
Banja schaute entnervt in die andere Richtung, sie mag das überhaupt
nicht. Lena war bis dato noch mit Jörg bei den Hasen und kam glücklich
und zerwühlt nach oben, mit Jörg im Schlepptau. Ich biss also ab und
gab Bine immer eine kleine Ecke ab, bei so was gesundem teile ich gerne.
Lena, neugierig was wir da essen kam näher und machte einen langen
Hals. Im tiefsten Inneren weiß ich, dass sie so was überhaupt nicht
nimmt. Sie ist eine alte Feinschmeckerin. Trotzdem traten ihr die Augen
aus dem Kopf und ein Sabberfaden hing aus dem linken Mundwinkel vor
Neugierde WAS wir da wohl essen.... Jörg hält also was auch immer in den Händen, sagt "Lena Liebes, komm mal her" und der große schwarze Trottel wackelt mit blinkenden Äuglein rüber. Jörg gibt ihr den Kohlrabi und ohne zu schnüffeln steckt sie ihn sofort in den Mund. Mit völlig angewidertem Gesicht und trotzdem strahlenden Augen schaut sie zu Jörg und kaut wie eine Wahnsinnige. Während er sich halb tot lacht, sie lobt und mir die Zunge raus streckt, dreht sich Lena wedelnd um und spuckt den ganzen kleingematschten Kohlrabi auf den ahnungslos am Boden liegenden Schnauz ! Ehrlich, ist das normal ??? Wir haben den Trick schon ein paar Mal bei verschiedenen Gelegenheiten vorgeführt und die Leute glauben es vorher NIE. Z.B. empfindet Lena es als persönliche Beleidigung wenn ihr Menschen trockenes Weißbrot entgegen strecken (geschieht häufiger in der Grillsaison). Sie tutet mit der Nase drauf, so dass es ja auch kein anderer mehr essen kann und dreht sich beleidigt ab. Trocken Brot ist doch nichts für einen Hund. Dann nimmt Jörg den verschmähten Brocken in die Hand und das oben aufgeschriebene wiederholt sich ohne dass sie es aus spuckt. Im Gegenteil sie schluckt es und sieht aus, als hätte er ihr grünen Pansen angeboten. Versteh einer diesen Hund. Manchmal glaube ich tatsächlich, es ist Liebe *grübel* In diesem Sinne liebreizende
Grüße und bis die Tage, |
| 03. Januar 2005 |
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In der Kürze liegt die Würze.. hab
ich doch schon immer gewusst !
Jaha, wir sind gut rein gerutscht.
Bine, großkotzig wie sie nun mal ist, hätte am Silvesterabend am
liebsten alle Raketen persönlich gefangen. Von Angst keine Spur. Lena,
bei der Knallerei besorgt bis ängstlich, hat ihre obligatorische Schale
dunkles Weizenbier bekommen. Hmmm legga. Um 22 Uhr hat sie entspannt auf
dem Rücken gelegen und geschnarcht, dass wir den Fernseher einen Tuck
lauter drehen mussten. Mit Mimi habe ich Geburtstag
gefeiert. Da ich sie im August '93 bekommen habe und sie 4 1/2 Jahre alt
war, MUSS sie also irgendwann im Januar Geburtstag haben. Warum nicht
gleich Anfang Januar. Also, happy Birthday meine kleine Schmuddeltrine zum
16. Geburtstag. Okay, schön issi nicht mehr, da sie ungefähr an ihrem
12. Geburtstag aufgehört hat sich zu putzen. Aber lieb isse, wie sonst
keine. Hoffentlich bleibt uns unsere Lütte noch lange erhalten. Hunger
hat sie täglich wie eine Große, die Augen machen langsam nicht mehr so
richtig mit, aber sie hat viele Wachphasen und hin und wieder einen
Rennflash. Sie schmust immer noch für ihr Leben gerne und wenn sie grade
gut sieht, kann man sie weiterhin zu einem Spielchen animieren. Das Klo
trifft sie zu 85 % und so ist für uns alles in Butter. *g*
Ich bin gespannt was das Jahr so bringt und hoffe, ihr haltet uns die Treue. In diesem Sinne, gespannte Grüße
und bis die Tage, |