Also, wir sind Anton und Oskar, zwei
echte, polnische Mischlinge. Herrchen sagt immer, wie sind
"Masurskis". Die Rasse gibt's zwar nicht, aber da wir aus Masuren
kommen, stimmts ja irgendwie.
Zuerst kam ich, Anton, in das Leben
meiner jetzigen Familie. Geboren wurde ich irgendwann im Juni 03 aufm
Bauernhof in Polen. Meine Menschen haben da Urlaub gemacht. Meine Mutter und
noch drei andere Hunde leb(t)en da als Kettenhunde und da mein Frauchen und
der Rest des Rudels es nicht mit ansehen konnten und es mir nicht so ergehen
sollte, durfte ich ausreisen. Zuhause gab es dann noch einen Hund Namens
Schröder. Er fand es erst nicht so lustig, so eine kleine Nervensäge um
sich zu haben, hat sich aber dann meiner angenommen. Frauchen und ich sind
dann nach Willershausen in die Hundeschule, haben clickern gelernt und uns
da sehr wohl gefühlt. Da haben wir auch Dagmar kennen gelernt, obwohl,
eigentlich kannten wir uns vom Sehen schon, wohnen ja im selben Dorf. Ich
bin eher der ängstliche Typ Hund, stressanfällig und bellfreudig. Wir
arbeiten dran!
Letztes Jahr waren Schröder und ich
dann mit unserem Rudel wieder in Polen und was soll ich Euch sagen, meine
Mutter hatte wieder ein Hundebaby. Meinem Frauchen wird immer ganz
schlecht, wenn sie daran denkt, wie die Mama an der Kette von jeglichen
freilaufenden Hunden vergewaltigt wird.
Eigentlich wollten wir ja nicht schon
wieder son kleinen Matz mitnehmen, aber nach einigem Hin und Her und bettelnden
Kinderaugen ( warn Felix seine, Sohn von Frauchen und echt in Ordnung),
durfte auch Oskar ausreisen, zum Leitwesen von Schröder. Der machte ohnehin
einen komischen Eindruck, wollte nicht so recht spielen, nur seine Ruhe
haben und auch manchmal recht zickig.
Also, Oskar kam mit, sollte aber nicht für
immer bei uns bleiben und wurde von Frauchens Nichte adoptiert. Schröder
ging es immer schlechter und nach einem WE im August musste er eingeschläfert
werden. Ich war traurig ohne ihn und allein. Oskar und sein Frauchen waren
auch nicht richtig glücklich mit ihrem Zusammenleben. Sie hatten so wenig
Zeit füreinander, da Frauchen viel arbeiten musste und so kam Oskar Ende
November wieder zu uns. Er war jetzt bei Dagmar zum Grundkurs, hat aber,
glaub ich, das mit dem Clicker noch nicht so ganz begriffen. Jetzt bin ich
aber erst mal wieder dran, gehe zum Erziehungskurs damit ich besser an der
Leine gehe und mich für Fauchen interessiere und nicht für Hasen und
andere Flüchtlinge. Oskar muss das dann auch lernen, aber vielleicht kann
ich ihm ja ein bisschen was beibringen und Dagmar, die ihre Sache echt super
macht, ein wenig unterstützen. Also, das war's erst mal von uns Brüdern,
vielleicht sieht man sich mal
Gruß von Anton und Oskar und natürlich
unseren Menschen