Clickertagebuch


30. September 2005
Puh, geschafft. Der letzte Eintrag diesen Monat :)

Erzähl ich doch erst mal zuende, wie unser Seminar so war. Am nächsten Tag sind wir frisch gewaschen nach einem ausgiebigen Frühstück ohne Verfahren (danke Chantal) in der Gaststätte angekommen. Noch schnell Pia's Verkaufstisch aufgebaut und dann waren auch schon Martin samt Gattin da. Ich bin bekennender Pietrallianer und stehe dazu. Das Wochenende hat mich wieder total bestärkt. Die Art wie Martin mit Hunden arbeitet, welche Lösungen er anbietet ohne sich dabei zu verbiegen, finde ich großartig.
Ich freue mich sehr auf sein Seminar bei mir im März 2006.
Wir haben mit dem legendären Menschen-Clicker-Spiel begonnen und dann ein bisschen Theorie eingeschoben, von der ich ehrlich gesagt gar NIX mit bekommen habe. Ich saß neben einem echten "Elchhund" und der war leicht aufgebracht über das still sitzen mit so vielen anderen Hunden in einem Raum. Lauthals hat er recht durchdringend gebellt und alle Heranzieh- und Beruhigungsversuche haben nichts gebracht. Kurz bevor mir die Nerven durchgegangen sind, hab ich das Frauchen gefragt, ob sie ein paar Leckerchen für mich hat. Ja, hatte sie. Eine handvoll Trockenfutter, damit kommt man nicht weit. Tapfer hab ich versucht, das Zeug im Mund zu zerteilen und ich kann euch sagen, es schmeckt furchtbar. Ekelig ! Wiederwärtig. Pfui ! Bäh !

Tja und schon waren wir in einer Clickersession. 1. Lektion wenn man neben Dagmar sitzt: Schnauze halten. Dann kam Schnauze halten und sitzen, Schnauze halten und platz machen, Schnauze halten und sich auf die Seite rollen, Schnauze halten und auf der Seite gerollt den Kopf ablegen.......rucki zucki war die Theorie vorbei, die Leckerchen alle (Danke Jeanette für den Nachschub) und ich hab eine Freundin für's Leben. Danke natürlich auch an das Frauchen, die mir ihren Hund so einfach anvertraut hat. Martin, was hast Du den Vormittag über so erzählt ???

Hier kommen jetzt einige Bildimpressionen vom Seminar, dass bei wundervollem Wetter zum Großteil draußen statt gefunden hat:


Das ist meine neue Freundin, die jetzt im Seminarraum auf der Seite liegend, warten kann :)


ZuschauerInnen in der Sonne


Menschen clickern


Sabinchen hat schön aufgepasst


Pia auch, Eika nicht :)


Martin mit einem leinenaggressiven kleinen Münsterländer


Hier wird apportieren und in die Hand ausgeben geübt


Eika lernt dass Ochsenziemer abgeben gar nicht so schlimm ist


Eine Hocker-Fraktion :)) Wir hatten unsere natürlich auch dabei !


In den Süßen war ich ganz verliebt. Ein Springer-Spaniel.


Die Maus passt schön auf.


Duke lernt den Ball wieder zu bringen.


Der kleine Münsterländer am selben Tag, beim passieren eines anderen Rüden. Hammer, oder ?


Jack lernt, rückwärts um die Kurve zu gehen


Hier wird für Obedience geübt.


Eika schmeckt es auch wenn Menschen drum herum stehen

Das Wochenende hat sich mal wieder voll und ganz gelohnt. Ich denke, wir haben alle eine Menge gelernt und sind mit dem ein oder anderen grübelnden Gedanken nach Hause gekommen.
Ich für meinen Teil grüble immer noch :))

Grübel-Grüße und bis die Tage,
Dagmar

25. September 2005
Juchu, wir sind wieder zurück !!!! Dank Chantal (so heißt nämlich Astrid's Navigationssystem). Mal unter uns, so wahnsinnig viel kann dieses Navi-Dings nicht gekostet haben, ist wohl eher die Sparversion. "Sie" hat nämlich solche Ansagen gemacht wie:
" Und jetzt fahren sie SEHR LANGE geradeaus". Hä ?
In Dortmund wäre es sowohl auf der Hin- als auch auf der Rückfahrt beinah zum Desaster gekommen, weil Chantal gesagt hat " demnächst bitte links abbiegen". Da war aber nix, da Astrid aber Obrigkeitshörig ist, weiß man nie wozu das führt......
Ich für meinen Teil hab ihr beruhigend zugemurmelt, dass sie bitte schön weiter geradeaus fahren soll. Chantal meinte dann auch bloß eine leichte Linkskurve :)

Angekommen sind wir alle gut. Sabine war mittags bei mir, dann trudelte Ines ein und schließlich Astrid. Gleich nach dem los fahren, also kurz vor dem Ortsschild hab ich Astrid gefragt ob sie erschöpft ist und ich vielleicht weiter fahren soll. War sie aber nicht ;(

Sicherheitshalber habe ich mein Angebot alle 5 km wiederholt *g*


Und so fröhlich sieht sie aus, wenn sie selber fahren darf


Hä ?

Die Ines ist ja nun auch schon ein alter Hase in Essen :)


Pia, die sich angeblich immer wieder über uns freut !


Das Sabinchen !

Dieses Mal hat alles so erstaunlich gut geklappt, dass ich kaum weiß, was ich schreiben soll. Keine verkehrten Abfahrten etc., dank Chantal. Kein Stau, kein Stress. Sogar die Pia war Zuhause. Wir haben (kaum zu glauben aber wahr) vor 21 Uhr gegessen !!!!! Das Wetter war super. Was will man mehr ?

Abends lag ich wie immer auf Helge's Bettseite, Pia erzählte und nachdem Sabine mit ihrer Liege zusammen gebrochen ist und anschließend mit Kater Hermann um die besten Plätze gekämpft hat, bin ich wohl eingeschlafen. Dieses Mal hab ich noch nicht mal geschnarcht. Wie gesagt, es lief alles super prima. Gut Ines hatte leichte Schatten unter den Augen, weil Astrid leise vor sich hingeröchelt hat. Da die beiden aber in der Gartenhütte einquartiert waren, hat mich das nicht weiter gestört. Dann waren wir auch nur 5 Frauen die sich das Bad teilen mussten, paradiesische Zustände, sag ich euch :)))

Über das Seminar selber, schreib ich dann morgen oder übermorgen weiter, jetzt bin ich zu müde.

Fortgebildete Grüße und bis die Tage,
Dagmar

15. September 2005
Es wird jetzt doch Herbst. Das merkt man an allen Ecken und Enden. Bei der dienstäglichen Schnüffelgruppe im Wald haben wir sogar auf dem Rückweg schon eine Taschenlampe angeknipst. Die Suchgruppen sind echt eine Wucht und total super bei der Arbeit. Das Deles als läufige Hündin dabei war, hat die Herren überhaupt nicht gestört. Erst nach Feierabend, als sie wieder ihre "Alltagsgeschirre" umhatten, wurden die Nasen in den Wind und in Richtung von Deles Popo geschwenkt. Und das war auch völlig okay. 
Während ich das schreibe, plätschert der Regen auf die Dachfenster und mir wird ganz heimelig. Ich mag den Herbst. Es wird alles ein bisschen ruhiger und die Hunde lieben kühleres Wetter und sind entsprechend fit. Man kann besser schlafen, es ist nicht mehr so heiß und es gibt wohl kaum etwas schöneres, als einen Spaziergang im bunten Laub.
Unser Urlaub ist jetzt auch so gut wie vorbei. Ich muss schon sagen, es waren 3 arbeitsreiche Wochen. Erholt fühle ich mich kein bisschen, aber da das langsam zum Dauerzustand wird, stört's auch nicht mehr wirklich.

Ende August, in der Nacht zu meinem Geburtstag, ist leider Jörgs Oma gestorben. Das war traurig und besonders wenn ich alleine im Garten sitze, fehlt etwas. Unser Aufenthalt in Hamburg war somit nicht ganz ungetrübt, aber trotzdem war es schön mal raus zu kommen. Ich hab im Park natürlich schon am 2. Tag fremde Möpse, Afghanen und Pudel angelockt. So ganz ohne Hunde geht es eben doch nicht. Für Jörg war der Kurzurlaub gelaufen nachdem wir in Hamburg an den Landungsbrücken einen Holländer gesehen haben :)

Ich konnte ihn nur mit Mühe davon abhalten die Leute auszuquetschen ob das vielleicht einer von den Pinn'schen Hunden ist (sag ganz anders aus das Tier) und die restlichen Zeit haben wir überlegt, wie die Bine wohl die Abwesenheit von "Mama" und "Papa" übersteht. Immerhin waren wir 3 Tage weg !!!!! Natürlich haben wir jeden Abend angerufen. Am 1. Tag hat Bine noch aus allen Fenstern unserer Dachwohnung geschaut und bei jedem vorbei fahrenden Auto gelauscht. Die Nacht hat sie mit Lena oben in der Wohnung auf unserem Bett verbracht. Meine Schwiegereltern waren so nett, über Nacht ihre Schlafzimmertür offen zu lassen und so hat die Bine gleich morgens früh einen Besuch gemacht und sich gefreut, dass sie nicht alleine ist.
Am 2. Tag hatte sie wohl vergessen wer ihre Vorbesitzer sind (WIR) und sich den neuen Gegebenheiten angepasst. Der Holly ist eben ein besonders anpassungsfähiges Tier.
Während Jörg und ich uns auf der Heimfahrt mit dem Zug bei 33 Grad Innentemperatur dann ausgemalt haben, wie die Bine wohl durchdreht, wenn wir zurück kommen, sah die Realität anders aus:
Banja war heilfroh, dass ich wieder da war, Lena war heilfroh dass Jörg wieder da war und Bine hat ein bisschen gewedelt und ist ansonsten im Garten rumgeflitzt und hat nach Robby Ausschau gehalten. Danke schön auch :)
Irgendwie hat sie uns dass doch übel genommen. Erst am nächsten Tag war sie total anhänglich und wir haben morgens im Bett geschmust was das Zeug hält.

Überhaupt hätten wir beide ja nie gedacht, dass aus unserem Zappelphilipp mal so eine Schmusetrine wird. Sie ist unglaublich anhänglich, lieb, sanft und sie riecht so gut. Ich könnte sie auffressen. Durch die warmen letzten Sommertage hat sie meist nachts auf den Fliesen oder ihrem Hundekissen geschlafen. Wenn dann morgens einer die Augen aufschlägt oder Bine meint es wird Zeit, dann kommt sie in der Mitte hochgerobbt, die Ohren eng an den Kopf angelegt und lächelt ihr schönstes Zahnpastalächeln ! Dann lässt sie sich auf die Seite fallen und eine von unseren Händen killert sie am Bauch. während die anderen Hände auf Hals, Brust und Vorderbeinen verteilt sanft kitzeln müssen. Alte Genießer-Elli. Nach ca. 15 Minuten hat sie genug getankt und dann kommt der erste Jodler, der einem sagt: GEH jetzt ins Bad und wasch Dich, ich will hinaus und anschließend frühstücken.

Für Kathrin hab ich noch ein Foto. Kuck mal, aus unserem fetten, grünen Kürbis ist schon 3 Tage später ein sonnengereifter oranger Riese geworden:



Was ich mit dem Kürbisfleisch mache, weiß ich noch nicht (außer dass die Hunde eine Portion ins Futter kriegen), aber aus dem Rest machen wir eine richtig schöne Halloween Maske. Ich dachte mir, Jörg schneidet den Deckel ab, höhlt ihn aus und schneidet Augen und Mund hinein und ich stell dann eine Kerze rein. Arbeitsteilung eben.
Unser Grabegarten ist auch noch mal richtig aufgeblüht und in den letzten Sonnentagen wunderschön, finde ich:


Wenn wir ganz viel Zeit und Lust haben, legen wir manchmal die Luftmatratze unter den großen Kirschbaum. Da könnte ich stundenlang liegen, vorausgesetzt, ich hätte soviel Zeit. Allerdings muss man sich beeilen, sonst sind alle Plätze besetzte. Unsere Hunde sind Weicheier. Statt dem kühlen weichen Rasen, ziehen sie ein tierisches Gedrängel wie auf Mallorca am Strand, auf der Luftmatratze vor.
Dabei sein ist alles !


Hier hat Bine grade die Chance genutzt. 1 Sekunde später hat sie sich schon grunzend zusammen gerollt.

Unser Birnbaum, der nachweislich schon über 120 Jahre alt ist, trägt nur alle 2 Jahre, dann aber reichlich. Die Birnen sind klein, saftig und unheimlich süß. Man kann sie nicht lange lagern, aber wenn man jetzt zugreift, läuft einem echt der Saft über das Kinn und es schmeckt einfach herrlich. Obwohl, wie schon gesagt, nur alle 2 Jahre eine reiche Ernte da ist, vergessen die Hunde nicht, wie lecker die Birnen schmecken. Wenn erst mal die ersten auf den Boden poltern, gibt es kein halten mehr:


Erst wird mit den Zähnchen ein bisschen Haut aufgekratzt und dann


Jam jam...lecker. So 3 bis 5 verputzt sie jeden Tag ! Lena und Banja natürlich auch.

Nachfolgend noch mal 2 Bildern von Bine, für alle die, die vergessen haben, wie das Karlchen aussieht:


Hä ? Ist da drüben der ROBBY ???????


Oder vielleicht da ???? Wir sind ganz verliebt in unseren "Kragenbär".

Morgen muss ich mich dann schon wieder von Bine verabschieden. Erst kommt ihre Namensschwester aus Frankfurt/Oder zu uns. Mal gucken ob Bine sie wieder in den Po kneift. Dann sammeln wir noch Astrid und Ines ein und ab geht es. Wohin ? Na wieder mal nach Essen zu Pia. Schließlich waren wir dieses Jahr erst 2x da :))) Wir verbringen ein Wochenende mit Martin Pietralla und freuen uns alle schon sehr. NATÜRLICH, nehme ich meine Kamera mit, was denkt ihr denn ? 

Da ich nicht weiß, ob wir uns wiedersehen, wünschen ich euch und euren Vierbeinern alles Gute. Passt mir schön auf die Fellnasen auf ! Der Schocker kommt nämlich zum Schluss:

Astrid fährt !

In diesem Sinne, verwirrte Grüße und bis die Tage,
Dagmar