Acon (Gelbbacke - Altdeutscher Hütehund)

Hallo mein Name ist Acon.
Ich bin im Dezember 1999 geboren und lebe seit dem ich 1 1/2 Jahre alt bin bei meinem jetzigen Frauchen, deren Freund und meiner 16-jährigen Cockerdame Afra.
An die Zeit davor erinnere ich mich nicht so gerne, da mein Ex-Herrchen mich nicht mochte und mir das auf alle möglichen gemeinen Arten gezeigt hat. Aus diesem Grund habe ich mich damals auch entschieden, von zu Hause wegzulaufen und mir eine neues Zuhause zu suchen. Nach dem 3 oder 4 mal hat das auch geklappt.
Ich lief ca. 50 km weit bis ich mich völlig erschöpft und halb verhungert (ich hatte vorher ja auch nicht viel zu fressen bekommen
und wenn, dann war es häufig vergammelt) in  den Eingang einer abgelegenen Gaststätte legte.
Die Leute waren auch ganz nett, gaben mir was zu fressen und riefen, als ich am nächsten Tag immer noch da war, den Tierschutzverein an. Dort besuchte mich dann nach 2 Tagen mein Frauchen. Wir sahen uns und ich lief Ihr sofort hinterher zum Auto.

Die Eingewöhnungszeit war nicht ganz einfach für uns alle. Ich hatte ja noch nie ein richtiges Haus von innen gesehen. Dementsprechend traute ich mich zuerst auch gar nicht hinein. Natürlich wusste ich auch nicht, dass die Balken in einem Holzhaus nicht markiert werden dürfen wie die Bäume draußen. Normales Hundefutter, Ochsenziemer, Rinderohren u.s.w. kannte ich auch nicht.
Wenn nur noch ein Schluck Wasser in meinem Napf war, wollte ich den immer automatisch verteidigen, da ich früher kein neues bekommen habe.

Mein Frauchen überzeugt mich jedoch schnell davon, dass Sie mir, wenn Sie den Napf wegnahm, nur neues frisches Wasser geben wollte. Nach nur 4 Tagen hatte ich mein Frauchen schon sehr lieb gewonnen. Weil ich Sie nicht wieder verlieren wollte, folgte ich Ihr jeden Schritt und bewachte sie auch vor allen anderen Menschen (dass gefiel Ihrem Freund gar nicht so gut!!). Spazieren gehen fand ich am Anfang nicht so toll. Wenn ich das Haus nicht mehr im Blickfeld hatte, legte ich mich lieber hin und ging keinen Schritt weiter (freiwillig, so schwor ich mir, würde mich da keiner wieder wegkriegen).

Am 6 Tag kam dann der Schock. Eine Bekannte rief mein Frauchen an und sagte ihr, dass es ihr leid tun würde, aber Sie hätte herausgefunden, wer mein vorheriger Besitzer gewesen sei. Als mein Frauchen auflegte, sah Sie mich an und Ihr kullerten schon die Tränen.

Schweren Herzens rief Sie die Ex-Leute an. Zum Glück war die Frau vom "Bösen" dran. Frauchen sprach eine ganze Zeit mit Ihr. Zum Glück stellte sich heraus, dass der "Böse" mich eh nie haben wollte und die Frau meinte, ich solle doch besser in meinem neuen Zuhause bleiben.

Frauchen sicherte alles noch mal durch den Tierschutz ab und von da an wussten wir, dass ich offiziell bleiben konnte. Alles vergessen habe ich leider immer noch nicht, aber mit meinem Frauchen arbeite ich bis heute weiter daran. Wir unternehmen und lernen auch viel zusammen. Seitdem ich leider wegen Gelenkproblemen kein Agility mehr machen kann, sucht mein Frauchen nach immer neuen Beschäftigungsmöglichkeiten für mich (immerhin möchte ich als waschechter Hütehund nicht nur die gelernten Sachen wiederholen und kombinieren, sondern auch was neues lernen).  

Wir haben eine Flyballbox, machen solche Spiele wie: Kuscheltiere einräumen, Müll raustragen, Tricks aus dem Dogdancing und gehen natürlich auch zu Dagmar und haben viel Spaß beim Obedience.

Viele Grüße Euer Acon und Frauchen