Lach- und Sachgeschichten
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Ja, ich will Es ist nun schon einige Jahre her, dass
ich als Standesbeamtin gearbeitet habe. Eine Arbeit, die mir sehr viel Spaß
gemacht hat. Nachdem die ersten aufregenden Trauungen vorbei waren (totale
Unsicherheit auf meiner Seite, weil der Ablauf einer Trauung völlig frei
gestaltet werden kann), hatte ich heraus gefunden, dass die meisten Paare
viel aufgeregter waren als ich. Außerdem habe ich mich immer mit dem
Gedanken beruhigt, dass ich an diesem Tag nicht die Hauptperson bin,
sonder die heiratswilligen Paare. Darum war es für mich auch nie ein
Problem, wenn die Angehörigen des Brautpaares den Vorgang filmen wollten,
obwohl ich weiß, dass viele meiner damaligen Kollegen das gar nicht
mochten. Sobald ich mir
meiner Sache sicher war (so nach 4 oder 5 Trauungen) hat der Spaß richtig
angefangen. Ich habe gemerkt, dass man den Leuten alles, aber auch alles
abverlangen kann *lol*
! „Aufstehen“, „Hinsetzen“, „küssen“,
„Aufhören“, “Aufstehen“, „Ringe tauschen“, „Hinsetzen“,
„Nein, doch noch mal aufstehen“, „Ja sagen“ etc. Kommen wir zur eigentlichen Geschichte. Bevor eine Trauung stattfinden kann, gibt
es ein sogenanntes Vorgespräch. Dort wird geklärt ob alle Unterlagen
vollständig sind und was zu beachten ist. Ich hab dort immer gefragt ob
die Paare während der Trauung die Ringen tauschen möchten (ist nämlich
freiwillig) und ob sie mir etwas privates erzählen, damit ich das in
meine Rede mit einbauen kann. Der Termin für die Trauung wird besprochen
und eben all’ solche Dinge. Bei einem solchen Vorgespräch saß ein
total sympathisches Paar vor mir. Wir haben viel gelacht, die Atmosphäre
war locker und ich freute mich schon richtig auf die Trauung. Als ein es ein paar Wochen später war es
soweit. Es gab also allerhand zu tun und so war
ich in der Regel morgens ganz normal gekleidet und habe mich für
Trauungen auf der Damentoilette umgezogen. Am Tag an dem das sympathische
Paar heiraten wollte, war wohl ziemlich viel zu tun. Ich habe mir kurz
vorher noch etwas zu essen in den Mund gestopft, bin auf die Toilette hab
mich in Windeseile umgezogen, den Raum geschmückt und die Unterlagen
bereit gelegt. Dann ging es los und die
Hochzeitsgesellschaft traf ein. Der Trend bei der standesamtlichen Trauung
war und ist, möglichst viele Menschen mitzunehmen. So haben sich
zeitweise 50 Leute und mehr in das Zimmer gequetscht. Auch diese
Hochzeitsgesellschaft war nicht klein und so dauerte es einige Zeit bis
Ruhe einkehrte, alle einen Sitz- oder Stehplatz gefunden hatten und die
Kameras liefen. Das Brautpaar allerdings hat mich ein
wenig verwundert. Beim Herein kommen, schienen sie mir noch locker und
erfreut. Kaum das ich sie begrüßt hatte, verwandelten sich ihre
Gesichter in ausdruckslose Masken. Beide waren sehr starr und im ganzen
Bewegungsablauf so seltsam verhalten. Nun, dachte ich bei mir, sie werden
schrecklich aufgeregt sein. Das kommt häufiger vor als man denkt und
manches Paar macht auf dem Video eher den Eindruck als wenn es zur
Schlachtbank geführt wird. Ich musste dann das Zimmer noch einmal
verlassen um die Trauzeugen in die Unterlagen einzutragen. Kaum war ich
aus dem Zimmer, ging Gemurmel und Gelächter los. Na ja, dachte ich bei
mir, vielleicht brauchen sie die 5 Minuten um sich noch ein wenig zu
entspannen. Als ich den Raum kurz darauf wieder
betrat, trat schlagartig Stille ein und ich begann mich jetzt auch ein
wenig unwohl zu fühlen. Ich gemischten Gefühlen begann ich meine
Rede und fühlte mich von Minute zu Minute merkwürdiger. War dies das
sympathische Paar von vor 2 Wochen ? Die beiden starrten mich an ohne jede
Gefühlsregung. Ich meine damit nicht, sie hörten aufmerksam zu, sondern
sie starrten mich an ohne mir in die Augen zu schauen. Ich wende so einen
kleinen Trick manchmal selber an, wenn ich jemanden nicht mag oder mich
vor jemanden fürchte. Dann schau ich einfach nicht in die Augen, sonder
die Stelle zwischen den Augen an. Das ist für den andere ziemlich
komisch. Man wird angesehen und doch wieder nicht. Könnt ihr ja mal
ausprobieren wenn ihr ein unangenehmes Gespräch führen müsst. Die Hochzeitsgesellschaft war so leise
wie keine zuvor. Kein Husten, kein Räuspern, kein Niesen, man hätte eine
Stecknadel zu Boden fallen hören können. Und obwohl ich in der Regel
nicht unter Verfolgungswahn leide, kam es mir so vor, als wenn alle nur
mich ansehen und alle Kameras nur mich filmen. Ich riss meine Standartwitze und sogar
ein paar Neue ohne auch nur ein schiefes Grinsen zu ernten. Absolut
seltsame Atmosphäre herrschte da. Als ich endlich nach einer kleinen
Ewigkeit an der Passage ankam, an dem das Paar mitmachen, also bestätigen
muss, dass sie einander heiraten wollen, war ich erleichtert. 1. Waren es
jetzt nur noch wenige Minuten bis zum Ende und 2. konnte ich die Leute ein
bisschen „Aufstehen“, „Hinsetzen“ spielen lassen. Mein letzter
Versuch, die beiden, nein, die ganze Hochzeitsgesellschaft doch noch zu
lockern. Genauso seltsam wie die Trauung begann,
endet sie auch. Die ganze Gesellschaft verabschiedete sich super schnell.
Auf dem Weg nach draußen waren dann plötzlich alle wieder in der Lage zu
scherzen, zu lachen und zu reden. Komisch, dachte ich, vielleicht habe ich
ihnen einen Schrecken eingejagt oder sie dachten, man darf bei einer
standesamtlichen Trauung keine Lebenszeichen von sich geben. Wie auch immer, ich war ziemlich
geschafft. Nach einer halben Stunde, in der man irgendwie komplett und
total im Interesse anderer Leute steht, ohne zu sehen, was sie von der
Sache halten, kann schon ganz schön stressen. Was war das denn ? Wie sah ich den aus ? Auf meiner Nase, thronte ein Stück
Schokolade mit einem Klecks Karamell. Nicht mal mein Gefühl ausschließlich
gefilmt zu werden, hat mich getrogen. DIE HABEN MICH GEFILMT mit dem Stück
Mars auf der Nase......... Irgendwie nicht verwunderlich, dass die
rechte feierliche Stimmung ausblieb. Ich wette die reden heute noch von
der Standesbeamtin mit der Schokolade auf der Nase (und es war nicht wenig
und saß Gemeinerweise mehr so unten, wo man es nicht mal aus den
Augenwinkeln sieht). Ich weiß noch, dass ich an diesem Punkt
auf der Damentoilette einen kompletten Lachflash bekommen habe. Ich hab
mich gar nicht wieder eingekriegt, der Tag war total gelaufen. Das tragische Ende der Geschichte ist,
dass ich den Namen der Brautleute im Lauf der Zeit vergessen haben und den
Arbeitgeber wechselte. Ich würde meinen vorletzten wackeligen Backenzahn
für eine Kopie des Videos geben........
"Fuchs
und Hase" einmal anders So,
ihr lieben Leute. Der Alex, mein Kumpel, hat einen kreativen Beitrag
geleistet, nehmt Euch ruhig ein Beispiel und >>Vor einigen Jahren hatte mich das
Lauffieber gepackt! Da ich schon immer einigermaßen sportlich war, machte
ich Anfangs überraschende Trainingsfortschritte. So richtig Spass machte
mir das regelmäßige Training aber erst, als ich erfuhr, dass ein guter
Bekannter auch zu Joggen begonnen hatte und sich anbot mit mir gemeinsam
zu laufen. Also begannen wir 2x wöchentlich unsere Runden zu zweit zu
drehen. Ab und zu lief aber jeder auch mal alleine. Nach einigen Wochen gemeinsamen Trainings
erzählte mir Toni, mein Trainingspartner, von einem Lauftreff in unserer
Nähe, bei dem einige Bekannte von ihm dabei waren, die schon länger
trainierten. Er war schon mal dort mitgelaufen und schwärmte mir von der
"selektiven" Strecke vor. Beim nächsten Lauftreff verabredeten wir
uns und ich fand mich am Start in Mitten einer
Gruppe hagerer sportlicher Gestalten wieder, deren professionelle
Ausstattung vom turbogedämpften Spezialjoggingschuh bis zum
ultraschweisssaugenden Stirnband hätten mich bereits auf das Schlimmste
gefasst machen sollen, aber ich war guter Dinge und freute mich auf ein
wenig Bewegung. Toni stand im Getümmel vor mir, als wir
mit einem burschikosen "Auf Geht’s" lostrabten. Bzw.
"Losrannten", denn das Tempo war mir für den Anfang eigentlich
ein bisschen zu schnell. Eigentlich ein bisschen VIEL zu schnell. Ok, das
erste Stück wollte ich noch ein wenig mithalten, war doch der Weg so eng
und das vielfältige Keuchen in meinem Nacken signalisierte mir, wie sehr
ich das allgemeine Vorwärtskommen behinderte. Den Blick starr auf den
Waldboden gerichtet liess ich mich von der keuchenden Horde weitertreiben.
Nach einigen hundert Metren wurde der Weg zum Glück breiter und eine
Gestalt nach der anderen übertrabte mich lässig. Wo war eigentlich mein
Trainingspartner geblieben. Ich blickte suchend um mich und siehe da, er
verschwand ein gutes Stück vor mir um die nächste Wegbiegung.
"Toni, Toni" dachte ich bei mir, "ob dir das Tempo nicht
ein wenig zu schnell wird!" Zu meinem Stolz muss ich erwähnen, dass
ich zum damaligen Zeitpunkt stets um einiges besser unterwegs Toni lief in einer kleinen Gruppe vor
mir, die sich anschickte die erste Steigung des Wegs zu meistern. Hey, das
ging ja ab. Die Kerle sprangen den Berg hoch wie die Gemsen.
Ich biss die Zähne zusammen und spurtete hinterher, doch egal wie
sehr ich mich anstrengte, der Abstand vergrösserte sich mehr und mehr.
Nun packte mich der Ehrgeiz! Ich wollte, nein, musste Toni einholen.
"Das kurze Stück noch bis zur Kuppe kann man ruhig eine kleine
Sauerstoffschuld eingehen, wenn man so fit ist, wie ich", dachte ich
bei mir und gab Gas. Hoppla, auf der Kuppe angekommen präsentierte sich
die Anhöhe als kurzes Zwischenpodest vor dem eigentlichen Anstieg. Der
Weg wurde steiler und zog sich in anmutigen Serpentinen noch ein gutes Stück
bergaufwärts hin. Nichtsdestotrotz war die Gruppe vor mir noch immer
gleich flott unterwegs, während mir bereits schwarz vor den Augen wurde.
Irgendwann resignierte ich und begann mein Tempo dem Zustand meines Körpers
anzupassen. Insgeheim verfluchte ich meinen Partner, ob des unvernünftigen
Anfangstempos, dem ich jetzt Tribut zollen musste. Bisher hatten wir bei
jedem gemeinsamen Training auf die momentane Befindlichkeit des Anderen Rücksicht
genommen und gegebenenfalls die Geschwindigkeit verringert, wenn der mal
nicht so gut drauf war. So wie ich heute! "Keuch! Schwitz!" Ich
mühte mich den Berg hoch. Kurz vor dem Gipfel war meine
Laufgeschwindigkeit unter Schritttempo gefallen und von hinten überholten
mich nach und nach freundlich grüßende Frauen, die im gemütlichen
Plausch an mir vorbeizogen. Das frustrierte mich vollends, aber ich
konnte einfach nicht mehr schneller. Am anderen Ende des Berges fiel der
Weg zum Glück wieder ein Stück ab und mündete unterhalb des kleinen Wäldchens
in eine Strasse. Die Laufstrecke ging dort ein Stück entlang und ich fand
einen mir angepassten gemäßigten Rhythmus. Allerdings war ich ziemlich
einsam, verlassen von allen anderen Läufern, inklusive meines ungetreuen
Partners und so trabte ich verdrossen die Strasse entlang. Der Schweiss
lief mir in Strömen übers Gesicht, meine Lungen brannten, die Beine
schmerzten, und meine Moral war ziemlich am Tiefpunkt, als ich hinter mir
ein eigenartiges Geräusch vernahm. Ein angestrengtes Keuchen, das sich
nicht sehr vom Pfeifen einer alten Dampflok unterschied. Da
war tatsächlich noch ein Läufer hinter mir unterwegs, der sich
langsam aber stetig an mich heranarbeitete. Als das Keuchen unmittelbar
hinter mir ertönte, wurde es plötzlich durch ruckartige ausgekeuchte
Worte unterbrochen: "Ja, Kruzifix wos lafst du denn heit
so schnei?" Ich erstarrte und blickte mich um! Tatsächlich,
es war mein Trainingspartner Toni der sich verzweifelt an mich
herangearbeitet hatte. "Ja, aber du warst doch da vorne!"
stotterte ich. Ich versuch doch ganze Zeit hinter dir her zu
rennen." "Na, na. Du woast am Start glei so
schnell weg, da hab i ka Chance g´habt!" Wir pfiffen beide aus dem letzten Loch
und beschlossen übereinstimmend den Rest der Strecke in gemächlichem
Spazierschritt zu absolvieren. Eine Viertelstunde später am Ziel der
Runde trafen wir die bereits wieder ausgeruhten Profis und wirklich einer
der Spitzensportler trug nahezu das gleiche Laufshirt wie Toni und hatte
auch annähernd die gleiche Figur. So hatte ich verzweifelt versucht in
aberwitzigem Tempo meinen vermeintlichen Trainingspartner zu verfolgen,
tausend Flüche auf den Lippen, weil er nicht auf mich warten wollte, während
dieser in Wahrheit hinter mir das Gleiche durchlitt! Vielen Dank Alex für Deine Mühe !!!!! Kaffeeklatsch 1999 bin ich
mit Jörg in unsere jetzige, gemeinsame Wohnung eingezogen. Wir haben bei
meinen Schwiegereltern den Dachboden ausgebaut und waren sehr glücklich
und vor allem Stolz auf das Ergebnis. Mein Arbeitgeber war zu diesem Zeitpunkt
ein anderer und so habe ich dann 5 oder 6 der nettesten Kolleginnen zum
Kaffeeklatsch zu mir nach Hause eingeladen. Alles war ja noch so schön neu und
sauber und ich fand den Zeitpunkt passend, den anderen mal zu beweisen,
dass auch mit Tieren in der Wohnung nicht alles versifft sein muss. HA HA
HA !!!! Außer einer Frau (mit Katze) waren alle
anderen tierlos und somit unbedarft was sie erwartete. Na ja, nicht ganz
unbedarft, sondern es fielen hin und wieder auf der Arbeit schon Sätze
wie: „das wäre mir zu schmutzig in der Wohnung mit den ganzen Haaren“
. Darum wollte ich für alle Tierhalter eine Lanze brechen und unser
harmonisches Zusammenleben demonstrieren. Dafür gab es einen ganz genauen Plan. Jörg
sollte vor dem Eintreffen der Damen mit Lena und Banja spazieren gehen und
heimkommen, wenn schon alle sitzen. Das hat den Vorteil, dass die Hunde
nicht bellend Theater veranstalten beim klingeln, sondern herein kommen
und sich über den Besuch freuen. War also eigentlich alles klar.
Eigentlich. Mimi war aber schon 3 Jahre vorher
kastriert worden, wegen einer eitrigen Gebärmutterentzündung und nie
rollig geworden. Wir haben dann einfach versucht, für uns selber, den
Umstand so zu erklären, dass Mimi mit mir aus einer ebenerdigen Wohnung
ins Dachgeschoss gezogen war, mit vielen großen Fenstern, also viel
Sonnenschein und Licht. Außerdem war gerade der Frühling im Anzug. Wer sich jetzt an Mimis Vorstellung
erinnert, der weiß das Attribute wie leise, lieb, anhänglich, verschmust
und unauffällig treffen ihr Wesen umschreiben. Ich habe sie in den ersten Jahren unseres
Zusammenlebens auch rollig erlebt und fand sie einfach nur noch viel anhänglicher
und verschmuster. Nachts hat sie hin und wieder ein bisschen Musik
gemacht, da Kaffeeklatsch aber üblicherweise am helllichten Tag
stattfindet, macht ich mir um Mimi keine Sorgen. Der Tag der Einladung war da. Ich managte
rechtzeitig Jörgs Abwanderung mit den Hunden (mit der Maßgabe nicht vor
einer Stunde wieder aufzutauchen) und erwartete meinen Besuch mit einem
perfekt gedeckten Tisch, viel Kuchen und Kaffee. Es gab ein großes „Hallo“ mit
anschließender Wohnungsbesichtigung und ganz vielen Gesprächthemen. Wenn
ich mich jetzt zurück erinnere, dann fällt mir ein, dass ich früher
oder später den Satz erwartete, den viele tierlose Besucher fallen
lassen, nämlich: Mensch, man merkt gar nicht dass ihr mit (damals
noch) 2 Hunden und 1 Katze lebt. Die sind ja brav“. Aber noch waren die Hunde ja auch
unterwegs, zur Freude meiner Damen, die hinsichtlich der Begrüßung schon
Befürchtungen hatten. Kaum saßen alle auf ihrem Platz, kam
Mimi herbei. Mit leisem „mmeeeehh“, (sie kann kein „miau“) begrüßte
sie die Runde und wurde bestaunt, aber nicht angefasst. Das Gespräch schritt fort und ich
konzentrierte mich voll und ganz auf die Konversation. Es bestand ja auch
kein Anlass zu besonderer Aufmerksamkeit. Hin und wieder ertönte ein
„Huch, Deine Katze ist unter dem Tisch“ oder „Hach, Deine Katze
reibt sich an mir“. Dabei hab ich mir aber ehrlich nichts gedacht und
gemeint, dass zumindest diesen Zustand auch der Nicht-Tierfreund ertragen
können muss. Ich dachte ja sie schmust und reibt sich das Köpfchen an
den Hosenbeinen. Erst als eine meiner Kolleginnen nach
eingehender Betrachtung der Katze mich fragte ob die Mimi krank sei, wurde
ich aufmerksam. „Nein, wieso?“ wollte ich wissen. Schlichte Antwort
„ Die macht so komisch“. Ich hob die Tischdecke und fand eine
freudig-überrascht aussehende Mimi, die zwischen den ganzen übergeschlagenen
Beinen und Füßen herumwaten. Nichts auffälliges. Nochmalige Beteuerung,
dass es eine gaaaanz liebe, schon ältere Katze ist. Weitere Zeit verging und alles lief wie
geplant. So was mag ich. Dann wieder ein Ausruf: Mensch, schmusen
denn Katzen so ?“ Wieder ein Blick unter den Tisch und Mimi
in Aktion erlebt. Sie schrubbelte doch tatsächlich ihren kleinen Po an
den Schuhspitzen der Damen, tretelte dabei wie wild mit den Hinterbeinen
(mit den Vorderbeinen lag sie auf der Erde) und sah im Gesicht gar glückselig
aus. Ich fand es nun doch an der Zeit den
medizinischen Zustand von Mimi zu erklären, damit hier keine falschen
Schmusegewohnheiten von Katzen die Runde machten. Hatte ich eigentlich weibliche Solidarität
erwartet ? Oder Mitleid ? Oder Verständnis ? Für Mimi hingegen brach eine Welt
zusammen. Schluss mit lustig, an Hosen-, Stuhl- und Tischbeinen rubbelt es
sich einfach nicht so gut wie an Schuhspitzen. Freudiges Schnurren von Mimi,
Schnurrhaare die vor Erregung zittern und ein steil aufgerichteter
Schwanz. Im Gesicht ganz deutlich geschrieben „GEBT MIR SCHUHE“. Konnte ich von meinen Gästen wirklich
erwarten, dass sie meiner Katze zuliebe, die Beine wieder übereinander
schlugen ? Nee, ich hab mich nicht getraut. Hab zwar kurz an mich selbst
gedacht, sozusagen mit gutem Beispiel voranzugehen, aber nachdem ich im
Mittelpunkt des Interesses stand, hab ich mich irgendwie nicht getraut. Hätte
doch sofort jede gewusst, dass ich meinen Schuh zum rubbeln anbiete.
MENNO, wir wollten doch einen guten Eindruck machen. Ich hab praktisch über nichts anderes
mehr geredet als das Mimi „eigentlich“ eine ganz Liebe ist,
„eigentlich“ total ruhig und das „eigentlich“ die Rolligkeit ganz
anders verläuft *stöhn* ! Mit jeder weiteren Minute die verstrich,
in der Mimis Verzweiflung wuchs oder vielleicht auch der Sextrieb überhand
nahm, wurden die Schreie lauter. Immer wenn ich dachte, lauter geht’s
nimmer, legte sie noch ein paar Dezibel zu. Jörg hat sich brav an die Vorgaben
gehalten und ist sogar 1 ½ Std. spazieren gegangen. Ich habe unten seine
Ankunft gehört und alle schon mal auf Banja und Lena vorbereitet, von
denen ich wusste, dass sie gleich wie eine Horde Elefanten ins Wohnzimmer
einfallen. Sind sie dann auch, aber wie sahen die
Hunde aus ??? Von oben bis unten bematscht und total
nass. Ich dachte ich traue meinen Augen nicht. Hinterher kam ein völlig
rotangelaufener, ebenfalls bematschter Jörg, dem die Hunde aus dem Keller
abgehauen waren, wo sie zur Säuberungsaktion geparkt standen. Zwischenzeitlich hatte Banja einmal ihren
Bart auf meine weiße Tischdecke gelegt um zu gucken WAS für Kuchen es
gibt. Sie hat da nämlich ganz besondere Vorlieben. 2 Damenblusen mussten ebenfalls dran
glauben, als Banja sich überlegte doch mal persönlich "Hallo“ zu
sagen. Aaaaaahhhhhh. Während ich noch verzweifelt versuchte
diesen fiesen verschmierten Bart auf vier Beinen stimmlich unter Kontrolle
zu bekommen, wurde ich von pumpenden Geräuschen abgelenkt. LENA. Pumpende Geräusche müssten den meisten
Hundehaltern doch ein Begriff sein, oder ? So hört es sich an wenn „der
beste Freund des Menschen“ seinen Mageninhalt in umgekehrter Reihenfolge
wieder zum Gesicht heraus leitet. Das schlimme daran ist, man weiß genau
was folgt, kann aber rein gar nichts mehr daran ändern. Lena lässt sich
während des Würgens weder irgendwo hinbringen, noch kann man ein Zewa
oder Küchenhandtuch hinlegen damit sie drauf göbelt, weil sie sich mit
tief gesenktem Kopf und pumpendem Körper durch die Wohnung bewegt. Verzweifelter Blick von mir, Achselzucken
von Jörg. Schon klar, waren ja nicht seine Kumpels die da saßen. Noch während meine Kollegin fragte:
„ach je, hat sie Husten“, göbelte Lena die 1. Portion auf die
Fliesen. Nicht alle Leute sind so hartgesotten wie Hundehalter und ich sah
eine Menge heftigster Schluckbewegungen am Tisch. Ich sah auf den Fliesen
ein Gemisch aus, etwas angedautes Trockenfutter und Schleim, der dazu übliche,
säuerliche Geruch hing in der Luft. Gabeln wurden gesenkt, Kuchenteile
verlegen hin und her geschoben, als Lena ein zweites und drittes Mal
„auspackte“ . Nicht ohne vorher eindrucksvoll und ausgiebig zu
würgen. Nachdem Jörg die Hunde eingesammelt
hatte (Mimis Schreie waren in den Würggeräuschen untergegangen, dafür hört
man sie in der folgenden Stille wieder deutlich) trat eine peinliche
Stille ein. während ich hektisch versuchte, die Kotze aufzuwischen. Ich entsorgte alles, öffnete Fenster,
wusch und desinfizierte meine Hände (mach ich nur wenn ich Besuch hab
*hihi*) und beeilte mich, zur schweigsamen von Katzenschreien begleiteten
Gesellschaft zu kommen. Ich bemühte mich redlich, in lockerem
Ton, die Damen wieder ein bisschen zu bespaßen UND davon zu überzeugen
dass es bei uns nicht immer so zugeht. Nein, wirklich nicht, alles total
ungewöhnlich heute. Seltsam ! Die meisten haben mir nicht geglaubt .... Kuchen wurde keiner mehr gegessen und wir
hatten gerade ein neues Thema angeschnitten (ganz ohne Tiere, wer braucht
schon TIERE ?) als die Hunde sauber, aber immer noch wie eine Horde
Elefanten zum zweiten Mal ins Wohnzimmer stürmten. Lena die vorher
verhindert war, holte ausgiebig die Begrüßung jeder einzelnen Anwesenden
nach. Nach den ersten 5 aufregenden Minuten für
die Hunde, wurden sie ruhiger und Lena legte sich auf ihr Kissen, während
Banja an meinen Füßen Platz nahm. Mimi, voll neuer Hoffnung, wendete sich
Lena zu, um die Chancen abzuwägen, wie es mit einer eventuellen Begattung
aussieht. Lena, begeistert von so viel Zuneigung sprang auf, schnüffelte
Mimi am Po und begann dann auch gleich begattungsähnliche, ruckende
Bewegungen mit dem Körper auszuführen. Nachdem ich der Kaffeerunde Rede und
Antwort gestanden hatte, was Lenas Luftbegattung an Mimi zu bedeuten hatte
(was eigentlich ? Hab meine damalige Ausrede vergessen) und klar war das
der Hund weder ein Rüde, noch Epileptikerin, noch alterssenil ist, hört
ich unterhalb des Tisches ein leises „pfffffffttttt“. Aaaaaahhhhhhh, das war wirklich alles was
an diesem Tag noch gefehlt hatte. Banja hatte gefurzt. Schnauzerfürze
sind gefürchtet in unserer Familie. Ich weiß nicht warum sich Tausende
von Wissenschaftlern den Kopf über biologische Waffen zerbrechen. Diese
Gasabsonderungen von Banja eingefangen und nachgebildet, sind so ziemlich
das Schrecklichste, was ich mir vorstellen kann. Ich hab in Physik nicht
wirklich aufgepasst, deshalb weiß ich auch nicht, warum sich so ein
Schnauzerfurz so langsam in der Luft ausbreitet. Ich weiß nur, dass man
das Gefühl hat, er zieht NIE wieder ab. Banja hat dann dezent den Platz
gewechselt, um sich beim Hinlegen am anderen Ende des Tisches, gleich noch
einmal zu erleichtern. Für alle Unwissenden kurz umrissen, man hat das
Gefühl, dass die Geruchs- und Geschmacksnerven gleichzeitig den Geist
aufgeben und absterben. Kurz darauf wird man blind und bekommt nach ca.
einer viertel Stunde hämmernde Kopfschmerzen, wenn einem dann erst Schaum
vor dem Mund steht, man den Verlust von Muttersprache und Motorik beklagt
(wenn man könnte, aber geht ja ohne Muttersprache nicht), dann tritt auch
recht bald der erlösende Tod ein. Oder man macht einfach 3 bis 5 Fenster
auf und Durchzug. Meine Damen fanden die Erkenntnisse wie
Hund von innen riecht, wohl interessant, mussten dann aber seltsamerweise
alle gleichzeitig und SOFORT nach Hause ! „Nee, war nett, aber
mein Mann wartet“, „Du hast es wirklich sehr schön und Deine Tiere
sind....nett“, „Netter Nachmittag, aber was meinst Du,
besuch doch nächstes Mal Du mich, hm ?“ Ich geleitete meine geschätzten
Kolleginnen um und über die kopulierende Mimi und Lena, zwang den
Schnauzer dazu, in seinem eigenen Mief sitzen zu bleiben und fühlte mich
irgendwie.......fehlbar ? Unperfekt ? Chaotisch ? Unnormal ? Eben anders als die Anderen. Aber mal ehrlich, wollen wir das nicht
alle ? Herausstechen und alles andere sein als Gewöhnlich ? Und, um meine Hausfrauenehre wieder
herzustellen: BEI MIR KANN MAN VOM BODEN ESSEN..... da findet man immer was J J J !!!!
Lena Noch ein paar kurze Lena Stories aus
ihrer wilden Phase im 1. Jahr. Meinen Sessel. Jawohl. Ich weiß noch wie ich die Haustür
aufschloss und völlig fassungslos im Wohnzimmer stand. Lena hatte mein
kommen gar nicht bemerkt, weil sie bis zu den Schultern in meinem
Sesselbezug verschwunden war und sich den Bauch mit Schaumstoff
vollgeschlagen hat. Der Rückenbezug war aufgeschlitzt, sie stand auf der
Sitzfläche und Kopf, Vorderbeine und Schultern meines Hundes steckten im
Sessel, aus dem wildes Gezerre und Geknurre ertönte. Ich war so geschockt, dass ich zu gar
keiner Reaktion fähig war, sondern zum Sessel ging und ihr auf den Rücken
tippte. Sie hat sich ganz furchtbar den Kopf angehauen, weil sie sich so
erschreckt hat (was mir bis heute kein bisschen leid tut *g*) und
sich dann riesig über meine Heimkehr gefreut. " An einem anderen Tag kam
ich nach Hause und erkannt meinen Hund gar nicht wieder. Lena ist von der
Fellstruktur ähnlich wie ein Retriever, also eher weiches, langes Haar.
Der Hund der mich begrüßte sah aber aus wie ein Fischotter. Alle Haare
anliegend und irgendwie fettig schimmernd, lackschwarz. An Kopf und Ohren
stand nicht ein Härchen ab. Total sicher, dass es NICHT mein Hund
ist, war ich dann, weil der „neue“ Hund so gut gerochen hat. Irgendwie
nach Pfefferminz. Lecker. Später habe ich dann die Dose Vick
Vaperup (ein Mittel mit dem man sich bei Erkältung Brust und Rücken
einschmiert) gefunden. Der Deckel war abgebissen und der Inhalt gleichmäßig
auf Hund und Teppich verteilt. Was soll ich sagen ? Lena hatte nie eine
Erkältung J ! " Kurz vor Weihnachten kam ich nach Hause und
schloss die Tür auf. Lena saß total still und leise in der hintersten
Ecke und sah mich nur an. Ich ging in die Hocke, schmetterte „Lena...KOMM
Süße“ und nichts tat sich. Ich lockte mit sanfter, besorgter Stimme
und der Hund fing an zu wedeln, aber nicht rhythmisch. Hu, wie beschreibe
ich jetzt auf dem Papier ein nicht rhythmisches Wedeln ? Na normalerweise
wedelte sie so: links, rechts, links, rechts usw. An dem Tag ging die Rute ungefähr so:
mitte (klopf,klopf), links, mitte, rechts, links, mitte, rechts, rechts,
im Kreis...... Ich war jetzt doch ernsthaft besorgt und
forderte weinerlich „Komm mal her mein armer Schatz“. Lena stemmte die
Vorderbeine in den Teppich und hatte total Mühe den Hintern hochzuheben.
Es gelang nur mit tierischer Anstrengung. Da war meine Fantasie dann schon
bei Lähmungserscheinungen, Bandscheibenvorfällen etc. angekommen. Lena wankte auf mich zu, bemüht mit
letzter Kraft das Frauchen zu erreichen und lief voll gegen den Sessel.
Ich meine nicht irgendwie mit der Schulter sondern mit dem Kopf. Volle
Breitseite. Da war es dann um meine Fassung geschehen
und ich vermutete Hirnschlag, Schlaganfall, Epilepsie und andere
schreckliche Dinge und war auf dem Weg zu meinem Hund. Ich kniete mich
nieder, nahm ihren Kopf auf meinen Schoss (ich hab als Kind viel Lassie
gesehen) und versprach ihr, den letzten schweren Gang mit ihr gemeinsam zu
gehen. Je tiefer ich mich beugte, der Hund schnaufte zwischenzeitlich ganz
schön und ich dachte es geht zuende, umso mehr nahm ich einen Geruch war,
der mir bekannt vorkam. Kurze Geruchskontrolle an der Schnauze meines
Hundes und dann hab ich ihren Kopf empört auf den Teppich plumpsen lassen. SCHNAPS ! Grrrrr....... Beim weiteren umsehen, war dann der
Ablauf der Geschichte schnell klar. Ich hatte mehrere Packungen Mon Cherie
auf dem Schrank stehen gehabt, die mein Hund alle brav ausgepackt hatte
(ist denn schon Weihnachten ?). Bei den Pralinen selber hat sie sich dann
keine Mühe mehr gemacht, sie hat sie einfach mit Papier gekaut. Dabei ist
dann mehr oder weniger nur der Schnaps rausgelaufen und gleich hat sie
sich die nächste vorgenommen. Solange bis sie stramm wie eine Haubitze
war. Der Teppich war übersät mit zerknetschten Pralinenpapierchen aus
denen noch Schokoladenschmiere triefte. Unser Tierarzt, dem solche Anrufe von mir
nicht fremd sind, hat gelacht und gesagt er verordnet 1x ausschlafen und
keinesfalls " Am nachdrücklichsten ist mir folgendes
Erlebnis in Erinnerung: Ich kam von der Arbeit nach Hause und
nichts war kaputt, der Hund machte einen fröhlichen, gesunden Eindruck.
Hurra, alles bestens. Ich wusste genau, dass ich einen Tag
zuvor eine niegel-nagel-neue Packung aus der Apotheke gekauft hatte.
Allerdings vertraute ich mir selber nicht so sehr, ich bin manchmal sehr
schusselig. Wie schusselig sieht man daran: Kontrollanruf bei meiner Ma, die tagsüber
im 2 Stunden-Rhythmus Lena gehütet hat. „Mama, hast Du meine Pillenpackung
gesehen ?“ „Ja, im obersten Schrankfach!“ „Da ist aber keine.“ „Komisch, heute Mittag war sie noch
da....“ Mir schwante Schreckliches. Eine
Befragung von Lena brachte nicht wirklich etwas. Also begann ich, jetzt
hektisch, die Wohnung zu durchsuchen. Für alle nicht-Pillen-Schlucker sei
es erklärt. Die Pillen befinden sich in einer Pappschachtel und dann noch
einmal in einer Verpackung aus Silberpapier. Der Schweiß brach mir aus
allen Poren, während ich suchte, tastete und kramte. Die Sucherei ging noch gut eine Stunde
weiter, bevor ich in der hinterletzten Sofaritze eine vereinsamte Pille
fand, die meinen Verdacht untermauerte. Folgendes Telefongespräch fand im
Anschluss statt (das war mir so mega peinlich): „Tierarztpraxis XY guten Abend“ „Dagmar Y. guten Abend.“ „Ach Frau Y. wie geht es Ihnen ? Hat
Lena wieder ein Problem ?“ „Ich befürchte ja“ „Was ist denn passiert ?“ „ Also mal angenommen, nur rein
hypothetisch, also theoretisch meine ich, mein Hund hätte eine
Antibabypille gefressen....wäre das schlimm ?“ „ Eine Pille sagen Sie ? *imHintergrundalbernesGelächter*
Nun, Lena ist kastriert, da dürfte das nicht weiter schlimm sein.“ „Fein, prima...“ „ War das alles Frau Y. ?“ „ Also eine Frage hätte ich
noch....“ „Bitte“ „ was wäre wenn es 63 Stück
waren....mit Verpackung ?“ Kurze Gesprächspause weil der
behandelnde Arzt einen Lach-Flash bekommen hat und sich kaum unter
Kontrolle bekam.... „Sie meinen also, der Hund hat 63(!)
Antibabypillen mit Verpackung gefressen ?????“ Im Hintergrund hört man
das brüllende Praxisteam... „Ja, eine 3 Monatspackung,
wahrscheinlich“ „Sind sie sicher ?“ „Nein, ich hab halt nur noch eine Pille
gefunden“. Der immer wieder von Japsern
unterbrochenen Arzt klärte mich dann darüber auf, dass Antibabypillen
durch den weiblichen Körper wandern auf der Suche nach Eierstöcken. Da
Lena kastriert war, folglich keine Eierstöcke zu finden waren, ziehen
sich die Pillen beleidigt in den Darm zurück und verlassen meist am nächsten
Tag, den Körper auf dem üblichen Weg.... Wegen der Silberverpackung machten wir
uns dann doch Sorgen. Ich musste den Hund beobachten und fütterte noch am
Abend, eine Dose Sauerkraut. Sauerkraut umschließt verschluckte Gegenstände
ganz gut (bei Steinen funktioniert das nicht) und geleitet sie nach draußen
ohne das die Darmwände verletzt werden. Dauerhitze oder nie wieder heiß....! Also passt auf eure Verhütungsmittel
auf. Klein-Bine ist ja zwischenzeitlich stadtbekannter Kondomspürhund.
Wenn ihr also das Zimmer eurer minderjährigen Kinder filzen wollt, könnt
ihr uns gerne anfordern. " So auf Anhieb, waren dass erst einmal
alle absonderlichen Dinge die Lena sich hinein gestopft hat. Das übliche
Junghundefutter war natürlich auch Bestandteil ihres Ernährungsplanes
z..B.: Schuhe, Wäscheklammer, Salben, Pasten, Taschentücher, Tüten,
Badeschaum, Toilettenwasser, die Hinterlassenschaften von Kühen, Schafen,
Pferden, Füchsen etc.. " Lena
hat mich oft in peinliche Situationen gebracht. Dabei halte ich mich
eigentlich für relativ Resistent was „rot werden“ oder „vor Scham
im Boden versinken“ betrifft. Lena war in jungen Jahren ein begnadeter
„Unterhund“. Das heißt eigentlich nur, dass sie alles liebt was
Frauchen oder Herrchen „unten“ drunter tragen. Fängt an bei harmlosen
Sachen wie T-Shirts, steigert sich dann über Stumpfhosen und BHs bis hin
zu Schlüpfern. J
Ich bemühe mich eigentlich schon seit
meinem Auszug bei meinen Eltern, in den „öffentlichen“ Räumen
Ordnung zu halten. Das bedeutet Wohnzimmer und Küche gehen meistens so
lala. Die Betonung liegt auf „ich bemühe mich“. Badezimmer ist ein
muss, weil ich es nicht leiden kann, wenn man sich woanders nicht traut
aufs Klo zu gehen, weil es dreckig ist. Unser Schlafzimmer und der Dachboden ist
KEIN öffentlicher Raum und so sieht es meistens aus. Ich bin also eine
„versteckte“ Schlampine und ich stehe dazu J
! Von Schubladen und Schränken wollen wir lieber gar nicht reden. Ich bekam in meiner damaligen Wohnung
Vertreterbesuch. Eigentlich schon lästig genug, aber mit Lena eine zusätzliche
Herausforderung, da Frau ja nie wissen kann ob der Vertreter gefressen
oder einfach nur beschmutzt wird. Wir führen also einen Monolog, der Herr
redet auf mich ein und ich staune und höre zu was ich ALLES sparen kann
mit der richtigen Versicherung. Plötzlich ist es leise in der Wohnung
und Lena verschwunden. Ich ahne Schreckliches. Das ist, wie mir eine
vielfache Mutter erklärte, genau wie mit Kindern. Wenn es leise wird in
der Wohnung ist Vorsicht geboten. Ich höre Lena im Galopp zurück kommen,
in der Schnauze meinen BH..... „Da ist ja der brave Hund wieder“,
sagt der Vertreter und beugt sich tiefer über seine Unterlagen. Mir
bricht der Schweiß aus, ist nicht grade mein bester und ansehnlichster
BH, den sie aus den Tiefen der offenen Schranktür hervorgekramt hat. MANN, ich dem Moment hätte ich ALLES
unterschrieben, Hauptsache der Typ blickt nicht auf. Lena spielt weiter fröhlich
mit dem Teil, schüttelt es tot und haut sich die Körbchen um die Ohren.
Super. Wenn ich gesagt hätte: „ was hast du denn da ?“, hätte er mit
Sicherheit gekuckt. Hund anlocken ist auch eine doofe Idee, dann legt sie
nachher noch den BH auf den Tisch. Aber was tun ??? Bevor ich mir eine Strategie überlege,
wackelt die Kleine wieder Richtung Schlafzimmer.....mit dem BH !
Einerseits Glück gehabt, andererseits diese schreckliche
Ungewissheit...was bringt sie nun ???? Während ich mich langsam erhebe, weiter
„ja, ja“ und „wie interessant“ sage, während ich eigentlich
vorhabe ins Schlafzimmer zu schleichen und den Hund zu erwürgen,
erscheint die Genannte wieder. Mit einem SCHLÜPFER ! Ich betete natürlich, dass es ähnlich
unbrisant ausgeht wie kurz zuvor. Aber nicht mit diesem Hund. Nachdem sie
den Schlüpper wieder fleissig geschüttelt und geworfen hatte, hat sie
ihn zuerst ein bisschen größer gemacht, indem sie sich mit den
Vorderbeinen drauf gestellt hat und kräftig mit der Schnute am Gummi zog.
Solange bis ein reißendes Geräusch zu hören war. Da schaute der
Vertreter zum ersten Mal flüchtig über die Schultern und meinte „Na,
spielst Du fein mit dem Handtuch?“ Ich weiß ja nicht wie es bei dem Mann
zuhause zugeht, aber wie ein Handtuch sah das Teil dann doch nicht aus.
Nee, wirklich nicht. Lena, ermutigt durch die Ansprache, kam näher
und schüttelte sozusagen als Spielaufforderung die Hose rund herum. Meine
Rufe herzukommen ignorierte sie, schlau, ich hätte ihr das Teil auch
entrissen und weggeschmissen. Aber nein, sie kam immer näher an den
Tisch und letztendlich kam es wie es kommen musste. Sie legte ihr Kinn mit
dem Schlüpfer auf das Knie vom Vertreter und der griff beherzt zu mit der
Frage „Was hast du denn da feines ?“ Lena ließ los und ich wäre am liebsten
im Erdboden versunken. Der Vertreter hob den angeblichen Lappe in die Höhe
und ein Blinder mit Krückstock konnte sehen, dass MEIN Hund mit
UNTERHOSEN spielt. Völlig nassgesabbert und mit eingerissenem Gummi. Was soll ich sagen ? Das Gespräch war 1
min. später zu Ende, abgeschlossen habe ich nichts und die Hand hat mir
der „Herr“ zum Abschied auch nicht mehr gegeben.....
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Pilotenschein für Hunde Ich achte auf meine Tiere. Ganz
besonderes Augenmerk schenke ich natürlich ihrer Gesundheit. Bei Lena
habe ich kläglich versagt. Sie hat in den ersten 3 Monaten im neuen Heim
sozusagen kostenlos einen Pilotenschein gemacht, trotz aller Vorsicht. Das wollte ich am nächsten Tag ändern
und darum packte ich an dem saukalten Februarmorgen meinen Welpen um erst
einmal Hundezubehör einzukaufen. Die Treppe herunter kamen wir
unbeschadet. Da das 9 Wochen alte Mäuschen aber bei –15 Grad nicht
laufen wollte, behielt ich sie auf dem Arm. Mir riss es die Beine (nach hinten) unter
dem Körper weg und die reflexartige Armbewegung katapultierte die arme
Lena nicht besonders hoch, aber besonders weit
weg. Trotz meiner angeborenen Unsportlichkeit schaffte ich einen
beachtlichen Welpenweitwurf von mind. 3 m. Generell bin ich ja froh wenn
ich auf diesem Sektor mal hervor steche, aber ich würde mich doch gegen
eine Aufnahme der Disziplin bei den Olympischen Wettkämpfen verwehren.
Lena sah ungelogen während des Fluges noch ganz interessiert aus, da
taten mir schon die Knochen weh, aber die Landung war unschön. Leider lag
nämlich kein Schnee, sondern es war nur gefroren und die Straße mit
Raureif bedeckt. Beim Aufprall klappte sie alle vier Beine
nach außen weg und die Luft entwich mit einem „uff“ aus den kleinen
Lungen. Im ersten Moment dachte ich, jetzt hat es sich erledigt mit Näpfen
und Leinen und Hundebürsten, das war es, ich war einen ganzen Abend
Hundebesitzerin. Glücklicherweise habe ich mich für ein tapferes kleines
Mädchen entschieden, dass sich schnell wieder aufrappelte, schüttelte
und vorwurfsvoll in meine Richtung blickte. Da ich eh noch auf der Eispfütze kniete,
habe ich gleich um Verzeihung gebeten. Sie hat sich die nächsten Wochen
zuerst auch brav weiter tragen lassen... Ca. 2 oder 3 Wochen später wollte ich
meine Freundin Sabine und Hund Felix besuchen und Lena vorstellen. Nach
einem kurzen Spaziergang in der Kälte angekommen, beorderte mich Sabine
zur Garage damit ich dort dem Hund die Füße und mir die Schuhe abputzen
konnte. Es handelte sich dabei um eine Garage die eine sehr steile
Einfahrt hat, also praktisch unter dem Haus liegt. Nenne wir sie
Tiefgarage J! Lena muss geträumt haben und als sie
hoch blickte war ich weg (nämlich in der Garage). Während ich rief, lief
sie an die Garagenmauer, Ich hatte mich schon wieder zu Sabine
umgedreht, als mich ihre kugelrunden Augen stutzig machten. Na ja Lenas
Aufprall habe ich dann grade noch gesehen....das *uff* war wegen
der größeren Höhe lauter, aber ansonsten gab es nicht viele
Abweichungen zu meinen Welpenwurf. Nachdem klar war, der Hund lebt und überlebt,
ich eine tränenreiche Wiedergutmachung versprach und keinerlei bleibenden
Schäden sichtbar waren, klopfte mein Besitzerherz heftig. Ich war so stolz auf meine Kleine, die
sozusagen den Todessprung riskiert hatte nur um BEI mir zu sein. Sabine
hingegen sah uns zweifelnd an und meinte „was ist das noch mal für eine
Mischung ? Ich glaube die hat nicht wirklich viel in der Birne...“. Zu dieser Zeit hatte ich auch noch mein
Painthorse Chester. Ein Jungspund mit gemütlichen Charakterzügen.
Allabendlich packte ich Lena ins Auto und fuhr mit ihr zum Stall. Dort war
ich allerdings heftig bemüht, die Kleine von den insgesamt 3 Pferden im
Offenstall fern zu halten um schlimmere Unfälle zu vermeiden (ha ha ha).
Ich hatte ständig ein Auge auf den Hund was ziemlich anstrengend war,
weil ich mich dauernd von A nach B bewegte. Der Auslauf musste abgeäpfelt
werden (für nicht Pferdehalter = einsammeln der Pferdeäpfel mit der
Schubkarre ), Stroh entfernt und neu ausgestreut werden, Wasser (war ja
kalt damals und immer eingefroren) aufgefüllt, gefüttert, geputzt und
was weiß ich noch gemacht werden. Lena war immer bei mir und
veranstaltete ein Menge Unsinn. Ich schätze, ich hatte sie dann
doch 30 sek. mal nicht im Blick (aua, Selbsterkenntnis tut weh). Als ich
mich suchend umsah, stand Klein-Lena genau hinter Chester. Direkt hinter
seinem linken Hinterfuß. Ganz ehrlich mir wird jetzt noch ganz schlecht
wenn ich mich zurück erinnere..... Wer so was sieht, braucht keine Krimis
kucken, mein Adrenalinspiegel pushte in die Höhe und obwohl ich es
gelernt haben sollte versuchte ich es wieder auf Deutsch: „ KOMM
HER..... L E N A“ ! Da er vorher friedlich am Fressen war
ohne Lena wahrzunehmen und selber noch ein reiner Kindskopf, quiekte er
kurz erschreckt auf und donnerte genau mit dem Fuß nach hinten aus. Bei ihrem 1. Flug war sie weit nach vorne
geprescht. Beim 2. Flug in die Tiefe gestürzt und beim 3. Flug nun raste sie in die Höhe. Dabei konnte ich, starr vor Schreck, wie
in Zeitlupe ihr Gesicht erkennen. Ich schwöre sie hat gelacht ! Ja doch,
man sah zwar die leichte Besorgnis wegen dem möglichen Aufprall, aber den
Flug hat sie genossen.... Die Geschichte von Lenas Flugstunden
konnte ich erst jetzt aufschreiben, weil ich befürchtete, wir bekommen
Bine sonst nicht....hihihi ! Allerdings hat Bine keinerlei Stunt-Woman-Ambitionen.
Mal sehen wo ihre Stärken liegen. Wir werden es morgen mal mit
Synchron-Schwimmen versuchen. Die Nasenklemmen für sie und mich habe ich
schon besorgt....
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Lachgeschichte Im Jahr 2000 arbeitete ich noch in Göttingen
bei einem Verkehrsverbund. Trotzdem fuhr ich morgens mit dem Auto Es war Sommer und tierisch heiß. Ich
fuhr einen recht altersschwachen Opel Kadett und da wir in Elbingerode 491
Am nächsten Morgen fuhr ich wie immer
zur Arbeit. Während des Vormittags fragte mich meine Kollegin, ob ich sie
in Während wir zur Werkstatt fuhren, schlug
Petra (ich kenne viele Petras *g*) vor, auf dem Rückweg ein Wettrennen Nun mag ich Kuchen nicht besonders, aber
ich hasse ihn auch nicht ABER, ich bin wahnsinnig ehrgeizig. Also habe ich
die Als Petra vom Hof fuhr, gab ich ebenfalls
Gas und so standen wir noch gemeinsam an der 1. Ampelkreuzung. Immer wenn die Ampel auf grün sprang,
gab ich Gas. Alle Fenster waren unten und meine Haare wurden ganz schön
in Dann wieder eine rote Ampel. Kein
Fahrtwind. Kein Haarefliegen. Wir näherten uns der Kreuzung an der wir
links Richtung Stadthalle abbiegen mussten um den richtigen Weg
einzuschlagen. Nun, an der Ampel sah ich Petra wieder
neben mir stehen, sie mich allerdings nicht. Ich stand auf der
Linksabbiegerspur Während ich also wieder fuhr, sah ich plötzlich
aus den Augenwinkeln auf meiner rechten Schulter einen Schatten. Gut, dann muss es ein Schmetterling sein.
Eben ein ganz großer, dem Schatten aus den Augenwinkel nach zu urteilen. Ich überlegte während der weiterfahrt
krampfhaft, welche Tier noch in meinem Auto sein könnten. Spinnen ???!!!! So, in diesem Moment strömte eine nicht
geringe Menge Adrenalin durch meinen Körper. Ich weiß echt nicht warum
die Alles was ich im letzten Absatz
geschrieben habe, dauerte in Wirklichkeit natürlich nur 5 Sekunden. Mein
Verstand Nun ich ließ sozusagen den Urschrei
schlecht hin los. Das ich mir nicht in die Hose gepinkelt habe, ist reine
Selbstbeherrschung ! Wie in Trance ließ ich den Wagen
an und fuhr weiter. Komisch gell, ich meine diese Reaktion. Aber dann kam
das große Seit ihr mit dem Aufbau des
Spannungsbogen zufrieden ? Wenn man einen solchen Schock erlebt wie
ich in dem Moment, dann kann man überhaupt nicht nachdenken. Ich kannte Und dann viel mir auch wieder das
Wort zu dem Gesicht ein: Fledermaus ! Auf meiner Schulter hatte mit
ausgebreiteten Flügeln eine Fledermaus gesessen. Fledermaus. Ich weiß nicht mehr wie ich auf
den Parkplatz gekommen bin. Aber bevor das Auto stand, war ich schon draußen.
Natürlich Minuten später kam Petra an. Sie stieg lachend aus dem Auto und sagte: „...hahaha weißt Du wo ich war ?“. Ich: „Schnauze, ich hab eine Fledermaus
im Auto !“ Sie: „ ,,,,ich war in der Fußgängerzone,
da darf man gar nicht rein.....“ Ich: „ PETRA...ich habe eine FLEDERMAUS
im AUTO!“ Sie: „Du hast den Kuchen
gewonnen....bist du schon lange da ?“ Ich: „Kannst Du mich hören....HALLO....ich
habe eine Fledermaus im Auto“ Sie: „Ich komme aus Frankfurt, ich habe
Angst vor Tieren.....“. Wir gingen gemeinsam zum Wagen und ich
erzählte in Kurzform meine Geschichte. Staunendes Schnell war klar, die Maus muss raus. Ich
konnte unmöglich die 35 km lange Heimfahrt antreten mit einer Fledermaus
die Ich hatte jedoch einen heißen Verdacht !
Bestimmt saß das Biest unter dem Beifahersitz. Das hat meine nervliche Anspannung nicht
gerade beseitigt. Aber es nütze ja nichts, Dreibeiner (also Männer)
waren Ich: „ Wo wo wo wo wo wo wo........ Sie: „ Da da da da da da da da
.......... Die arme Fledermaus hing an meiner
Beifahrertür (Kopf nach unten logischerweise) und sah völlig fertig aus
mit Ich ging hin und versuchte sie mit meinem
Haustürschlüssel zu überreden, das Futter meiner Türverkleidung Muss sich nachts verflogen haben und in
meinem Auto gelandet sein. Dann tagsüber bei der Bullenhitze ist sie am
Sitz Abends erzählte ich Jörg die Geschichte
und er hörte zu ohne mit der Wimper zu zucken oder gar zu lachen. Als ich
aber Darauf weiß ich bis heute keine
Antwort. Ich weiß, ich bin ein Scheusal....*schnief*. Die Geschichte hätte aber auch eine
andere Wendung nehmen können. Ich hätte einen Unfall verursacht, die
Fledermaus Ich glaube, ich säße heute nicht
hier.......J
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