Yolli ist eine 3 ½-jährige
Bearded-Collie-Hündin. Sie ist superlieb und ohne jegliches
Aggressionspotential. Sie ist sehr kinderlieb und empfängt jeden der unseren
Hof oder unser Haus betritt mit großer Freundlichkeit. Sie verbellt
Niemanden, kündigt somit natürlich auch Niemanden an. (Nicht schlimm).
Man
könnte glücklich sein, wenn da nicht ihre furchtbare Angst vor donnerartigen
(z.B. Flugzeuge, die man nur leicht wahrnimmt) und schussähnlichen Geräuschen
wäre. Als wir sie im Alter von 8 Wochen bekamen, ist uns aufgefallen, dass
sie sehr sensibel war, allein etwas „lauteres Sprechen“ führte zu Rückzug
unter die Kücheneckbank. Damit könnte man ja leben, indem man einfach
versucht, nicht mehr so laut zu sprechen.
Schon
vor Silvester 2004 lief sie mir bei unseren Spaziergängen davon, umkreiste
mich und kam nur bis auf 2 m an mich heran, ich konnte machen was ich wollte,
sie kam einfach nicht zu mir. Ich war wütend, verzweifelt, traurig und
hilflos zugleich, was dazu führte, dass ich sie einfach nicht mehr ableinte.
Es
ging Silvester 2004 sogar soweit, dass sie sich aus jedem Halsband und jedem
Geschirr hinauswand und mir davon lief und ich allein nach Hause gehen musste,
nachdem ich lange voller Angst nach ihr rief und suchte. Als ich dann nach ca.
1 Stunde total verzweifelt nach Hause kam, lag Yolanda etwa zerstört bereits
wartend auf dem Hof.
Das
alles ging soweit, dass ich schon mit Angst zum nächsten Spaziergang
auf-brach, ständig in „Lauerstellung“ auf evtl. Angst machende Geräusche,
die es natürlich immer gab. Es war dann so, dass der Hund sich nicht mehr löste,
ich sie teilweise nach Hause „schleppen“ musste, gefressen wurde natürlich
auch nicht mehr. Die Situation war verzweifelt und ich wusste nicht mehr
weiter.
Kurze
Zeit später stand ein Artikel über Dagmar in unserer regionalen Tageszeitung
und ich kontaktierte sie sofort. Sie
bot mir umgehend einen Hausbesuch an, den ich dankend annahm.
Diese
Stunden des Gespräches und die analytische Beobachtung von Dagmar half uns zu
verstehen, dass unsere Yolli in Todesangst lebte, immer in der Erwartung jetzt
an dieser Stelle, wo sie vielleicht vor Wochen ein Angst machendes Geräusch hörte,
verknüpfte sie ihre Gedanken und durch ihre Intelligenz, hatte sie ständig
„Irgendetwas“ zu verknüpfen.
Ich
besuchte einen Vortragsabend von Dagmar und nahm an einem Basis-Clicker-Training
teil. Yolli und ich haben unsere Bindung verstärkt und wir können
mittlerweile entspannte Spaziergänge machen. Yolanda wird sicher nie eine
angstfreie Hündin sein, doch sind wir sehr froh, dass es ihr besser geht.
Auch
die Trainingsstunden machen uns sehr viel Spaß, zumal wir dort nette Teams
kennen gelernt haben. Wir machen auf jeden Fall weiter!
Dagmar
wir sind sehr froh und dankbar, dass wir dich kennen gelernt haben, denn du
bist ein lieber, netter Mensch, der es wunderbar versteht positiv zu bestärken,
einmal ganz davon zu schweigen, was du von Tieren und deren Umgang verstehst.