Peaches (Collie) – barker of great annoyance (*13.03.1996)

Manu (Mix) – chaser of tiny rabbits (*12.01.2004)

Ja, wo fange ich an! ;)

Eigentlich hatten wir mit unserer Colliehündin Peaches ein rundum entspanntes Leben: man konnte diesen Hund zu nahezu jeder Gelegenheit mitnehmen, immer war sie sehr folgsam und unauffällig. Die Spaziergänge waren immer eine Wonne, man musste sich nicht groß um sie kümmern, denn sie lief von ganz allein immer dicht bei uns. Größere Wandertouren mit ihr waren auch super, sie ist sehr fit.

Doch irgendwie fanden wir das ja so unbefriedigend einfach. Wenn man keine Probleme hat, so schafft man sich einfach welche! Wir taten das, indem wir uns dazu entschlossen, einen Zweithund zu adoptieren. Das war schon immer mein großer Traum.

Nun surften wir herum, denn es sollte ein „gebrauchter“ Hund aus dem Tierheim sein. Und möglichst ein weitere Hütehund, der sich mit Katzen verträgt, Kinder mag und ein freundliches Wesen hat. Es dauerte eine Weile, dann stießen wir auf eine spanische Tierschutzorganisation, die einen, wie es auf den ersten Blick schien, perfekt passenden Border Collie-Mix zu vermitteln hatte. Der kleine Mann hieß damals noch „Jochen“ und war wirklich superniedlich auf den Bildern. Unsere Auswahlkriterien wurden auch in vollem Umfang erfüllt. Also haben wir alles in die Wege geleitet und den kleinen Kerl (er war gerade 6 Monate alt) zu uns geholt.

Bei erstem visuellen Kontakt stellte sich schnell heraus, dass das gewiss kein BC-Mix ist, sondern vielmehr ein Windhundmitsonstwasdrinmix, dessen endgültige Ausmaße unsere ursprüngliche Größenvorstellung gewiss überschreiten würde, schaute man sich seine Pranken an. Na ja, egal. Der kleine Kerl war so süß, wir haben ihn sofort ins Herz geschlossen (in die Arme lieber nicht, denn er stank ganz fürchterlich).

In den ersten Wochen bestätigte sich auch, dass all unser Wünsche bezüglich des Charakters voll erfüllt wurden: der Kurze (inzwischen hatten wir ihn auf „Manu“ umgetauft) war sehr kinderlieb, mochte Katzen (gern auch zum Frühstück) und war sehr menschenfreundlich (jeder, der sich nicht wehrt, wurde sofort heftigst beschmust!). Ja, und damit hörte es auch auf! :)

Es stellte sich schnell heraus, dass Manu mit anderen Hunden ein echtes Problem hat! Es schien, dass er schon in Spanien nicht unbedingt die besten Erfahrungen gemacht hatte und darüber hinaus hatte er auch gleich in Deutschland ein paar sehr unangenehme Erfahrungen machen müssen. :(

Dazu kam noch ein für die spanischen Windhunde äußerst typischer, ausgeprägter Jagdtrieb, der leider schon relativ schnell durch Erfolg positiv bestärkt wurde (die armen Karnickel…).

Irgendwann kamen wir jedenfalls zu dem Punkt, dass Manu dringend eine Hundeschule braucht, um zumindest sein Verhalten anderen Hunden gegenüber in den Griff zu bekommen. Nach reichlichem Stöbern im WWW stießen wir auf Dagmars Akademie und hatten sogleich das Gefühl: ja, das ist es! Clickertraining kannte ich schon länger, denn das hatten Peachie und ich schon 98 bei Birgit Laser erlernt. Die durchweg gewaltfreie Herangehensweise gefiel uns sehr. Kurzerhand also mit Dagmar und Astrid einen Termin gemacht, um alles zu besprechen und schon konnte es losgehen.

Mit Peachie habe ich den Obedience-Kurs bei Silke besucht und Manu hatte den Clicker-Einführungskurs bei Astrid. Beide haben es immer geliebt nach Osterode zu kommen, jedoch blieb uns leider nur wenig Zeit, da unsere Abreise nach Tasmanien schon so schnell kam. Aber es hat uns allen riesig Spaß gemacht und wir werden Euch alle hier in „under down under“ nicht vergessen! :)

 

Alles Liebe

Anissa & Karsten Gömann