Clickertagebuch


17.05.2004

Nachts um 2.05 Uhr klingelte unser Wecker. Bis dato hatte ich kein Auge zugemacht. Der Freitag war angefüllt mit Wohnung säubern, einpacken und einkaufen. Super stressig und es gehört zu den Dingen die ich am wenigsten mag vor einem Urlaub.

Aufgrund von Platzmangel waren wir gezwungen mit 2 Autos zu fahren. Zuerst sollte die Hunde in meinen Auto mitfahren, aber recht schnell stellte sich heraus, dass sie bei Jörg einfach besser aufgehoben sind, zumal er die Rückbank mit einem Gitter gesichert hat, was bei mir nicht der Fall ist.

Kurz vor unserem Aufbruch, so gegen 3.30 Uhr, wurden dann also 21 kg Fleisch ins Auto geladen, weil ich mich auch für einen Urlaub nicht wieder auf die Fertigfutterschiene einlasse. Bine durfte zusammen mit Lena (zu derzeit schon ein Nervenbündel getreu dem Motto: „WAS IST HIER LOS ?“) noch mal in den Garten und hat brav alle ihre Geschäfte erledigt. Gleich darauf hat sie den ersten Igel ihres jungen Lebens entdeckt. Der Kleine war wirklich eine halbe Portion, aber für Bine nicht weniger ungefährlich. Brummend hat sie die Stachelkugel umkreist um dann immer wieder mit Schnauze und Pfote zu testen, was denn da liegt. Da ich keine Lust dazu hatte, noch in der Nacht Krankenschwester zu spielen, habe ich Bine gerufen und dann ging es auf große Fahrt. Wie aufregend.  

Da ich immer dicht hinter meinen Lieben gefahren bin (mit Mimi auf dem Beifahrersitz), konnte ich sehen, dass die Hunde die ersten 30 km noch gespannt auf der Rückbank saßen. Zuerst ist Bine Kopf verschwunden und nach ziemlich langer Zeit auch Lenas.  

Die Fahrt verlief zum Glück ereignislos. Wir kamen gut durch und haben so ca. alle 3 Stunden eine Pause gemacht. Während die Wagen liefen, haben die Hunde die Zeit verdöst, aber wehe wir haben einen Parkplatz angesteuert. Ich hätte mir einen „Hundetrainer“ Aufkleber aufs Auto machen sollen.... *räusper*.

Sobald die Wagen standen, waren die Hunde am singen, kratzen, jabbeln. Der Lärm beim aussteigen war ohrenbetäubend und ich habe mit meinen Mädchen gefühlt, die genau so unter Strom standen wie wir. Wir sind dann zuerst immer kleine Runden gegangen, damit der Stress etwas nach lässt. Die Raststätten in Deutschland sind wirklich und im wahrsten Sinne des Wortes „beschissen“. Wir haben extra da angehalten, wo keine Tankstelle war und trotzdem hat man ein trostloses Fleckchen Teer mit einem Stück zugekacktem Rasen.  

Gleich nach dem Grenzübertritt wurde es dann wie gewohnt, schlagartig besser. Auf den dänischen Rastplätzen führen Wege immer ins Grüne und in die dahinter liegende Feldflur. Bine blieb an der Flexi (ja, oh Schande, ich besitze eine) und Lena durfte frei laufen. Es war sehr schnell zu merken, dass nach 10 oder 15 Minuten der Stresspegel der Hunde sank. Anschließend gab es ein Frühstück für meine Mädchen und natürlich für uns.
Sobald wir weiter fuhren, waren die Hundeköpfe verschwunden und Jörg hat mir später erzählt, dass Bine 2/3 des Weges geschnarcht hat wie eine Große. Ist doch prima *g*

Das Wetter war gelinde gesagt bescheiden. Noch 200 km vor unserem Ziel haben wir Rast gemacht und ich habe erbärmlich gefroren. Es war super windig, so dass mir ein abgestellter Teller mit Nudelsalat auf die Rückbank meines neuen Autos geflogen ist. Sehr lecker. Wir wollten den Rest der Strecke dann nur noch hinter uns bringen.
Während wir uns an die letzten 2 Stunden Fahrt machten, sah ich ein klitzekleines Stückchen blauer Himmel. „Schön“, dachte ich, so könnte es also aussehen, wenn die ollen dunklen Regenwolken nicht wären. Nur eine halbe Stunde später, war das Stück blauer Himmel schon größer und ich konnte die Sonne sehen.
 

Je weiter wir uns Fredrikshavn näherten um so mehr verschwanden die Wolken. Ehrlich und tatsächlich, während es in Deutschland 12 Grad hatte und regnete wie aus Eimern, empfing uns hier gleißendes Sonnenlicht, wunderschöner blauer Himmel und milde Luft. Wir konnten unser Glück überhaupt nicht fassen und Jörg sah im Rückspiegel andauernd mein schwachsinniges Lächeln.


Endlich da, unser Haus. Es war wie nach Hause kommen *seufz*

Ungefähr 1 ½ Stunden waren wir dort, bevor wir den Schlüssel für das Haus in Empfang nehmen konnten. Die Hunde durften erst einmal spazieren gehen und während ich anschließend am Haus in der Sonne mit ihnen wartete, holte Jörg den Schlüssel.  


So herrliches Wetter bei der Ankunft das wir sofort auf die Terrasse gegangen sind....

Seitdem geht es uns einfach nur noch gut. Bine ist ein echter Seehund, wen wundert es, stammt sie doch von der Nordsee. Unser Karlchen ist am Strand total ausgelassen und das wirkt sich sogar auf Lena aus. Im letzten Jahr war Lena nicht zu bewegen auch nur auf 3 Meter ans Wasser heran zu kommen. Seit gestern , watet sie mit uns durch das Wasser und wirkt viel gelöster als zuvor.  


Nur am ersten Tag waren die Hunde noch doppelt gemoppelt mit Geschirr und Halsband,
man weiß ja nie....



Dass sich Lena "DAS" traut, kommt einem Wunder gleich.

Bine hatte überhaupt keine Scheu vor den Wellen. Wo Herrchen hingeht, geht auch sie hin *yepp*. Das der dumme Hund Salzwasser probieren würde, war mir schon klar, dass sie es aber immer und immer wieder tut, nicht ?!


Ich mache alles was mein Herrchen macht.

Gestern bekam sie dann die Quittung von 4 Strandbesuchen mit jedes Mal ausgiebigem Trinken. Hydrantenstuhl *igitt*.


Und die doofe Trulla säuft und säuft und säuft.....

Sie hat sich zum pinkeln angehockt und sowohl unten als auch hinten schoss nur so ein Strahl hinaus. Jörg konnte seine Kotbeutel zum einsammeln schnell wieder einpacken. Nachdem sie der Erde das Salzwasser wieder zugeführt hatte, war unsere Bine sofort wieder fröhlich am springen und laufen und gucken.
 


Hilfeeeee, ne Welle *gg*

Tja und dann hat die Bine uns auch noch total verblüfft. Am Samstag, unserem Anreisetag, hatte ich einen Kong mit Schnur dabei. Wir haben so schön am Strand gespielt, bis ich blöd geworfen habe und der Kong in den Fluten verschwand. Das war der Bine dann doch zu heikel. Rausholen ? Nö, ohne mich. Jörg hat sich zwar heldenhaft die Hosenbeine hoch gekrempelt, aber ihn nicht mehr gefunden......  

Gestern, am Sonntag, waren wir bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel wieder am Strand. Bine ist mit und ohne Jörg durch die Wellen getobt und hat sich anschließend im Sand paniert. Sie sah einfach nur glücklich und fröhlich aus. Das steckt total an. Kurz bevor wir uns auf dem Heimweg machen wollten, lief sie zielstrebig zu einer Stelle im Sand, schnüffelte und buddelte kurz und tatsächlich holte sie den Kong wieder heraus. Wir waren beide völlig baff und unser Karlchen hütet noch peinlich genau seinen neuen Schatz, den Kong. Echt Wahnsinn.  

Hunde hört man hier mehrere, aber bis auf einen weißen Schäferhund und einen kleinen Münsterländer, die beide nicht von der Leine durften, haben wir bisher keinen gesehen. Aber der Urlaub fängt ja erst an *juchu*.  

Die Abende verbringen wir meistens draußen auf dem Rasen, spielen mit den Hunden fangen oder Fußball. Da wir hier soweit nördlich sind ist es total lange hell. So ca. bis halb zwölf. Es ist dann zwar empfindlich kalt, aber trotzdem schön.  

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Alles meins.....

Heute Morgen (Montag), wurden wir wieder von der Sonne geweckt und natürlich von Bine *g*. Wir haben gemütlich auf der Terrasse gefrühstückt und beglückwünschen uns alle 5 Minuten zu dem affengeilen Wetter. Hatten wir doch insgeheim mit Regen, Wind und Kälte gerechnet. Daher haben wir ja auch 2 Kisten Holz mitgebracht an denen wir derzeit lächelnd vorbei gehen. Es ist wirklich wie im Traum...... 
So, und nun geht es ab an den Strand.


Ausser uns war das keine Menschenseele.

Ich fange langsam an mich zu erholen *gg* !
Sonnige Grüße und bis die Tage,
Dagmar

19. Mai 2004

Nachdem wir nun die ersten 3 Tage wunderbares Wetter hatten, klares Wasser und milde Luft, ist es heute sonnig aber unglaublich windig.
Ein Wetter um die Hunde zum durchdrehen zu bringen !


Ein echter Sandsturm, jawohl.

Und richtiger Seegang. Guckt nur, die Wellen gehen bis ans Knie *gg*

Bine entpuppt sich langsam als das was sie ist:
Eine total verwöhnte Prinzessin gg. Den ganzen lieben langen Tag fordert sie Aufmerksamkeit, Unterhaltung und Bestätigung. Kein Spaziergang ist lang genug, keine Clickersession ausreichend, keine Schmusestunde auch nur annähernd intensiv genug.....
 


Los, unterhaltet mich.... sonst.... sonst.... schrei ich !

Mit dem Tau hat sie nur für das Foto gespielt, danach war ihr gleich wieder
langweilig *seufz*

Anstrengend die Dame. In den ersten Tagen hat sie bereits morgens um 5 Uhr mit ihrem gefürchteten Gesangskonzert begonnen. Wir können nichts dafür, dass das Bett nur 1,40m breit ist und die kleine Jolle da nicht wirklich mit hinein passt. Aber was rede ich, seit heute morgen hat es ihr entgültig gereicht. Mit einen Sprung war sie oben, hat sich hemmungslos einen Platz erdrängelt. Dann war endlich Ruhe aber an Schlaf nicht mehr wirklich zu denken. Viel zu eng. 


Das Bett hat eine Breite von 1,40 m. Teilweise lagen wir das morgens alle 5 drin. Vielleicht kann sich der ein oder andere vorstellen, WIE ENG das war. Wir müssen wirklich einen an der Waffel haben *gg*

Jörg toleriert alle Starallüren seiner Madam mit stoischer Ruhe. Bine kann praktisch gar nicht falsch machen. *gg*

Gestern Abend hatte sie Lust auf ein Spielchen mit dem Kong. Nicht dass wir nicht schon den ganzen Tag über immer wieder mit ihr gespielt haben. Meine Art zu spielen (bring den Kong, ich werfe ihn wieder), wird nur akzeptiert, wenn Jörg sich nicht erbarmt. Jörg und Bine spielen wie Banja und Bine. Sie hat die Beute und der andere muss hinterher rennen. Das kann stundenlang so gehen und wird ihr nie zuviel.



Lena kann nicht mehr machen als zugucken.....

Wir sind jetzt dazu übergegangen nur noch 1 Mal am Tag einen langen Strandspaziergang zu machen. Zu Bines Wohl. Sie hört einfach nicht auf Salzwasser zu saufen, auch wenn Süßwasser zur Verfügung steht. Das hat weiterhin den Effekt, dass sie scheißt wie ein angestellter Feuerwehrschlauch.
Hier oben, fast an der Spitze Dänemarks, weht die blaue Flagge. Das bedeutet, dass sich das Gebiet einer freiwilligen Kontrolle von Wasser- und Strandqualität unterzieht. Diese blaue Flagge muss jedes Jahr neu beantragt und erworben werden. Wenn die Region sie erhält, bedeutet das, dass sich das Gebiet und Wasser in hervorragender Verfassung befindet. Wenn wir hier nach 3 Wochen abziehen, werden die wohl die braune Fahne hissen  !

Lena löst sich immer brav auf dem Weg zum Strand im Wald. Bine hat besseres zu tun. Kaninchenfährten verfolgen, Vögel aufscheuchen, Leute verbellen. Gut dass sie auf dem Weg zum Strand an der Flexi ist.


Lena ist im Urlaub ganz locker....


Jörg und seine experimentelle Fotografie *ggg*

Ich war bisher immer Verfechter der These, dass Hunde, im Gegensatz zu Kleinkindern und einem Großteil Erwachsener nicht ins Wasser machen. Bine belehrt mich auch hier eines besseren.

Gestern wandern wir am Strand entlang und Bine steht bis zum Bauch im Wasser. In ca. 500 Meter Entfernung kommt uns eine einzelne Person entgegen. Plötzlich macht der Holly einen krummen Rücken, Jörg und ich sehen uns entsetzt an und greifen automatisch zu den Plastikbeuteln, die wir immer für Hundehaufen dabei haben. Dann kommt zuerst ein Schwall bräunliches Salzwasser aus der Bine geschossen und dann eine einzelne „Seegurke“. Man wie peinlich. „Was machen wir jetzt“, fragt Jörg. Na was wohl, weitergehen und schweigen. Die Person ist immer noch weit entfernt. Ich gehe doch nicht mit dem Beutel ins Wasser und versuche Bines braune Wolke einzufangen. Nein, wirklich nicht, was zu weit geht, geht zu weit.

Nachdem der Mann uns im weiten Bogen umrundet hat, zieht er nach uns die Schuhe aus und watet im Wasser. Boah, wie ekelig. Wir haben schnell gesehen dass wir Land gewinnen. Anscheinend hat er aber die Stelle unbeschadet passiert. Denn er ist, bis er nur noch ein kleiner Punkt am Horizont war, im Wasser weiter gewatet. Glück gehabt. Geschämt haben wir uns schon, aber was hätten wir machen sollen ? Ich weiß nicht was „Vorsicht im wasser treibender Holländerschiß der aussieht wie eine Seegurke“ auf dänisch heißt. J

Ansonsten geht es den Hunden und Mimi prima. Lena traut sich dank Bine nun auch ins Wasser, trinkt aber nicht davon. Wir spielen viel Ball und clickern einmal am Tag. Gestern habe ich versucht Bine dazu zu überreden, über einen kleinen Holzbalken zu springen der hier auf dem Grundstück steht. Keine Chance, sie mag nicht. Und wenn sie nicht mag, mag sie eben nicht. Prinzessin !

Lena, als Streber hat es dann vorgemacht. Bravo. Bines Aufmerksamkeit lässt hier sehr zu wünschen übrig. Ich schiebe es einfach mal drauf, dass die Hunde die nächtliche Herfahrt und fremde Umgebung noch nicht ganz verkraftet haben. Außerdem hat sie anscheinend gerade einen pubertären Schub und kennt zeitweise ihren Namen nicht mehr *seufz*. Aber da kommen wir schon durch.

Ich merke jeden Tag mehr, wie urlaubsreif ich eigentlich schon lange war. Ich wusste nicht mehr wie es ist, einfach nur eine CD zu hören ohne nebenbei 20 andere Dinge zu machen oder zu denken. Auch Bücher lesen sich hier ganz anderes und haben zur Abwechslung mal nichts mit Hunden zu tun. Trotzdem fühle ich mich immer noch ziemlich lustlos, antriebslos und teilweise einfach nur den ganzen Tag müde. Aber ich denke, das wird in den nächsten Tagen bestimmt beständig besser.

Jörg hat sich beim wilden Fußball spielen mit den Hunden die Wade gezerrt. Wir werden halt nicht jünger *gg*. Jetzt kann er erst mal nicht wie geplant jeden Tag am Strand joggen. Hoffentlich geht es ihm bald besser und er kann die Bine mitnehmen, sonst müssen wir uns was anderes einfallen lassen. Der Holly braucht auch körperliche Auslastung. Oder besser gesagt, zuerst braucht er körperliche Auslastung bevor man vernünftig mit ihr clickern kann.



Das ist übrigens unser Ferienhaus mit 2000 qm Grundstück *schwärm*

So, jetzt werde ich die Hunde füttern, die nach dem letzten Spaziergang schon sehnsüchtig drauf warten und dann essen wir feine Krabben mit Rührei. Mmmhhh, lecker.

Seegurkige Grüße und bis die Tage,
Dagmar

22. Mai 2004

Nun ist es also soweit, ich habe es ja oft genug beschrieen. Negative Prophezeiungen treten immer ein, Bine ist läufig !!!!!!


Sieht doch ganz normal aus der Hund, oder ? Stimmt aber nicht. Sexmaschine, oder Bine Mutzenbacher oder Lolita umschreiben am treffendsten Bines geistigen und körperlichen Zustand !

Das erklärt zumindest für mich warum Bine in den letzten Tagen so unausstehlich war. Sie hat unseren Urlaub bis jetzt ziemlich anstrengend gestaltet. Morgens war sie jabbelig und wollte so früh aufstehen wie sonst nie. Abends wollte sie genauso wenig zur Ruhe kommen. Immer nur Action, immer nur raus, alles irgendwie nicht richtig.

Dazu hat sie sich unheimlich viel geleckt. (Nachträglich eingefügt: Mist ab hier hing irgendwie die Feststelltaste, deshalb ist der nachfolgende Text groß geschrieben. Nee, ich habe keine Lust alles noch mal zu tippen, bin schließlich im Urlaub *räusper*). 

GESTERN dann habe ich ein paar Schleimtropfen entdeckt und war plötzlich doch unsicher. was, wenn Bines läufigkeit noch gar nicht ansteht, sondern mein Hund eine Gebärmutterentzündung hat ? Ich war mir einfach nicht sicher. bine hat häufiger als normal gepinkelt und viel trinken tut sie sowieso. abends ist bine dann einmal jaulend aufgespurngen, hat nach ihrem po gesehen und sich bei jörg versteckt.

bevor wir also ein riskio eingehen, habe ich lieber mit meiner thp telefoniert, denn meine homöopatische hausapotheke habe ich immer dabei. war ganz schön erstaunt die bärbel, dass ich aus dänemark anrufe *gg* !

sie hat mich schnell beruhigt und gesagt ihrer meinung nach steht bine kurz vor der läufigkeit. sie hat mir gesagt was ich ihr geben soll, damit die läufigkeit raus kommt und bines verkrampfung etwa nachlässt. hat prima geklappt, denn noch am selben abend habe ich bei bine den ersten blutstropfen gesehen. 

dann folgte noch ein mittelschweres drama. jörg meinte nämlich an bines geschlechtsteil eine zecke entdeckt zu haben. Ich habe bine auf den arm genommen, weil sie liegend nicht bereit war, sich auf die seite zu legen. leckerchen hin oder her. Jörg wollte dann nachgucken. Nur gucken. Bine war total anderer meinung !!! Sie hat geknurrt und gefletscht, ziemlich sauer war sie. nun ich denke, sie hat sich aufgrund der anstehenden läufigkeit eh nicht so toll gefühlt.

wir haben es dann noch einmal anders herum versucht, also bine bei jörg auf dem arm und ich schaue nach. keine chance, sie hat einen ziemlichen zirkus veranstaltet. Zum Glück war keine zecke da, denn wenn, hätten wir sie abfallen lassen müssen *räusper*. Ein dran kommen wäre unmöglich gewesen. 

seit gestern abend nun ist bine wie umgewandelt. sie macht auf mich den eindruck, dass sie wieder etwas mehr in sich ruht. gestern abend nach dem spaziergang hat sie wie immer mit grossem appetit gefressen und anschließend vor dem angezündeten ofen tief und fest geschlafen. heute nacht lag sie wie selbstverständlich bei uns im bett und hat geschnarcht wie ein bär. heute morgen mussten wir endlich mal nicht um 5 uhr aufstehen, sondern konnten bis um 7 Uhr liegen bleiben. und auch dann war ich diejenige die zuerst wach war. bine hat noch gepofft.  


Hier sieht man 2 dicke Freundinnen. Süß, oder ?

Tagsüber ist sie nun sehr ruhig und macht einen zufriedenen eindruck. auf den spaziergängen hat sie wie immer Feuer im Arsch.

da ich die herkömmlichen höschen für hunde in der hitze nicht mag (die Schnalle sitzt unter dem bauch und das hat schon lena und banja gestört), habe ich vorsorglich kinderschlüpper eingepackt. tja und ein solches modell trägt die bine nun drinnen, denn sie hält sich noch nicht besonders sauber. 


Schickes Modell finde ich. *gg*

am anfang war auch das anziehen der hose ein theater. allerdings gab es da keine chance für die bine. hose an, click und ab zum katzenfutter. jetzt frisst sie mit der hose gerade einen kauknochen.

In diesem Sinne, Blutige Grüsse und bis die Tage,
Dagmar

23. Mai 2004

Heute war ein super Tag !!! 

Nachdem es gestern zum 1. Mal grau verhangen war und geregnet hat, dachten wir ganz ehrlich, unsere Schön-Wetter-Periode ist vielleicht vorbei. Weit gefehlt.

Heute morgen hatte ich Hundedienst, d.h. ich war dran mit aufstehen, spazieren gehen und füttern der Tiere.

Bine hat mich gegen 6 Uhr geweckt und ich war ziemlich gespannt was mich draußen erwartet. Strahlender Sonnenschein und ein knallblauer Himmel. Herrlich. Um diese Uhrzeit ist außer uns noch niemand unterwegs und ich habe den Gang durch den Wald in dem wir wohnen sehr genossen. Jede Menge Hasen und Fasane waren unterwegs, sehr zur Freude von Lena und Bine, die die Nase echt nicht vom Boden bekommen.
Beide Hunde haben dann brav ihr Geschäft verrichtet und so nach 30 Minuten waren wir wieder daheim.

Schnell die Tiere gefüttert und mit dem Gedanken daran, dass es ein wundervoller Tag wird, habe ich mich noch mal ins Bett gekuschelt. Urlaub ist einfach herrlich !!!!!!!   


Zwei die ohne einander nicht mehr können......

Gegen 9 Uhr sind wir dann alle aufgestanden und haben in aller Ruhe gefrühstückt. Die Hunde waren für eine kurzes Spielchen noch mal auf dem Rasen toben und dann habe ich es mir mit einem super spannendem Buch (das 4. übrigens das ich hier grade lese) auf dem Liegestuhl gemütlich gemacht.

So gegen 11 Uhr ist Jörg mit Bine noch mal zum Kaufmann gewandert (Lena wollte lieber bei mir bleiben), dort musste sie dann zum ersten Mal in ihrem Leben vor dem Laden warten.

Die Ladentür stand offen und Jörg brauchte auch nur 2 Dinge besorgen. Es hat super geklappt. Die Maus hat brav gesessen, allerdings kam in diesem Zeitraum auch niemand vorbei. 

Überhaupt ist Bine seit ihre Läufigkeit im Gange ist, wieder viel ansprechbarer, ruhiger, nicht so hektisch wie vorher. Von mir aus könnte es so bleiben *gg*.

Gegen halb zwei war dann noch mal eine Mittagsrunde angesagt, die allerdings auch nicht länger als 30 Minuten ausgefallen ist und ausschließlich durch den Wald geführt hat.

Anschließend hat sich Bine dann mitgesonnt .......


Tja Jörg, aufgestanden, Platz vergangen. Pech gehabt. Selber schuld. Sieh zu.....

Das Schöne hier ist, dass die Sonne scheint wie verrückt, aber der Wind doch herrlich kühl ist. So wird es auch für die Hunde nicht zu warm. Lena hat laut schnarchend auf dem Rücken gelegen und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen. 

Nachdem wir dann heute Nachmittag was gegessen hatten, sind wir so gegen 17.30 Uhr aufgebrochen zum Strand. Kurz vor uns waren 3 Personen mit Rauhaardackel und einem Beagle. Bine wäre so gerne hingelaufen, da aber die Hunde angeleint waren, haben wir unsere auch angeleint gelassen.   


Lena taugt durchaus noch als Strandschönheit.


Nass hat sie ein bisschen was von einem Waterspaniel, finde ich.

Am Strand angekommen, habe ich gesehen, dass die Leute nach links marschieren. Also sind wir nach rechts abgebogen. Tja und dann hat der Dackelrüde wohl Bines Geruch in die Nase bekommen. So schnell ihn seine Dackelbeine trugen kam er angelaufen, sah total niedlich aus. Das Beaglechen in einem Sicherheitsabstand hinterher. Ich habe Jörg dann gesagt, dass er Bine ableinen darf, Lena blieb sicherheitshalber bei mir. Bine ist glücklich und fröhlich zu den anderen Hunden gelaufen und der Dackel hat Angst vor der eigenen Courage bekommen. Außer „sitz“ machen, war er zu nichts mehr zu überreden. Dafür hat Bine wunderbar mit dem Beagle Mädchen gespielt. Die Besitzer der Hunde mussten den ganzen Weg zurück gehen um ihre Hunde wieder abzuholen *gg*. Aber wir fanden es lustig. Es waren auch Deutsche, mit denen wir uns kurz unterhalten haben. Naja, mehr Jörg als ich, denn durch Lenas Protest-Gebelle („lass mich von der Leine und denen werde ich es zeigen, mit meinen Baby spielen...“) habe ich nichts verstanden.   

Wir sind nach ein paar Minuten mit den Hunden in unterschiedlichen Richtungen weitergegangen und Bine kam ohne rufen ganz problemlos mit. Das Wasser war heute einfach herrlich und wir sind mit den Füßen einfach immer nur hinein auf die nächste Sandbank. 


Das Wasser war zu schön um wahr zu sein. Warm und traumhaft klar. Der Einfluss des 
Golfstromes macht sich hier an der Spitze Dänemarks total bemerkbar.


Nachdem Lena sich im letzten Jahr gar nicht ins Wasser getraut hat und seit diesem Urlaub mit den Füßen hineingeht (dabei schwimmt sie hervorragend und in Seen mit großer Vorliebe), war sie heute außer Rand und Band. Sicher musste sie auch noch Stress von der Hundebegegnung abbauen, aber sie ist einfach nur im Wasser herum galoppiert oder hat Bine durch die Fluten gejagt. Es hat so einen Spaß gemacht zuzusehen. Ehrlich.
   


Nach der aufregenden Begegnung mit den anderen Hunden musste Lena erst mal
Stress abbauen. Das geht am besten indem man Bine jagt *gg*

Bine hat dann im Wasser noch ein Tau entdeckt und ich habe sie angefeuert zu ziehen. Leider hat sie, was auch immer am anderen Ende hing, nicht an den Strand befördern können  !  


Zieh, Zieh...... Z I E H !!!!

Alles in allem waren wir über 1 ½ Stunden im Wasser und sind eben erst wieder nach Hause gekommen. Zuhause dann das neue, für Bine etwas befremdliche Ritual, dass ich die Hunde mit einem Eimer lauwarmem Wasser abwasche, damit Salz und Sand draußen bleiben. Heute hat sie zum ersten Mal nicht rum gezickt und unter meinen Jubelrufen still gestanden. Großartig. Zum Abschluss schütte ich dann immer das ganze restliche Wasser über die Hunde. Auch das hat Bine gut verkraftet.

Ja drinnen selbst das Anziehen ihres Kinderschlüpper hat sie heute aufmerksam aber ohne Gegenwehr geduldet. Keine Frage, dass es dafür 2 rote dänische Rinderwürstchen gab, oder ? Sie dürfte sogar noch den Becher mit Quark (natürlich gemeinsam mit Lena) auslecken. Was für ein rundherum schöner Tag.   


So sieht ein Hund aus, der einen Quarkbecher auslecken durfte. *gg*

Ich überlege ernsthaft, ob ich nicht Däne werde......"Dänen lügen nicht....na na na na *träller*" 

Dänische Grüße und bis die Tage,
Dagmar

PS: Die Sprache ist der Klou.... Goldbamser sind Gummibärchen und Flodeboller sind Schokoküsse. Herrlich.

25. Mai 2004

Heute morgen war Bine wieder recht früh besonders gut gelaunt. Wir haben die Hoffnung aufgegeben, dass Bine zum Langschläfer mutiert. Also war der erste Gang gegen 6.00 Uhr fällig, was mich wenig belastet hat, weil Jörg gegangen ist. *gg* 

Danach allerdings, fällt Bine immer noch mal in einen Tiefschlaf, der bis ca. 9.30 oder 10.00 Uhr anhält. Dann stand wieder ein relaxtes Frühstück auf dem Programm. Die Sonne lachte und der Himmel war blau und wolkenlos. Langsam sind wir so verwöhnt, dass wir es nicht mehr anders erwarten. Der Höhepunkt des Tages ist momentan, wenn wir abends in den Nachrichten die Wettervorhersagen aus Deutschland sehen und hören. 4 cm Neuschnee auf dem Brocken, Bodenfrost und ganz Deutschland geht mit Steppjacke und Pullover nach draußen, während wir im T-Shirt auf der Terrasse frühstücken.  

Heute Mittag ist Jörg dann ebenfalls noch mal mit beiden Hunden zu einer kleinen Waldrunde aufgebrochen und ich hatte Zeit ein bisschen Ordnung zu schaffen. Gleich danach gab es noch eine kurze Spielsequenz im Garten, von der Bine mehr hatte als Lena, die nicht mitspielt, wenn hündische Konkurrenz dabei ist. Im Anschluss (der Himmel war zwischenzeitlich bewölkt und es kam Wind auf), haben wir alle gemeinsam Siesta gehalten. Bine ist zu Jörg in den Alkoven gekrabbelt, der an unser Wohnzimmer anschließt. Lena hat sich auch dazu begeben und Mimi ein Plätzchen auf dem Sessel mit Wolldecke gefunden. Ich habe mich auf dem Sofa ausgestreckt und so haben wir in Ruhe und Frieden eine CD gehört. Ich gestehe, der ein oder andere ist dabei eingeschlafen, so dass wir morgen noch mal anfangen die CD zu hören.   


Also die Beiden waren schuld und haben mit dem geschnarche angefangen.


Lena hat dann auch geschwächelt.


Mimi konnte sich dem Gruppenzwang auch nicht entziehen......


Ich hatte wenigstens noch kurze Zeit die Augen offen. *g*

Nachmittags wollte Jörg dann zum joggen an den Strand gehen. Bisher hat er sich erfolgreich dagegen gewehrt, die Bine mit zu nehmen. Sie wäre noch zu klein, sie würde nicht ausreichend hören, er würde viel zu lange laufen für den Hund und und und waren immer die Ausreden. Heute habe ich ihm dann erfolgreich ins Gewissen geredet. Bine ist zu gerne mit ihm zusammen und sie ist ein so fixer und sportlicher Hund, dass ich nicht wüsste was dagegen spricht mit ihr am Strand zu laufen. 

Er hat sie dann auch mitgenommen, machte aber doch ein ziemlich skeptisches Gesicht. Ich war mir ja selber nicht mehr sicher, ob Bine wirklich der ideale Joggingpartner ist. Aber probieren geht schließlich über studieren und die Beiden sind losgezogen.
Ich habe mich ebenfalls mit Würstchen präpariert, Lena geschnappt und wir sind durch den Wald gewandert. Es war unglaublich entspannend.
Ich habe es so genossen mit einem Hund zu gehen, den ich nunmehr seit 8 Jahren in und auswendig kenne. Auf Lena kann ich mich blind verlassen. Ich brauche keine Leine. Selbst an befahrenen Straßen kann ich mich 100% auf den Hund verlassen, sie weicht nicht vom Randstreifen ab. Außerdem ist sie nie weiter als 5 Meter von mir entfernt. Natürlich waren wir vor den Sportlern wieder zuhause. Die kamen ca. 15 Minuten später und waren alles in allem etwas über einer Stunde unterwegs.

Jörg war total nass geschwitzt und ziemlich k.o. während Bine nicht mal gehechelt hat. Erstaunlich. Nachdem Jörgs Puls sich wieder einigermaßen beruhigt hatte, hat er mir erzählt, was sie so erlebt haben.

Alleine beim zuhören der Strecke, die die beiden gejoggt sind, ist mir der Schweiß ausgebrochen !!!!!!
Als sie dann endlich fertig waren und den Strand verlassen wollten, kam ein Mann mit einem Hund. Der „Barnie“! Schnauzer-irgendwas-Mix und etwas kleiner als die Bine, war kastriert und laut Besitzer GAAAANZ lieb. Also ist Jörg mit der Bine und dem Barnie wieder zurück zum Strand und beide Hunde durften spielen. Das haben die Hunde dann auch ausgiebig getan. Es ging am Strand laut Jörg hoch und runter und ins Wasser und wieder zurück. Ganz besonders stolz hat der Jörg mir davon erzählt, dass Bine gemeinsam mit Barnie in die Dünen gedüst ist. Jörg hat gerufen und Bine war sofort wieder da. Toll, oder ?
 

Irgendwie hatte ich mir vorgestellt, dass Bine nun nach dem Programm hernieder sinkt und sich vor morgen um 6 Uhr nicht mehr rührt. Aber irgendwie habe ich die Rechnung ohne unser Karlchen gemacht. Sie steht dauernd neben mir, schaut sich in der Wohnung um und macht ganz den Eindruck, als wenn ihr noch irgendwas fehlt zum Glücklich sein. Also werden wir dann gleich noch mal eine Clickersession einlegen.   


Abends eine Runde "kriegen spielen" geht auch noch nach dem joggen

Das haben wir gestern schon gemacht und ich war ganz stolz auf mein kleines Holländermädchen. Wir haben in erster Linie wieder an der freudigen Fußarbeit gearbeitet. Das halte ich für ganz besonders wichtig. Zum einen brauchen wir das unbedingt für unsere Dogdance Arbeit, zum anderen schadet das beim Agility sicher auch nicht. 

Wir haben also sachte angefangen und Bine wurde für das korrekte Folgen auf meiner linken Seite häufig bestärkt. Ich habe zwischendurch das Tempo gewechselt, bin also mal locker losgelaufen und zwischendurch auch geschlichen. Das findet Bine besonders spannend. Als ich den Eindruck hatte sie ist konzentriert bei der Sache habe ich weiter geübt, was wir in den letzten Tagen begonnen haben. Wenn ich „schnalze“, folgt für Bine ein Wendung nach rechts. Das sind die einfachen. Mir kommt es darauf an, dass sie schön am Bein bleibt und nicht zurück hängt. Das hat sie ganz toll gemacht.
Wenn ich „Achtung“ sage, folgt eine Wendung nach links und die sind bekanntlich für Hunde die auf der richtigen Höhe mitlaufen nicht ganz einfach. Ich war total begeistert, wie gut dass alles gestern Abend in lockerer Atmosphäre geklappt hat. Oder vielleicht gerade deshalb ?!
 

Dann haben wir weiter am „Sitz“ gearbeitet. Jawohl richtig gehört, am „Sitz“. Es hat sich nämlich in den letzten Wochen daheim ein Fehler eingeschlichen. Wenn wir am bleib gearbeitet haben, hat Bine sich immer hingelegt. Das war insofern nicht schlimm, weil sie wirklich gut wartet und darum geht es ja in erster Linie wenn ich „bleib“ sage. Jetzt ist sie aber dazu übergegangen, sofern ich nur einen Schritt nach hinten mache, die Platz-Position einzunehmen und das ist von mir nicht gewollt. Also habe ich gestern Bine immer wieder Sitz machen lassen und bin Schritt für Schritt von ihr weg gegangen. Hat sie sich hingelegt, war die Übung beendet und wir haben ca. 1 ½ Minuten Timeout gemacht. Saß sie brav, habe ich schon während ich mich entfernte geclickert und die Leckerchen geworfen. Es geht schon ganz gut, auch wenn wir von einem sicheren Ergebnis noch meilenweit entfernt sind. Aber genau dass ist ja der Spaß am üben, das beobachten der kleinsten Fortschritte.  

Ihre Unterbuchse lässt Bine sich jetzt schon total lässig anziehen. Schließlich gibt es hinterher immer ein Stück Würstchen und dafür würde Bine sonst was tun :))

Ihre Blutungen werden ziemlich heftig und ohne Hose ist ein Aufenthalt hier im Haus kaum möglich. Bine leckt sich schon hin und wieder sauber, aber nicht genug um die ganze Suppe aufzusammeln. Manchmal steht sie einfach so da, während hinten nur so die Tropfen heraus kullern.

Sie müsste nun eigentlich bald in der Standhitze sein, denn sobald man an ihrem Hinterschenkel streichelt oder ihren Po berührt, knickt sie die Rute in den unmöglichsten Winkeln ab und macht ein verzücktes Gesicht. Boxenluder !!! 

Von liebestollen Rüden sind wir bisher verschont geblieben, obwohl hier in unmittelbarer Nähe hin und wieder Hunde bellen. Ich bin froh, dass Bines Bruder Beaven, seines Zeichen ein echter Frauentyp, nicht hier ist. Das würde ja was werden..... 

So, nun fordern meine Tiere aber wieder meine volle Aufmerksamkeit und die schenke ich ihnen gerne. Ich feiere, dass wir noch 11 Tage hier sind und hole mir jetzt ein eiskaltes Barcardi-Rigo aus dem Kühlschrank. 

Versoffene Grüße und bis die Tage,
Dagmar

27. Mai 2004

Auch auf die Gefahr hin dass es langweilig wird, wir haben einen weiteren wunderschönen, sonnigen Meeres-Urlaubs-Tag hinter uns.... 

Heute hatte ich wieder Hundedienst *ggääääähhhnn*. Wenn ich dann allerdings(6 Uhr !!!) aus dem abgedunkelten Schlafzimmer ins Wohnzimmer schaue und draußen lacht schon so früh die Sonne, dann bin ich einfach gut gelaunt *träller*. Ich habe dann mit den ebenfalls noch leicht verschlafenen Hunden eine Runde durch den Wald gedreht. Alles war leise und die Luft super mild, kein Lüftchen weit und breit. Lena hat wie immer brav ihr Geschäft verrichtet. Der Holländer kackt hier im Urlaub nur noch 1x am Tag, dafür aber „gehend“ 10 Meter weit und meistens am Strand *g*

Überhaupt ist Bines Namenswahl super passend. Momentan nennen wir sie nämlich nur noch „Bi“. Egal wer oder was sich ihrem Hinterteil nähert, Bi streckt fröhlich den Po raus, klemmt die Rute nach irgendeiner Seite weg und „gibt“ sich hin. Herzlich willkommen in der Standhitze. Während ich bei Banja und auch Lena damals immer den Eindruck hatte, dass die ganze Angelegenheit eher lästig ist und Beide nicht recht wissen was da geschieht, ist Bine mehr der Typ Lolita. Sie parkt ständig zwischen Jörg oder mir, ja selbst neben Lena und wartet darauf, dass jemand ihren Bauch streichelt, ihren Po anfasst ODER wie in Lenas Fall, an ihrer TUTE schnuffelt. Tut man ihr den Gefallen hält sie stundenlang still, macht ein verliebtes Gesicht und schmust was das Zeug hält. Ausgesprochen witzige Angelegenheit. 

Aber kommen wir zum Tagesablauf zurück. Nachdem wir vom spazieren gehen wieder da waren, gab es wie jeden Morgen für alle Hunde ein Frühstück (Katze natürlich auch). Dann wollte ich mich eigentlich wieder hinlegen. Also Bine ihren Schlüpper angezogen, was jetzt super geht, weil sie steht wie eine Eins (kann ja sein, dass ich an ihren Po komme).
Dann habe ich mich hingehauen, normalerweise lese ich dann noch ein paar Seiten, weil ich nach dem Spazieren gehen gar nicht mehr müde bin. Aber ich bin auch nicht verrückt genug, im Urlaub schon um 7 Uhr auf zu bleiben. Bine ist wie gewohnt zwischen uns gehüpft, da hat sie gar keine Hemmungen. Sie ist relativ schnell zur Seite gekippt und schnarchend klar gemacht, dass sie jetzt lieber ihre Ruhe hätte. Als nächstes kam Mimi ins Bett und hat es sich auf meinen Brustkorb bequem gemacht. Das fand ich schon ausgesprochen ungemütlich und lesen ging auch nicht mehr, weil die olle Katzenoma dauernd versucht über oder unter meinen Buch durchzugucken, damit ich auch merke dass sie da ist *seufz*. 

Ungewöhnlicherweise stand dann auch Lena wedelt vor dem Bett und „guckte“ um Erlaubnis. Ach herrje, Lenas Schmusebedürfnis beschränkt sich in der Regel auf einmal im Quartal und ich genieße dass mit meiner Großen immer besonders. Aber heute ? Es war doch schon so eng. Na ja, ich konnte dem Blick nicht wiederstehen und habe sie herein gelassen. 2 Minuten später habe ich das wieder bereut. Es war wirklich kein Zentimeter Platz mehr da. Jörg, ganz in die Ecke gequengelt an die Wand, hat das, glaube ich nicht wirklich gestört, er hat geschlafen, dann Bine, ebenfalls schnarchen. Dann ich, auf mir Mimi und daneben Lena. Alles auf nur 1,40m. Ich kam mir vor, als wenn wir für einen Eintrag ins Guinessbuch trainieren.... 

Nach einer Stunde, einem eingeschlafenen Fuß UND Arm, habe ich zuerst Lena hinausbefördert und dann Mimi. Der Holländer war so was von dickfellig und ist einfach nicht aufgestanden. Immerhin konnte ich dann auch noch ein Stündchen schlafen. 

Wenn ich mit den Hunden gehe, muss Jörg das Frühstück machen, hihi  ! Oder natürlich umgedreht. Heute morgen habe ich dann auch verschlafen, wie er aufgestanden ist. Ich habe gehofft, dass das Wetter noch so schön ist, wie am frühen Morgen. Wissen kann man das hier nie genau, das ändert sich recht schnell. Aber nach dem aufstehen, habe ich gleich gesehen, dass Jörg wieder auf der Terrasse gedeckt hat. Juchu.


Ohne Worte.

Man, war das ein Wetter. 

So haben wir den  Vormittag dann auch auf den Liegen gelegen, ich habe gelesen und die Hunde haben im Schatten gedöst. Es war super war, aber da hier immer ein kühles Lüftchen weht, ist es auch für die Hunde super gut zum aushalten. Sie lagen im Schatten und haben tief und fest geschlafen.

Heute Mittag gab es dann wieder eine Runde durch den Wald. Lena hatte überhaupt keine Lust dazu, wollte nur ihren Haufen machen und gleich wieder nach Hause. Bine will immer, es gibt schließlich soviel zu riechen. Hasen, Fasane, Vögel, Artgenossen und was weiß ich.

Apropro Artgenossen, wir ärgern uns ziemlich über die anderen Deutschen hier, die ihre Hundehaufen einfach so liegen lassen. Das ist ziemlich schade und ziemlich eklig. Bisher haben wir das Gebiet hier als ausgesprochen Hundekackefrei kennen gelernt. Wir heben jeden Krümel auf und die Leute freuen sich darüber. 

Nachmittags werden die Hunde dann gegen halb fünf unruhig und man merkt, dass es Zeit wird für die große Strandrunde.


Lena darf auch mal alleine mit Herrchen spielen. Bine muss dann bei mir warten.

Heute waren wir dann auch wieder 1 ½ Stunden am Strand unterwegs. Die meiste Zeit im Wasser, was Lena jetzt anscheinend wirklich Spaß macht, denn sie fängt an in die Wellen zu galoppieren. Wer hätte das noch vor einem Jahr gedacht ????   

Bine ist immer bei Jörg im tiefen Wasser und dann wieder mehr am Strand bei mir. Heute waren wir mit beiden Hunden so tief drin, dass Lena schwimmen musste, weil sie die Sandbank verfehlt hat. Das macht aber nichts. Old Lena ist eine gekonnte und erfahrene Schwimmerin. Bine passt schön auf, dass höchstens der Bauch nass wird :)

Wir hatten am Strand großen Spaß, haben geplanscht, gespielt und herumgetrödelt. Bine hat wieder meterweit geschissen *hüstel*. Irgendwann hatte ich dann den Eindruck, jetzt reicht es, wir können nach Hause.


Bine hetzt zwischen Jörg (hinten im Bild) und mir (an der Mülltonne Kackbeutel wegschmeißen) hin und her.


Und anschließend wird sich paniert.

Zuhause kommt dann zuerst die Abwaschaktion, denn Sand und Meersalz müssen wieder aus den Hunden. Also schleppe ich eimerweise warmes Wasser nach draußen und wir spülen die Hunde. Selbst Bine findet jetzt langsam gefallen daran, schließlich juckt dann hinterher nichts mehr. Überhaupt muss man sagen, dass sie durch die ganze Schlüpper An- und Auszieh-Aktionen viel toleranter geworden ist, was unsere Manipulationen betrifft. Ich habe so ein bisschen den Eindruck, dass sie natürlich nicht weiß, was wir da veranstalten, aber keiner von uns tut ihr weh. Außerdem gibt es von mir immer ein Leckerchen hinterher fürs still halten. Jörg macht das nicht immer, noch nimmt sie es ihm nicht übel. 

Ja, und jetzt liegen die duftigen Hunden auf ihren Kissen, sind müde gelaufen und satt und schlafen friedlich vor dem Fernseher. Draußen geht die Sonne noch lange nicht unter (jetzt ist es 20.30 Uhr und Sonnenuntergang ist so um 23.30 Uhr) und ich setze mich jetzt mit meinem Buch in den Wintergarten, der vom sonnigen Tag noch sehr aufgeheizt ist.   


Unser kleiner Dünenfuchs.

Zufriedene Grüße und bis die Tage,

Dagmar 

Nachtrag 

Boah, meine Nerven !!!!!

Gerade eben (22 Uhr) war ich mit „Bi“ noch mal draußen, damit sie Pipi machen kann. Ist ja noch hell draußen. Seit sie läufig ist, muss sie ein bisschen häufiger raus als normal.

Sie steht also draußen und lässt laufen. Fertig, also fein zuscharren und dann ist ihr eingefallen, dass sie gleich noch mal einen Schub Pipi machen muss. 

Bine ist fertig, ich gehe Richtung Tür und sehe wie sie die Nase in den Wind hebt. „Scheiße“, denke ich, „bestimm ein Hase“. Leider hatte ich keine Schuhe an und habe noch schnell versucht Bine stimmlich zu motivieren mit ins Haus zu kommen. Im selben Moment kam der vermeintliche Hase um die Ecke gebogen, in Form eines Cairn-Terriers.

Mit Besitzer versteht sich, hinten am anderen Ende der Flexileine. Bine ist natürlich *ggggr* sofort durchgestartet. Der Mann hat seinen Hund sofort auf den Arm genommen und sich wild im Kreis gedreht, während ich ohne Schuhe hinterher gespurtet bin. Ich wusste ja nicht mal, welche Nationalität der Mensch hat. „Bine, Bine“ Rufe brachten nicht den gewünschten Erfolg. Bei den Dreien angekommen, sagt der Mann:“ Ist das eine Sie ?“. Jawohl, und was für eine. Jubelnderweise setzt er seinen Hund sofort an die Erde und ich werfe zaghaft ein, dass die Bine gerade läufig ist, um nicht zu sagen, sich mitten in der Standhitze befindet und ziemlich notgeil. „Ach was“, sagt der Mann interessiert, „Hauptsache kein Rüde. Für alles andere ist der (zeigt auf seinen Hund, der mit der Nase schon in Bines Tute hängt) doch viel zu klein.“ 

Kurz sehe ich zu, wie Bine, mit total erleichtertem Gesicht, dass endlich ein Verehrer da ist, die Rute hoch reißt und dem Kleinen freien Zugang zu ihren heiligsten Gemächern verschafft. Der Cairn war begeistert kann ich euch sagen. Während der Mann mit mir spricht und wir feststellen, dass wir in Deutschland nur 30 km auseinander wohnen, beobachte ich die Verliebten mit unguten Gefühlen. Für eine Hündin, die das 1. Mal läufig ist, macht mir Bine einen recht gefestigten Eindruck. Das Auftauchen des Rüden scheint sie irgendwie zu genießen. Sie fühlt sich kein bisschen bedrängt von dem Cairn, der ununterbrochen an ihr schnuppert und leckt. 

Und dann legt sich das Aas doch hin ?!!!!  Mit einem Aufschrei bin ich barfuss *aua* den Schotterweg runter gehechtet auf die frisch Verliebten zu. Bine ist aufgesprungen, 10 Meter weiter gelaufen und hat ihren angebeteten mitgenommen. Mir ist vielleicht der Schweiß ausgebrochen. Jörg stand in derzeit unter der Dusche und ahnte nicht, dass sich gerade abspielte, was er insgeheim wohl die ganze Zeit befürchtet. Seine Prinzessin sucht sich selber einen Prinzen !!!! Die Mischung Hollandse Herdershond – Cairn-Terrier kann ich mir schlecht vorstellen und außerdem WILL ich keinen Wurf ! 

Der Mann nun auch aufmerksam durch mein barfüssiges Gehüpfe, versucht seines Hundes habhaft zu werden. Denkste Puppe. Wo die Liebe hinfällt. Logischerweise weicht Bine aus, wenn ich nachkommen und der Cairn, in Liebe entbrannt, rennt hin wo die Liebste steht und geht. Arrrrhhhggggg. 

„So geht’s nicht“, sage ich zu dem Mann, „ich brauche Schuhe“ und renne rein. Bin grade unterwegs, da ruft er mich zurück und sagt, er hat seinen Hund. Sehr schön für ihn, ich habe aber Bine dadurch noch lange nicht.

Ich also barfuss wieder zurück und versucht an die Bine zu kommen. Dieses Aaaaaaas, zieht jedes Mal einen Zentimeter zurück, wenn ich fast dran bin. Zurück zum Haus rennen, zieht bei ihr auch nicht. Sie folgt mir nicht, warum auch, hat ja einen neuen Lover.... 

Irgendwann, als sie wie wild um den Cairn (dessen Namen zu erfragen ich leider vergessen habe) herumtobt, kriege ich sie dann an der Halskrause zu fassen. Gott sei Dank. Ich bedanke mich bei dem Mann fürs warten, wir wünschen uns gegenseitig noch einen schönen Urlaub (zum Glück reisen sie am Samstag ab) und ich führe Bine hinein.

Danach musste ich aber echt erst mal eine rauchen. Puuuh. 

Der arme Cairn wird sicher heute Abend unter Liebeskummer leiden. Da trifft er schließlich eine willig, junge Lady, ist kurz davor und darf dann nicht. Das Leben schreibt schon harte Geschichten. 

Jörg hat uns übrigens die Tür geöffnet, als ich Bine an der Halskrause ins Haus führte. Er hat natürlich sofort gedacht, sie hat jemanden gebissen.
Ich habe ihn dann erst mal aufgeklärt und er hat nachträglich noch dicke Backen gemacht.

Fazit: Abends geht die Bine jetzt am Halsband und Flexi zum Pipi machen. Schluss, Aus, Basta. 

Oder hat von euch jemand Bedarf an holländischen Cairn-Honden ? Dann bin ich gerne bereit der Bine bei der nächsten Läufigkeit den Spaß zu gönnen.....

Schwitzende Grüße,
Dagmar

30. Mai 2004

Heute beginnt nun definitiv unsere letzte Urlaubswoche *seufz*. Ja, ein bisschen Wehmut ist sogar jetzt schon dabei. Die letzten beiden Wochen sind wie im Fluge vergangen, dabei habe ich gar nichts großartiges gemacht. Trotzdem war es super auszuhalten und ich denke nach den 3 Wochen wird mir der Einstieg in die Hektik ein bisschen schwer fallen.

Aber was rede ich, eine Woche haben wir ja noch und wenn ihr das lest, bin ich schließlich schon wieder daheim.... 

Heute morgen sind wir bei total bewölktem Himmel aufgestanden. Es war nicht windig aber total grau. Wenn ich mir vorstelle, die ganzen 3 Wochen wäre ein solches Wetter gewesen... ne, da hätte ich einen Lagerkoller bekommen, ganz sicher. 

Heute Vormittag hatte Jörg Hundedienst und ich habe in aller Ruhe geduscht, gefrühstückt und anschließend mit einem Buch gegammelt.
Die Hunde haben zur Abwechslung mal wieder einen leeren Eierkarton bekommen, den ich vorher mit klein geschnittenen Würstchen präpariert habe. Das beschäftigt sie nie länger als 2 Minuten, macht aber Spaß und ich bin jedes Mal begeistert, wie sachte sie ans auspacken gehen. Dabei wäre reißen und schütteln erfolgreicher und natürlich erlaubt. So aber, arbeiten sie sich hauptsächlich mit den Zungen an den Inhalt und bemühen sich auf jeder Seite des Kartons eine Lücke zu finden.   


Lena kann das. Pah, ist doch einfach !


Bine kann das auch. Wäre ja noch schöner, ist schließlich Lenas Ziehkind. *g*

Heute Nachmittag dann, habe ich Bine ein geflochtenes Körbchen hingestellt. Ziel ist es, dass Bine das Körbchen trägt. Im besten Fall natürlich zu mir. Aber da sind wir noch nicht. Bisher habe ich sie dafür bestätigt, dass sie das Körbchen ansieht, dann berührt und dann gab es nur noch C & B (Click und Belohnung), wenn sie den Korb am Henkel in der Mitte berührt. Denn was nutzt es mir, wenn sie den Korb an der Seitenwand anfasst oder zu seitlich am Henkel.

Bine beginnt also gerade heraus zu finden, dass sich nur die mittigste Stelle am Henkel lohnt.

Anfänglich war sie mit der Nase am stupsen und wurde dafür belohnt. Aber relativ schnell habe ich dafür nicht mehr geclickert sonder gewartet, dass sie ihr Maul einsetzt. Das hat sie erwartungsgemäß erfüllt. Bei solchen Aufgaben, die ja aus mehreren Aktionen bestehen, ist es wichtig, dass man sich selber einig ist, was man denn beclickert. Mit was der Hund den Gegenstand berührt oder wo er ihn berührt. Genau in der Reihenfolge sind wir auch vorgegangen.
Bis jetzt sind wir soweit, dass Bine den Korb immer mittig am Henkel in die Schnauze nimmt. Ein paar Bestätigungen bekommt sie in der nächsten Session noch dafür und dann warte ich ab, was Bine anbietet, wenn der Click ausbleibt. Ideal wäre natürlich, dass sie den Korb einige Millimeter hoch hebt. Schauen wir mal. 

Lena hat bei der Aktion im Platz auf ihrem Kissen gewartet. Für jeden Click den Bine bekommen hat, hat auch Lena ein Leckerchen fürs warten gekriegt. Nach einer Weile war ihr das aber nicht mehr genug. Kennt ihr das ? Sie wollte unbedingt mitmachen. Es hat ihr nicht gereicht, ein Leckerli nur fürs zuschauen einzuheimsen, sondern sie wollte sich kreativ beteiligen. Ich fand das toll, auch wenn es nicht erwünscht war.
Lena ist mit einem Stoßseufzer aufgestanden und zum Korb marschiert. Ich war gespannt, was sie anbietet, denn sie hatte noch nie was übrig fürs apportieren.
Zuerst hat sie den Korb an allen möglichen Stellen beschnuppert. Dabei hatte sie immer ein Auge bei mir, sozusagen um zu gucken, wann es clickt. Hat es aber nicht.

Dann hat sie in alle möglichen Stellen gebissen. Hätte ich vorgehabt, Lena das apportieren schmackhaft zu machen, wäre das die Gelegenheit gewesen zum clicken. Da sie sich aber selber ins Geschehen eingemischt hat, habe ich dafür auch nicht geclickt.

Dann ging es ziemlich schnell und war total witzig. Sie hat Schwung genommen und gleichzeitig beide Vorderpfoten in das kleine Körbchen gewummert. Gut das er nicht kaputt gegangen ist, gehört mir ja nicht J. Das sah so witzig aus und ich fand es ausgesprochen kreativ von ihr, da hab ich geclickt und die Session schnell beendet. Ich weiß nicht wie oft das Körbchen diese Sprünge eines 37 kg Hundes aushält. 

Da heute Mittag wie von Geisterhand die Wolken verschwanden und der blaue Himmel vorkam, habe ich heute Nachmittag, vor dem füttern und nach dem Spaziergang, noch einmal mit beiden Hunden draußen geübt.

Bine durfte zuerst mit einer leichten Fußarbeit in verschiedenen Tempi (rennen, schleichen) beginnen und war super eifrig bei der Sache. Leider stammen die Fotos von heute Abend und da waren beide Hunde schon satt und nicht mehr ganz so eifrig :)  


Ist ein bisschen unscharf. Jörgs Stil halt *gg*


Und so gehen wir und gehen und gehen. Ich sehe grade, ich könnte den Kopf mehr
aufrichten. Also, ich meine meinen Eigenen. Wozu Fotos alles gut sind *staun*.

Dann haben wir wieder Kehrtwendungen in beide Richtungen absolviert, war super. Dann habe ich Bine Sitz und Bleib machen lassen, weil sie sich beim Bleib ja immer hinlegt. Das klappt ebenfalls schon ganz klasse. 


Da sag ich ihr sie soll sitzen und bleiben......


Und hier komme ich gerade wieder auf sie zu, nachdem ich geclickert habe.

Dann kam ein Platz und was soll ich sagen, wofür ich mit Banja Jahre brauchte, das macht Bine mal eben so. Platz mit Handzeichen auf Entfernung. Ich war begeistert. 


Ich stand wirklich weit weg, mindestens 10 Meter. *protz*

Zum Abschluss haben wir noch den Slalom geübt. Macht uns besonders viel Spaß und Bine ist konzentriert und arbeitsfreudig.   


Sla....


lom....

Sla-lom *gg*  Ist aber gelogen. Mit dem Signal wollte ich mal arbeiten. 
Zwischenzeitlich sage ich nur noch "durch", "durch", "durch".

Lena kam als nächstes dran. Was Bine nicht mag (über den Zaun springen), findet Lena super. Ich lasse sie das allerdings höchstens 1 bis 2x am Tag machen, wegen ihrer Knochen. Natürlich erst nachdem sie sich aufgewärmt hat. 


Hopp und schon freut sich Frauchen wie eine Schwachsinnige *gg*



Und schon wieder unscharf....*seufz*

Dann sind auch wir im Fuß ein paar Runden über das Grundstück gedreht und DANN durfte Lena steppen. 


Ei so schön kann auch die alte Lena "Fuß" gehen WENN sie mag.



Das mag sie schrecklich gerne. Das ist ihre Lieblingsübung zur Zeit und kann gar nicht lange genug gehen. Es macht den Anschein, dass es für sie die einfachste Art ist sich Leckerlis zu verdienen. Dabei nimmt sie die Füße wirklich ganz weit hoch, ich hoffe man kann das auf den Bildern sehen.
   


Und stepp und stepp und stepp

Um noch mal kurz auf Sexbomben Bines Situation zurück zu kommen, ich glaube, wir haben das Schlimmste überstanden. Gestern war sie unausstehlich und ist überhaupt nicht zur Ruhe gekommen. Sie wollte andauernd raus. Draußen hat sie dann zwar ein Anstandspipi gemacht, war aber ansonsten nur am schnüffeln. Auf der Suche nach Verehrern. In den letzten 3 Tagen musste sie ebenfalls an der Flexileine auf dem Grundstück laufen, weil sie ein paar Mal versucht hat, sich aus dem Staub zu machen. Das Risiko war es mir dann doch nicht wert, auch wenn sie mir ein bisschen leid tat. Heute ging es schon wieder ohne. Jetzt empfindet sie es auch wieder als genauso schön, wenn sie am Hals gestreichelt wird. Während in den letzten Tagen das Zentrum ihres Denkens ihr Po war *ggg*. Heute hat sie ebenfalls zum ersten Mal nicht den ganzen Tag die olle Hose getragen, sondern lief Pampers frei..... dabei hatte ich mich gerade so an den Anblick gewöhnt. Sie hat wirklich einen total niedlichen Knackpopo in den Kinderschlüppern gehabt. 

Da Pfingsten vor der Tür steht und Samstag generell der An- und Abreisetag der Urlauber hier ist, sind heute ein ganzer Schwung neuer Urlauber angereist. Hier und da hört man Hunde bellen und ich bin schon gespannt ob vielleicht neue potentielle Spielkameraden für Bine dabei sind. 

Das wird sich zeigen, denn früher oder später trifft man sich am Strand. 

In diesem Sinne sandige Grüße und bis die Tage,
Dagmar

04. Juni 2004

Der letzte Urlaubstag ist angebrochen *seufz*.

Die vergangenen Tage standen voll und ganz im Zeichen der Liebe. Jawohl *lach*. Keine Angst ich verschone euch mit schmalzigem „wir-hatten-uns-im-Urlaub-so-lieb“ Gebrabbel. Wieder mal ist von Bine die Rede.

Mit einer erstaunlichen Präzession haben wir am Strand immer wieder eine Familie aus Dortmund getroffen, die genau die 3 Wochen hier waren wie wir auch. Die Familie hat ein Beaglemädchen und einen Rauhaardackelrüden. Der Beagle ( Nina ) war wie Bine vor allem an wilden Strandspielen interessiert, während Iko nur verliebt war. Im Laufe der letzten Tage hat auch Bine ihr Herz geöffnet und nach der Cairnterrier-Episode war nun Platz in ihrem Herzen für das Dackelchen.    


Sie ist aber auch wirklich eine Zuckerschnecke.

Am allermeisten habe ich gelacht, als die Familie nach mehreren Minuten Spiel weiter gehen wollte, Iko aber nicht. Da hat die Frau gesagt, Jörg soll mit der Bine mal ins Wasser gehen, weil der Dackel absolut wasserscheu ist. Also ist Jörg mit seiner Bine in die Fluten gestürmt und wer hinterher ? Natürlich der Herzbube Iko. Das sah so lustig aus, wie er mit seinen kurzen Beinen in der Brandung stand und bei jeder Welle weg war. Tapfer hat er sich weiter gekämpft und ist in Bines Achtung so gestiegen, dass sie sich von Jörg los gerissen hat und zu ihrem patschnassen Lover zurück gestürmt ist. Danach folgte dann wieder inniges Liebesgeplänkel am Strand. Ich hätte Stunden zusehen können. Der war aber auch charmant, hat nie geklammert sondern genäselt, schon mal am Bine Po geschnuppert (was ja auch sehr willkommen war) ist mit ihr gelaufen. Total niedlich. Die Besitzer waren ausgesprochen amüsiert, weil sie uns erzählt haben, er wollte erst gar nicht mit spazieren gehen, weil ihm die Pfoten weh getan haben und kam sah er Bine-Lolita, war alles vergessen !!!!   


Ich freue mich besonders, dass Nina und Iko am letzten Tag, kurz vor der Abreise noch
vorbei geschaut haben um der "lieben Bine" Tschöö zu sagen :)


Lena musst hinter der Scheibe warten, damit Iko und Nina auch mal mit
Bine spielen konnten.




Bine biegt mal eben wieder die Rute zur Seite, damit Iko auch alles mitkriegt....

Gestern begann der Tag wieder mit wunderschönem Wetter (auch wenn es euch nervt *g* ) und gegen 10 Uhr hatten wir schon 26 Grad. Dabei ist es hier aber nie unerträglich heiß, sondern es weht immer ein frischer Wind. So haben wir den Tag über auf der Terrasse gegammelt immer wieder unterbrochen von kurzen Waldspaziergängen. 


Lena hat gelernt, dass die größten Chancen auf Futter bestehen, wenn man
so tut, als interessiere man sich GAR nicht dafür. Das macht selbst Männer schwach *gg*


So zwischen 17 und 18 Uhr werden die Hunde dann unruhig. Ich nenne es den Lassie-Effekt, den sie wissen, dass nun der große Spaziergang am Strand statt findet. Wir waren eigentlich jedes Mal darauf vorbereitet, dass am Strand viel los ist, bei dem genialen Wetter und immer wieder überrascht, wie leer es hier ist.


Es war so herrlich.... *schwärm*

Ein Jogger und ein Pärchen war alles, was am Strand zu sehen war. Also Schuhe aus und ab ins Wasser, es war herrlich. Die Hunde sind ausgelassen über den Strand getobt und auch für Lena ist es nun selbstverständlich sich in die erfrischenden Fluten zu stürzen OHNE zu trinken :)  


Jörg ist sogar geschwommen......ich net, ich mag keinen Quallen und an dem Tag
gab es welche *igitt*

Auf dem Rückweg, wir feierten immer noch unser Wetterglück, kam Lena dann richtig in Rage und hat bellenden die Bine durch die Ostsee gejagt. Dabei haben die beiden Doofen mich kurz über den Haufen gerannt und gnadenlos im Sand liegen lassen. Während ich im Sand herum kroch und dachte mein Knie ist gebrochen (womit ich ja nicht hätte zurück fahren können) sind die besten Freunde des Menschen *aarrrrgghh* einfach davon gallopiert. Schweinebande.  

Nun dieser Lärm blieb nicht unentdeckt, den nachdem ich mich wieder aufgerappelt hatte und Humpelnder- und Fluchenderweise wieder hinkte, entdeckte ich in den Dünen einen Rottweilermischling von nicht geringer Größe. Schluck. Das sind die spannenden Momente im Hundehalterleben, denn weit und breit war kein Mensch zu sehen. Jörg der im Wasser war, hat ihn auch recht schnell entdeckt und dann kam er donnernd (kam mir der Staubwolke nach zu urteilen jedenfalls so vor) aus den Dünen. Je näher er kam und so größer wurde er und ich fühlte mich unbehaglich. Bine hat ihn sofort gesichtet und ist im entgegen gestürmt, während Lena noch im Wasser herum gepümpelt ist. Kurz vor Bine hat er gestoppt, sich in Positur geworfen und dann ging die wilde Hatz los. Das war der Moment in dem Oma Lena gemerkt hat, dass da noch ein fremder Hund ist. Wie eine Dampfwalze ist sie aus dem Wasser getrabt und hat ebenfalls bei der Annäherung gemerkt, dass der wirklich „ziemlich“ groß ist. Sie hat sich dann darauf beschränkt, ihn kurz abzunehmen und zu unserem Erstaunen war für sie die Sache damit erledigt. Dazu muss gesagt werden, dass sie dem Beaglemädchen Lina immer eine Heidenangst eingejagt hat. Sie hat sie sozusagen alleine durch ihre Anwesenheit in die Knie gezwungen und das total genossen.

Hier konnten wir dann mit ihrer Hilfe nicht rechnen, der Knabe hatte es natürlich auf die duftende Bine abgesehen und Lena war das scheißegal. Hm.  

Bine und der Rüde haben eine kurze Jagd die Dünen hinauf begonnen wobei Bine auf Pfiff sofort wieder da war. Gott sei Dank. Dann sind beide noch mal in die Wellen gesprungen und damit war für den Herren das Vorspiel absolviert. Er wollte nur noch eins, aufreiten. Bine war hin und her gerissen zwischen, „ich halte meinen Po hin“ und „ne lieber doch nicht“. Der Junge hat nicht ganz den Spaßfaktor den Dackel Biko mitbrachte und so machte ich mich mit den Badelatschen in der Hand auf dem Weg und einzuschreiten.

Das ich Bine an die Flexi nehmen konnte, war ein erster Erfolg weil sie hin und hergerissen war zwischen „ich brenne mit dem durch“ und „quietsch, nein bleib mir vom Leib“. 

Ich habe mich dann vor den Rüden gestellt, „geh nach Hause“ gesagt und mit meinen Flipp-Flopp-Badelatschen gedroht. Was soll ich sagen, es hat ihn überhaupt nicht interessiert. Zwischendurch hat er immer mal wieder bei Lena sein Glück versucht, aber die konnte ihn sich durch knurren und fletschen gut vom Leib halten. Sobald er wieder weg war, hat sie seelenruhig den Heimweg weiter angetreten.

Jörg war dann irgendwann auch aus dem Wasser und hat ebenfalls versucht den Rüden nach Hause zu schicken. Zu meiner Ehrrettung sei gesagt, dass er genauso erfolglos war wie ich. *g*

Wir haben uns noch ganze 5 Minuten im Kreis am Strand gedreht, weil wir die Hoffnung hatten, dass jemand den Hund vermisst. Schließlich hatte er eine Halsband mit Adressanhänger, da sind wir nur nicht dran gekommen. Dann haben wir uns entschlossen den Heimweg anzutreten, weil es langsam echt stressig wurde. Der Rüde hat seine Anstrengungen verdoppelt und es wurde zum wahren Spießrutenlaufen. Irgendwann haben wir dann eine einigermaßen Formation gefunden in der es ging. Ich neben Bine an der Leine und Jörg genau hinter ihr, sozusagen um ihren Popo zu schützen. Lena war immer 20 Meter voraus, von ihr war wahrlich keine Hilfe zu erhoffen. Und so sind wir dann als Prozession der Schwachsinnigen mit 3 Hunden nach Hause gewackelt.

Zwischendurch haben wir noch 3 Frauen getroffen, die es nicht lustig fanden, dass wir unseren riesigen Hund frei laufen ließen. Unsere Beteuerungen dass das nicht unser Hund sei, blieben ungehört, es waren dänische Frauen *g*

Bine fing an die Sache als nicht mehr lustig zu empfinden. Es kann sein, dass es daran lag, dass sie an der Leine war und aber einfach nur, weil der Rüde immer aufdringlicher wurde. Selbst drohende Klatscher mit meinen Flipp-Flopps auf den Kopf haben ihn nicht im geringsten gestört. Blieb ich stehen und sagte warnend „Nein“, blieb er eben auch stehen. Ging ich einen Schritt auf ihn zu, blieb er ebenfalls stehen. *grusel*

Es hatte alles keinen Erfolg und so musste Jörg bis nach Hause Bines Poschützer spielen. Dort angekommen, hatten wir schon Mühe uns zur Haustür reinzuquetschen ohne den Burschen. Nicht einfacher gemacht hat es Mimi, die erwartungsvoll im Wintergarten stand und auf uns wartete.

Tja und dann begann der Abend der Belagerung. Der Hund war einfach nicht vom Grundstück wegzukriegen. Ich war ein paar Mal draußen um ihn anzuschreien, weil ich mir mehr davon erhoffte als nett zu ihm zu sein. Er sprang wütend bellend um mich herum und wollte unbedingt hinein.

Irgendwann habe ich einen Messbecher mit eiskaltem Wasser gefüllt, bin nach draußen gegangen, wo mir der Henkel abbrach und das kalte Wasser mir auf die Füße pümpelte. 

Immer wenn wir eine halbe Stunde keinen Rüden sahen, dachten wir, er ist weg, dann tauchte er zuverlässig eine Minute später wieder an der Terrasse oder dem Wintergarten auf. Es war echt lästig. Vorbei gehende Spaziergänger schauten immer böse auf unser Haus, ihre kleinen Hunde auf dem Arm und wir beteuerten jedes Mal unsere Unschuld. Irgendwann abends nach halb zehn, haben wir ihn dann nicht mehr gesehen und Bine konnte zum Pipi machen raus.

Man war das anstrengend, fast 4 Stunden unter Hausarrest zu stehen. 

Ja und heute haben wir dann unseren letzten Urlaubstag hier. Als hätten wir es bestellt ist es heute bedeckt und regnet hin und wieder. Das macht es einfacher das Haus aufzuräumen und einzupacken. Jörg gurkt während ich das schreibe gerade durch Fredikshavn und versucht einen neuen Messbecher aufzutreiben. *gg*

Wir hatten einen wunderschönen Urlaub und ich denke gerade Bine hat es gut getan 3 Wochen am Stück mit uns zu verbringen.


Hier eine echte Kuss-Szene auch wenn man Bine kaum erkennen kann. Ich wollte mit aus
ihrer Hälfte des Wohnzimmerfensters schauen. Tja und da ist man vor Freude wieder ausgeflippt und hat mich kräftig geherzt. Seht nur, wie ich Zungenküsse genieße.

Obwohl wir morgen früh bis um 10 Uhr das Haus räumen müssten, haben wir uns entschiedene, wieder heute Nacht loszufahren. Ich habe weder Lust in Dänemark noch im Elbtunnel im Stau zu stehen. Außerdem komme wir dann morgen früh so gehen 9 oder 10 Uhr in Elbingerode an und haben noch den ganzen Tag Zeit uns zu erholen. Langsam merke ich wie meine Vorfreude auf Zuhause steigt und das ist doch ein gutes Zeichen. Vor allem aber ist meine „Ohne-Banja-Schmerzgrenze“ mehr als überschritten. Ich WILL MEINEN SCHNAUZER ZURÜCK, mein Gesicht in ihr Fell drücken, ihren Duft einatmen und mich mit ihr aufs Sofa kuscheln.   


Und so sieht Bine aus, wenn sie mit mir schmusen will. Ohren platt und Zunge raus. " Sekunden nach der Aufnahme, zog sie dann auch wieder die Oberlippe hoch und zeigt mir
alle ihre Zähne. Sie lacht und wedelt sich halb kaputt dabei. Zu süß.


Und noch ein Kussi aufs Ohr.... *lecker*

Also Leute, wenn ihr das lest, sind wir wohlbehalten wieder angekommen und künftig gibt es wieder regelmäßige Einträge im Tagebuch. 

Ich freu mich auf Euch, erholte Grüße und bis die Tage,
Dagmar