Clickertagebuch
| 17.05.2004 |
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Nachts um 2.05 Uhr klingelte unser Wecker. Bis dato hatte ich kein Auge zugemacht. Der Freitag war angefüllt mit Wohnung säubern, einpacken und einkaufen. Super stressig und es gehört zu den Dingen die ich am wenigsten mag vor einem Urlaub. Aufgrund von
Platzmangel waren wir gezwungen mit 2 Autos zu fahren. Zuerst sollte die
Hunde in meinen Auto mitfahren, aber recht schnell stellte sich heraus,
dass sie bei Jörg einfach besser aufgehoben sind, zumal er die Rückbank
mit einem Gitter gesichert hat, was bei mir nicht der Fall ist. Kurz vor
unserem Aufbruch, so gegen 3.30 Uhr, wurden dann also 21 kg Fleisch ins
Auto geladen, weil ich mich auch für einen Urlaub nicht wieder auf die
Fertigfutterschiene einlasse. Bine durfte zusammen mit Lena (zu derzeit
schon ein Nervenbündel getreu dem Motto: „WAS IST HIER LOS ?“) noch
mal in den Garten und hat brav alle ihre Geschäfte erledigt. Gleich
darauf hat sie den ersten Igel ihres jungen Lebens entdeckt. Der Kleine
war wirklich eine halbe Portion, aber für Bine nicht weniger ungefährlich.
Brummend hat sie die Stachelkugel umkreist um dann immer wieder mit
Schnauze und Pfote zu testen, was denn da liegt. Da ich keine Lust dazu
hatte, noch in der Nacht Krankenschwester zu spielen, habe ich Bine
gerufen und dann ging es auf große Fahrt. Wie aufregend. Da ich immer
dicht hinter meinen Lieben gefahren bin (mit Mimi auf dem
Beifahrersitz), konnte ich sehen, dass die Hunde die ersten 30 km noch
gespannt auf der Rückbank saßen. Zuerst ist Bine Kopf verschwunden und
nach ziemlich langer Zeit auch Lenas. Die Fahrt verlief zum Glück ereignislos. Wir kamen gut durch und haben so ca. alle 3 Stunden eine Pause gemacht. Während die Wagen liefen, haben die Hunde die Zeit verdöst, aber wehe wir haben einen Parkplatz angesteuert. Ich hätte mir einen „Hundetrainer“ Aufkleber aufs Auto machen sollen.... *räusper*. Sobald die
Wagen standen, waren die Hunde am singen, kratzen, jabbeln. Der Lärm
beim aussteigen war ohrenbetäubend und ich habe mit meinen Mädchen gefühlt,
die genau so unter Strom standen wie wir. Wir sind dann zuerst immer
kleine Runden gegangen, damit der Stress etwas nach lässt. Die Raststätten
in Deutschland sind wirklich und im wahrsten Sinne des Wortes
„beschissen“. Wir haben extra da angehalten, wo keine Tankstelle war
und trotzdem hat man ein trostloses Fleckchen Teer mit einem Stück
zugekacktem Rasen. Gleich nach dem
Grenzübertritt wurde es dann wie gewohnt, schlagartig besser. Auf den dänischen
Rastplätzen führen Wege immer ins Grüne und in die dahinter liegende
Feldflur. Bine blieb an der Flexi (ja, oh Schande, ich besitze eine) und
Lena durfte frei laufen. Es war sehr schnell zu merken, dass nach 10
oder 15 Minuten der Stresspegel der Hunde sank. Anschließend gab es ein
Frühstück für meine Mädchen und natürlich für uns. Das Wetter war
gelinde gesagt bescheiden. Noch 200 km vor unserem Ziel haben wir Rast
gemacht und ich habe erbärmlich gefroren. Es war super windig, so dass
mir ein abgestellter Teller mit Nudelsalat auf die Rückbank meines
neuen Autos geflogen ist. Sehr lecker. Wir wollten den Rest der Strecke
dann nur noch hinter uns bringen. Je weiter wir
uns Fredrikshavn näherten um so mehr verschwanden die Wolken. Ehrlich
und tatsächlich, während es in Deutschland 12 Grad hatte und regnete
wie aus Eimern, empfing uns hier gleißendes Sonnenlicht, wunderschöner
blauer Himmel und milde Luft. Wir konnten unser Glück überhaupt nicht
fassen und Jörg sah im Rückspiegel andauernd mein schwachsinniges Lächeln. Ungefähr 1 ½ Stunden waren wir dort, bevor wir den Schlüssel für das Haus in Empfang nehmen konnten. Die Hunde durften erst einmal spazieren gehen und während ich anschließend am Haus in der Sonne mit ihnen wartete, holte Jörg den Schlüssel.
Seitdem geht es uns einfach nur noch gut. Bine ist ein echter Seehund, wen wundert es, stammt sie doch von der Nordsee. Unser Karlchen ist am Strand total ausgelassen und das wirkt sich sogar auf Lena aus. Im letzten Jahr war Lena nicht zu bewegen auch nur auf 3 Meter ans Wasser heran zu kommen. Seit gestern , watet sie mit uns durch das Wasser und wirkt viel gelöster als zuvor.
Bine hatte überhaupt keine Scheu vor den Wellen. Wo Herrchen hingeht, geht auch sie hin *yepp*. Das der dumme Hund Salzwasser probieren würde, war mir schon klar, dass sie es aber immer und immer wieder tut, nicht ?!
Tja und dann
hat die Bine uns auch noch total verblüfft. Am Samstag, unserem
Anreisetag, hatte ich einen Kong mit Schnur dabei. Wir haben so schön
am Strand gespielt, bis ich blöd geworfen habe und der Kong in den
Fluten verschwand. Das war der Bine dann doch zu heikel. Rausholen ? Nö,
ohne mich. Jörg hat sich zwar heldenhaft die Hosenbeine hoch
gekrempelt, aber ihn nicht mehr gefunden...... Gestern, am
Sonntag, waren wir bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel wieder
am Strand. Bine ist mit und ohne Jörg durch die Wellen getobt und hat
sich anschließend im Sand paniert. Sie sah einfach nur glücklich und
fröhlich aus. Das steckt total an. Kurz bevor wir uns auf dem Heimweg
machen wollten, lief sie zielstrebig zu einer Stelle im Sand, schnüffelte
und buddelte kurz und tatsächlich holte sie den Kong wieder heraus. Wir
waren beide völlig baff und unser Karlchen hütet noch peinlich genau
seinen neuen Schatz, den Kong. Echt Wahnsinn. Hunde hört man
hier mehrere, aber bis auf einen weißen Schäferhund und einen kleinen
Münsterländer, die beide nicht von der Leine durften, haben wir bisher
keinen gesehen. Aber der Urlaub fängt ja erst an *juchu*. Die Abende verbringen wir meistens draußen auf dem Rasen, spielen mit den Hunden fangen oder Fußball. Da wir hier soweit nördlich sind ist es total lange hell. So ca. bis halb zwölf. Es ist dann zwar empfindlich kalt, aber trotzdem schön.
Heute Morgen
(Montag), wurden wir wieder von der Sonne geweckt und natürlich von
Bine *g*.
Wir haben gemütlich auf der Terrasse gefrühstückt und beglückwünschen
uns alle 5 Minuten zu dem affengeilen Wetter. Hatten wir doch insgeheim
mit Regen, Wind und Kälte gerechnet. Daher haben wir ja auch 2 Kisten
Holz mitgebracht an denen wir derzeit lächelnd vorbei gehen. Es ist
wirklich wie im Traum......
Ich fange
langsam an mich zu erholen *gg* ! |
| 19. Mai 2004 |
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Nachdem wir
nun die ersten 3 Tage wunderbares Wetter hatten, klares Wasser und milde
Luft, ist es heute sonnig aber unglaublich windig. Bine entpuppt
sich langsam als das was sie ist: Anstrengend
die Dame. In den ersten Tagen hat sie bereits morgens um 5 Uhr mit ihrem
gefürchteten Gesangskonzert begonnen. Wir können nichts dafür, dass
das Bett nur 1,40m breit ist und die kleine Jolle da nicht wirklich mit
hinein passt. Aber was rede ich, seit heute morgen hat es ihr entgültig
gereicht. Mit einen Sprung war sie oben, hat sich hemmungslos einen
Platz erdrängelt. Dann war endlich Ruhe aber an Schlaf nicht mehr
wirklich zu denken. Viel zu eng. Jörg toleriert alle Starallüren seiner Madam mit stoischer Ruhe. Bine kann praktisch gar nicht falsch machen. *gg* Gestern Abend
hatte sie Lust auf ein Spielchen mit dem Kong. Nicht dass wir nicht
schon den ganzen Tag über immer wieder mit ihr gespielt haben. Meine
Art zu spielen (bring den Kong, ich werfe ihn wieder), wird nur
akzeptiert, wenn Jörg sich nicht erbarmt. Jörg und Bine spielen wie
Banja und Bine. Sie hat die Beute und der andere muss hinterher rennen.
Das kann stundenlang so gehen und wird ihr nie zuviel. Wir sind
jetzt dazu übergegangen nur noch 1 Mal am Tag einen langen
Strandspaziergang zu machen. Zu Bines Wohl. Sie hört einfach nicht auf
Salzwasser zu saufen, auch wenn Süßwasser zur Verfügung steht. Das
hat weiterhin den Effekt, dass sie scheißt wie ein angestellter
Feuerwehrschlauch. Lena löst
sich immer brav auf dem Weg zum Strand im Wald. Bine hat besseres zu
tun. Kaninchenfährten verfolgen, Vögel aufscheuchen, Leute verbellen.
Gut dass sie auf dem Weg zum Strand an der Flexi ist. Ich war bisher immer Verfechter der These, dass Hunde, im Gegensatz zu Kleinkindern und einem Großteil Erwachsener nicht ins Wasser machen. Bine belehrt mich auch hier eines besseren. Gestern wandern wir am Strand entlang und Bine steht bis zum Bauch im Wasser. In ca. 500 Meter Entfernung kommt uns eine einzelne Person entgegen. Plötzlich macht der Holly einen krummen Rücken, Jörg und ich sehen uns entsetzt an und greifen automatisch zu den Plastikbeuteln, die wir immer für Hundehaufen dabei haben. Dann kommt zuerst ein Schwall bräunliches Salzwasser aus der Bine geschossen und dann eine einzelne „Seegurke“. Man wie peinlich. „Was machen wir jetzt“, fragt Jörg. Na was wohl, weitergehen und schweigen. Die Person ist immer noch weit entfernt. Ich gehe doch nicht mit dem Beutel ins Wasser und versuche Bines braune Wolke einzufangen. Nein, wirklich nicht, was zu weit geht, geht zu weit. Nachdem der Mann uns im weiten Bogen umrundet hat, zieht er nach uns die Schuhe aus und watet im Wasser. Boah, wie ekelig. Wir haben schnell gesehen dass wir Land gewinnen. Anscheinend hat er aber die Stelle unbeschadet passiert. Denn er ist, bis er nur noch ein kleiner Punkt am Horizont war, im Wasser weiter gewatet. Glück gehabt. Geschämt haben wir uns schon, aber was hätten wir machen sollen ? Ich weiß nicht was „Vorsicht im wasser treibender Holländerschiß der aussieht wie eine Seegurke“ auf dänisch heißt. J Ansonsten geht es den Hunden und Mimi prima. Lena traut sich dank Bine nun auch ins Wasser, trinkt aber nicht davon. Wir spielen viel Ball und clickern einmal am Tag. Gestern habe ich versucht Bine dazu zu überreden, über einen kleinen Holzbalken zu springen der hier auf dem Grundstück steht. Keine Chance, sie mag nicht. Und wenn sie nicht mag, mag sie eben nicht. Prinzessin ! Lena, als Streber hat es dann vorgemacht. Bravo. Bines Aufmerksamkeit lässt hier sehr zu wünschen übrig. Ich schiebe es einfach mal drauf, dass die Hunde die nächtliche Herfahrt und fremde Umgebung noch nicht ganz verkraftet haben. Außerdem hat sie anscheinend gerade einen pubertären Schub und kennt zeitweise ihren Namen nicht mehr *seufz*. Aber da kommen wir schon durch.
Ich merke jeden Tag mehr, wie urlaubsreif ich eigentlich schon lange war. Ich wusste nicht mehr wie es ist, einfach nur eine CD zu hören ohne nebenbei 20 andere Dinge zu machen oder zu denken. Auch Bücher lesen sich hier ganz anderes und haben zur Abwechslung mal nichts mit Hunden zu tun. Trotzdem fühle ich mich immer noch ziemlich lustlos, antriebslos und teilweise einfach nur den ganzen Tag müde. Aber ich denke, das wird in den nächsten Tagen bestimmt beständig besser. Jörg hat sich beim wilden Fußball spielen mit den Hunden die Wade gezerrt. Wir werden halt nicht jünger *gg*. Jetzt kann er erst mal nicht wie geplant jeden Tag am Strand joggen. Hoffentlich geht es ihm bald besser und er kann die Bine mitnehmen, sonst müssen wir uns was anderes einfallen lassen. Der Holly braucht auch körperliche Auslastung. Oder besser gesagt, zuerst braucht er körperliche Auslastung bevor man vernünftig mit ihr clickern kann.
So, jetzt
werde ich die Hunde füttern, die nach dem letzten Spaziergang schon
sehnsüchtig drauf warten und dann essen wir feine Krabben mit Rührei.
Mmmhhh, lecker. |
| 22. Mai 2004 |
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Nun ist es also soweit, ich habe es ja oft genug beschrieen. Negative Prophezeiungen treten immer ein, Bine ist läufig !!!!!!
Das erklärt zumindest für mich warum Bine in den letzten Tagen so unausstehlich war. Sie hat unseren Urlaub bis jetzt ziemlich anstrengend gestaltet. Morgens war sie jabbelig und wollte so früh aufstehen wie sonst nie. Abends wollte sie genauso wenig zur Ruhe kommen. Immer nur Action, immer nur raus, alles irgendwie nicht richtig. Dazu hat
sie sich unheimlich viel geleckt. (Nachträglich eingefügt: Mist ab
hier hing irgendwie die Feststelltaste, deshalb ist der nachfolgende
Text groß geschrieben. Nee, ich habe keine Lust alles noch mal zu
tippen, bin schließlich im Urlaub *räusper*). GESTERN
dann habe ich ein paar Schleimtropfen entdeckt und war plötzlich doch
unsicher. was, wenn Bines läufigkeit noch gar nicht ansteht, sondern
mein Hund eine Gebärmutterentzündung hat ? Ich war mir einfach nicht
sicher. bine hat häufiger als normal gepinkelt und viel trinken tut sie
sowieso. abends ist bine dann einmal jaulend aufgespurngen, hat nach
ihrem po gesehen und sich bei jörg versteckt. bevor
wir also ein riskio eingehen, habe ich lieber mit meiner thp
telefoniert, denn meine homöopatische hausapotheke habe ich immer
dabei. war ganz schön erstaunt die bärbel, dass ich aus dänemark
anrufe *gg*
! sie
hat mich schnell beruhigt und gesagt ihrer meinung nach steht bine kurz
vor der läufigkeit. sie hat mir gesagt was ich ihr geben soll, damit
die läufigkeit raus kommt und bines verkrampfung etwa nachlässt. hat
prima geklappt, denn noch am selben abend habe ich bei bine den ersten
blutstropfen gesehen. dann
folgte noch ein mittelschweres drama. jörg meinte nämlich an bines
geschlechtsteil eine zecke entdeckt zu haben. Ich habe bine auf den arm
genommen, weil sie liegend nicht bereit war, sich auf die seite zu
legen. leckerchen hin oder her. Jörg wollte dann nachgucken. Nur
gucken. Bine war total anderer meinung !!! Sie hat geknurrt und
gefletscht, ziemlich sauer war sie. nun ich denke, sie hat sich aufgrund
der anstehenden läufigkeit eh nicht so toll gefühlt. wir
haben es dann noch einmal anders herum versucht, also bine bei jörg auf
dem arm und ich schaue nach. keine chance, sie hat einen ziemlichen
zirkus veranstaltet. Zum Glück war keine zecke da, denn wenn, hätten
wir sie abfallen lassen müssen *räusper*. Ein dran kommen wäre unmöglich
gewesen. seit
gestern abend nun ist bine wie umgewandelt. sie macht auf mich den
eindruck, dass sie wieder etwas mehr in sich ruht. gestern abend nach
dem spaziergang hat sie wie immer mit grossem appetit gefressen und
anschließend vor dem angezündeten ofen tief und fest geschlafen. heute
nacht lag sie wie selbstverständlich bei uns im bett und hat
geschnarcht wie ein bär. heute morgen mussten wir endlich mal nicht um
5 uhr aufstehen, sondern konnten bis um 7 Uhr liegen bleiben. und auch
dann war ich diejenige die zuerst wach war. bine hat noch gepofft.
Tagsüber
ist sie nun sehr ruhig und macht einen zufriedenen eindruck. auf den
spaziergängen hat sie wie immer Feuer im Arsch.
In
diesem Sinne, Blutige Grüsse und bis die Tage, |
| 23. Mai 2004 |
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Heute war ein
super Tag !!! Nachdem es gestern zum 1. Mal grau verhangen war und geregnet hat, dachten wir ganz ehrlich, unsere Schön-Wetter-Periode ist vielleicht vorbei. Weit gefehlt. Heute morgen hatte ich Hundedienst, d.h. ich war dran mit aufstehen, spazieren gehen und füttern der Tiere. Bine hat mich
gegen 6 Uhr geweckt und ich war ziemlich gespannt was mich draußen
erwartet. Strahlender Sonnenschein und ein knallblauer Himmel. Herrlich.
Um diese Uhrzeit ist außer uns noch niemand unterwegs und ich habe den
Gang durch den Wald in dem wir wohnen sehr genossen. Jede Menge Hasen
und Fasane waren unterwegs, sehr zur Freude von Lena und Bine, die die
Nase echt nicht vom Boden bekommen. Schnell die
Tiere gefüttert und mit dem Gedanken daran, dass es ein wundervoller
Tag wird, habe ich mich noch mal ins Bett gekuschelt. Urlaub ist einfach
herrlich !!!!!!! Gegen 9 Uhr sind wir dann alle aufgestanden und haben in aller Ruhe gefrühstückt. Die Hunde waren für eine kurzes Spielchen noch mal auf dem Rasen toben und dann habe ich es mir mit einem super spannendem Buch (das 4. übrigens das ich hier grade lese) auf dem Liegestuhl gemütlich gemacht. So gegen 11 Uhr ist Jörg mit Bine noch mal zum Kaufmann gewandert (Lena wollte lieber bei mir bleiben), dort musste sie dann zum ersten Mal in ihrem Leben vor dem Laden warten. Die Ladentür
stand offen und Jörg brauchte auch nur 2 Dinge besorgen. Es hat super
geklappt. Die Maus hat brav gesessen, allerdings kam in diesem Zeitraum
auch niemand vorbei. Überhaupt ist Bine seit ihre Läufigkeit im Gange ist, wieder viel ansprechbarer, ruhiger, nicht so hektisch wie vorher. Von mir aus könnte es so bleiben *gg*. Gegen halb zwei war dann noch mal eine Mittagsrunde angesagt, die allerdings auch nicht länger als 30 Minuten ausgefallen ist und ausschließlich durch den Wald geführt hat. Anschließend
hat sich Bine dann mitgesonnt ....... Das Schöne
hier ist, dass die Sonne scheint wie verrückt, aber der Wind doch
herrlich kühl ist. So wird es auch für die Hunde nicht zu warm. Lena
hat laut schnarchend auf dem Rücken gelegen und den lieben Gott einen
guten Mann sein lassen. Nachdem wir
dann heute Nachmittag was gegessen hatten, sind wir so gegen 17.30 Uhr
aufgebrochen zum Strand. Kurz vor uns waren 3 Personen mit Rauhaardackel
und einem Beagle. Bine wäre so gerne hingelaufen, da aber die Hunde
angeleint waren, haben wir unsere auch angeleint gelassen. Am Strand
angekommen, habe ich gesehen, dass die Leute nach links marschieren.
Also sind wir nach rechts abgebogen. Tja und dann hat der Dackelrüde
wohl Bines Geruch in die Nase bekommen. So schnell ihn seine Dackelbeine
trugen kam er angelaufen, sah total niedlich aus. Das Beaglechen in
einem Sicherheitsabstand hinterher. Ich habe Jörg dann gesagt, dass er
Bine ableinen darf, Lena blieb sicherheitshalber bei mir. Bine ist glücklich
und fröhlich zu den anderen Hunden gelaufen und der Dackel hat Angst
vor der eigenen Courage bekommen. Außer „sitz“ machen, war er zu
nichts mehr zu überreden. Dafür hat Bine wunderbar mit dem Beagle Mädchen
gespielt. Die Besitzer der Hunde mussten den ganzen Weg zurück gehen um
ihre Hunde wieder abzuholen *gg*.
Aber wir fanden es lustig. Es waren auch Deutsche, mit denen wir uns
kurz unterhalten haben. Naja, mehr Jörg als ich, denn durch Lenas
Protest-Gebelle („lass mich von der Leine und denen werde ich es
zeigen, mit meinen Baby spielen...“) habe ich nichts verstanden. Bine hat dann
im Wasser noch ein Tau entdeckt und ich habe sie angefeuert zu ziehen.
Leider hat sie, was auch immer am anderen Ende hing, nicht an den Strand
befördern können ! Alles in allem waren wir über 1 ½ Stunden im Wasser und sind eben erst wieder nach Hause gekommen. Zuhause dann das neue, für Bine etwas befremdliche Ritual, dass ich die Hunde mit einem Eimer lauwarmem Wasser abwasche, damit Salz und Sand draußen bleiben. Heute hat sie zum ersten Mal nicht rum gezickt und unter meinen Jubelrufen still gestanden. Großartig. Zum Abschluss schütte ich dann immer das ganze restliche Wasser über die Hunde. Auch das hat Bine gut verkraftet. Ja drinnen
selbst das Anziehen ihres Kinderschlüpper hat sie heute aufmerksam aber
ohne Gegenwehr geduldet. Keine Frage, dass es dafür 2 rote dänische
Rinderwürstchen gab, oder ? Sie dürfte sogar noch den Becher mit Quark
(natürlich gemeinsam mit Lena) auslecken. Was für ein rundherum schöner
Tag. Ich überlege
ernsthaft, ob ich nicht Däne werde......"Dänen lügen
nicht....na na na na *träller*" Dänische
Grüße und bis die Tage, |
| 25. Mai 2004 |
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Heute morgen
war Bine wieder recht früh besonders gut gelaunt. Wir haben die
Hoffnung aufgegeben, dass Bine zum Langschläfer mutiert. Also war der
erste Gang gegen 6.00 Uhr fällig, was mich wenig belastet hat, weil Jörg
gegangen ist. *gg* Danach
allerdings, fällt Bine immer noch mal in einen Tiefschlaf, der bis ca.
9.30 oder 10.00 Uhr anhält. Dann stand wieder ein relaxtes Frühstück
auf dem Programm. Die Sonne lachte und der Himmel war blau und
wolkenlos. Langsam sind wir so verwöhnt, dass wir es nicht mehr anders
erwarten. Der Höhepunkt des Tages ist momentan, wenn wir abends in den
Nachrichten die Wettervorhersagen aus Deutschland sehen und hören. 4 cm
Neuschnee auf dem Brocken, Bodenfrost und ganz Deutschland geht mit
Steppjacke und Pullover nach draußen, während wir im T-Shirt auf der
Terrasse frühstücken. Heute Mittag
ist Jörg dann ebenfalls noch mal mit beiden Hunden zu einer kleinen
Waldrunde aufgebrochen und ich hatte Zeit ein bisschen Ordnung zu
schaffen. Gleich danach gab es noch eine kurze Spielsequenz im Garten,
von der Bine mehr hatte als Lena, die nicht mitspielt, wenn hündische
Konkurrenz dabei ist. Im Anschluss (der Himmel war zwischenzeitlich bewölkt
und es kam Wind auf), haben wir alle gemeinsam Siesta gehalten. Bine ist
zu Jörg in den Alkoven gekrabbelt, der an unser Wohnzimmer anschließt.
Lena hat sich auch dazu begeben und Mimi ein Plätzchen auf dem Sessel
mit Wolldecke gefunden. Ich habe mich auf dem Sofa ausgestreckt und so
haben wir in Ruhe und Frieden eine CD gehört. Ich gestehe, der ein oder
andere ist dabei eingeschlafen, so dass wir morgen noch mal anfangen die
CD zu hören. Nachmittags
wollte Jörg dann zum joggen an den Strand gehen. Bisher hat er sich
erfolgreich dagegen gewehrt, die Bine mit zu nehmen. Sie wäre noch zu
klein, sie würde nicht ausreichend hören, er würde viel zu lange
laufen für den Hund und und und waren immer die Ausreden. Heute habe
ich ihm dann erfolgreich ins Gewissen geredet. Bine ist zu gerne mit ihm
zusammen und sie ist ein so fixer und sportlicher Hund, dass ich nicht wüsste
was dagegen spricht mit ihr am Strand zu laufen. Er hat sie dann
auch mitgenommen, machte aber doch ein ziemlich skeptisches Gesicht. Ich
war mir ja selber nicht mehr sicher, ob Bine wirklich der ideale
Joggingpartner ist. Aber probieren geht schließlich über studieren und
die Beiden sind losgezogen. Jörg war total nass geschwitzt und ziemlich k.o. während Bine nicht mal gehechelt hat. Erstaunlich. Nachdem Jörgs Puls sich wieder einigermaßen beruhigt hatte, hat er mir erzählt, was sie so erlebt haben. Alleine beim
zuhören der Strecke, die die beiden gejoggt sind, ist mir der Schweiß
ausgebrochen !!!!!! Irgendwie hatte
ich mir vorgestellt, dass Bine nun nach dem Programm hernieder sinkt und
sich vor morgen um 6 Uhr nicht mehr rührt. Aber irgendwie habe ich die
Rechnung ohne unser Karlchen gemacht. Sie steht dauernd neben mir,
schaut sich in der Wohnung um und macht ganz den Eindruck, als wenn ihr
noch irgendwas fehlt zum Glücklich sein. Also werden wir dann gleich
noch mal eine Clickersession einlegen. Das haben wir
gestern schon gemacht und ich war ganz stolz auf mein kleines Holländermädchen.
Wir haben in erster Linie wieder an der freudigen Fußarbeit gearbeitet.
Das halte ich für ganz besonders wichtig. Zum einen brauchen wir das
unbedingt für unsere Dogdance Arbeit, zum anderen schadet das beim
Agility sicher auch nicht. Wir haben also
sachte angefangen und Bine wurde für das korrekte Folgen auf meiner
linken Seite häufig bestärkt. Ich habe zwischendurch das Tempo
gewechselt, bin also mal locker losgelaufen und zwischendurch auch
geschlichen. Das findet Bine besonders spannend. Als ich den Eindruck
hatte sie ist konzentriert bei der Sache habe ich weiter geübt, was wir
in den letzten Tagen begonnen haben. Wenn ich „schnalze“, folgt für
Bine ein Wendung nach rechts. Das sind die einfachen. Mir kommt es
darauf an, dass sie schön am Bein bleibt und nicht zurück hängt. Das
hat sie ganz toll gemacht. Dann haben wir
weiter am „Sitz“ gearbeitet. Jawohl richtig gehört, am „Sitz“.
Es hat sich nämlich in den letzten Wochen daheim ein Fehler
eingeschlichen. Wenn wir am bleib gearbeitet haben, hat Bine sich immer
hingelegt. Das war insofern nicht schlimm, weil sie wirklich gut wartet
und darum geht es ja in erster Linie wenn ich „bleib“ sage. Jetzt
ist sie aber dazu übergegangen, sofern ich nur einen Schritt nach
hinten mache, die Platz-Position einzunehmen und das ist von mir nicht
gewollt. Also habe ich gestern Bine immer wieder Sitz machen lassen und
bin Schritt für Schritt von ihr weg gegangen. Hat sie sich hingelegt,
war die Übung beendet und wir haben ca. 1 ½ Minuten Timeout gemacht.
Saß sie brav, habe ich schon während ich mich entfernte geclickert und
die Leckerchen geworfen. Es geht schon ganz gut, auch wenn wir von einem
sicheren Ergebnis noch meilenweit entfernt sind. Aber genau dass ist ja
der Spaß am üben, das beobachten der kleinsten Fortschritte. Ihre Unterbuchse lässt Bine sich jetzt schon total lässig anziehen. Schließlich gibt es hinterher immer ein Stück Würstchen und dafür würde Bine sonst was tun :)) Ihre Blutungen werden ziemlich heftig und ohne Hose ist ein Aufenthalt hier im Haus kaum möglich. Bine leckt sich schon hin und wieder sauber, aber nicht genug um die ganze Suppe aufzusammeln. Manchmal steht sie einfach so da, während hinten nur so die Tropfen heraus kullern. Sie müsste nun
eigentlich bald in der Standhitze sein, denn sobald man an ihrem
Hinterschenkel streichelt oder ihren Po berührt, knickt sie die Rute in
den unmöglichsten Winkeln ab und macht ein verzücktes Gesicht.
Boxenluder !!! Von
liebestollen Rüden sind wir bisher verschont geblieben, obwohl hier in
unmittelbarer Nähe hin und wieder Hunde bellen. Ich bin froh, dass
Bines Bruder Beaven, seines Zeichen ein echter Frauentyp, nicht hier
ist. Das würde ja was werden..... So, nun fordern
meine Tiere aber wieder meine volle Aufmerksamkeit und die schenke ich
ihnen gerne. Ich feiere, dass wir noch 11 Tage hier sind und hole mir
jetzt ein eiskaltes Barcardi-Rigo aus dem Kühlschrank. Versoffene Grüße
und bis die Tage, |
| 27. Mai 2004 |
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Auch auf die
Gefahr hin dass es langweilig wird, wir haben einen weiteren wunderschönen,
sonnigen Meeres-Urlaubs-Tag hinter uns.... Heute hatte ich
wieder Hundedienst *ggääääähhhnn*. Wenn ich dann allerdings(6 Uhr
!!!) aus dem abgedunkelten Schlafzimmer ins Wohnzimmer schaue und draußen
lacht schon so früh die Sonne, dann bin ich einfach gut gelaunt *träller*.
Ich habe dann mit den ebenfalls noch leicht verschlafenen Hunden eine
Runde durch den Wald gedreht. Alles war leise und die Luft super mild,
kein Lüftchen weit und breit. Lena hat wie immer brav ihr Geschäft
verrichtet. Der Holländer kackt hier im Urlaub nur noch 1x am Tag, dafür
aber „gehend“ 10 Meter weit und meistens am Strand *g*. Überhaupt ist
Bines Namenswahl super passend. Momentan nennen wir sie nämlich nur
noch „Bi“. Egal wer oder was sich ihrem Hinterteil nähert, Bi
streckt fröhlich den Po raus, klemmt die Rute nach irgendeiner Seite
weg und „gibt“ sich hin. Herzlich willkommen in der Standhitze. Während
ich bei Banja und auch Lena damals immer den Eindruck hatte, dass die
ganze Angelegenheit eher lästig ist und Beide nicht recht wissen was da
geschieht, ist Bine mehr der Typ Lolita. Sie parkt ständig zwischen Jörg
oder mir, ja selbst neben Lena und wartet darauf, dass jemand ihren
Bauch streichelt, ihren Po anfasst ODER wie in Lenas Fall, an ihrer TUTE
schnuffelt. Tut man ihr den Gefallen hält sie stundenlang still, macht
ein verliebtes Gesicht und schmust was das Zeug hält. Ausgesprochen
witzige Angelegenheit. Aber kommen wir
zum Tagesablauf zurück. Nachdem wir vom spazieren gehen wieder da
waren, gab es wie jeden Morgen für alle Hunde ein Frühstück (Katze
natürlich auch). Dann wollte ich mich eigentlich wieder hinlegen. Also
Bine ihren Schlüpper angezogen, was jetzt super geht, weil sie steht
wie eine Eins (kann ja sein, dass ich an ihren Po komme). Ungewöhnlicherweise
stand dann auch Lena wedelt vor dem Bett und „guckte“ um Erlaubnis.
Ach herrje, Lenas Schmusebedürfnis beschränkt sich in der Regel auf
einmal im Quartal und ich genieße dass mit meiner Großen immer
besonders. Aber heute ? Es war doch schon so eng. Na ja, ich konnte dem
Blick nicht wiederstehen und habe sie herein gelassen. 2 Minuten später
habe ich das wieder bereut. Es war wirklich kein Zentimeter Platz mehr
da. Jörg, ganz in die Ecke gequengelt an die Wand, hat das, glaube ich
nicht wirklich gestört, er hat geschlafen, dann Bine, ebenfalls
schnarchen. Dann ich, auf mir Mimi und daneben Lena. Alles auf nur
1,40m. Ich kam mir vor, als wenn wir für einen Eintrag ins Guinessbuch
trainieren.... Nach einer
Stunde, einem eingeschlafenen Fuß UND Arm, habe ich zuerst Lena
hinausbefördert und dann Mimi. Der Holländer war so was von dickfellig
und ist einfach nicht aufgestanden. Immerhin konnte ich dann auch noch
ein Stündchen schlafen. Wenn ich mit
den Hunden gehe, muss Jörg das Frühstück machen, hihi ! Oder
natürlich umgedreht. Heute morgen habe ich dann auch verschlafen, wie
er aufgestanden ist. Ich habe gehofft, dass das Wetter noch so schön
ist, wie am frühen Morgen. Wissen kann man das hier nie genau, das ändert
sich recht schnell. Aber nach dem aufstehen, habe ich gleich gesehen,
dass Jörg wieder auf der Terrasse gedeckt hat. Juchu. Man, war das
ein Wetter. So haben wir den Vormittag dann auch auf den Liegen gelegen, ich habe gelesen und die Hunde haben im Schatten gedöst. Es war super war, aber da hier immer ein kühles Lüftchen weht, ist es auch für die Hunde super gut zum aushalten. Sie lagen im Schatten und haben tief und fest geschlafen. Heute Mittag gab es dann wieder eine Runde durch den Wald. Lena hatte überhaupt keine Lust dazu, wollte nur ihren Haufen machen und gleich wieder nach Hause. Bine will immer, es gibt schließlich soviel zu riechen. Hasen, Fasane, Vögel, Artgenossen und was weiß ich. Apropro
Artgenossen, wir ärgern uns ziemlich über die anderen Deutschen hier,
die ihre Hundehaufen einfach so liegen lassen. Das ist ziemlich schade
und ziemlich eklig. Bisher haben wir das Gebiet hier als ausgesprochen
Hundekackefrei kennen gelernt. Wir heben jeden Krümel auf und die Leute
freuen sich darüber. Nachmittags
werden die Hunde dann gegen halb fünf unruhig und man merkt, dass es
Zeit wird für die große Strandrunde. Heute waren wir
dann auch wieder 1 ½ Stunden am Strand unterwegs. Die meiste Zeit im
Wasser, was Lena jetzt anscheinend wirklich Spaß macht, denn sie fängt
an in die Wellen zu galoppieren. Wer hätte das noch vor einem Jahr
gedacht ???? Bine ist immer
bei Jörg im tiefen Wasser und dann wieder mehr am Strand bei mir. Heute
waren wir mit beiden Hunden so tief drin, dass Lena schwimmen musste,
weil sie die Sandbank verfehlt hat. Das macht aber nichts. Old Lena ist
eine gekonnte und erfahrene Schwimmerin. Bine passt schön auf, dass höchstens
der Bauch nass wird :). Wir hatten am
Strand großen Spaß, haben geplanscht, gespielt und herumgetrödelt.
Bine hat wieder meterweit geschissen *hüstel*. Irgendwann hatte ich
dann den Eindruck, jetzt reicht es, wir können nach Hause. Zuhause kommt
dann zuerst die Abwaschaktion, denn Sand und Meersalz müssen wieder aus
den Hunden. Also schleppe ich eimerweise warmes Wasser nach draußen und
wir spülen die Hunde. Selbst Bine findet jetzt langsam gefallen daran,
schließlich juckt dann hinterher nichts mehr. Überhaupt muss man
sagen, dass sie durch die ganze Schlüpper An- und Auszieh-Aktionen viel
toleranter geworden ist, was unsere Manipulationen betrifft. Ich habe so
ein bisschen den Eindruck, dass sie natürlich nicht weiß, was wir da
veranstalten, aber keiner von uns tut ihr weh. Außerdem gibt es von mir
immer ein Leckerchen hinterher fürs still halten. Jörg macht das nicht
immer, noch nimmt sie es ihm nicht übel. Ja, und jetzt
liegen die duftigen Hunden auf ihren Kissen, sind müde gelaufen und
satt und schlafen friedlich vor dem Fernseher. Draußen geht die Sonne
noch lange nicht unter (jetzt ist es 20.30 Uhr und Sonnenuntergang ist
so um 23.30 Uhr) und ich setze mich jetzt mit meinem Buch in den
Wintergarten, der vom sonnigen Tag noch sehr aufgeheizt ist. Zufriedene Grüße und bis die Tage, Dagmar Nachtrag
Boah, meine Nerven !!!!! Gerade eben (22 Uhr) war ich mit „Bi“ noch mal draußen, damit sie Pipi machen kann. Ist ja noch hell draußen. Seit sie läufig ist, muss sie ein bisschen häufiger raus als normal. Sie steht also
draußen und lässt laufen. Fertig, also fein zuscharren und dann ist
ihr eingefallen, dass sie gleich noch mal einen Schub Pipi machen muss. Bine ist fertig, ich gehe Richtung Tür und sehe wie sie die Nase in den Wind hebt. „Scheiße“, denke ich, „bestimm ein Hase“. Leider hatte ich keine Schuhe an und habe noch schnell versucht Bine stimmlich zu motivieren mit ins Haus zu kommen. Im selben Moment kam der vermeintliche Hase um die Ecke gebogen, in Form eines Cairn-Terriers. Mit Besitzer
versteht sich, hinten am anderen Ende der Flexileine. Bine ist natürlich
*ggggr* sofort durchgestartet. Der Mann hat seinen Hund sofort auf den
Arm genommen und sich wild im Kreis gedreht, während ich ohne Schuhe
hinterher gespurtet bin. Ich wusste ja nicht mal, welche Nationalität
der Mensch hat. „Bine, Bine“ Rufe brachten nicht den gewünschten
Erfolg. Bei den Dreien angekommen, sagt der Mann:“ Ist das eine Sie
?“. Jawohl, und was für eine. Jubelnderweise setzt er seinen Hund
sofort an die Erde und ich werfe zaghaft ein, dass die Bine gerade läufig
ist, um nicht zu sagen, sich mitten in der Standhitze befindet und
ziemlich notgeil. „Ach was“, sagt der Mann interessiert,
„Hauptsache kein Rüde. Für alles andere ist der (zeigt auf seinen
Hund, der mit der Nase schon in Bines Tute hängt) doch viel zu
klein.“ Kurz sehe ich
zu, wie Bine, mit total erleichtertem Gesicht, dass endlich ein Verehrer
da ist, die Rute hoch reißt und dem Kleinen freien Zugang zu ihren
heiligsten Gemächern verschafft. Der Cairn war begeistert kann ich euch
sagen. Während der Mann mit mir spricht und wir feststellen, dass wir
in Deutschland nur 30 km auseinander wohnen, beobachte ich die
Verliebten mit unguten Gefühlen. Für eine Hündin, die das 1. Mal läufig
ist, macht mir Bine einen recht gefestigten Eindruck. Das Auftauchen des
Rüden scheint sie irgendwie zu genießen. Sie fühlt sich kein bisschen
bedrängt von dem Cairn, der ununterbrochen an ihr schnuppert und leckt. Und dann legt
sich das Aas doch hin ?!!!! Mit
einem Aufschrei bin ich barfuss *aua* den Schotterweg runter gehechtet
auf die frisch Verliebten zu. Bine ist aufgesprungen, 10 Meter weiter
gelaufen und hat ihren angebeteten mitgenommen. Mir ist vielleicht der
Schweiß ausgebrochen. Jörg stand in derzeit unter der Dusche und ahnte
nicht, dass sich gerade abspielte, was er insgeheim wohl die ganze Zeit
befürchtet. Seine Prinzessin sucht sich selber einen Prinzen !!!! Die
Mischung Hollandse Herdershond – Cairn-Terrier kann ich mir schlecht
vorstellen und außerdem WILL ich keinen Wurf ! Der Mann nun
auch aufmerksam durch mein barfüssiges Gehüpfe, versucht seines Hundes
habhaft zu werden. Denkste Puppe. Wo die Liebe hinfällt. Logischerweise
weicht Bine aus, wenn ich nachkommen und der Cairn, in Liebe entbrannt,
rennt hin wo die Liebste steht und geht. Arrrrhhhggggg. „So geht’s nicht“, sage ich zu dem Mann, „ich brauche Schuhe“ und renne rein. Bin grade unterwegs, da ruft er mich zurück und sagt, er hat seinen Hund. Sehr schön für ihn, ich habe aber Bine dadurch noch lange nicht. Ich also
barfuss wieder zurück und versucht an die Bine zu kommen. Dieses
Aaaaaaas, zieht jedes Mal einen Zentimeter zurück, wenn ich fast dran
bin. Zurück zum Haus rennen, zieht bei ihr auch nicht. Sie folgt mir
nicht, warum auch, hat ja einen neuen Lover.... Irgendwann, als sie wie wild um den Cairn (dessen Namen zu erfragen ich leider vergessen habe) herumtobt, kriege ich sie dann an der Halskrause zu fassen. Gott sei Dank. Ich bedanke mich bei dem Mann fürs warten, wir wünschen uns gegenseitig noch einen schönen Urlaub (zum Glück reisen sie am Samstag ab) und ich führe Bine hinein. Danach musste
ich aber echt erst mal eine rauchen. Puuuh. Der arme Cairn
wird sicher heute Abend unter Liebeskummer leiden. Da trifft er schließlich
eine willig, junge Lady, ist kurz davor und darf dann nicht. Das Leben
schreibt schon harte Geschichten. Jörg hat uns
übrigens die Tür geöffnet, als ich Bine an der Halskrause ins Haus führte.
Er hat natürlich sofort gedacht, sie hat jemanden gebissen. Fazit: Abends
geht die Bine jetzt am Halsband und Flexi zum Pipi machen. Schluss, Aus,
Basta. Oder hat von euch jemand Bedarf an holländischen Cairn-Honden ? Dann bin ich gerne bereit der Bine bei der nächsten Läufigkeit den Spaß zu gönnen..... Schwitzende Grüße, |
| 30. Mai 2004 |
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Heute beginnt nun definitiv unsere letzte Urlaubswoche *seufz*. Ja, ein bisschen Wehmut ist sogar jetzt schon dabei. Die letzten beiden Wochen sind wie im Fluge vergangen, dabei habe ich gar nichts großartiges gemacht. Trotzdem war es super auszuhalten und ich denke nach den 3 Wochen wird mir der Einstieg in die Hektik ein bisschen schwer fallen. Aber was rede
ich, eine Woche haben wir ja noch und wenn ihr das lest, bin ich schließlich
schon wieder daheim.... Heute morgen
sind wir bei total bewölktem Himmel aufgestanden. Es war nicht windig
aber total grau. Wenn ich mir vorstelle, die ganzen 3 Wochen wäre ein
solches Wetter gewesen... ne, da hätte ich einen Lagerkoller bekommen,
ganz sicher. Heute Vormittag
hatte Jörg Hundedienst und ich habe in aller Ruhe geduscht, gefrühstückt
und anschließend mit einem Buch gegammelt. Heute Nachmittag dann, habe ich Bine ein geflochtenes Körbchen hingestellt. Ziel ist es, dass Bine das Körbchen trägt. Im besten Fall natürlich zu mir. Aber da sind wir noch nicht. Bisher habe ich sie dafür bestätigt, dass sie das Körbchen ansieht, dann berührt und dann gab es nur noch C & B (Click und Belohnung), wenn sie den Korb am Henkel in der Mitte berührt. Denn was nutzt es mir, wenn sie den Korb an der Seitenwand anfasst oder zu seitlich am Henkel. Bine beginnt also gerade heraus zu finden, dass sich nur die mittigste Stelle am Henkel lohnt. Anfänglich war
sie mit der Nase am stupsen und wurde dafür belohnt. Aber relativ
schnell habe ich dafür nicht mehr geclickert sonder gewartet, dass sie
ihr Maul einsetzt. Das hat sie erwartungsgemäß erfüllt. Bei solchen
Aufgaben, die ja aus mehreren Aktionen bestehen, ist es wichtig, dass
man sich selber einig ist, was man denn beclickert. Mit was der Hund den
Gegenstand berührt oder wo er ihn berührt. Genau in der Reihenfolge
sind wir auch vorgegangen. Lena hat bei
der Aktion im Platz auf ihrem Kissen gewartet. Für jeden Click den Bine
bekommen hat, hat auch Lena ein Leckerchen fürs warten gekriegt. Nach
einer Weile war ihr das aber nicht mehr genug. Kennt ihr das ? Sie
wollte unbedingt mitmachen. Es hat ihr nicht gereicht, ein Leckerli nur
fürs zuschauen einzuheimsen, sondern sie wollte sich kreativ
beteiligen. Ich fand das toll, auch wenn es nicht erwünscht war. Dann hat sie in alle möglichen Stellen gebissen. Hätte ich vorgehabt, Lena das apportieren schmackhaft zu machen, wäre das die Gelegenheit gewesen zum clicken. Da sie sich aber selber ins Geschehen eingemischt hat, habe ich dafür auch nicht geclickt. Dann ging es
ziemlich schnell und war total witzig. Sie hat Schwung genommen und
gleichzeitig beide Vorderpfoten in das kleine Körbchen gewummert. Gut
das er nicht kaputt gegangen ist, gehört mir ja nicht J.
Das sah so witzig aus und ich fand es ausgesprochen kreativ von ihr, da
hab ich geclickt und die Session schnell beendet. Ich weiß nicht wie
oft das Körbchen diese Sprünge eines 37 kg Hundes aushält. Da heute Mittag wie von Geisterhand die Wolken verschwanden und der blaue Himmel vorkam, habe ich heute Nachmittag, vor dem füttern und nach dem Spaziergang, noch einmal mit beiden Hunden draußen geübt. Bine durfte
zuerst mit einer leichten Fußarbeit in verschiedenen Tempi (rennen,
schleichen) beginnen und war super eifrig bei der Sache. Leider stammen
die Fotos von heute Abend und da waren beide Hunde schon satt und nicht
mehr ganz so eifrig :)
! Lena kam als nächstes
dran. Was Bine nicht mag (über den Zaun springen), findet Lena super.
Ich lasse sie das allerdings höchstens 1 bis 2x am Tag machen, wegen
ihrer Knochen. Natürlich erst nachdem sie sich aufgewärmt hat. Um noch mal
kurz auf Sexbomben Bines Situation zurück zu kommen, ich glaube, wir
haben das Schlimmste überstanden. Gestern war sie unausstehlich und ist
überhaupt nicht zur Ruhe gekommen. Sie wollte andauernd raus. Draußen
hat sie dann zwar ein Anstandspipi gemacht, war aber ansonsten nur am
schnüffeln. Auf der Suche nach Verehrern. In den letzten 3 Tagen musste
sie ebenfalls an der Flexileine auf dem Grundstück laufen, weil sie ein
paar Mal versucht hat, sich aus dem Staub zu machen. Das Risiko war es
mir dann doch nicht wert, auch wenn sie mir ein bisschen leid tat. Heute
ging es schon wieder ohne. Jetzt empfindet sie es auch wieder als
genauso schön, wenn sie am Hals gestreichelt wird. Während in den
letzten Tagen das Zentrum ihres Denkens ihr Po war *ggg*. Heute hat sie
ebenfalls zum ersten Mal nicht den ganzen Tag die olle Hose getragen,
sondern lief Pampers frei..... dabei hatte ich mich gerade so an den
Anblick gewöhnt. Sie hat wirklich einen total niedlichen Knackpopo in
den Kinderschlüppern gehabt. Da Pfingsten
vor der Tür steht und Samstag generell der An- und Abreisetag der
Urlauber hier ist, sind heute ein ganzer Schwung neuer Urlauber
angereist. Hier und da hört man Hunde bellen und ich bin schon gespannt
ob vielleicht neue potentielle Spielkameraden für Bine dabei sind. Das wird sich
zeigen, denn früher oder später trifft man sich am Strand. In diesem Sinne
sandige Grüße und bis die Tage, |
| 04. Juni 2004 |
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Der letzte Urlaubstag ist angebrochen *seufz*. Die vergangenen Tage standen voll und ganz im Zeichen der Liebe. Jawohl *lach*. Keine Angst ich verschone euch mit schmalzigem „wir-hatten-uns-im-Urlaub-so-lieb“ Gebrabbel. Wieder mal ist von Bine die Rede. Mit einer
erstaunlichen Präzession haben wir am Strand immer wieder eine Familie
aus Dortmund getroffen, die genau die 3 Wochen hier waren wie wir auch.
Die Familie hat ein Beaglemädchen und einen Rauhaardackelrüden. Der
Beagle ( Nina ) war wie Bine vor allem an wilden Strandspielen
interessiert, während Iko nur verliebt war. Im Laufe der letzten Tage
hat auch Bine ihr Herz geöffnet und nach der Cairnterrier-Episode war
nun Platz in ihrem Herzen für das Dackelchen.
Am allermeisten
habe ich gelacht, als die Familie nach mehreren Minuten Spiel weiter
gehen wollte, Iko aber nicht. Da hat die Frau gesagt, Jörg soll mit der
Bine mal ins Wasser gehen, weil der Dackel absolut wasserscheu ist. Also
ist Jörg mit seiner Bine in die Fluten gestürmt und wer hinterher ?
Natürlich der Herzbube Iko. Das sah so lustig aus, wie er mit seinen
kurzen Beinen in der Brandung stand und bei jeder Welle weg war. Tapfer
hat er sich weiter gekämpft und ist in Bines Achtung so gestiegen, dass
sie sich von Jörg los gerissen hat und zu ihrem patschnassen Lover zurück
gestürmt ist. Danach folgte dann wieder inniges Liebesgeplänkel am
Strand. Ich hätte Stunden zusehen können. Der war aber auch charmant,
hat nie geklammert sondern genäselt, schon mal am Bine Po geschnuppert
(was ja auch sehr willkommen war) ist mit ihr gelaufen. Total niedlich.
Die Besitzer waren ausgesprochen amüsiert, weil sie uns erzählt haben,
er wollte erst gar nicht mit spazieren gehen, weil ihm die Pfoten weh
getan haben und kam sah er Bine-Lolita, war alles vergessen !!!!
Gestern begann
der Tag wieder mit wunderschönem Wetter (auch wenn es euch nervt *g*
) und gegen 10 Uhr hatten wir schon 26 Grad. Dabei ist es hier aber nie
unerträglich heiß, sondern es weht immer ein frischer Wind. So haben
wir den Tag über auf der Terrasse gegammelt immer wieder unterbrochen
von kurzen Waldspaziergängen.
Ein Jogger und
ein Pärchen war alles, was am Strand zu sehen war. Also Schuhe aus und
ab ins Wasser, es war herrlich. Die Hunde sind ausgelassen über den
Strand getobt und auch für Lena ist es nun selbstverständlich sich in
die erfrischenden Fluten zu stürzen OHNE zu trinken :)
! Auf dem Rückweg,
wir feierten immer noch unser Wetterglück, kam Lena dann richtig in
Rage und hat bellenden die Bine durch die Ostsee gejagt. Dabei haben die
beiden Doofen mich kurz über den Haufen gerannt und gnadenlos im Sand
liegen lassen. Während ich im Sand herum kroch und dachte mein Knie ist
gebrochen (womit ich ja nicht hätte zurück fahren können) sind die
besten Freunde des Menschen *aarrrrgghh* einfach davon gallopiert.
Schweinebande. Nun dieser Lärm blieb nicht unentdeckt, den nachdem ich mich wieder aufgerappelt hatte und Humpelnder- und Fluchenderweise wieder hinkte, entdeckte ich in den Dünen einen Rottweilermischling von nicht geringer Größe. Schluck. Das sind die spannenden Momente im Hundehalterleben, denn weit und breit war kein Mensch zu sehen. Jörg der im Wasser war, hat ihn auch recht schnell entdeckt und dann kam er donnernd (kam mir der Staubwolke nach zu urteilen jedenfalls so vor) aus den Dünen. Je näher er kam und so größer wurde er und ich fühlte mich unbehaglich. Bine hat ihn sofort gesichtet und ist im entgegen gestürmt, während Lena noch im Wasser herum gepümpelt ist. Kurz vor Bine hat er gestoppt, sich in Positur geworfen und dann ging die wilde Hatz los. Das war der Moment in dem Oma Lena gemerkt hat, dass da noch ein fremder Hund ist. Wie eine Dampfwalze ist sie aus dem Wasser getrabt und hat ebenfalls bei der Annäherung gemerkt, dass der wirklich „ziemlich“ groß ist. Sie hat sich dann darauf beschränkt, ihn kurz abzunehmen und zu unserem Erstaunen war für sie die Sache damit erledigt. Dazu muss gesagt werden, dass sie dem Beaglemädchen Lina immer eine Heidenangst eingejagt hat. Sie hat sie sozusagen alleine durch ihre Anwesenheit in die Knie gezwungen und das total genossen. Hier konnten
wir dann mit ihrer Hilfe nicht rechnen, der Knabe hatte es natürlich
auf die duftende Bine abgesehen und Lena war das scheißegal. Hm. Bine und der Rüde haben eine kurze Jagd die Dünen hinauf begonnen wobei Bine auf Pfiff sofort wieder da war. Gott sei Dank. Dann sind beide noch mal in die Wellen gesprungen und damit war für den Herren das Vorspiel absolviert. Er wollte nur noch eins, aufreiten. Bine war hin und her gerissen zwischen, „ich halte meinen Po hin“ und „ne lieber doch nicht“. Der Junge hat nicht ganz den Spaßfaktor den Dackel Biko mitbrachte und so machte ich mich mit den Badelatschen in der Hand auf dem Weg und einzuschreiten. Das ich Bine an
die Flexi nehmen konnte, war ein erster Erfolg weil sie hin und
hergerissen war zwischen „ich brenne mit dem durch“ und „quietsch,
nein bleib mir vom Leib“. Ich habe mich dann vor den Rüden gestellt, „geh nach Hause“ gesagt und mit meinen Flipp-Flopp-Badelatschen gedroht. Was soll ich sagen, es hat ihn überhaupt nicht interessiert. Zwischendurch hat er immer mal wieder bei Lena sein Glück versucht, aber die konnte ihn sich durch knurren und fletschen gut vom Leib halten. Sobald er wieder weg war, hat sie seelenruhig den Heimweg weiter angetreten. Jörg war dann irgendwann auch aus dem Wasser und hat ebenfalls versucht den Rüden nach Hause zu schicken. Zu meiner Ehrrettung sei gesagt, dass er genauso erfolglos war wie ich. *g* Wir haben uns noch ganze 5 Minuten im Kreis am Strand gedreht, weil wir die Hoffnung hatten, dass jemand den Hund vermisst. Schließlich hatte er eine Halsband mit Adressanhänger, da sind wir nur nicht dran gekommen. Dann haben wir uns entschlossen den Heimweg anzutreten, weil es langsam echt stressig wurde. Der Rüde hat seine Anstrengungen verdoppelt und es wurde zum wahren Spießrutenlaufen. Irgendwann haben wir dann eine einigermaßen Formation gefunden in der es ging. Ich neben Bine an der Leine und Jörg genau hinter ihr, sozusagen um ihren Popo zu schützen. Lena war immer 20 Meter voraus, von ihr war wahrlich keine Hilfe zu erhoffen. Und so sind wir dann als Prozession der Schwachsinnigen mit 3 Hunden nach Hause gewackelt. Zwischendurch
haben wir noch 3 Frauen getroffen, die es nicht lustig fanden, dass wir
unseren riesigen Hund frei laufen ließen. Unsere Beteuerungen dass das
nicht unser Hund sei, blieben ungehört, es waren dänische Frauen *g*. Bine fing an die Sache als nicht mehr lustig zu empfinden. Es kann sein, dass es daran lag, dass sie an der Leine war und aber einfach nur, weil der Rüde immer aufdringlicher wurde. Selbst drohende Klatscher mit meinen Flipp-Flopps auf den Kopf haben ihn nicht im geringsten gestört. Blieb ich stehen und sagte warnend „Nein“, blieb er eben auch stehen. Ging ich einen Schritt auf ihn zu, blieb er ebenfalls stehen. *grusel* Es hatte alles keinen Erfolg und so musste Jörg bis nach Hause Bines Poschützer spielen. Dort angekommen, hatten wir schon Mühe uns zur Haustür reinzuquetschen ohne den Burschen. Nicht einfacher gemacht hat es Mimi, die erwartungsvoll im Wintergarten stand und auf uns wartete. Tja und dann begann der Abend der Belagerung. Der Hund war einfach nicht vom Grundstück wegzukriegen. Ich war ein paar Mal draußen um ihn anzuschreien, weil ich mir mehr davon erhoffte als nett zu ihm zu sein. Er sprang wütend bellend um mich herum und wollte unbedingt hinein. Irgendwann habe
ich einen Messbecher mit eiskaltem Wasser gefüllt, bin nach draußen
gegangen, wo mir der Henkel abbrach und das kalte Wasser mir auf die Füße
pümpelte. Immer wenn wir eine halbe Stunde keinen Rüden sahen, dachten wir, er ist weg, dann tauchte er zuverlässig eine Minute später wieder an der Terrasse oder dem Wintergarten auf. Es war echt lästig. Vorbei gehende Spaziergänger schauten immer böse auf unser Haus, ihre kleinen Hunde auf dem Arm und wir beteuerten jedes Mal unsere Unschuld. Irgendwann abends nach halb zehn, haben wir ihn dann nicht mehr gesehen und Bine konnte zum Pipi machen raus. Man war das
anstrengend, fast 4 Stunden unter Hausarrest zu stehen. Ja und heute haben wir dann unseren letzten Urlaubstag hier. Als hätten wir es bestellt ist es heute bedeckt und regnet hin und wieder. Das macht es einfacher das Haus aufzuräumen und einzupacken. Jörg gurkt während ich das schreibe gerade durch Fredikshavn und versucht einen neuen Messbecher aufzutreiben. *gg* Wir hatten
einen wunderschönen Urlaub und ich denke gerade Bine hat es gut getan 3
Wochen am Stück mit uns zu verbringen. Obwohl wir
morgen früh bis um 10 Uhr das Haus räumen müssten, haben wir uns
entschiedene, wieder heute Nacht loszufahren. Ich habe weder Lust in Dänemark
noch im Elbtunnel im Stau zu stehen. Außerdem komme wir dann morgen früh
so gehen 9 oder 10 Uhr in Elbingerode an und haben noch den ganzen Tag
Zeit uns zu erholen. Langsam merke ich wie meine Vorfreude auf Zuhause
steigt und das ist doch ein gutes Zeichen. Vor allem aber ist meine „Ohne-Banja-Schmerzgrenze“
mehr als überschritten. Ich WILL MEINEN SCHNAUZER ZURÜCK, mein Gesicht
in ihr Fell drücken, ihren Duft einatmen und mich mit ihr aufs Sofa
kuscheln.
Also Leute,
wenn ihr das lest, sind wir wohlbehalten wieder angekommen und künftig
gibt es wieder regelmäßige Einträge im Tagebuch. Ich freu mich
auf Euch, erholte Grüße und bis die Tage, |