Clickertagebuch
| 28. Juni 2004 |
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Moooontag, wie schrecklich. Der
Rücken schmerzt, aber das Haar sitzt *gg*
Da ich heute am allerbesten sitzen und liegen vertrage, sind die Spaziergänge kurz und ruhig (zumindest für mich) ausgefallen. Ja, es gibt eben auch solche Tage. Jörg ist in Frankfurt, meine Schwiegermutter oft außer Haus, Andrea studiert und die Oma kann ich wohl kaum mit 91 kg Hunden losschicken. Andererseits, warum eigentlich nicht ?*lach* Damit Bine trotzdem genügend Auslauf bekommt habe ich eben im Garten gethront und unser altes Spiel "wer kriegt den Ball" gespielt. Von Hause aus Schwein, gebe ich immer Bine den Ball und sage Banja "wo ist der Ball ?". Den Rest erledigen die Beiden dann von alleine und das sieht so aus:
Apropro fit, ob ich das grünlipp-Muschelextrakt wohl auch essen kann ? Für meinen Rücken mein ich und weil der Kühlschrank sonst nicht viel hergibt ? Nee, ich kann nicht, das stinkt dermaßen nach Fisch, bah. Oder doch. Nein, es geht nicht. Ist denn da draußen niemand, der mich mal zum essen einladen kann ? HAAAAALLLLOOOOO ??? Hungrige Grüße und bis die
Tage, |
| 27. Juni 2004 |
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Soeben habe ich erfahren, dass ein
wundervoller 2jähriger Hollandse Herdershond aus Tschechien dringend
ein neues Zuhause sucht. Wenn ihr wissen wollt, ob die Hunde wirklich so
toll sind, wie ich immer sage *g* und ihr ein nettes Plätzchen frei
habt, dann mailt mich doch bitte an.
Ansonsten gibt es hier nichts Besonderes. Ich habe mir durch eine blöde Bewegung den Rücken verdreht und deswegen waren wir auch nicht beim Agility. Ich hab den ganzen Tag lang mit Bine und Lena und Banja herumgehangen und das ist uns überhaupt nicht schlecht bekommen. Jetzt werde ich mein Kirschkernkissen in die Mikrowelle schmeißen und hoffen, dass ich morgen wieder gehe wie eine 33jährige :) Schlaft gut und bis die Tage, |
| 24. Juni 2004 |
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Die letzten beiden Tage hat sich
wirklich kaum etwas ereignet. Gut, es kann daran gelegen haben, dass ich
die meiste Zeit auf der Toilette verbracht habe. Aber man soll ja
positiv denken, endlich mal wieder Zeit zum lesen *lach*
Heute habe ich darüber nachgedacht, wie viel Verhaltensweisen von Bine sich schleichend verändert haben. Ohne großes nachdenken oder zutun von meiner Seite. Sozusagen einfach durch die Zeit und das Erwachsenwerden von Bine. Zum einen hätten wir da das Gejodel beim Autofahren. Ich habe mir schon das Hirn zermartert, wann es aufgehört hat, aber ich komme nicht drauf. Ich meine mich zu erinnern, dass sie noch vor dem Urlaub wild kreischend auf der Rückbank saß, wenn wir ihren Lieblingsplatz angefahren haben. Wenn es nach Willershausen geht und wir anhalten, dann bricht es noch mal los. Aber auf den altbekannten Strecken hier ist es ausgestorben *staun*. Das "ins Maul nehmen von Körperteilen", ist auch schon lange passe. Was haben wir das früher genossen, einer muss die Bine die Treppe hinauf oder hinuntertragen und Bine hat sich ein Ohr, Finger oder die Nase geschnappt und "gehalten". Hört sich vielleicht komisch an, war aber absolut niedlich und komplett schmerzfrei. Vor 2 Tagen lag sie vor meinem Sofa und hat so gebrummelt und geknöttert und ich habe die Hand herunterbaumeln lassen um sie ein bisschen am Bauch zu kitzeln. Da hat sie wie früher ganz zart, dieses eine Mal meinen ganzen Unterarm umfasst und gehalten. Ihre Zunge hing dabei zur Seite raus, weil kein Platz mehr im Maul war *gggg*. Dabei ist mir erst aufgefallen, dass sie das nicht mehr tut *wehmütigseufzend*. Schleichend und neu ist auch, dass man jetzt durchaus einmal das Zimmer verlassen kann und sie kommt nicht mehr sofort hinterher. Was hat mir dieser Hund am Hintern geklebt. Nicht das mich das stört, schließlich leben wir mit Hunden um gemeinsam unsere Zeit zu verbringen. Aber mir tat es früher leid für sie, denn egal wie müde sie war, sobald ich aufgestanden bin, ist sie hektisch aufgesprungen und kam hinterher. Auch vorbei. Na ja, nicht immer, aber immer öfter. Nagelneu ist, dass Bine abends gegen 21 Uhr verschwindet. Nämlich ins Schlafzimmer. Auch wenn wir noch fern sehen oder ich am PC bin. Sie kuschelt sich in eines der Betten oder in unser Bett und schnarcht tierisch ab. Wenn wir dann hinterher kommen, freut sie sich mit ganz kleinen Augen, einem Stoßseufzer und wird ganz Schlenkerpuppig. Das ist mein Begriff, weil mir nichts treffenderes einfällt. Schlenkerpuppig, also der ganze Hund ist klein, weich, müde, locker und es macht den Eindruck, als könnte man sich die ganze Bine wie einen nassen Sack über die Schulter werfen. Früher hat die Bine uns morgens (sie schläft nachts noch immer wie eine dicke Salami in der Ritze und strampelt wie ein Elch) festgelegt. Also nach dem Weckerklingeln oder wenn sie wach wurde, hat sie sich einfach quer über den am naheliegensten Menschen gepackt. Zum meinen Leidwesen immer auf die volle Blase *jaul*. Seit Jörg wieder in Frankfurt ist, habe ich das morgendliche Vergnügen, dabei hätte ich noch vor 3 Wochen geschworen, dass auch das Verhalten passe ist. Relativ neu ist auch, dass man jetzt über Bine hinweg steigen kann. Damit meine ich ausschließlich Jörg und mich. Früher hätte sie das nie ausgehalten. Für fremde Menschen ist es auch gar nicht ratsam über fremde Hunde hinweg zu steigen. Ich tu' das niemals. Aber von Lena und Banja bin ich es gewohnt, dass sie permanent im Weg liegen und man locker Schubladen über ihnen öffnen kann oder sogar den Backofen (Banja). Wenn Bine jetzt abends ein gemütliches Plätzchen gefunden hat, bleibt sie immer öfter liegen und schaut mit großen Augen hinauf. Ich finde das prima. Ihre Jagdleidenschaft auf Mäuse ist beträchtlich größer geworden und wird von mir immer noch weiter bestärkt, dafür habe ich den Eindruck, dass die Hatz nach anderem Wild, Katzen, Autos etc. etwas an Reiz verliert. Ein gutes Übungsobjekt ist die Nachbarskatze. Sie liegt immer still und regungslos vor der Haustür der Nachbarn. Bine kennt natürlich Mimi und Giselas Elli persönlich. Normalerweise genügt das für einen Hund nicht um zu generalisieren das alle Katzen KEIN Wild sind. Lena und Banja kennen Mimi auch und haben trotzdem draußen alle Katzen zum fressen gerne. Die Nachbarskatze benutzen wir nun also um sie einfach nur anzuschauen. Dabei machen die großen auch mit. Wir schauen hinüber, ich rede mit den Hunde und mache sie extra aufmerksam ohne anheizend zu wirken (" Ach, da drüben liegt ja die Minka und wartet auf ihr Futter, habt ihr sie gesehen ?"). Lena und Banja stehen dabei ganz schön unter Strom, während Bine eher naiv wirkt und den Kopf schief legt. Wenn Jörg Zuhause ist (was in letzter Zeit selten der Fall ist), fragt er immer noch die Bine nach jedem Gartenbesuch oder Spaziergang, unten am Fuß der Treppe, ob er sie hinauf tragen soll. Und prompt bleibt die Trulla stehen, legt die Vorderpfoten über seinen ausgestreckten Arm und lässt sich hinauf tragen. Das ist voll niedlich. Aber nachmachen muss ich das nicht, die Madam ist nämlich zwischenzeitlich ganz schön schwer. Aber ich profitiere auch von dem Trick. Denn wenn ich sie auf dem Arm nehmen muss (einmal um sie über einen Zaun zu heben oder beim Tierarzt), dann klappt das problemlos und stressfrei für uns Beide. Tja und was wirklich nagel-, super-, duper-, brandneu ist, ist das Bine heute morgen bis um 8 (!!!!!!) Uhr durchgeschlafen hat. ICH war da sogar diejenige die zuerst wach war. Das neue Verhalten kann sie weiter ausbauen. Ich bin DAFÜR :)) In diesem Sinne alte und neue
Grüße und bis die Tage, PS: Wer Bine noch einmal mit "e" schreibt nach dem "i" kriegt von mir eine Spammail *gggg* |
| 22. Juni 2004 |
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Mein Gouda ist auf dem Weg der
Besserung :) Gestern war Bärbel, die THP da und wir haben uns gemeinsam entschieden Bine homöopathisch zu behandeln. Genau so gut wie die Globulis geholfen haben Bines Läufigkeit hervor zu bringen, wirken sie nun entgegengesetzt und die Maus wird wieder wach. Bei Lena hingegen ist noch keine Besserung in Sicht. Die Arme tut mir so leid. Bärbel meint, sie hat sich ganz arg das Bein gezerrt. Gestern Abend konnte sie nicht aus dem am Boden stehenden Napf fressen, weil sie dafür ja auf beiden Vorderbeinen stehen muss. Ich habe sie dann aus der Hand gefüttert, wo es doch leckere Reste vom Rinderbraten gab. Die Rotfärbung des Fells greift nun auch schon wieder auf die Gesichtspartien über und die Schnauze färbt sich langsam rostfarben. Bei schwarzen Hunden, die einen leichten Rotstich im Fell haben, hilft normalerweise ein klitzekleines Stückchen Leber zu jeder Mahlzeit. Das Problem ist, dass Lena Leber absolut eklig findet *seufz*. Aber am wichtigsten ist es zuerst, dass Lena wieder aufhört zu humpeln. Ich denke wenn man nicht sofort schulmedizinisch eingreift, dann muss man dem Hund auch Zeit geben wieder gesund zu werden. Ohne Schmerzmittel und Entzündungshemmer dauert es eben länger, dafür ist es viel schonender und Nebenwirkungsfrei. Wir werden sehen. Über Bine habe ich heute schon
2x herzhaft gelacht. Daher weiß ich genau, dass mein Clownsgesicht auf
dem aufstrebenden Ast ist. Heute morgen hat sie erst einen ganz
fürchterlichen Pfurz gelassen. Pfui Deibel, der hat auf der Zunge
nachgebrannt und ich war mir sicher, dass Karlchen muss aus der Hose.
Also den Sand aus den müden Äuglein gerieben ( 5.15 Uhr *jammer*) und
ab mit den Hunden nach unten. An Schlaf war bei dem Gestank sowieso
nicht mehr zu denken. In der Feldmark ist Bine auch
morgens in der Frühe allerbester Laune. Sie läuft, ach was schreibe
ich, sie rast die Wege hoch, dreht um und kommt zu mir zurück um wieder
davon zu rasen. Wie macht sie das nur ? Ich könnte das nie..... Auf dem Spaziergang hatte Bine
dann ganz und gar nicht das Bedürfnis einen Haufen abzusetzen. Banja
und Lena machen fast sofort. Sie würden alles tun um in die Betten
zurück zu dürfen. Aber nein, tapfer sind wir weiter marschiert. Denn
wer so pupst wie das Karlchen MUSS doch einfach müssen. Nach weiteren
20 Minuten immer noch nix und wir sind entnervt nach Hause
gefahren. Nach dem Essen steht immer noch einmal Gartenbesuch auf dem Programm. Und siehe da, auf unseren Heimscheisser ist Verlass. Kurz los getobt, Stelle gesucht und einmal rund um den neuen Apfelbaum (einer von 16) geschissen. Ich verweise auf die Bildserie weiter unten im Tagebuch. Bine kann beim kacken immer noch nicht stehen bleiben, schließlich gibt es viel zu tun und dabei kann man wunderbar "Zeitung" lesen. Da sie abwechsend die Hinterbeine hebt UND dabei geht (damit sie sich nicht auf ihre Hosen knödelt) sieht das Ganze recht ... na wie soll ich sagen ... pervers aus :)) ! Nachdem der Darm leer ist,
bekommt sie immer noch einen Rennflash. Ein Zeichen des Wohlbefindens,
nehme ich an, von mir selber kenne ich das allerdings nicht, werde es
aber mal ausprobieren (vom Klo durch den Flur stürmend *pruust*). Dazu
hat sie heute morgen eine echte Otter-Einlage geboten. Ich habe mich
wirklich fast tot gelacht ! Sie hat massenweise Anlauf
genommen, sich mit der Schnute und Schulter hingeknallt und dann ist sie
meterweit im nassen Gras gerutscht. Nachdem sie auf einer Seite aussah
wie ein Otter, kam die andere dran. Sie kneift die Augen zusammen,
was ihr den Gesichtsausdruck eines kursichtigen Maulwurfes verleiht.
Dann zieht sie die Nase kraus (so sieht sie auch beim drohen aus) bis
zur Stirn, was wiederum etwas hat von einer Hyäne. Um dem Ganzen die
Krone aufzusetzen zieht sie die Lefzen bis zu den Ohren nach hinten.
Versucht das mal vor dem Spiegel. Ehrlich, Jim Carey und seine Grimassen
sind ein Dreck dagegen. Wir sind rein gegangen, ich habe mir die Lachtränen weg gewischt und wenn der Tag so beginnt, kann er gar nicht traumatisch enden, selbst wenn der Kalender "Dienstag" anzeigt. Gleich danach hat Bine dann einen wilden Kampf mit mir und der Tagesdecke veranstaltet, die ich aufs Bett legen wollte. Sie betrachtete das früher immer als persönlichen Eingriff in ihre Intimsphäre *ggg*. Erst seit kurz vor ihrer Läufigkeit hat sie es bleiben lassen. Heute morgen hat sie es der Tagesdecke dann endlich mal wieder so richtig besorgt. Solange meine Hände unter der Decke sind, ist Bine ein eifriger Bekämpfer selbiger. Wenn jedoch die Hände hinaus lugen oder sie nur einen Fitzel meiner Haut berührt, hört sie sofort auf. Die Schnappschildkrötenphase haben wir seit ihrer Sturm- und Drangzeit wunderbar gelöst. Ich verspreche, dass ich bald die Welpenseiten aktualisiere. Heute Abend habe ich mich dann beim nach Hause kommen endlich wieder mal richtig "vor-gefreut" auf meine Rasselbande. Leider habe ich zuerst gesehen, dass es Lena nicht wirklich besser geht. Das war ein echter Wehrmutstropfen. Banja und Bine dagegen ging es prächtig. Banja hat sofort das Täschchen an meinem Schlüssel abgerissen (vor Freude), während der noch in der Tür hing. Dann ging es auf den Hof hinaus, weil Bine unbedingt die Beute haben wollte *seufz*. Also alles bestens. Und wieder sind wir aufgebrochen zu einem Spaziergang, Jörg ist ja mal wieder in Frankfurt, war schließlich erst ganze 3 Tage Zuhause. Ich habe eine Strecke gewählt die zwischen Getreidefelder hindurch führt. Wir haben erfolgreich gegen den Leinenzwang verstoßen. Es geht einfach nicht anders, ich kann die Hunde nicht 3 Monate an der Leine führen, die werden irre. Ein Jagdproblem haben wir nicht. Soviel zur Rechtfertigung. Nachdem Banja und Bine sich
wieder gegenseitig von mir weg und zu mir hin gejagt haben, ist Bine mit
einem agilityreifen 3 Meter Sprung ins Kornfeld gejumpt. Banja
hinterher. Dort haben sie sich logischerweise aus den Augen verloren.
Beide wollten aber unbedingt wissen wo der Verfolger denn nun ist.
Während sich die Dusseligen beständig voneinander entfernt haben
(ich hab es an den wackelnden Ähren gesehen), sind sie abwechselnd aus
dem Stand nach oben gesprungen um zu gucken WO die Andere gerade
ist. Gesehen haben sie sich natürlich nicht, aber ich nenn es die
Erdmännchen-Nummer. Selbst der schlappohrigen Banja standen bei den
Sprüngen die Ohren senkrecht hoch. Beide halten die Vorderpfoten direkt
vor der Brust angewinkelt wie Karnickel oder Kahngurus. Das sah so
beknackt aus, ich hab mich wieder halb scheckig gelacht. Sie sind nie
synchron gesprungen sondern fast präzise abwechselnd. Da sie sich
gegenseitig rascheln gehört haben wurden die Sprünge häufiger, man
wollte den angeblichen Verfolger ja rechtzeitig entdecken. Wer solche Hunde hat, braucht einfach keinen Fernseher.... In diesem Sinne, hysterisch
kichernde Grüße und bis die Tage, |
| 21. Juni 2004 |
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Unter dem Menüpunkt Tag der offenen
Tür 2004, findet ihr ab sofort eine kleine Programmübersicht für
unser "Fest".
Wir würden uns riesig freuen, ganz, ganz viele Hundehalter einmal persönlich kennen zu lernen. Vielleicht passt es sich ja mit einem kleinen Harzurlaub ? In diesem Sinne schon wieder
urlaubsreife Grüße und bis die Tage, *g* |
| 20. Juni 2004 |
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Also ich glaube, Bine ist nicht
wirklich richtig lieb, sie ist auf dem besten Wege scheinschwanger zu
werden....... Wusste ich doch, dass mit meinem Hund was nicht stimmt. Hier daheim habe ich einen ausgeglichenen, aber zu jedem Spaß aufgelegten Junghund. Aber in den letzten Tagen ist Bine nur auf den Spaziergängen ein bisschen wie früher. Daheim ist sie leise, ruhig, liegt viel, schläft viel und irgendwie super herunter gefahren. Heute beim Agility habe ich sie überhaupt nicht wieder erkannt. Klar, beim aussteigen gab es ein Heulkonzert wie immer. Auf dem Platz selber musste sie sich erst einmal mit Dalamtinerin Delis auseinander setzen. Schließlich haben sie sich 5 Wochen nicht gesehen und anfänglich wohl auch nicht erkannt. Nach kurzer Zeit ist Bine mit Delis und Mai-Lee um die Wette gerannt, da dachte ich auch noch "okay, sie hat Spaß".
Sie hat sich sofort neben meinen Stuhl gelegt, zwar ohne zu hecheln, aber irgendwie völlig lustlos. Nach der 2. Übung hat sich Bine sogar ohne mich ins Zelt gelegt während die anderen Hunde gespielt und getobt haben und gerannt sind. Soll mir mal ein Hundehalter erzählen dass er sich dabei gut fühlt !!!!!
Ich fühle mich, auch wenn es blöd klingt, sehr erleichtert. Zuhause im Garten oder auf den Spaziergängen ist Bine immer total aufmerksam, arbeitsfreudig und volles Rohr motiviert. Die letzten Male auf dem Platz haben mich einfach verunsichert, weil sie so schlapp wirkt und egal was ich mache, sie schlappt einfach so hinterher. Natürlich denkt man da zuerst an sich selber. Da die anderen Hundehalter aber ebenfalls versuchen ihre Hunde dorthin zu lenken, wo sie sie gerne hätten, mache ich da keine Ausnahme. Ich glaube ich nehme sogar viel mehr Rücksicht, denn 3 x üben reicht mir immer schon aus :):):). Ich werde ihr jetzt einfach die Zeit geben die sie braucht, wir haben ja hoffentlich noch 15 Jahre vor uns ! Vorhin auf dem Spaziergang war sie ganz die Alte, ich habe mit den Hunden nach Mäusen gebuddelt, wir sind ein paar Meter geschlichen und ein paar Meter gerannt. Mit Banja ist sie unendliche Kreise über eine Wiese gezogen und hat total unbedarft und fröhlich gewirkt. Der Rest kommt sicher bald von ganz alleine. Na ihr erlebt das ja sozusagen aus 1. Hand mit..... Lena macht mir ebenfalls Kummer.
Gestern Abend hat sie urplötzlich und auf einmal vorne links geschont.
Heute morgen nach dem Aufstehen war es total übel. Auf dem Spaziergang
hat sie sich dann wieder ein bisschen eingelaufen, aber ganz
verschwunden ist sie nicht. Wenn sie nur steht, entlastet sie das linke
Vorderbein stark und steht schief. Beim laufen humpelt sie und beim
langsam gehen noch stärker. Ich habe das Bein abgetastet aber nichts
verdächtiges finden können. Lena hält dabei immmer sozusagen die Luft
an und ich konnte an keiner Stelle entdecken, dass sie gezuckt hat oder
sich die Lefzen geleckt hätte. In der Achselhöhle hatte sie eine fette
Zecke. Ich hoffe sie hat keine Borreliose. Nicht wegen der einen Zecke
die ich grade erwähnt habe, aber in Dänemark hatte sie Zecken wie noch
nie, ganz im Gegensatz zu Bine. Was mich allerdings wundert ist,
dass Bine ihr vorhin auf den linken Fuß getreten ist und sie wahnsinnig
aufgeschrieen hat. Ich habe extra noch mal die Pfoten und das untere
Gelenk untersucht, aber wieder nichts finden können. Abschließend will ich noch mal sagen, wie sehr ich mich über die netten Gästebucheinträge freue ! Aber wirklich. Wenn ich mich mit all' den Leuten treffen würde, wäre ich ja ein ganzes Jahr nicht mehr Zuhause *lach*. Ich denke ja immer, meine Besucherzahlen spinnen, da dreht heimlich jemand dran rum. Aber denkste Puppe, hinter den schnöden Zahlen sitzen lebendige, echte Menschen.....wow. Wir können es ja so machen, wenn
ihr 10 interessierte Hundehalter zusammen kriegt, dann komm ich, wo auch
immer hin und gebe ein Seminar. Und dann red ich euch in Grund und Boden
zu verschiedenen Themen wie: Stress bei Hunden, Barf,
Aggressionsverhalten, Anti-Jagd-Training, Dogdancing, Clickertraining,
Wie lernen Hunde, Welpen, Beschwichtigungssignale, die Arbeit mit
ängstlichen Hunden, Mentaltraining bei Menschen und und und..... Ich kümmere mich jetzt erst mal um meine Patienten. In diesem Sinne, gute Besserung
an Euch (für die die's brauchen) und bis die Tage, |
| 19. Juni 2004 |
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Bine ist so was von laaaaangweilig...... Sie ist einfach nur brav, deswegen der verzweifelte Tagebucheintrag. Das hat bisher immer geholfen, meistens geht dann schon am nächsten Tag wieder die Post ab *ggg*.
Na und wenn mir langweilig ist,
gibt es nur eine Beschäftigung die in Frage kommt.
Also, schon wieder langweilig. Erst habe ich den Hunden zugeguckt wie Banja der Bine die Ohren putz.
Hm, da ich das aber andauernd
beobachten kann, hat es mich nach kurzer Zeit auch schon Auf die Plätze, fertig los !
Und zum Abschluss endlich mal wieder ein Bild vom besten "hessischen" Schnauzer wo gibt.
Ich geh jetzt ins Bett und morgen
hat dann die Langweile hoffentlich ein Ende. Da ist nämlich wieder
Agility und wir werden durch provokantes NICHT-SPRINGEN glänzen.
Jawohl. |
| 17. Juni 2004 |
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Ich habe gerade mal wieder mit den
Hunden im Garten getanzt. Trotz Nieselregen und Wind hatte ich Lust zu
clickern. Allerdings sind die Hunde bei dem Wetter ausgesprochen
aufgedreht, ich hätte sie einzeln mit raus nehmen sollen.
Wenn man den Slalom üben will und 91 kg versuchen sich gleichzeitig durch das gestreckte Bein zu pressen, na ja, ich überlasse es eurer Fantasie sich das auszumalen. Wirklich Spaß hat es wohl nur mir nicht gemacht *schmunzel*. Nach dem Urlaub war ich clickerfaul. Weiß selber nicht warum, aber manchmal tut auch eine Auszeit ganz gut. Jedenfalls haben die Hunde sich heute angestellt, als wenn sie die letzten Leckerchen 1993 bekommen haben. Das nennt man übermotiviert *stöhn*. Dann klappt nichts, um mich herum ist ein Gewusel wie in der U-Bahn. Während Lena mir ihre Pranken ans Knie haut, weil sie denkt wir steppen, versucht Banja mit dem Kopf zwischen meinen Beinen zu stehen und "Kuckuck" zu machen und Bine versteht nicht, dass man einen Slalom nur üben kann, wenn MENSCH, die Beine spreizt. Dabei habe ich überhaupt noch gar nichts gesagt. Schweinebande. *gg* Wir sind dann erst mal zu viert
nebeneinander her im Fuß gelaufen. Wobei Lena durch die beiden Anderen
locker einen Meter weg war. Wenn sie dann versucht näher an mein Bein
zu kommen, drängelt sie zwangsläufig einen anderen Hund weg. Der ist
dann außen, versucht näher zu kommen und so ist es ein Fass ohne
Boden. Also mit Ruhm bekleckert haben wir uns nicht gerade.
Glücklicherweise sind die Hunde so bemüht mitzuarbeiten, dass sie nie
auf die Idee kämen sich wegen des Futters anzugiften. Jeder für sich
will mir durch irgendeinen ausgefeilten Trick imponieren und hat gar
keine Zeit und vor allem keine Blicke für die anderen Monster. Drinnen haben sich dann Banja und
Lena großmütig meiner Schwiegermutter angeschlossen, die sich
Abendbrot gemacht hat. Gute Gelegenheit, denn Bine ist mit hoch
gekommen. Also Etagentür zu und schon konnte ich mit dem Karlchen
alleine clickern. Über das Agilitytraining am Sonntag habe ich auch noch gar nichts geschrieben. Schön war es für die Bine endlich wieder unter fast Gleichaltrigen zu sein und richtig loszufetzen. Wie immer hat sie das Golden-Retriever Mädchen umgeknurrt. Was das soll, kann ich beim besten Willen nicht deuten. Ich weiß, dass beide Hunde gerne zusammen spielen, Bine am Ende der Stunde vom Retriever immer durchgeritten wird und Mai-Lee Bine auch gar nicht ernst nimmt. Aber irgendwie ist es Ritual. Bine knurrt und Mai-Lee krabbelt, kriecht und wuselt um die Bine herum. Unterbindet man die Geschichte, holt Bine das eben in der 1. Spielpause nach. Der Goldie ist dabei nicht von Bine weg zu bekommen und nutzt jede Gelegenheit zur Flucht um bei Bine vorbei zu schauen. Dementsprechend locker sehe ich das auch. Manchmal denke ich, Bine hat die idiotische Spielweise von Banja übernommen. Die macht nämlich auch Stimmen beim spielen wie ein Männergesangsverein *lach* Bei den anderen Hunden auf dem
Platz zeigt Bine dieses Verhalten nicht. Die wuseln und kriechen
allerdings auch nicht vor ihr umher. Sei's drum. a) Bine steigt über die Stange,
wirft sie herunter und kommt im Schneckentempo auf mich
zu. Keine Sorge an Beschwichtigung
habe ich auch schon gedacht. Aber mal ehrlich, b) Bine rennt im Affenzahn UM das
Hindernis herum, kommt zu mir und grabscht fröhlich Es ist ja nicht so, dass sie
nicht springen kann oder mag. Ihre Mäuselsprünge haben in der
Zwischenzeit grob geschätzt eine Höhe von 1,50 m erreicht. Und
das aus dem Stand, bitte schön. Aber das mit den Hürden sieht sie
irgendwie nicht ein. Dann dachte ich, vielleicht liegt es am fehlenden
Tempo und bin mit ihr zusammen zu den Hürden gerannt. Aber nix da,
entweder stemmt sie wie ein Esel die Pfoten in die Erde und verweigert
oder sie bremst ab um wieder ganz vorsichtig darüber zu
"steigen". Geschworen, sie hat sich dabei noch nie weh getan.
Es sind nur ganz leichte Plastikstangen, die schon fast vom anschauen
herunter fallen. Irgendwann in den 5 Minuten ist sie dann tatsächlich
mal über alle 3 Hürden gestiegen, gestokelt, geklettert oder wie immer
man dazu sagen will. Meine euphorischen "Jaa, jaaa, jaaaaaaa"
Rufe haben Gisela veranlasst nachzusehen ob wir es schon können. Also, Bine wieder vor die 3er Kombination gesetzt und "warte" verlangt. Nach hinten gegangen, hinter der letzten Hürde aufgebaut und Bine abgerufen. Wie ein "Blitz" ist Bine an den Hindernissen vorbei gerannt um sich ein Leckerchen zu holen. Außerdem stand ja auch Patentante Gisela bei mir, also Eile. Ich bin gespannt, ob wir das hinkriegen und wenn ja, ob's irgendwann Spaß macht *nachdenk*. Aber dann, die A-Wand. Vielleicht
liegt es auch an meiner Einstellung, aber ich weiß, dass Bine von
Anfang an eine kleine Bergziege war. Dabei gab es überhaupt keine
Probleme. Ich hab noch nie erlebt, dass es etwas gibt auf das sich Bine
nicht rauf traut. Vielleicht wäre sie doch besser ein Rettungshund
geworden *grübel*. Auch hier hat sie wundervoll bedächtig gearbeitet
(aber hier passt es ja auch) und ist ohne zu zögern hinauf gelaufen.
Auf der anderen Seite hinunter und in der Kontaktzone gefüttert. Diesen
Hund könnte man an jeder beliebigen Stelle der A-Wand füttern, die
steht wie ein Gamsbock. Wenn es nach Bine gegangen wäre, hätte es die
ganze Stunde nur die A-Wand hinauf und hinunter gehen können. Aber so
geht es natürlich nicht. A-Wand, Tunnel, Steg, Wippe,
Tisch, das alles ist für Bine selbstbelohnend, sie braucht mich dafür
wirklich nicht. Wenn ich nicht aufpassen läuft sie diese Hindernisse
immer wieder an, geht einfach hinüber und freut sich des Lebens. Es
macht ihr nur Spaß. Aber Hürden. Pfui, Bah. In diesem Sinne, sprungfreie
Grüße und bis die Tage, |
| 12. Juni 2004 |
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Heute war es also wieder soweit.
Hundeschulen-Alltag :)
Bine riecht irgendwie wenn ich die Tasche für den Unterricht packe. Sie ist total scharf darauf mitzufahren. Leider war das nicht machbar und da Jörg noch in Frankfurt weilt und so musste sie den Vormittag über bei meinen Schwiegereltern warten. Das hat sie gemeinsam mit Lena und Banja auch prima gemacht. Als ich nach Hause kam, saß sie wie eine Alte mit meinem Schwiegervater auf der Gartenbank, sah niedlich aus. Da mich das olle Luder heute morgen um 20 nach 5 geweckt hat, wir lange gegangen sind und es sich für mich nicht recht lohnte noch mal hinzulegen, war ich mittags ganz schön kaputt. Ich habe die Hunde noch mal durch die Feldmark gejagt und mich dann noch mal hingelegt. Ich werde auch nicht jünger und außerdem war keiner da, denn es gestört hätte *gg*. Bine und Banja haben sich sofort
mit ins Bett gekuschelt (auf Herrchens Seite *jauchz*). Lena war das
viel zu warm, sie lag vor dem Bett auf den Fliesen. Als die Hundeohren sauber waren,
hat Bine angefangen Banja Bart zu lecken. Da hängen noch wundervoll
viele Essensreste drin, wenn man nur ausgiebig sucht *igitt*. Der
Schnauzer, ganz durcheinander von soviel Zuneigung, hat pflichtbewusst
zurück geleckt und im Endeffekt haben sie sich ununterbrochen
Zungenküsse gegeben. Beide Hunden haben dabei ein bisschen verstört
geguckt und auch nicht wirklich genussvoll, aber trotzdem nicht
aufgehört.... Beim lachen und küssen müssen wir dann eingeschlafen sein, denn ich bin Nachmittags wieder aufgewacht durch 2 schnarchende Bettgenossen. Zum Thema schnarchen macht Bine wirklich niemand etwas vor, da sind wir deutscher Meister. Sie sägt einen ganzen Wald ab, röchelt, sägt, prustet, schmatzt. Na ja, wir hatten ja nun 11 Monate Zeit uns an den Hund mit den großen Polypen zu gewöhnen... :) Nachdem wir aufgestanden sind und
uns wieder einigermaßen in Ordnung gebracht haben, bin ich wieder los
gedüst zum Platz, aber dieses Mal mit Bine. Wir mussten uns erst mal in die
Scheune retten und da waren gerade die Welpen. Man sind die süß.
Trotzdem bin ich froh, dass Bine aus dem gröbsten raus ist :)))) Lukas war gar nicht gut drauf.
Anfänglich dachte ich noch es liegt an der Leine, aber nach dem
ableinen fing es erst richtig an. Irgendwie konnte er Bine gar nicht
leiden an dem Tag, dabei haben sie sich schon 2x gesehen..... Während die Kundenhunde üben
mussten, habe ich Bine angeleint mitgenommen und viel geclickert. Sie
hat das sehr gut gemacht und gar nicht gequengelt. Hinterher hatte sie
noch ca. 10 Minuten alleine Zeit mit den Hündinnen die ruhig und
problemlos verliefen und dann konnte sie noch ca. eine viertel Stunde
mit Leni spielen. Endlich ! Wieder daheim habe ich sofort die
Raubtierfütterung eingeleitet und wir waren noch ein halbes Stündlein
im Garten, weil die Sonne so schön schien. Tja und morgen ist dann
wieder Agility, da freuen wir uns schon drauf. Da hat die Bine dann ganz
viele Hunde zum spielen. Ich glaube dass hat ihr sehr gefehlt. Jetzt-mit-einem-Buch-auf-dem-Sofa-verschwindende-Grüße
und bis die Tage, |
| 11. Juni 2004 |
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Zu der gestern Abend laufenden
Sendung Spiegel TV "Hundeschulen" auf Vox, haben wir im Namen
unserer Hundeschule einen Brief an den Sender geschrieben. Gisela hat
wunderbar formuliert, was hoffentlich allen unter den Nägel brennt. Es
ist schon erstaunlich, mit wie viel Idiotismus manche Menschen sich die
Welt zurecht biegen......
Wir finden es wird Zeit, endlich nicht mehr stillschweigend zuzusehen und den Kopf zu schütteln sondern die Initiative zu ergreifen und das Programm zu verändern, dass sich 1.000.000 Hundehalter ansehen und glauben was dort vorgeführt wird. Hier das Schreiben: Betreff: Spiegel TV Extra, Die Hundeschule, am 10.6.um 22.25 Uhr
Sehr geehrte Damen und
Herren, das was da so niedlich verpackt und als sanfte Trainermethode verkauft wurde, ließ unsere Nackenhaare nicht nur einmal hoch stehen. Einen Leinenruck bei einem kleinen Welpen mit Zupfen zu betiteln und die Erklärung, dass ein Hund, der fast auf dem Bauch zur Trainerin kriecht, sich die Nase leckt und dabei Urin ablässt, von der Trainerin versorgt werden will, lässt alles andere vermuten als Fachwissen. In selbstgefälliger Weise wurden in den Trainingssituationen Beschwichtigungssignale der Welpen ignoriert und durch Zufügung von Druck und Stress Lernen verhindert. Das ein kleiner Welpe seine Leine bei dieser Art von Training nicht lieben lernt ist logisch. Dass es durch Leinenruck zu Schäden an der Wirbelsäule, der Luftröhre, der Schilddrüse kommen kann wird leider verschwiegen. Ein Welpe lernt Leinenführigkeit dadurch, dass er die Nähe seines Menschen angenehm und lohnend empfindet. Alle Welpen zeigten das Gegenteil, denn trotz Ruck (unserer Meinung nach genau wegen des immer wieder zu befürchtenden Rucks) suchten sie Abstand. Keinem Welpen wurde verdeutlicht, welches Verhalten von ihm erwünscht ist. Er wurde lediglich bestraft für Fehlverhalten (aus menschlicher Sicht), aber selten wurde er in dem Moment bestärkt, also ihm Lernen ermöglicht, wo er etwas richtig gemacht hat. Hunde lernen wie fast
alle Lebewesen durch Assoziation. Wird in der Nähe des Menschen
geruckt, meidet der Hund die Nähe und es muss immer wieder geruckt
werden. Ein Teufelskreis entsteht. Daher ist es viel fairer, den Hund
Fehler gar nicht erst machen zu lassen, statt ihn für Fehler zu
korrigieren oder zu strafen. Situationen, in denen der Welpe auf die Decke gesetzt wird und ihm 20 Mal das „Signal“ Decke-Platz an den Kopf geworfen wird, er zur Krönung für sein „Vergehen“, dass er es nicht verstanden hat oder es sich für ihn vielleicht einfach nur nicht gelohnt hat es auszuführen, auch noch auf den Rücken gedreht wird, weil man sich selber als Trainer keine Blöße geben will, lassen nur einen Kommentar zu: „Was man mit Gewalt
gewinnt, kann man nur mit Gewalt behalten“. Dieser weise Satz von
Mahatma Ghandi trifft auch für den Umgang mit dem Hund zu!!!! Schade um die vergeudete Zeit bei VOX! Hundefreundliche
Grüße und bis die Tage, |
| 10. Juni 2004 |
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Der Alltag hat mich wieder *maul*.
Nicht nur, dass ich mich gerade wieder daran gewöhne am Telefon
angebrüllt zu werden, nein, heute habe ich auch wieder bis zu den
Ellnbogen im Hundefleisch gesteckt und gemanscht. Was will man mehr ?
*g*
Nicht nur uns ist es aufgefallen, nein, auch dem Schwiegertiger, Bine wird erwachsen. Irgendwie bedauere ich das zu 90% und rede mir ein, dass auch die vergangene Läufigkeit noch dafür sorgt, dass mein Hundekind so ruhig ist. Also draußen ist sie schon noch gut drauf und zu jeder Schandtat bereit. Sie ist aber außerdem unheimlich ansprechbar, arbeitswillig und lieb. Vor 2 Tagen sind uns auf einem Weg 3 Schulkinder (so ca. 10 Jahre) entgegen gekommen. Bine hatte sie schon entdeckt und ist stehen geblieben. Ich habe sie leise zurück gerufen, sie kam sofort und musste an die Flexi. Lena war weiter frei. Ich war total entspannt, Bine war total entspannt und so passierten wir die Kiddys und Bine war nur neugierig. Wir haben kurz angehalten, sie konnte die "Kurzen" bestaunen und dann ging es weiter. Gleich nach dem wir die Gruppe hinter uns gelassen hatten, durfte sie von der Leine und lief promt ihres Weges. Das ist eine Verbesserung um 150 %. Heute musste Bine zum ersten Mal
wieder den Vormittag ohne uns verbringen. Jörg ist seit gestern Mittag
wieder in Frankfurt (fragt aber jeden Abend am Telefon sofort was seine
Prinzessin macht) und ich bin ja wieder am arbeiten. Meine
Schwiegermutter ist natürlich zu Hause. Bine hat lieb gewartet, nichts
kaputt gemacht, nicht gejault und den Vormittag im Wohnzimmer von
Roswitha verpennt....... Heute Nachmittag haben sich dann alle 3 sehr über mein Nachhausekommen gefreut. Ich mich aber auch *gg*. Danach sind wir in die Feldmark gefahren und Banja und Bine konnte endlich wieder gemeinsam aus dem Auto stürzen und rennen, rennen, rennen. Ich stelle fest, dass es beiden Hunden sooooooooooooo gefehlt hat. Wir haben eine Kuhweide passiert auf der ganz viele kleine Kälbchen herum tollen. Sie standen ganz dicht am Zaun und haben uns mit großen, langbewimperten Augen bestaunt. Bine war fasziniert !!!! Sie lief vor dem Zaun auf und ab und hat die Luft richtig aus den Bäckchen gepustet. Das sah süß aus. Ich habe zuerst abgewartet. Denn das Anschauen von Kälbchen ist schließlich nicht verboten. Ich bin aber nicht stehen geblieben, sondern weiter am Zaun entlang gegangen. Bine ist glücklicherweise ein "leiser" Hund, sie bellt in solchen Situationen nie, sondern baut Stress ab durch stetige Bewegung. Die kleinen Kälber hatten auch keine Angst vor ihr, sondern haben ihr mit wackelnden Köpfen immer nur nachgesehen ..... von rechts .... nach links ..... nach rechts ..... nach links usw.. Wie ein Fußgänger an der Autobahn *gg*. Als ich den Zaun passiert hatte, kam auch Bine mit und die Sache war erledigt. Auf dem Rückweg hatte sie für die Kühe samt Nachwuchs überhaupt kein Auge mehr übrig. Ich war so stolz auf meine Kleine. Ich gebe zu, als sie zum Zaun lief, war ich nah an der Grenze sie zu stoppen durch ein Abbruchsignal. Ich bin froh dass ich es nicht benutzt habe, denn Bine hat überhaupt nicht schlimmes oder falsches getan. Einfach nur aus der Nähe die fremden Lebewesen bestaunt. Das war schon alles. Im Haus bemerkt man Bine fast gar nicht. Sie liegt viel, nimmt sich nur noch ab und zu ein Spielzeug und spielt ein paar Minuten für sich ganz alleine. Seit ich aus dem Urlaub wieder da bin, haben wir noch keine Zeit für eine Clickersession gehabt. Das wird so bleiben bis wir am Sonntag zum Agility gehen. Meine Erfahrung ist, dass nach einer solchen kurzen Trainingspause alles doppelt so gut flutsch. Ansonsten ist hier die Zeckenflut ausgebrochen. Da wir so gut wie nie im Wald unterwegs sind, haben die Hunde in den vergangenen Jahren so gut wie keine Zecken gehabt. Vielleicht 2 oder 3 über den ganzen Sommer verteilt. Das ist in diesem Jahr ungefähr die Beißquote pro Spaziergang. Witzigerweise hat Bine am wenigsten Zecken. Ich erkläre mir dass mit ihrem ausgezeichneten Immunsystem. Die letzte Impfung ist fast ein Jahr her, sie ist nicht krank und wird von klein auf roh gefüttert. Mehr ist in der Zwischenzeit wirklich nicht passiert. Hm. Bevor ich mir also Geschichten aus dem Finger sauge... Adios. Anti-Zecken-Grüße und bis die
Tage, |
| 07. Juni 2004 |
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So, nun sind wir also wieder Zuhause. Heute ist mein letzter Urlaubstag *seufzaustiefstemherzen*. Es war zu schön. Aber was soll das Gejammere. Ich zehre ab jetzt von den dort aufgebauten Reserven. Die Rückfahrt aus Dänemark war super anstrengend, das kann ich euch sagen. Nachdem wir abends gegen halb zehn ins Bett gegangen sind, konnte ich einfach nicht einschlafen. War so ähnlich wie auf der Hintour. Also bin ich um zehn Uhr wieder aufgestanden und habe bis nachts um zwölf Fernsehen geguckt. Da hat dann auch Jörgs Wecker gepiept. Wir haben das restliche Gepäck verladen, haben die Hunde noch mal eine kleine Runde durch den Wald geführt und uns endgültig von Dänemark verabschiedet. Schon nach einer Stunde Nachtfahrt auf der Autobahn habe ich gedacht, ich schaffe es nie bis nach Hause. Schlagartig war ich so was von müde, kenne ich sonst gar nicht von mir. Aber Jörg ist flott voraus gefahren und ich hatte alle Mühe nicht so vor mich hin zu trödeln. Am schlimmsten war die Zeit zwischen drei und vier Uhr morgens. Meine Herren, ich habe vor Müdigkeit ununterbrochen geblinzelt und echt mit den Augen gerollt. Um 5 Uhr haben wir noch einmal Rast auf dänischer Seite gemacht, sind mit den Hunden spazieren gegangen und ich habe endlich einen starken schwarzen Kaffee getrunken. Je weiter wir Richtung deutscher Grenze kamen um so schlechter und diesiger wurde das Wetter. Das kann ganz schön deprimierend sein..... Ab Hamburg hat es dann geschüttet wie aus Eimern und schlagartig wurde die Fahrerei wieder echt quälend. Die meisten Leute dort haben trotz des Wetters den Gasfuß ganz locker sitzen gehabt und man konnte wirklich nicht weiter gucken, als bis zum Vordermann. In Hannover dachte ich endgültig, ich kann nicht weiter sonst schlafe ich ein. Da weiß man aber dann im Hinterstübchen schon, dass es nur noch eine Stunde bis nach Hause ist und so quält man sich weiter. In Hildesheim (nur noch knapp 30 Minuten bis nach Hause) ist Jörg dann an eine Raststätte gefahren. Dort hat er mich gefragt, wie ich das mache, er wäre total k.o., könnte keinen Meter mehr weiter, sonst würde er einpennen :)))))) Wir haben einen kurzen Spaziergang gemacht, sofern das auf deutschen Raststätten möglich ist und anschließend einen Espresso getrunken. Dann noch einige Minuten die Beine vertreten und den letzten Abschnitt in Angriff genommen. Das ging dann auch ganz gut, aber daheim angekommen, hat ich Null Energie mehr für irgendwas. Banja war zuerst nirgendwo zu sehen. Meine Schwiegermutter gerade mit dem Auto unterwegs und mein Schwiegervater meine, Banja würde oben bei uns in der Wohnung liegen. So war es dann auch, nachdem sie unsere Stimmen gehört hat, kam sie die Treppen herunter gesaust und endlich hab ich meinen Schnauzi wieder :) !!!!!! Banja hat sich am meisten über mich gefreut, Bine sich am meisten über Banja, Lena stürzte sofort zum Hasenstall und so war das Getümmel irgendwie nicht ganz so chaotisch wie erwartet. Mimi, die wir sofort nach oben brachten, damit sie ihr Katzenklo und Futter und Wasser zur Verfügung hat, hat ein herzerweichendes Wiedersehen mit Banja gefeiert. Das war so niedlich, kann man gar nicht richtig beschreiben. Sie kam aus dem Katzenkorb und Banja und Mimi gingen langsam aufeinander zu. Dann hat der Schnauzi ihr zärtlich den Kopf und die Ohren geleckt und Mimi hat sich ganz feste an Banja Beinen gerieben, geschnurrt wie wild und Schwanz und Schnurrhaare haben gezittert wie verrückt. War das vielleicht herzig. Dann kam meine Schwiegermutter nach Hause und Lena und Bine haben gequiekt vor Freude und einen Affentanz veranstaltet. Banja ist mir nicht mehr von der Seite gewichen. Tja und dann konnte ich absolut und ehrlich keinen Schritt mehr tun und habe mich erst mal für 2 Stunden hingelegt. Natürlich mit dem Schnauzer an meiner Seite. War das schön zu kuscheln und sie endlich wieder zu riechen. Sie duftet nämlich wahnsinnig gut. Also zumindest für meine Nase :) Bine ist so dicht zu Banja und mir gekrochen wie nie zuvor. Sie lag halb eingequetscht zwischen uns, macht ein friedliches Gesicht und hat immer und immer wieder an Banja gerochen. Erst kam es mir so vor, als wenn sich die Hunde ein bisschen fremd geworden sind, aber dann hat Banja auch Bine die Ohren geleckt und von dem Moment an, waren Pat und Pattachon wieder gemeinsam unterwegs. Sie hetzen durch den Garten, spielen zusammen, schmusen zusammen und sind ein Herz und eine Seele. Richtig schön, diese Harmonie. Lena
ist ein bisschen außen vor und will am liebsten die ganze Zeit im
Hasenstall stehen. Sie hat wohl einiges nachzuholen. Jörg hat
morgen noch einen Tag frei und dann beginnt auch für Bine wieder der
Alltag. In
diesem Sinne, kratzende Grüße und bis die Tage, |