Fenja
(Border Collie)
Als Fenja im Juli 2002 mit 8 Wochen
bei uns einzog, wussten wir noch nicht, dass der Sommer genauso verregnen sollte
wie in diesem Jahr, in dem wir die Osteroder-Haustier-Akademie, kurz OHA
kennen gelernt haben ;-)
Schon damals war uns klar, dass Border-Collie eine ganz besondere Rasse ist - in
vielerlei Hinsicht - und dass wir als blutige Anfänger in Sachen Hundeerziehung
nichts dem Zufall überlassen wollten. So wurde Fenja schon damals durch
positive Verstärkung gewaltlos groß. Ohne unsere damalige Hundetrainerin hätten
wir mit Fenja ganz sicher ne Menge bordertypische Probleme bekommen, an dieser
Stelle DANKE an sie! Da uns damals die Anreisen zu ihr einfach zu lang waren,
suchten wir nach anderen brauchbaren Hundeschulen. Dies war weit schwerer, als
wir angenommen hatten! Wir wollten hauptsächlich Spaß mit Fenja haben und
ihrem unglaublichen Tatendrang eine Aufgabe verschaffen. Aber warum nur muss ein
Hund unter Prügelstrafen lernen liegenzubleiben und nicht mal den Kopf zu
wenden, wenn eine ganze Meute junger Hunde an ihm verbeiströmt? So hatten wir
uns das nicht vorgestellt! Und einen kleinen Mops kann ich wohl am Geschirr
hochheben und schütteln, aber was mache ich mit Fenja - und wie erziehen
eigentlich Bernhardiener-Besitzer ihre Hunde??? Oder es wurden Arbeitseinsätze
angeordnet, 26 Stück pro Jahr und Person(!!!) zusätzlich zum Mitgliedsbeitrag,
versteht sich. Also ohne Ehegatten anmelden? Oder jedes Wochenende Rasen mähen,
Zaun streichen und ähnliches? So gingen fast zwei Jahre ins Land, ohne dass wir
uns für eine der kennen gelernten Hundeschulen erwärmen konnten.
Anfang diesen Jahres haben wir durch Mundpropaganda (an dieser Stelle: DANKE,
ANJA wie gut, dass ich dich damals getroffen habe!) von der OHA gehört. Es
sollte aber noch Frühling werden, bis wir den Weg nach Osterode zu Dagmar
gefunden haben. Zunächst noch skeptisch diesem Knackfrosch gegenüber, haben
wir uns schnell von den unglaublich rasanten Lernfortschritten mit dem Clicker
begeistern lassen. Mit viel Spaß an der Freude lernte Fenja in Minutenschnelle,
dass ein Nasenstupser an einer Fliegenklatsche das tollste der Welt sein kann.
Im Gegensatz zu früher haben wir jetzt eine Methode kennen gelernt, mit der wir
unserer Hündin ganz präzise klar machen können, was wir von ihr wollen. Das
macht uns aber vor allem auch ihr viel mehr Spaß. Und es schmeckt sooo gut!
Fenja läuft seitdem nicht mehr (so viel, wir arbeiten noch daran...) mit
geducktem Kopf durch die Gegend sondern ist viel forscher und lebenslustiger
geworden! Das erfreut uns leider nicht immer, weil jetzt wieder einige
bordertypische Spinnereien zum Vorschein kommen! Wir gehen jetzt aber anders
damit um und werden diese Spinnereien in eine Form umlenken, dass Fenja dabei
nicht mehr glauben muss, der Himmel falle ihr gleich auf den Kopf!
Genauso wichtig wie die neue Lernmethode ist, dass wir uns sauwohl in den
verschieden Gruppen fühlen. Inzwischen sind wir von der
Clicker-Einsteigergruppe zum Agility gewechselt, unterstützen die Schnüffelgruppe
und lernen nebenbei bald Dogdancing.
Und Lust hätten wir noch zu so vielem mehr, aber leider ist die Woche so
kurz... Auf Dagmars Gespür bei der Zusammenstellung der Gruppen konnten wir uns
bisher hundertprozentig verlassen. Die Hunde verstehen sich prima und die
Menschen finde ich alle supernett!!!
Zu guter Letzt haben wir uns - wie so viele Menschen in dieser
außergewöhnlichen Hundeschule - davon überzeugen lassen, dass Rohfütterung
unsere Hündin weder aggressiv macht noch sie zur professionellen Jägerin
werden lässt sondern dass ihr das Fressen einfach viel leckerer schmeckt und es
dazu auch noch gesund ist. Na wenn sich unsere Kinder mal so auf gesundes (Fr)essen
stürzen würden...
Viele liebe Grüße
Claudia, Stefan und Fenja
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